Drogen … legalisieren oder nicht?!

Sollte man Cannabis, bzw. die daraus entstehenden Rauschgifte Marihuana und Haschisch, legalisieren oder nicht?! Jugendliche und postpubertäre Mitbürger tragen ja gerne Buttons, Sticker oder sogar Pullis und T-Shirts mit den wohlklingende Slogen „legalize it„. Gut, dass die Konsumenten der verschiedensten Drogen für die Legalisierung dieser sprechen liegt ja auf der Hand und ist somit nicht weiter verwunderlich, aber es gibt auch ernst zunehmende Wissenschaftler und Politiker, die für die Legalisierung sprechen.

Zweierlei Maß

Schon komisch eigentlich, auf der einen Seite wird einem versucht klar zumachen, dass man Zigaretten besser meiden sollte, da sie gesundheitsschädlich sind und Alkohol wird auch immer negativer dargestellt, weil es suchtgefährdent ist und auf der anderen Seite wird ernsthaft darüber diskutiert, dass man noch eine weitere Droge legalisiert. Klar kann man die Politik schon verstehen, denn wenn man Cannabis frei gibt, dann kann man auch wieder eine Sondersteuer erlassen und die Staatskassen werden wieder ein bisschen voller oder die Diäten werden wieder erhöht. 😉

Selbst wenn Cannabis irgendwann legalisiert werden sollte, werden nach dieser Legalisierung sicherlich wieder Rufe laut, andere Drogen und Substanzen zu legalisieren. (Pilze oder ähnliches… )

Logische Konsequenz

Es ist nicht möglich, eine objektive Grenze guten und bösen Drogen zu ziehen. Jede „Partei“ sieht diese Grenze an einer anderen Stelle, denn sonst hätten wir diese Diskussion ja gar nicht. Eigentlich gibt es in meinen Augen nur zwei mögliche Alternativen, bzw. Lösungen für die Drogenmisere.

  1. Alle Drogen und süchtig machenden Substanzen verbieten.
  2. Alle Drogen und süchtig machenden Substanzen frei verfügbar machen.

Beide bringen natürlich Vor- und Nachteile mit. Verbietet man alles, werden unweigerlich auch Substanzen wie Kaffee, Zucker und Fett auf diese Liste müssen. Aber nicht nur Substanzen würden dann verboten werden, sondern auch Tätigkeiten, wie Spielen, Sex, chatten im Internet oder das Fernsehen. Das Leben würde dann auf ein „Dahin-vegitieren“ reduziert und ich unterstelle einem Großteil der Menschheit, dass sie ein solches Leben als nicht lebenswert definiert.

Die Aufforderungen alle Drogen frei zu machen, klingt wahrscheinlich in den meisten Köpfen als ausgemachter Blödsinn. Ist es aber nicht, wenn man sich die Forderungen von Wissenschaftlern und Politiker in Bezug auf andere Abhängigkeiten anguckt. In Bezug auf Mediensucht im Allgemeinen wird eine höhere Medienkompetenz gefordert, die den Menschen befähigen soll, einen guten und maßvollen Umgang mit den Medien zu erlernen, niemand käme auf die Idee ein generelles Medienverbot zu fordern. Ebenso verhält es sich mit dem richtigen Umgang mit Lebensmittel und Sex. Wichtig ist es, dass eine maßvolle Beziehung zu dem süchtig machenden Element erreicht wird und nicht, dass die Elemente auf die die Sucht gerichtet ist verboten werden.

Aufklärung ist notwendig

Das einiges an Aufklärung von Nöten ist, zeigt ein Zitat von Gregor Gysi.

Haschisch macht nicht abhängig, ist so schädlich wie Alkohol, also brauchen wir diesbezgüglich kein Verbot.

Gregor Gysi auf abgeordnetenwatch.de

Lieber Herr Gysi, entweder macht Haschich nicht abhängig oder es ist so schädlich wie Alkohol. Beides zusammen geht nicht, denn schließlich ist die Alkoholkrankheit ja eine Tatsache. Oder gibt es neuere Erkenntnisse, die mir noch nicht bekannt sind?

