Was ist ein RSS-Feed? Oder soll ich doch Mails versenden?!

Schon komisch, auch ich versuche jeden den es interessiert von RSS-Feeds zu überzeugen, aber nicht jeder sieht die Einfachheit und die bestechende Bequemlichkeit des Ganzen. Gerade für Menschen die nicht computer-affin sind, ist der Weg zum RSS-Feed doch ein recht schwieriger. Partickhat mal einen kleinen Text zusammengefasst, der die Vorteile des RSS darstellt, auf den ich hier verweisen möchte: Was ist ein RSS-Feed? | neunzehn72

Da aber da nun das Problem bekannt ist, dass viele mit RSS-Feeds nicht umgehen können, wollen oder einfach kein Interesse besteht, habe ich sowohl für diesen, als auch für den Blog housetunez.de ein Plugin installiert, welches Benutzern/Lesern eine Nachricht schickt, sobald ein neuer Artikel eingestellt wurde. Der Vorteil dabei ist, dass die Benutzer sich keine neuen Verhaltensweisen aneignen müssen, denn E-Mails abrufen macht ja (fast) jeder mindestend einmal täglich.

Der registrierte Besucher kann unter verschiedenen Optionen wählen:

  • Welche Kategorien sollen abonniert werden?
  • Sollen neue Kategorien automatisch abonniert werden?
  • HTML oder Text-Mails?

Leider ist das Plugin noch nicht ganz ausgereift, sodass keine Mails versendet werden, wenn man „auf Vorrat schreibt„. Man also Beiträge zu einem bestimmten Termin online gehen lässt und man dazu den Timestamp verändert. Diese Beiträge werden von dem Plugin übergangen. Das Problem ist aber bekannt und soll in der nächsten Version behoben sein.

Link zum Plugin: https://subscribe2.wordpress.com/

Also probiert die Funktion einfach aus.

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Nachtrag LUG-Balista

Ein kleiner Nachtrag zur Vereinsgründung von Balista. Gestern wurde mir mitgeteilt, dass das bisher allgegenwertige Sparschwein entgegen meiner bisherigen Behauptungen nicht abgeschafft wird. Es bleibt weiterhin bestehen und kann nach Lust und Liebe gefüllt werden – sowohl von Mitgliedern, als auch von Nichtmitgliedern. Wobei sich die Frage aufdrängt, warum man als Nichtmitglied das Schweinchen regelmäßig füllen soll, wenn man keinen Einfluss darauf hat, was mit dem Geld passiert.

Dove macht wieder mal ’super‘ Werbung

{dove} Normale Frauen als Werbeträger | Screenshot: www.faw-ev.de/root/index.php?lang=de&page_id=270 | 11.10.2007Die Marke Dove1 macht ja schon seit einigen Jahren Werbung, in der sie die Normalität der Weiblichkeit unterstreicht und sich gegen die dürren und aufgestylten Modells der ordinären Werbeindustrie ausspricht. Durch virale Werbefilme wie diesen „Dove Evolution“ wird den Menschen knallhart aufgezeigt, wie schnell man aus einem hässlichen Entlein einen schönen Werbe-Schwan machen kann.

political correctness

{dove}Dove Plakatwerbung | Screenshot: https://www.webseeings.org/mutternsen/ 11.10.2007

Die Werbung von Dove ist immer ein Gegenpol zu der alltäglichen Werbung für Komsetikartikel und vermittelt ein politisch korrektes Bild der Frau. Die Frauen die in der Werbung und der PR dargestellt werden, sind normale, teils mollige Frauen, die strahlend und lachend die Produkte präsentieren. Wenn die typischen Modells abgebildet werden, dann nur als schlechtes Beispiel und zur Abschreckung.

Auf die Kinder, fertig, los…

Bisher sollten von den Werbungen entweder reife Frauen,2 normale Mittzwanziger oder Frauen mit Figurproblemen angesprochen werden. Ein neuer Trend spricht aber Mütter von jungen Töchtern an.

In den Spotts werden entweder Teenanger gezeigt, die von sich selbst behaupten ein Problem mit ihrem Aussehen zu haben oder aber es wird aufmerksam darauf gemacht, dass die Werbung der Konkurrenz versucht ein Schönheitsideal zu vermitteln, welches ein nicht reales Bild der Weiblichkeit darstellt. In beiden Fällen sollen die Eltern (hier natürlich vorzugsweise die Mütter) versuchen Einfluss auf den jungen Menschen zu nehmen, um ihm (eigentlich ihr) ein relativ normales Bild der Schönheit und der Normalität der Körperlichkeit zu vermitteln. Und dabei kann Dove natürlich helfen. Gegründete Initiativen, wie z. B. die „Initiative für wahre Schönheit“ sollen Mütter und Kinder helfen ein gesundes Schönheitsideal aufzubauen.

