Graffiti | Urbane Kunst

{graf}Graffit in Hamburg | Quelle: https://www.graffitinews.net/2007/10/04/hamburg-legal-bunker-2 | 04.10.2007Was Kunst ist und was Schmiererei ist, da streiten sich die Gelehrten drüber. Sicher ist, dass es immer im Auge des Betrachters liegt und eindeutige Definitionen nicht gegeben werden können. Auch wenn das ordinäre Graffiti unter den Straftatbestand der Sachbeschädigung fällt, so bringt es doch ein Spruch aus dem Film-Klassiker „Beatstreet“ auf den Punkt:

„If art is a crime, may god forgive me.“

{graf}Werdegang der Menschheit | Quelle: https://www.i-am-bored.com/evolution_grafitti.html | 04.10.2007Sobald aber die urbane Kunst sich an die gebräuchliche angleicht, erscheint sie dem Otto-Normal-Betrachter wieder als sehenswert und es wird nicht mehr so schnell als Schmiererei tituliert. Schade eigentlich, denn die Wildstyles und Characters in der modernen Großstadt spiegeln die Gesellschaft wieder und den Umgang der zu meist jugendlichen Künstler mit den Problemen des Lebens.

Links

 

    Schweigepflicht der Ärzte soll ausgehebelt werden

    Ja ja, Deutschland scheint ja so nach und nach immer mehr zu einem Überwachungsstaat zu verkommen. Und nun sollen auch noch Ärzte ein Teil des Ganzen werden.

    Dein Arzt der Doppelangent

    Die Ärzte sollen den Krankenkassen bald Bericht über wahrscheinlich selbstverschuldete Krankheiten erstatten. Das heißt also, dass im Zweifel die Krankenkasse wohl nicht für erbrachte Leistungen des Arztes aufkommt, sondern der Patient die Rechnung selbst begleichen soll. Quelle: Schweigepflicht – Gesundheit – Wissen – ZEIT online

    Na super, das mag auf den ersten Blick sicherlich intelligent klingen, wenn man sich entzündete Piercings oder Tatoos vornimmt. Warum soll die Allgemeinheit dafür zahlen, wenn bei der Selbstverstümmelung etwas schief geht?

    Aber was ist, wenn ich schnell auf Socken in die Küche renne, weil das Nudelwasser überkocht und ich auf den Fließen ausrutsche und mit den Arm breche?! Selbst verschuldet oder nicht? Die Grenze wird sich fließend erweitern, sodass die Kassen immer noch weniger zahlen, dass ist meine Prognose.

    Aber noch ist der neue „innovative“ Entwurf nicht verabschiedet, denn durch die Proteste der Ärzte will das Bundesministerium für Gesundheit sich das Ganze noch mal durch den Kopf gehen lassen… und das ist auch gut so!

    Erkenntnisse nutzen!

    Bei meiner täglichen Dosis digistraction bin ich heute bei diesem Zitat hängen geblieben:

    Es gibt kaum etwas in der Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte. Und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden die gerechte Beute solcher Machenschaften. Es ist unklug, zuviel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zuviel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann. Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es, für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas Geld zurück legen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.
    Quelle: John Ruskin (* 1819 / † 1900) englischer Schriftsteller, Maler, Kunsthistoriker und Sozialphilosoph.

    Treffender kann man es eigentlich schon gar nicht mehr sagen. Gefunden habe ich das Ganze auf „Die ContentSchmiede“. Gerade auch in Bezug auf den Artikel den ich kürzlich erst für trigami geschrieben habe, ist dieses im höchsten Maße Zitat passend.

    Das Wissen ist da – nun nutze es

    Nun stellt sich aber doch die Frage, dass wenn ein Mensch zur vorletzten Jahrhundertwende schon solche Erkenntnisse hatte und sie augenscheinlich auch kommunizierte, warum diese nicht bis heute (100 Jahre später) zum Verbraucher durchgedrungen ist. Wenn man will, kann man sicherlich eine Absicht der Wirtschaft unterstellen, die uns nicht mit geistigen Ergüssen wie diesen überschüttet, sondern mit Nichtigkeiten die verkauft werden, um die Lebensqualität zu verbessern. Die Definition von Lebensqualität übernimmt in diesem Punkt auch der Einfachheit halber die Wirtschaft.

    Man sollte sich also mal Schriften (oder auch sekundär Literatur) von Denkern1 aus vergangenen Tagen zu Gemüte führen, denn es sind sicherlich schon viele Gedanken gedacht worden, von denen man selbst überzeugt ist, sie seien revolutionär.

    1. Als Denker bezeichne ich nicht nur weltliche, sondern auch geistliche Denker, wie z. B. Gandhi, Buddha, Jesus, Luther etc. []

    WordPress update…

    So, mal schauen… Heute habe ich das WordPress update auf die Version 2.3 gemacht. Verlief alles nach Plan 😉 Bis jetzt… Man soll den Tag ja nicht vor dem Abend loben. 8)

    Ich habe spaßeshalber mal das tag-widget installiert und gaaanz nach unten in die Sidebar gepackt. Ich weiß noch nicht genau was das bringen soll, aber erstmal die „Wolke“ entstehen lassen. Memo an Selbst: hübsch machen muss ich das noch (CSS anpassen).