Das selbst Politiker sich zu Äußerungen hinreißen lassen, die weder wissenschaftlich fundiert noch wahr sind zeigt, wie gering die allgemeinen Kompetenzen in Bezug auf Drogen sind.

In der Zukunft

Wahrscheinlich wird keiner meiner oben genannten Vorschläge weder kurz- noch langfristig durchgesetzt, aber dennoch erscheint es mir sinnvoll, die Drogenkompetenz bei Jugendlichen zu erhöhen. Denn wenn schon konsumiert wird, dann sollte man wenigstens reflektiv konsumieren können.

Links zum Thema

Studieren nur noch mit IQ >130

Na herzlichen Glückwunsch, die Universität Freiburg geht neue Wege im Umgang mit den Studiengebühren. Wer nachweisen kann, dass er einen IQ von über 130 hat, wird in den ersten drei Semestern von der Studiengebühr befreit. Das hört sich ja erst einmal gut an, denn Universität ist ja Kopfarbeit, aber leider glücklicherweise nicht nur.

Nun scheint es so, als will man nicht nur eine Elite auf Grundlage des Einkommens der Eltern schaffen, sondern auch noch beginnen, Fachidioten auszubilden. Ich will damit nicht sagen, dass jeder Mensch der einen IQ von <130 hat automatisch über soziale Inkompetenz verfügt – aber die Fähigkeit Bildung kostenlos zu erhalten vom IQ abhängig zu machen, halte ich falsch. Auf der einen Seite aus reiner Menschlichkeit und auf der anderen Seite weil die IQ-Tests nichts anderes sind, als willkürlich festgelegte Richtlinien und Werte, die im Grunde nichts anderes über den Menschen aussagen, als der Test von ihm verlangt. Teamfähigkeit oder Sozialkompentenzen werden weder getestet, noch spielen sie für den IQ eine Rolle und augenscheinlich sind es auch Kriterien, die für einen Studenten als sekundär bewertet werden.

So wird es dem wissensdurstigen, armen, nicht-überdurchschnittlich intelligenten Menschen noch schwerer gemacht in unserer Gesellschaft ein bisschen vom Bildungskuchen abzubekommen. Wie war das noch mit Artikel 3 des Grundgesetztes?

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Papier ist geduldig…

Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Studiengebühren sind falsch! Egal in welcher Form! Die Bildung, das Wissen und das Lehren sollten gänzlich vom Staat finanziert werden und so eine freie Bildung und Forschung ermöglichen. Die angehenden Studenten sollten nicht von der Universität bewertet werden, sondern durch breitgefächerte Bildung (angefangen im Kindergarten und der Grundschule) soviel Reflektionsvermögen aufbauen, dass sie dadurch selbst entscheiden können, welchen Weg sie gehen wollen und ggf. einen eingeschlagenen revidieren. Weder der Intellekt noch ein zu schmales Portmonee, darf in einer zivilisierten Gesellschaft zwischen dem Menschen und der Bildung stehen.

Flatscreens und Spielekonsolen werden verboten

Die Bundesregierung könnte bald schon Gesetzesentwürfe vorlegen, die sowohl Flatscreens als auch Spielkonsolen bei Eltern verbieten. Wieso das? Fangen wir mal vorne an…

Massaker und die Killerspiele

Nach dem Schulmassaker in Erfurt und ähnlichen Vorfällen im Ausland, wurden die Rufe der Experten immer lauter, dass Egoshooter BallerKillerspiele verboten werden müssen. Diese Spiele sind nämlich immer zu einem großen Maß dafür verantwortlich gemacht worden, dass sie die Psyche der Jugendlichen so stark verändern, dass der Unterschied zwischen Realität und Spiel zu sehr verschwimmt. Die Jugendlichen sollen also durch die Spiele erst zu Amokläufern gemacht worden sein. Wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema lassen noch auf sich warten und einen Nachweis für einen Zusammenhang gibt es bis heute nicht.