Schöne neue Werbewelt

Somit ist Dove quasi der körnerfressende, politisch korrekte in der großen, ach so schrecklichen Medien- und Kosmetikwelt. Die weiße Taube3 fliegt um das Heil der Frauen zu bringen und eine Körperlichkeit zu entwickeln, die der Normalität entspricht. Sie ist eine Jeanne d’Arc in der von Männern dominierten sexistischen Welt in der die Prämisse „sex sells“ gilt und schamlos ausgenutzt wird. In Foren werden die Werte4 die von Dove proklamiert werden bejubelt und als besonders wertvoll eingestuft.

In unserer Medien-Gesellschaft geht sicherlich einiges schief in Bezug auf Körperlichkeit und Schönheitsideale, dass ist kein Geheimnis und soll hier mit nicht einem Wort bestritten werden. Aber wenn eine Marke so offensiv, mit dieser Problematik umgeht, dann heißt das nichts Gutes. Schauen wir uns Dove doch mal nur ein klitzekleines bisschen genauer an:

{dove}Das Impressum der dove.de Seite | Screenshot: www.dove.de | 11.10.2007 Guck an: Dove ist eine Marke von Unilever, einem der größten Hersteller für Konsumgüter!

Mhm, was stellt Unilever denn noch so alles her oder welche Marken gehören noch zum Unilever-Universum?! Und passt das denn auch alles zu dem Image von Dove?

  • Rama
  • Magnum
  • Mazola
  • Pfanni
  • Lipton
  • Lätta
  • Lagnese
  • Knorr
  • Du Darfst
  • Bifi
  • Bertolli
  • etc

Schon ein paar Dickmacher dabei. 😉

Was will der Autor damit sagen?!

Dove ist keine Organisation die aus der christlichen Nächstenliebe gewachsen ist. Es ist eine Marke, die nur aus einem einzigen Grund besteht: nämlich Geld zu verdienen. Das ist nicht falsch, aber es ist nicht jedem bewusst! Wenn ich hier unterstelle, dass den Machern von Dove die jungen Mädels wohl total egal sind, so wäre dieses eine Unterstellung, die nicht haltbar wäre. Die Tatsache, die ich unterstellen möchte ist aber, dass nicht in erster Linie das Wohl der Frauen auf der Agenda steht, sondern die Umsätze und Gewinne. Dove hat sich einer Nische betätigt die bisher von der Industrie nicht oder nur unzureichend genutzt wurde und schlachtet diese nun für ihre Bedürfnisse aus.

Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich prangere Dove und Unilever nicht an, sondern halte sie sogar für sehr geschickt im Umgang mit potentiellen Kunden und dem Verfahren, eine Marke mit einem Lebensgefühl zu verbinden. Ich möchte hier nur klarstellen, dass es sich um ein profitorientiertes Unternehmen handelt, welches in erster Linie nur das Beste von seinen Kunden will, nämlich das Geld.

Die von Dove produzierten Spotts spiegeln leider die Realität wieder und treffen viele Frauen und Mädchen in die Herzen. Auch Männer sind bei der Werbung quasi gezwungen, die Freundin in den Arm zu nehmen und ihr ins Ohr zu flüstern, dass sie nicht fett ist und man sie so liebt wie sie ist. Würde man sich realistisch dazu äußern: „Man, dass ist Werbung! Die wollen doch nur Ihre Produkte verhökern!„, würde man wieder als Macho-Schwein dastehen, das doch lieber ein Modell in der Kiste hätte, obwohl man nichts mehr macht, als die pure Wahrheit auszusprechen.

Die Kampagnen sind immer sehr emotional und schaffen dadurch sicherlich eine sehr starke Bindung zu den Produkten. Eine Art der Propaganda, die sicherlich zum Ziel des Unternehmens führt, aber fraglich ist für den Konsumenten.

Der Blick in die Kristallkugel

Die Idee den Kunden durch Emotionalität an ein Produkt oder eine Marke zu binden ist nicht neu, wird aber sicherlich nicht weniger und es ist eine gewisse Medienkompetenz notwendig, um diesen Sachverhalten auf die Schliche zu kommen. Aber wenn auch schon Politiker PR-Preise gewinnen, somit also viel Wert darauf legen sich zu verkaufen und das eigentliche politische Geschehen in den Hintergrund gerät, ist es kein Wunder das keine Gelder in die Bildung und die Wissenschaft fließen und das Volk somit dumm gehalten werden soll. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

Habt Ihr eine Meinung zu dem Thema!?

