Kategorie: Erfahrungen

Es ist KEIN Homeschooling!!!11!1

Aus einem mir nicht bekannten Grund spricht nun alle Welt davon, dass wir Lehrer:innen nun die damit verbundenen Schüler:innen und die mit im Boot sitzenden Eltern Homeschooling betreiben! Schön wär’s… Dann würde meine Tochter vielleicht etwas lernen 😉

Zur Begrifflichkeit habe ich einen schönen kleinen Text gefunden, der das Ganze kurz und prägnant darstellt:

Also das was wir da gerade haben, ist ein fieses Konglomerat aus homeschooling, Fernunterricht und Lernen mit digitalen Medien. Damit wir uns aber über diese Art des Unterrichts, wie er gerade stattfindet unterhalten können, nenne ich diese Konstruktion Corona-Fernunterricht – kurz CFU. Damit ist genau der Unterricht gemeint der in der Zeit stattfindet, wenn Schüler:innen und Kolleg:innen nicht zusammenkommen können oder dürfen, um gemeinsamen Unterricht zu machen, relativ konzeptlos ist und in der Regel die Leistungen der Schüler:innen nicht bewertet werden.

Deutsch, Mathe, Englisch!!!!

Das was wirklich wichtig ist… Nun soll der Unterricht ja aufrecht erhalten bleiben und wenigstens die Hauptfächer weiter „unterrichtet“ werden. Das finde ich aus vielerlei Hinsicht schade und nicht zielführend.

Wenn wir uns vorstellen, dass die Eltern und die Kinder nun schon seit Wochen aufeinander hocken und die Lage in der einen oder anderen Familie sicherlich schon (an)gespannt1 ist, sollte dann die Schule nicht wenigstens dafür sorgen, dass die gehassten Hausaufgaben ein wenige Freude bereiten?

In der ersten Woche des Fernunterrichts meiner Tochter durfte Sie ein Bild im Stile Hunderwassers malen und der Lehrerin schicken. Warum nicht mehr davon? Musik, Kunst, Philosophie – das sind doch Fächer, die durch kreative Aufgaben Licht in den Alltag der Kinder bringen könnten. Stattdessen sitzen die zu Hause, müssen Arbeitsblätter ausdrucken (lassen), seitenweise Matheübungsaufgaben machen, langweilige Gramatikübungen durchführen, Texte abschreiben (sic!) etc.

Also in der Regel die Dinge, bei denen ein Erwachsener dahinter stehen muss und die Kinder antreiben muss. Wissen eigentlich alle Kinder, dass die Aufgaben die sie jetzt machen, nicht zur Bewertung herangezogen werden dürfen?!

  1. In den Medien wird das Thema der häuslichen Gewalt – also der Gewalt gegenüber Menschen, die sich nicht wehren und jetzt nicht einmal weg rennen können – immer wieder kurz angesprochen. Was das aber wirklich für viele Familien und deren Kinder bedeutet wird nicht geschildert und dem wird auch nicht nachgegangen. []
Abhängig vom Entwickler

Abhängig vom Entwickler

Apps, Programme, Tools – Wie auch immer wir die Teile bezeichnen wollen. Es sind keine Dinge, die vom Himmel fallen, sondern von Menschen gemachte Anwendungen. Diese Menschen verbringen ihre Arbeitszeit damit Anwendungen zu programmieren, die für die Anwender:in von Nutzen sein sollen.

Die andere Vorstellung.

Manchmal ist es aber so, dass sich die Entwickler:in und die Anwender:in in ihren Visionen, die sie haben unterscheiden. So ist es mir mal wieder ergangen. Seit Jahren nutze ich den Dienst todoist.com für meine Aufgabenverwaltung. Ich nutz(t)e das Teil wirklich gerne und exzessiv. Ich habe es immer dann empfohlen, wenn jemand nach einer App suchte, um seine Aufgabenverwaltungen zu verwalten.

Nun gab es aber gerade ein Update. Bisher habe ich mich immer über Updates gefreut und den Neuerungen entgegen gefiebert. Nun sind viele Dinge in dem recht großen und für doit untypischen Update, wirklich ganz gut. Aber ein Feature macht mir gerade meinem gesamten Workflow kaputt und ich bin nicht mehr in der Lage schnell und zielgerichtet zu arbeiten. Das kündigte sich beim letzten Update zwar schon an, aber nun ist’s so weit.

Ich muss, jedes mal, wenn ich eine Aufgabe verändern will, zwei Klicks machen, anstelle von einem, außerdem müssen die neuen Klicks genau auf einem Icon erfolgen und können nicht einfach irgendwo auf dem Titel gemacht werden. WTF? Wer hat da gepennt?

Nun liest sich das gerade, als wäre das ja nun wirklich nicht schlimm, aber bei einer INBOX (Ach ja, hier hat sich auch eine Änderung ergeben: Man kann nicht mehr auf seine eigene Startseite zugreifen, die man per Filter konfigurieren konnte!), in der sich täglich gut und gerne 15 bis 30 Aufgaben tummeln, mehrere Aufgaben verschoben werden müssen oder anderen Projekten zugeteilt werden müssen, sind diese zielgerichteten Klicks eine echte Mehrarbeit.