    Die noch nicht formatierte tag-”Wolke” ;)Wer noch mit den Gedanken spielt ein Update einzufahren, der hat hier ein paar Links zu stöbern, denn ganz unkritisch wurde das update in der Blogosphäre ja nicht betrachtet.

    Darf Gesundheit wirklich zu einer Ware verkommen?! [trigami-Artikel]

    Hinweis: Dies ist ein von trigami vermittelter bezahlter Eintrag. (Mehr Informationen)

    So langsam aber sicher wundert mich gar nichts mehr. Nachdem man endlich das Gefühl hat, dass die Bevölkerung wieder von dem „Geiz-ist-geil-Trip“ heruntergekommen ist und wieder Wert auf Beratung und Qualität legt, startet ein Onlinedienst durch, der auf ganzer Linie mit der Gesundheit der Menschen Geld machen will.

    Letzte Konsequenz

    Seit 3 Jahren unterliegen bestimmte Arztneimittel keiner Preisbindung mehr und die Apotheken dürfen die Preise für ihre nichtverschreibungspflichtigen Medikamente selbst gestalten. Das nun eine Preissuchmaschine für Medikamente aus dem Boden des WWW erwächst, war sicherlich nur eine Frage der Zeit und überrascht mich nicht. Dennoch ist dieses eine Entwicklung die ich mit Vorsicht und großer Skepsis betrachte.

    Kein Geld auf der Tasche

    Natürlich ist es beim ersten Hinsehen ein Vorteil, wenn ich als Mitglied der Gesellschaft wenig Geld zur Verfügung habe, dass ich nun auch bei Medizin sparen kann. Und somit ist diese Idee von medpreis für viele eine Möglichkeit an Kopfschmerztabletten zu kommen ohne das Haus zu verlassen und dabei noch richtig Kohle zu sparen. Nur leider fällt die Beratung bei einem solchen Internetangebot völlig unter den Tisch.

    • Was ist mit Wechselwirkungen zu anderen Medikamenten?
    • Wieso kauft der Kunde alle 8 Tage eine neue Packung Ibuprofen? Sollte er nicht mal einen Arzt aufsuchen, wegen der chronischen Schmerzen?
    • Ist die Kundin, die ASS bestellt vielleicht schwanger und sollte es gänzlich vermeiden dieses Medikament zu sich zu nehmen, um das Leben ihres ungeborenen Kindes nicht zu gefährden?
    • Meint der Kunde wirklich ASS oder braucht er in Wirklichkeit ACC zum Lösen des Hustens?!

    Es geht also gerade um Medikationen, die für uns Otto-Normal-Verbraucher harmlos erscheinen, die aber zu Problemen führen können, wenn keine kompetente Beratung vor Ort stattfindet.1

    Da aber viele Anbieter den Versand erst dann Portofrei verschicken, wenn der Bestellwert 30, 40 oder 50 Euro übersteigt, ist das einzelne Medikament doch wieder nicht so günstig wie es auf den ersten Blick erscheint und es profitieren dann doch wieder die, die eigentlich nicht auf diese Pfennigfuchserei angewiesen wären.

    Obligatorisches Web2.0 Outfit

    Die Seite kommt (wie sollte es anders sein) im leckeren, hellen web2.0 Stil daher und suggeriert durch die abgebildete Ärztin2 Fachwissen und ein gut aufgehoben sein. Durch das apothekentypische rot wird der Bezug zur echten Apotheke hergestellt. Die Suche funktioniert intuitiv, hat eine Autovervollständigung und man kann seine Medikamente nach Namen oder Pharmazentralnummer suchen lassen.

    Die Ware Gesundheit

    Das nun die Gesundheit der Menschen zu einer Ware verkommt, manifestiert sich in den beschriebenen Onlineangeboten. Der Sozialstaat entzieht sich immer weiter seiner Verantwortung und lässt zu, dass Gesundheit nur noch eine Frage des Geldes sein wird. Dass bei dieser Art der Medikamentenbschaffung sicherlich vermehrt kontraproduktive Medikationen auftreten, ist zu erwarten. Aber nicht nur das Wohl der Einzelnen steht auf dem Spiel, sondern auch das der Gemeinschaft.

    Preisvergleiche bei Medikamenten sind in meinen Augen grob fahrlässig, da bei den Discountpreisen und den Vertriebswegen die Qualität der echten Apotheke auf der Strecke bleibt und so mit der Gesundheit der Menschen gehandelt wird. Den schwarzen Peter hat in diesem Punkt aber ganz deutlich die Politik und deren Gesundheits“reform„. Dass jemand nun Geld mit dieser unethischen Reform macht ist sicherlich auch nicht zu unkritisch zu betrachten, aber als findiger Geschäftsmann geht es einem ja schließlich in erster Linie ums Bare und nicht um das Wohlergehen der Mitmenschen.

    1. Das heißt natürlich nicht, dass die Beratung in allen echten Apotheken gegeben ist, aber sie wenigstens potentiell möglich. []
    2. Es muss eine Ärztin sein oder laufen Apotheker mittlerweile auch mit einem Stethoskop herum? []