Gelesen: Mieses Karma

Dieses Buch landete auf Grund einer Falschbestellung auf meinem Tisch. Obwohl ich schon das zweite Buch des Autors David Safier gelesen habe und das Buch so „ging so“ fand, habe ich mich durchgerungen und den Bestseller „Mieses Karma“ an mich genommen.

Bei einem Punkt hat es während des Lesens bei mir klick gemacht: Mir ist die wahre Bedeutung des Wortes Bestseller bewusst geworden. Es ist ein Best-Seller, also ein am besten verkauftes Buch und kein „Best-Written„! Wenn ein Buch häufig verkauft wurde, sagt es mehr über die beauftragte Werbeagentur aus, als über die Qualität der Geschichte.

Auch dieses Buch von Safier überzeugt mich nicht. Ein Frau findet sich nach dem Tode im Körper einer Ameise wieder und will so ihre Familie wieder für sich erobern. Das ist einfacher getan als gesagt, aber zum Ende wird, wie sollte man es anders erwarten, alles gut. Wie gut, das werde ich sicherlich nicht vorweg nehmen.

Subjektive Note: 3-

Osterferien und Interesse nach Methoden

Kaum sind Ferien in Deutschland, sinkt das Interesse an Methoden und Gestaltung von Unterricht. Woher ich das weiß? Naja, die Aussage ist nicht ganz repräsentativ, aber dennoch: Die Zugriffszahlen auf mein wiki sinken ins bodenlose. 😉 Mal im Auge behalten, ob das Ganze wieder steigen wird, wenn die Ferien vorüber sind. Aber das dauert ja noch ein bisschen – und das ist auch gut so 😀

Gesehen: Sherlock Holmes

Seit langem bin ich mal wieder im Kino gewesen. Auf dem Plan stand Sherlock Holmes. Von den Trailern überzeugt, dass der Film gut sein muss, habe ich meine Frau in den Film geschleppt. Leider wurde der Film den Erwartungen nicht gerecht.

Die Stimmung des Filmes ist recht düster und sehr gut gelungen. Die Charaktere sind klasse dargestellt und machen Lust auf mehr.  Leider ist die Geschichte an einigen Stellen so langsam erzählt, dass man während des Films schon hin und wieder auf die Uhr guckt und das ist bei einem Film schon immer ein schlechtes Zeichen.

Die Geschichte sprach mich zwar an, war nur nicht immer gut erzählt. Teilweise zu undurchsichtig, teilweise zu banal. Aber gut gefallen haben mir die Kampfszenen, da hier Wing-Chun in aller feinster Ausführung gezeigt wird. Das liegt unter anderem daran, dass der Hauptdarsteller (Robert Downey Jr.) selbst schon jahrelang Wing-Chun praktiziert.

Hätte ich den Film am Kinotag für ein vergünstigtes Eintrittsgeld gesehen, dann wäre der Streifen sicherlich sein Geld wert gewesen, so habe ich mich aber ein bisschen geärgert 19,-€1 für beide Karten ausgegeben zu haben.

Subjektive Note: 2-

  1. Ohne das überteuerte Popcorn und Sprite! []

Kopieren und Kopien in der Schule

Das Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland hat jetzt eine Seite ins Netz gestellt, aus der hervorgeht, in welchem Umfang Lehrer und Lehrerinnen aus Büchern kopieren dürfen.

Ein Fallbeispiel

Was mich an den Formulierungen wundert ist, dass man nichts digital kopieren oder speichern darf. Ist das nicht ein bisschen an der Realität vorbei? Mal eine ganz normale Vorbereitung für den Unterricht:

Ich erstelle ein Arbeitsblatt mit einem Arbeitsauftrag. Auf diesem soll aber, zur besseren Darstellung des Sachverhaltes1, ein Bild oder eine Abbildung zu sehen sein. Diese habe ich in einem Lehrbuch aus den 70ern gefunden. Intelligenterweise würde man das Bild einscannen, vergrößern oder verkleinern2 und direkt in die Vorlage einfügen. Aber das darf ich ja nicht! Also lasse ich auf meinem Arbeitsbogen einen Platz frei, gehe mit dem besagten Lehrbuch morgens in den Kopierraum, versuche durch Vergrößerungen und Verkleinerungen die richtige Größe zu treffen, schneide das Bild aus, schreibe mit Hand die Quelle darunter und klebe es auf meine Arbeitsblattvorlage. Durch den Einzug kann ich diese ja nun auch nicht mehr laufen lassen und muss so bei allen Bögen die Klappe des Kopierers öffnen, um an meine Arbeitsblätter zu kommen.