Und gerade jetzt wo ich für mich i3wm entdeckt habe, dass mir bei der Bedienung meines Klapprechners ungemein hilft, weil es nahezu nur mit der Tastatur gesteuert werden kann, kommt doist um die Ecke und will mich zum Mausschubser umerziehen… Ernsthaft?

Da mich das Update so genervt hat, habe ich gleich dem Support geschrieben, der mir mitteilte, dass sie das in den nächsten Release mitdenkenn werden – Ja richtig! Nun ja…

Bin ich alleine?

Dann wollte ich wissen, ob ich mit meiner Meinung alleine bin und habe mal auf reddit geschaut und siehe da… ich bin nicht alleine… Etliche sind mit diesem Feature nicht einverstanden und verstehen dieses Neuerung nicht.

Wie auch immer – im Endeffekt habe ich bei reddit den Hinweis bekommen, eine firefox-extension zu nutzen, die todoist nicht nur heile macht, sondern auch verbessert. Es integriert in der Webansicht Key-Bindings, wie vim sie nutzt. Der Hammer!

Fazit

Wenn ihr Euch auf Software verlasst, die ihr nicht selbst schreibt, kann es bei Updates immer wieder passieren, dass die Entwickler diese verschlimmbessern. In diesem Fall gibt es in der Community da draußen bestimmt jemanden, der das schon gefixt hat oder eine Lösung parat hat.

Noch besser ist es, wenn man mit offener Software arbeitet, die dann a) von der Gemeinschaft entwickelt wird und b) bei nicht gefallen eforkt werden kann. Ich schaue mir gerade todo.txt an… Ist aber doch etwas sperrig. 😉

Fragen zum Umgang mit der Corona-Digitalisierung

Fragen zum Umgang mit der Corona-Digitalisierung

In den letzten Wochen ist es mehrmals vorgekommen, dass sich bei mir Kolleg:innen gemeldet haben, die eine Frage zum Umsetzen von speziellen Situationen im Rahmen der Corona-Digitalisierung hatten. Die einen meldeten sich per Instantmessanger, die anderen per Telefon und andere wiederum über Instagram.

Immer wieder mit der Begründung: Warum soll ich lange irgendwo danach suchen, wenn ich auch Dich fragen kann? Das Erstaunliche war, dass ich in der Tat jedes mal helfen konnte und das, ohne selbst zu recherchieren.

Außerdem hat mich eine Schülerin vor einigen Tagen angeschrieben, ob ich einige Sätze von ihr auf die sprachliche Richtigkeit überprüfen könne. Sie wolle sich ein Photobuch machen und dort keine doofen Fehler notiert haben.

Warum ich das schreibe?

  • Weil ich so ein geiler Typ bin?
  • Weil ich einfach alles weiß?

Nein… Es geht hier nicht um mich – es geht um Dich!

Ich möchte Dich ermutigen. Ermutigen einfach Menschen zu fragen, ob sie dir helfen können. Wenn Du ein Problem hast, was Du nicht sofort alleine lösen kannst, dann denke doch mal kurz nach, wer aus Deinem Bekanntenkreis dieses Problem nicht als Problem ansehen könnte. Diese Person kontaktierst Du einfach. Egal, wie lange ihr schon keinen Kontakt mehr hattet. Denn wenn es für die betreffende Person wirklich kein Problem ist, dann braucht sie auch nur minimale Energie, Dir die Fragen zu beantworten oder die entscheidenden Hinweise zu geben.

Das Wichtige daran ist: Du musst ein Nein zu 100 % akzeptieren! Der Volksmund sagt: Fragen kostet nichts. Und das stimmt ja auch.

Wenn wir dir Rollen mal umdrehen und jemand auf Dich zukommt und die eine Frage stellt oder um einen Gefallen bittet, denke daran, auch Nein-Sagen zu dürfen.

Also fragt Euch gegenseitig um Hilfe! Immer! Und sagt Nein, wenn ihr nicht helfen könnt oder wollt oder andere Dinge Euch davon abhalten.

Corona – Die Digitalisierung und die Gleichgültigkeit

Corona – Die Digitalisierung und die Gleichgültigkeit

Die Landesregierung hat ab kommenden Montag den Betrieb an allen Schule eingestellt. Und wenn man Twitter glauben darf, dann ist das auch in alle anderen Bundesländern der Fall. Nun gibt es zwei Phänomene, die in direktem Zusammenhang damit stehen, die ich nicht verstehe…

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Ganzheitlicher Unterricht und Quellensuche #followerpower

Ganzheitlicher Unterricht und Quellensuche #followerpower

Vor einiger Zeit hatte ich eine Nachricht auf meinem Anrufbeantworter. Darauf eine Kollegin aus Baden-Württemberg, die sich zum einen bei einem Blogpost bedankte und zum anderen fragte, ob ich die Quelle zu einem Modell hätte. Nach mehrmaligen Versuchen Sie zu erreichen, meldete Sie sich dann abends auf meinem Mobiltelefon.

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