  1. Dove kommt aus dem Englischen und bedeutet weiße Taube. Und die weiße Taube ist ja bekanntlich ein Friedessymbol. Entsehtung der Symbolik ist hier nachzulesen: 1. Mose 8:11 []
  2. So nennt man es wenn Frauen älter als 50 sind. 😉 []
  3. Dove = weiße Taube / siehe oben []
  4. Darf man das Wort ‚Werte‘ im Zeitalter von Eva Herman eigentlich noch nutzen?! []

TV-Eklat: Eva Herman und die braune Suppe

Eines möchte ich vorweg schicken. Ich habe nicht eines der Bücher von Frau Herman gelesen, noch habe ich mich mit ihrer Theorie hinreichend befasst, um ein Urteil darüber zu fällen. Ich bin weder ein Gegner, noch ein Befürworter der Thesen von Frau Herman. Ich habe zu dem Thesen einfach keine Meinung, weil ich deren Inhalt nicht kenne.

Ich habe lange überlegt, ob und wenn wie, ich einen Beitrag über diese famose Sendung schreiben sollte. Ich lasse es aber, mich darüber auszukotzen, sondern verweise hier auf einen ausgezeichneten Artikel vom Poltiblog.de „Nazikeule auf der Autobahn“. Dieser Artikel spiegelt so ziemlich genau mein empfinden wieder. Und macht klar, dass man sich für nichts entschuldigen braucht, was man nicht gesagt hat.

Das Vorgehen des Gastgebers erinnerte mich immer an die Präsupposition: „Haben Sie aufgehört ihre Frau zu schlagen?„. Es wird ein Sachverhalt als evident vorausgesetzt, der aber weder haltbar noch wahr ist und der Antwortende kommt in eine logische Zwickmühle, einem Paradoxon der rhetorischen Art.

Eigentlich habe ich Kerner immer gerne geguckt und auch gemocht und Eva Herman eher nicht. Das hat sich aber geändert… Vielleicht sollte ich mir doch mal eines ihrer Bücher zu Gemüte führen.

So, ich werde kein Mitglied von LUG Balista.

So nun ist es amtlich, ich werde vorerst1 kein Mitglied des LUG Balista e.V. Der aufmerksame Leser dieses Blogs wird sich sicherlich Fragen, warum das so ist, denn in einem letzten Beitrag zu diesem Thema habe ich doch angekündig, wohl doch Mitglied zu werden.

Formfehler

Bei der ersten konstitutionellen Mitgliederversammlung, bei der ich als Beobachter beisitzen durfte, wurde von den Mitgliedern wie zuvor beschrieben festgehalten, dass kein Pflichtbeitrag zur Mitgliedschaft des Vereins notwendig ist und sich der Verein alleine durch monatliche Spenden der einzelnen Mitglieder erhalten kann.

Zu diesem Zeitpunkt war ich bereit, den Kompromiss zu akzeptieren und – zwar unter Protest – doch ein Mitglied des Vereins zu werden. Aber leider hat sich in der Abstimmung ein böser Formfehler eingeschlichen,2 so dass die Abstimmung über die Beiträge wiederholt werden musste. Das Ganze fand nun gestern am 8.10.2007 im Bürgerhaus in Barmbek statt.

Da ich es als Nicht-Mitglied und Querulant für nicht angebracht hielt, dieser Sitzung beizuwohnen nehme ich stark an, dass der Vorstand seine Argumente gegen diese Freiwilligkeit der Beiträge in Ausführlichkeit dargelegt hat und das wahrscheinlich gegen wenig bis gar keine Gegenargumente. Die logische Konsequenz war es dann, dass natürlich der Vorschlag mit den ZwangsPflichtbeiträgen akzeptiert wurde.

Demokratie ist kein Wunschkonzert

Der Verein ist auf einem demokratischen Wege zustande gekommen und auch die zweite Wahl scheint allen demokratischen Regularien entsprochen zu haben, so dass die Pflichtbeiträge nun unter Dach und Fach sind. Dieses Verfahren kann und werde ich mit nicht einem Wort anzweifeln.