Willkommen im 22. Jahrhundert!

Nur analoge Kopien

Auf der Seite heißt es:

Zulässig sind nur analoge Kopien. Die digitale Speicherung und ein digitales Verteilen von Kopien (z.B. per E-Mail) ist schon von Gesetzes wegen nicht gestattet und wird von der neuen vertraglichen Regelung ebenfalls nicht erfasst.

Quelle: ebd.

Leider schweigen sich die Macher über die Gesetze in denen diese Regelung stehen aus. Außerdem bin ich mir sicher, dass jeder moderne Kopierer eine digitale Kopie der Quelle anlegt, bevor sie auf Papier gedruckt wird. Im Klartext heißt das ja dann, dass ich GAR KEINE Kopien mehr machen darf. Das sieht nach einem handfesten Dilemma aus.

Für wen gelten die 12 %?

Lehrkräfte dürfen künftig kopieren:

  • bis zu 12 % eines jeden Werkes, jedoch maximal 20 Seiten. Das gilt wirklich für alle Werke, d.h. auch für Schulbücher, Arbeitshefte, Sach- und Musikbücher.

Quelle: https://www.schulbuchkopie.de/neuenregeln.html – Abruf: 31.3.2010 – 10:00

Es stellt sich die Frage, ob diese 12 %-Regel für die gesamte Schule, einen Standort der Schule oder eine Lehrkraft gilt. Denn ich habe doch keine Ahnung, was meine 250 Kolleginnen und Kollegen, verteilt über 7 Standorte täglich kopieren?! Muss da nun auch Buch geführt werden? Was sind die Strafen? Wer überprüft das Ganze?

Andere Meinungen

Der Lehrerfreund bringt es in einigen Sätzen auf den Punkt:

  1. Durch den Vertrag werden in erster Linie die Rechte der Schulbuchverlage gestärkt. (…)
  2. Die Vorstellungen sind in keiner Weise realistisch. (…)

Quelle: https://www.lehrerfreund.de/in/schule/1s/lehrer-kopieren/ – Abruf: 31.3.2010 – 10:02

Und:

Gäbe es weniger schlechte Schulbücher, müssten Lehrer/innen weniger auf zusätzliche Materialien zugreifen.

Quelle: ebd.

Sinn der Bildung von Menschen

Wenn wir den nachfolgenden Generationen eine gute (Aus-)Bildung mit auf den Weg in die Zukunft geben wollen, sollte wir uns nicht über solche Kleinigkeiten Gedanken machen, sondern ihnen mit allen möglichen Mitteln zu eben dieser (Aus-)Bildung verhelfen! Dazu müssten die rechtlichen Rahmenbedingungen aber an einigen Stellen angepasst werden, damit man als Lehrkraft nicht mit einem Fuß im Gefängnis steht.

  1. Stichwort: Lerntypen []
  2. Vielleicht noch den Kontrast für die anstehenden Kopien anpassen. []

ISFF Detmold 2010

Auch dieses Jahr will ich diesen Blog nutzen, um auf das International Shortfilm Festival in Detmold hinzuweisen. Leider war es mir bisher immer verwehrt, dieses Festival selbst zu besuchen.

Aber auch dieses Jahr findet das Ganze wieder in Detmold statt. Das Festival läuft vom 10. – 13. Juni im Hangar 21. Und auch dieses Jahr hat Jan Fuchs wieder seine Finger im Spiel, wenn es um den offiziellen Trailer des Festivals geht.

Freunde der modernen Künste und der neuen Medien sind eingeladen das Festival im Ost-Westfälischen zu besuchen!

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