Muttermilch ist schuld

Um die absurde Kausalität plakativer darzustellen, könnte man genauso verbieten, Kinder mit Muttermilch zu füttern. Man kann davon ausgehen, dass nicht nur die jugendlichen Amokläufer, sondern auch die meisten inhaftierten Schwerverbrecher Muttermilch bekommen haben. Und somit ist die Beweisführung abgeschlossen.

Hört sich schon irgendwie absurd an, oder? Die Argumentation in Bezug auf das Killerspielverbot verläuft aber ebenso absurd, auch wenn es auf den ersten Blick logischer erscheint.

Flachbildfernseher und Spielekonsolen

Da vor einigen Tagen ein amerikanisches Pärchen seine Kinder beinahe tötete, weil es einen Realitätsverlust durch Computerspiele erleidete, fordere ich die Politik auf, hier zu handeln. Denn hier gibt es keinen absurden Kausalitätsstrang, wie bei den Killerspielen und den Amokläufern. Die Kausalität liegt auf der Hand und kann behoben werden, wenn die Politik jetzt handelt und ein Verbot für Flachbildschirme und Spielekonsolen erlässt, werden keine Kinder mehr von ihren Eltern so stark vernachlässigt, dass sie fast sterben.

Natürlich muss in diesem Zusammenhang überlegt werden, ob man nicht auch Computer, Fernsehen, Radio und Bücher verbieten sollte, denn auch diese Medien können zur Ablenkung von der realen Welt dienen und haben somit ein gewisses Gefahrenpotential in sich.

Kann ein Atheist ein (guter) Christ sein?

Vor einigen Wochen Monaten hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem Freund und seiner Freundin. Die aufgekommene Frage war, ob ein Mensch, der sich an die Regeln und Dogmen der Kirche hält, ohne es zu wissen oder es zu wollen, als guter Christ zu bezeichnen ist oder sogar nach dem Tod in den Himmel und nicht in die Hölle kommt.

Guter Mensch = Christ?

Um ein praktisches Beispiel zu nennen und so diese Fragen evtl. beantworten können, schauen wir uns den Dalai Lama mal genauer an. Ich wage zu behaupten, dass er in seinem Leben noch niemanden getötet hat und auch nicht gegen eines der anderen zehn Gebote verstoßen hat (Ausgenommen die Gebote, die Gott als einzigen Gott verehren lassen sollen.) und ich glaube auch, dass er gegen keine anderen Dogmen verstößt, die die Bibel oder die Kirche aufstellt. Ist der Dalai Lama also ein Christ? Oder sogar ein guter Christ?

Meine Meinung dazu ist ein klares nein. Denn zum „Christ-sein“ fehlt dem Dalai Lama das Bekenntnis zum Glauben an Jesus Christus, den Sohn Gottes. Er ist aus christlicher Sicht sicherlich kein schlechter Mensch, aber er glaubt nicht an den Schöpfergott und dessen leiblichen Sohn auf Erden. Auch wenn er die Existenz dieser Wesen und historischen Personen sicherlich nicht negieren wird, muss er im Umkehrschluss nicht zwangsläufig ein Gläubiger sein.

Genauso verhält es sich auch mit jedem anderen Menschen, der zwar durch und durch gut ist (natürlich nur ein Ideal in unserem Gedankenspiel), aber nicht an die spirituellen Wesen glaubt. Er kann kein guter Christ sein, weil die Motivation „gut zu sein“ eine andere ist. Sein Handeln ist nicht durch die Überzeugung hervorgerufen, dass der Heiland am Kreuz für unsere Sünden gestorben ist. Welche Motive hinter dem Handeln stehen, sind hier nicht von Bedeutung, da es ja schließlich nur um die Bewertung der Taten nach christlichem Standard geht.

Himmel oder Hölle

Der weltlichen Teil der Frage ist somit beantwortet. Nein, ein durch und durch guter Mensch, der sich unabsichtlich an die Dogmen und Gesetze des Christentum hält ist kein Christ im eigentlichen Sinne. Wie steht es aber um die Frage nach dem Himmelsreich? Kommt dieser Mensch in den Himmel oder in die Hölle?

