Keine Chance – Wer geht denn schon mit Türken

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http://www.flickr.com/photos/mawspitau/5925674360/

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OMG1 – es gibt Bücher, die braucht die Welt einfach nicht. Dieses gehört aus jeder Hinsicht dazu.

Ich habe es mir auch nur semi-freiwillig gekauft, nachdem ein Kollege meinte, es sei ein super Buch, dass man unbedingt in der BVM2 lesen müsse. Dieses Wissen habe er durch den Flurfunk, da eine Kollegin dieses Buch gerade in der BFS3 mache…

Nun gut… Das Buch bei Amazon in den Einkaufswagen gepackt und bei der nächsten Bestellung mitbestellt. Nun habe ich den Salat!

Das Vorwort

Das Vorwort ist eine nahezu unerträgliche Selbstdarstellung der Autorin, die versucht für die junge Leserschaft möglichst modern zu klingen und sich sympathisch darzustellen. Das gelingt der Dame aber nicht sonderlich gut.

Der Satz

Eine serifenlose Schrift im Flattersatz, in einer Schriftgröße, die selbst Steve Wonder erfreut hätte, gestaltet die Geschichte nicht interessanter, sondern unterstreicht die Banalität des Buchs und den kläglichen Versuch, Jugendliche durch eine moderne Sprache und Aufmachung zu erreichen. Die Seiten sind aus recht dickem Papier, das an Fotopapier erinnert und sind ein weiteres Indiz für den Versuch, den Inhalt künstlich aufzuwerten.

Der Inhalt

Ein türkischer Junge freundet sich mit einer jungen Deutschen an, deren Vater den Umgang verbietet und sich die vermeindlich Liebenden heimlich treffen werden. Hui, was ein Plot. Gespickt mit allerhand Stereotypen und Vorurteilen erzählt das Buch eine kurzweilige Geschichte. Die gewählte Sprache der Figuren klingt auf eine gewisse, aber sicherlich unfreiwillige Weise komisch. Sie soll sicherlich eine Art der Jugendsprache darstellen – das gelingt aus meiner Sicht aber nicht. Ich kann mich nicht daran erinnern, das Jugendliche tatsächlich Phrasen wie „Au Mensch…„, „superreiche, verwöhnte Pferdetussi“ und „Ich krieg total Ärger mit meinem Alten.“ benutzen.

Die Geschichte könnte auch gut und gerne in einer Kurzgeschichte Platz finden und muss nicht auf die eigentlich wenigen 87 Seiten gestreckt werden.

Das Fazit

Mein Mentor für das Unterrichtsfach Deutsch meinte in einem Gespräch einmal, er würde in der Schule nicht mehr diese Jugendbücher lesen. Die seien in der Regel zu banal und zu oberflächlich. Er wolle die Schülerinnen und Schüler an echte Literatur heranführen, egal um welche Klassenstufe es ginge. Nun habe ich eine Ahnung, wovon er sprach.

Subjektive Note: 4-

  1. Netzjargon für „Oh mein Gott“. []
  2. Berufsvorbereitende Maßnahme []
  3. Berufsfachschule []

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