Das Einzige was mir bleibt ist es zu bedauern, dass der Balista einen solchen Weg einschlägt. Es wäre schön gewesen, wenn man als Verein, der sich mit dem offenen und freien Betriebssystem befasst, ein Zeichen nach außen gesetzt hätte und durch einen freiwilligen Beitrag hätte zeigen können, dass man es ernst meint mit der Freiheit. Aber das scheint nicht so zu sein, der Weg der nun von den Mitgliedern und dem Vorstand beschritten wird, ist der Weg mit dem geringsten Widerstand.

Aber der einfachste Weg ist nicht immer der richtige!

Die LUG is kein Sportverein

Der Balista lebte bisher immer von seinen Mitgliedern und deren Engagement. Entscheide ich mich ein vollwertiges Mitglied zu werden, bin ich gezwungen neben meinem Engagement auch noch Kohle in den Verein zu pumpen! Klar bei einem Sportverein muss ich auch einen Fix-Beitrag bezahlen, aber da erwarte ich auch was für mein Geld. Trainer, Hallen, Ausrüstung, Lehre etc. Exakt diese Mentalität kann sich nun auch bei (Neu-)Mitgliedern der LUG etablieren. „Ich zahle, dann will ich…“ und eine solche Gemeinschaft ist in meinen Augen weder erstrebenswert noch sinnvoll in Bezug auf offene Software.

Regeln schränken ein

Durch Gespräche mit Nichtmitgliedern und Mitgliedern, ist mir bewusst geworden, dass der Flair, der den Balista lange Zeit begleitet hat, nämlich eine wirkliche offene Gemeinschaft zu sein, dass jeder3 willkommen ist und sich jeder immer und überall einbringen und mitsprechen kann, vorbei ist.

Durch die Starr- und die Introvertiertheit die sich der Balista durch die Vereinsgründung4 auferlegt hat, sind schon einige Unstimmigkeiten zustande gekommen.

Da der Vorstand weder auf der Homepage noch auf der öffentlichen Mailingliste5 angekündigt hat, dass am 09.10.2007 eine Mitgliederversammlung einberufen wurde und es so für Nichtmitglieder evtl. schwierig wird Hilfe zu erlangen, waren also gestern auch einige da, die sich dann die Zeit zwar im Cafe sehr nett um die Ohren gehauen haben, aber ein produktives Arbeiten war nicht möglich. Sehr schade für Interessierte, die von weiter angereist waren oder ihren Tag extra auf Balista planten.

Weitere Einschränkungen scheint der Verein sich in Bezug auf das Einsammeln der Spenden gemacht zu haben. So wie ich erfahren habe, soll das traditionelle Schwein, das während einer Sitzung herum geht, um Gelder zu sammeln abgeschafft werden. In meinen Augen ein absoluter Blödsinn! Denn wie sollen den nun Besucher, Gäste und Protest-Nicht-Mitglieder 😉 Balista denn nun Euros zu kommen lassen?! Per Überweisung?! Das ist doch nicht schön…

Balista ist und bleibt gut

Auch wenn sich das Ganze hier wie ein Auskotzen oder Drüberherziehen aussieht, will ich klarstellen, dass es das nicht sein soll. Ich möchte hier nur darstellen, dass ich den Weg den Balista nun einschlägt nicht gut finde und auch so nicht unterstützen kann, möchte und werde. Dennoch sind die Leute bei Balista nett, hilfsbereit, zuvorkommend und keine schlechten Menschen. 😉 Und das wird sich auch nicht ändern, wenn Pflichtbeitrage gezahlt werden müssen!6

Also jeder der in oder um Hamburg Probleme mit Linux hat, Linux kennen lernen will, fachsimpeln will, ’nen Bierchen trinken möchte, nette Leute kennenlernen will, der sollte auf jeden Fall zu Balista gehen! Auch ich werde den „Verein“ sicherlich nicht meiden. 😉

Ich freue mich auch auf Kommentare 🙂 8)

  1. Denn James Bond-Freunde wissen: „Sag niemals nie„ []
  2. Den ich bis heute nicht wirklich verstanden habe. []
  3. Auch arme Schlucker! []
  4. Auch wenn die Gründung des Vereins auch in meinen Augen gut ist, sollte man doch drauf achten Nicht-Mitglieder nicht außen vor zu lassen. []
  5. Zum Thema der internen Liste möchte ich nicht weiter eingehen, außer mit der Beschreibung der Tatsache, dass ich gestern Abend einige Mitglieder des alten Balista darüber aufgeklärt habe, dass sie nicht mehr auf der internen Liste sind und diese sich ziemlich wunderten. []
  6. Das hoffe ich zu mindestens. []