Definition zum Gedankenspiel

Da wir auf dieser Welt eine Vielzahl von Religionen haben und viele davon unterschiedlichste Ansichten vertreten, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden, welche die wirkliche, einzige, objektive Wahrheit ihr eigen nennt. Natürlich wird in diesem Punkt jeder Verfechter seiner Religion vehement widersprechen, aber das liegt wohl im Sinne des Erfinders.

Um nun aber die oben genannte Fragen beantworten oder mindestens diskutieren zu können, nehmen wir einfach mal an, das Christentum wäre im Besitz der objektiven Wahrheit. Somit existieren per definitonem Himmel und Hölle nach dem Tod.

Gott entscheidet über den Toten

Der durch und durch gute Mensch, den wir oben schon einführten, ist nun gestorben und es muss eine Entscheidung gefällt werden, ob dieser Mensch in den Himmel oder in die Hölle kommt. Da sich dieses aber alles in Sphären abspielt, die von uns lebenden Menschen niemand erlebt hat, kann man auch hier nur spekulieren.

Wenn Gott ein wirklich allwissendes, allmächtiges und gütiges Wesen sein sollte, dann unterstelle ich hier, dass der gute Mensch, auf jeden Fall in den Himmel kommt. Denn diesem Gott dürfte es egal sein, ob der Mensch der vor ihm steht jemand ist, der sein Leben lang an ihn glaubte oder nicht – zählen müssten hier alleine die Taten. Aber durch die Überlieferungen von der Zeit in der Gott noch auf Erden wirkte, komme ich zu einem anderen Schluss.

Schon alleine durch die Zehn Gebote, stellt sich dieser Gott auf eine Stufe, auf der er verehrt werden will und dem Menschen verbietet, andere Götter anzubeten. Also ist aus dieser Sicht nicht zu erwarten, das unser „guter Mensch“ in Himmel kommt, da er sich nicht dem Gott hingegeben und ihm nicht gedient hat. Zwar hat er keine Gebote und Gesetze gebrochen, aber dieses nicht auf Grund der von Gott aufgestellten Dogmen. Das dieser Gott nicht gut auf die zusprechen ist, die ihm nicht folgen zeigen folgende Passagen aus der Bibel exemplarisch:

Samaria muß es büßen; denn es hat sich wider seinen Gott empört; durchs Schwert sollen sie fallen; ihre Kindlein sollen zerschmettert und die Schwangeren aufgeschlitzt werden! (Hosea 13,16)

Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist, unter dem Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen. (Genesis 6,17)

Da ließ der HERR Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN vom Himmel herab auf Sodom und Gomorrha. Und kehrete die Städte um, die ganze Gegend und alle Einwohner der Städte, und was auf dem Lande gewachsen war. (1. Mose 19, 24-25)

Wenn so mit Ungläubigen umgegangen wurde, wage ich zu vermuten, dass ein Nicht-Gott-Gläubiger mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in den Himmel gelassen wird, sondern in der Hölle schmoren muss.

Fazit

Es lohnt sich sicherlich zu versuchen ein guter Mensch zu sein, aber mehr auf die weltlichen Vorzüge bezogen, als auf die Geschehnisse nach dem Tod. Nur wenn man ein bekennender Christ ist, hat man eine höhere Chance ist das Reich Gottes aufgenommen zu werden. Wenn man aber keiner ist, dann kann man noch soviel Gutes tun, die Chance in den Himmel zu kommen läuft gegen Null. Diese Möglichkeit ist den meisten Atheisten oder Andersgläubigen aber wahrscheinlich auch egal, da das Reich Gottes für sie nicht existent ist. Auch die Frage nachdem „Christ-sein“ bei Atheisten oder Andersgläubigen muss verneint werden, da für den Christen die Motivation der Handlung im Vordergrund steht.

P.S. Ich möchte mit diesem Artikel nur zum Nachdenken anregen. In keinster Weise soll das Christentum, eine andere Religion oder eine Weltanschauung in ein schlechtes Licht gerückt werden. Sollte ich Aussagen getroffen haben, die offensichtlich falsch sind, würde es mich freuen, wenn man mich darüber aufklärt.