Corona – Die Digitalisierung und die Gleichgültigkeit

Die Landesregierung hat ab kommenden Montag den Betrieb an allen Schule eingestellt. Und wenn man Twitter glauben darf, dann ist das auch in alle anderen Bundesländern der Fall. Nun gibt es zwei Phänomene, die in direktem Zusammenhang damit stehen, die ich nicht verstehe…

Die Kinder müssen beschult werden. DIGITAL!!!!

Hier in Schleswig-Holstein heißt das, dass die Schule zwei Wochen vor den eigentlichen Osterferien nicht mehr besucht wird. Das was viele Lehrer:innen nun beschäftigt, ist die Frage, wie die Schüler:innen den nun beschult werden und wie dieses zu Hause etwas lernen sollen. Sollte die keine Aufgaben bekommen, dann ist das Ende des Abendlandes garantiert.

Ich denke, da könne wir getrost mal fünfe gerade sein lassen. Für viele Familien ist es sicherlich schon nicht einfach, mal ein paar Wochen sozial isoliert zu sein und wenn ich mir vorstelle, zum Lagerkoller kommen nur noch Hausaufgaben, die im Dabeisein aller Familienmitglieder gemacht werden müssen, dann ist das eine Sache, die den Haussegen schnell schiefer und schiefer hängen lassen kann.

Und wo ist er Unterschied, wenn mal wieder Lehrpersonen ausfallen und die Kinder anstelle des fachlichen Unterrichts Mandalas ausmalen, Waldgeräusche von einer CD hören und die Klappe halten sollen, zu den jetzigen Corona-Ferien.1

Außerdem werden nun digitale Konzepte aus dem Boden geschossen, die alles andere als DSGVO-konform sind, nur damit die Lernenden ein paar PDFs bekommen. Die Suche nach hirnverbrannten Tools auf Twitter ist eigentlich zum Lachen, wenn es nicht so traurig wäre.

Kind du hast frei – geh mir nicht auf den Sack!

Hier im Umfeld bekomme ich mit, dass sich Kinder hier und da zum Spielen verabreden – nicht im online Spiel! Im realen Leben. Auf dem Spielplatz und so…

Leute, ich kann verstehen, dass euch eure Kinder mal auf den Senkel gehen können. Das ist aber kein Grund, dieses Ansteckungsgefahren auszusetzen und somit die ganze Schulschließung ad absurdum zu führen!!! Und noch die Ansteckungskette zu Opa und der Oma nicht unterbrochen zu haben, weil die auch noch zum Kaffeetrinken vorbei kommen müssen.

Bitte informiert euch, warum die Regierungen die Sozialkontakte reduzieren, warum sie die Schulen schliessen, warum es wichtig ist, die Ansteckungskette zu unterbrechen oder zu verlangsamen, warum es wichtig ist mit seinen vier Buchstaben im Haus zu bleiben und nur eine Person zum Einkaufen fahren soll.

Wenn ihr nicht wisst, wie ihr eure Kinder beschäftigen sollt, dann setzt sie meintwegen vor die Glotze oder drückt ihnen ein Handy in die Hand, aber lasst sie nicht raus mit anderen Kindern spielen, damit die sich noch gegenseitig anstecken.

  1. Kein fiktives Beispiel. []

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

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