Nichts geschieht ohne Grund… Warum ein Studium Geld kostet.

Was steckt wirklich hinter den Studiengebühren? Durch dieses Geld kann sich die Universität doch nicht gesund stoßen?! Steckt dahinter vielleicht ein größerer Plan, der vom Prekariat nicht entdeckt werden soll? Gibt es eine Trennung zwischen Politik und Wirtschaft? Wer ist Spielball von wem?!

Das ein Studium nun mittlerweile bezahlt werden muss, hat man ja so hingenommen (Auch wenn das nicht gut ist: Wehret den Anfängen: Studenten sind keine Kunden!) und damit auch die Elitenbildung. Aber bisher wurde die Frage nach dem Warum noch nicht geklärt, bzw. gestellt. Einen schönen Artikel habe ich dazu auf dem Politblog.net gelesen, mit dem Titel Private Bildung und andere Hirngespinste. Sehr schöne Denkanstöße zeigen hier, dass die Einführung der Studiengebühr nur die Spitze des Eisberges ist und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Kommerzialisierung der Bildung auch in unserem Lande weiter voranschreitet.

Logik vs. Geldgier

Als logisch denkender Mensch sehe ich in der Kommerzialisierung und letztendlich der Privatisierung der Hochschulen keinen Sinn, der an eine gemeinsame, sozial gerechte und schöne Zukunft erinnert. Durch die Kommerzialisierung und Privatisierung der Bildung, verliert der Staat immer mehr Einfluss auf das was gelehrt werden soll/kann oder muss. Im Grunde hört sich das nicht so schlecht an, aber das Problem ist, dass in diesem Moment nicht nur jemand Einfluss verliert, sondern jemand anderes gewinnt. Und in diesem Fall ist das die Wirtschaft. Hört sich im ersten Moment auch wieder nicht so schlecht an, denn die Wirtschaft hat, im Gegensatz zu Staat, Geld, welches sie in die Wissenschaft stecken kann. Das ganz große aber kommt nun: Sobald die ehemals freie Bildung kommerzialisiert ist, muss sie sich auch den Regeln der Wirtschaft anpassen. Das heißt im Klartext, dass nur noch Forschungen bezahlt werden mit deren Endprodukten man Gewinne machen kann. Unter den Tisch fallen in diesem Moment sämtliche Grundlagenforschungen, philosophische und pädagogische Themen, Literatur- und Kunstfächer und der Bereich Politikwissenschaft kann in diesem Zuge direkt mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaft zusammengelegt werden.

Wenn die Universitäten, letztendlich der Wirtschaft unterstellt sind, dann hat die Politik keinen Einfluss mehr auf sie. Genau so wie der Staat schon jetzt in vielen Bereichen kein -oder nur noch ein rudimentäres- Mitspracherecht mehr hat. Zum Beispiel auf die Krankenversorgung, auf die Rentenversorgung, auf die Energiepreise, Telekomunikationspreise etc. Aber wieso gibt der freiheitlich gewählte Volksvertreter denn so viel Macht ab?! Wieso handelt er nicht für das Volk, welches ihn wählte? Die Antwort ist ganz einfach: Weil alle fast alle viele vom Volk gewählte Vertreter gleichzeitig Funktionäre in der Wirtschaft sind. (Ein Paradebeispiel: Friedrich Merz // Wenn man sich anguckt, auf welchen Gehaltslisten der Mann steht, geht man davon aus der Tag habe 72 Stunden.)

Die Verschwörungtheorie 😉

Geht es also in Wirklichkeit darum, dass die Politik von der Wirtschaft abgelöst werden soll? Sind wir gerade in einer Phase des Übergangs? Soll Humanität nicht nur auf der Strecke bleiben, sondern auch konsequent unterdrückt und verhindert werden? Erhebt der Staat nur noch Steuern, damit er seine Existenz rechtfertigen kann? Ist der Staat vielleicht eine Geisel der Wirtschaft, die es zu befreien gilt? Wird die Zweiklassengesellschaft regelrecht gezüchtet? Oder bin ich einfach nur zu blöde, um den Sinn des Ganzen zu verstehen?

Werbeschreiben der besonderen Art.

Spam kennen wir alle. Lustige Post per E-Mail, die gleich seinen Weg ins Datennirvana findet. Aber SPAM gibt es bald auch per Post… Ein lustiges Beispiel dessen Inhalt im Verborgenen bleibt.

Werbung DeluxeNatürlich kennen wir alle „lustige“ Werbemails die, wenn überhaupt, in einem sehr schlechten Deutsch verpackt sind und landläufig als Spam bezeichnet werden. Diese Post ist ärgerlich und wird in den meisten Fällen automatisch aus-, oder zu mindestens vorsortiert. Das macht entweder ein „schlaues“ Programm auf dem Rechner des Anwenders oder ein „schlaues“ Programm auf dem Server des Service-Providers. Was aber soll man machen, wenn man diesen Kram nach Hause, per Post, auf Papier geschickt bekommt?

Natürlich bekommen wir alle auch Werbung vom REAL oder EDEKA um die Ecke, damit kann man Leben und evtl. sogar noch einen Nutzen raus ziehen. Den Brief, den meine Freundin vor einigen Wochen erhielt, verstehe ich nicht einmal. Der Sinn bleibt mir bis heute verborgen. Auf der einen Seite, weil er in einem wirklich schrecklichem Deutsch verfasst ist und auf der anderen Seite weil ich mich über die Formulierungen so krank gelacht habe, dass ein kognitives Erfassen des Texte nicht mehr möglich war. Zu guter Letzt war natürlich auch noch ein Formular beigelegt, dass es auszufüllen galt… Warum?! Keine Ahnung… Abschließen einer Versicherung? Informationen, wo der Gewinn hingeschickt werden soll? Alles nur Mutmaßungen.

Ich habe die zwei Seiten mal eingescannt, damit man sich ein Bild davon machen kann, was mich zu Tränen des Lachens führte.

Spaß bei Seite…

Aber jetzt mal für einen Moment den Spaß beiseite (auch wenn es schwer fällt) . Was versprechen sich Firmen von solchen Schreiben? Glauben die ernsthaft, dass das Formular zurückgesendet wird und es zu einem Vertragsabschluß kommt? Oder anders gefragt, gibt es Idioten Menschen die diese Schreiben ernst nehmen? Warum hat Mrs. Alicia Woodald noch einen Job? Landet ein solches Schreiben nicht umgehend im Müll iMer Blog?

Wer keinen Account bei ipernity.com hat, der klickt hier: Netter Brief…

Telemarketing // Das Gegenskript funktioniert!

Unerwünschte Werbeanrufe sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr, aber recht daran gewöhnen kann man sich nicht. Aus Gründen des Anstands ist man in den meisten Fällen auch nicht gewillt kommentarlos aufzulegen, obwohl man das gute Recht dazu hat. Bisher habe ich, wenn ich die Zeit und Muße dazu hatte, die Call-Center-Agents immer erzählen lassen und sie im Glauben gelassen, ein Abschluss wäre mit mir möglich, habe dann aber zum Ende doch das Gespräch abrupt abgebrochen. Dabei fühlte ich mich immer sehr unhöflich, wusste aber keinen besseren Ausweg.

Als ich letztens meiner Schwester zum Abwimmeln von vermeindlichen Verehrern frank-geht-ran.de, bzw. den dort vorgestellten Service empfahl, fand ich auf der Seite das so genannte Gegenskript. Die Idee fand ich richtig lustig und habe mir den DINA4 Zettel direkt ausgedruckt. Es handelt sich dabei um ein Gesprächsführungsleitfaden, der den Anrufenden vom Fragenden zum Antwortenden werden lässt. Und was soll ich sagen, es funktioniert. 😀

Ich habe ca. ein Jahr lang den Stern abonniert gehabt, fand aber nach mehreren Ausgaben, dass die Artikel in der Regel nicht in die Tiefe der Materie einsteigen, sondern nur die Oberfläche ankratzen. Daher habe ich beschlossen, das Geld anderweitig zu nutzen (z. B. unregelmäßiges Kaufen der Zeit) und das Abo zu beenden. Dieses war der Aufhänger des Anrufes den ich bekam. Da die Nummer des Anrufers unterdrückt war, holte ich vorsorglich das Gegenskript aus der Schublade 😉 Und Bingo! Ein Outbound-Call.

Da der Herr sich mit Gruner + Jahr Hamburg meldete, habe ich das Skript nicht sofort eingeleitet, sondern gewartet, bis raushörte, was der Anrufende wollte: „(…) möchten wir Sie zu einer Reise einladen (…)„. Es hätte ja auch sein können, dass Gruner + Jahr aus geschäftlichen Gründen auf mich zu kommt. Unwahrscheinlich, aber möglich . 8)

Ohne das ich nun ein Gesprächsprotokoll niederschreiben möchte kann ich nur sagen, dass das Gegenskript wirklich funktioniert hat. Ich habe durch meine Fragen den Anrufer in ein Gespräch verwickelt. Ich war der Gesprächsführende. Und ich habe das Gespräch mit einem: „Danke und einen schönen Tag noch. Tschüß.“ beendet. Ein gutes, erhabenes, friedvolles Gefühl, das Gespräch höflich beendet zu haben.

Natürlich ist die einfachste Methode mit diesen unerwünschten Werbeanrufen umzugehen, einfach aufzulegen. Aber das Gegenskript macht einfach mehr Spaß 🙂 Probiert es aus und lasst mich an Euren Erfahrungen teilhaben.

Jesus liebt Dich (nicht?)… Marilyn Manson

Als weltlicher Zeitgenosse kann man vielleicht verstehen, warum Marilyn nicht in den Dom gelassen haben, (da gebe ich Andreas von „Draußen nur Kännchen“ recht) aber als Kirche und auch noch als katholische Kirche, hätte man eigentlich Mr. Manson in die Kirche bitten und ein Gespräch suchen sollen.

Als weltlicher Zeitgenosse kann man vielleicht verstehen, warum Marilyn nicht in den Dom gelassen haben, (da gebe ich Andreas von „Draußen nur Kännchen“ recht) aber als Kirche und auch noch als katholische Kirche, hätte man eigentlich Mr. Manson in die Kirche bitten und ein Gespräch suchen sollen.

Oder gibt es einen bestimmten Grund warum hier Jesus Worte der Bergpredigt nicht gelten sollen?

Ich aber sage euch, daß jeder, der seinem Bruder ohne Grund zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka! dem Synedrium verfallen sein wird; wer aber irgend sagt: Du Narr! der Hölle des Feuers verfallen sein wird. (Matt 5:22)

Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, (Matt 5:44)

Dann wollen wir mal hoffen, dass der Allmächtige gnädig mit den Verantwortlichen die Mr. Manson den Weg versperrten sein wird.

Eine Stellungnahme des Erzbistum Köln gibt es bis dato nicht, denn mich persönlich würde die Begründung interessieren, mit der man jemandem den Zutritt zum Haus Gottes verwehrt.

  • Pressemitteilungen des Erzbistums Köln

Wehret den Anfängen: Studenten sind keine Kunden!

Als die ersten Vorschläge zu den Studiengebühren die Öffentlichkeit erreichten, ging einen Raunen durch das Land. Jedoch mit unterschiedlicher Zielsetzung. Die Einen raunten, dass nun die langhaarigen Langzeitstudenten endlich bezahlen müssen und die anderen raunten, weil es für sie unmöglich erschien, dass der Staat Geld für Bildung verlangt, diese somit zur Ware deklarierte. Nun sind die Gebühren im Alltag angekommen und die ersten Studien über die sinnvolle Einsetzung werden in Auftrag gegeben. Die Quintessenz: „Nix ist passiert!“

Als die ersten Vorschläge zu den Studiengebühren die Öffentlichkeit erreichten, ging einen Raunen durch das Land. Jedoch mit unterschiedlicher Zielsetzung. Die Einen raunten, dass nun die langhaarigen Langzeitstudenten endlich bezahlen müssen und die anderen raunten, weil es für sie unmöglich erschien, dass der Staat Geld für Bildung verlangt, diese somit zur Ware deklarierte.

Nun sind die Gebühren im Alltag angekommen und die ersten Studien über die sinnvolle Einsetzung werden in Auftrag gegeben. Die Quintessenz: „Nix ist passiert!“ Schade eigentlich, lamentieren die Studenten, denn schließlich wollen Sie ja etwas für ihr Geld bekommen. Und an diesem Punkt scheint der Plan der geldgeilen Obrigkeit aufgegangen zu sein! Vielleicht nicht ganz verständlich, daher einige deutlichere Worte.

In dem Moment in dem sich der Student beschwert, dass nichts für sein Geld gemacht wird, er nichts dafür bekommt, die Universität somit keinen Mehrwert schafft, hat die Führungselite es geschafft, dass sich der Student mit dem Zahlen abgefunden hat. Die Diskussion ob nun Studiengebühren gezahlt werden müssen oder nicht stellt sich einfach nicht mehr – sie ist vom Tisch. Aber genau dort liegt das Problem. Denn durch diese Studiengebühren wird die Bildung immer mehr zu einer Ware, die bald dem „Otto-Normal-Verbraucher“ nicht mehr zur Verfügung steht, sondern nur noch von der finanziellen Spitze der Gesellschaft genutzt werden kann.

In Diskussionen die dieses Thema im Mittelpunkt haben, werden immer schnell die USA als Beispiel herangezogen, da dort ja auch schon seit Jahrzehnten die Bildung an den Universitäten bezahlt werden müsse und es dort auch funktioniere. Das mag so richtig sein, aber auf diese Argumentation braucht man sich nicht einlassen, denn nicht alles was im Moment funktioniert (keiner weiß wie lange), ist nicht zwangsläufig gut. Beispiel aus einem anderen Themengebiet: Der Contergan-Skandal. Hier ging man bei der Einführung des Medikaments davon aus, dass keine Nebenwirkungen auftauchen werden… Die Auswirkungen jetzt durchgeführter Maßnahmen, können unter Umständen also erst viel später begutachtet werden.

Im „Land der Dichter und Denker“ wird das höchste Gut der Menschen immer mehr zu einer Ware, die systematisch einem Großteil der Menschen verwehrt wird. Schon eigenartig, dass man sich dann über die Verdummung, Verfettung und der hohen Gewaltbereitschaft der Jugend beschwert. Diese Probleme sind und bleiben durch das Verwehren von Bildung zum großen Teil hausgemacht. Wenn man in Schülern und Studenten also keine wissensdurstigen Abnehmer von Bildung sieht, sondern nur noch Kunden, die durch geschickte PR zufrieden gestellt werden müssen, dann läuft in meinen Augen einiges schief und man bekommt wirkliche Angst vor der Zukunft.

Besonders auffällig sei dabei, „dass die wenigsten Universitäten geregelte Informationskanäle für die Kommunikation mit ihren Kunden, den Studierenden, haben“.

Quelle: Marketing-Professor Voeth, spiegel.de // 28.06.2007

Ich hoffe, dass der Tag, an dem die Schulen und Universitäten in Deutschland, gänzlich privatisiert werden sollen, nie kommen wird. Denn eine freie, ganzheitliche und für jeden zugängliche Bildung wird spätestens dann nicht mehr möglich sein.

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