[aartikel]B004W2JWXI:right[/aartikel]Ich habe keine Ahnung, wo ich von dem Buch das erste Mal gehört oder gelesen habe. Mir war auch nicht bewusst, dass dieses Buch in den Medien unheimlich gehypt wurde. Ich fand eigentlich nur den Titel interessant und das war der Auslöser, dieses Buch auch tatsächlich zu erwerben.
Verneinungen
Nobody is perfect.
My name is nobody.
In eine ähnliche Kerbe schlägt schon der Titel des Buches: Nichts ist im Leben wichtig. Aber was ist Nichts? Ist Nichts tatsächlich Leere? Oder ist es eher Stille? Gibt es Nichts überhaupt? Wenn es Nichts tatsächlich gäbe, wie sieht es dann mit der Wertigkeit aus? Ist Nichts etwas wert oder hat es per se keinen Wert. Der ein oder andere empfindet es sicherlich als wertvoll, mal einfach Nichts zu tun. Somit können wir davon ausgehen: Nichts hat einen Wert. Und schon fangen die grauen Zellen an, zu rotieren:
- Der Satz Nichts hat einen Wert kann auf zweilerlei Arten gelesen werden. Zum Einen die logische Schlussfolgerung aus dem obigen Beispiel, nämlich das Nichts-Tun einen echten Wert hat und zum anderen, dass alle Dinge keinen Wert haben. Durch diese unterschiedlichen Lesarten, erlangt der Titel bereist einen Charme, dem ich nicht widerstehen konnte.
- Wenn man gerade Wertvolles tut, nämlich Nichts, dann merkt man spätestens dann, wenn man gefragt wird, was man gerade täte, dass man doch ziemlich viel tut: liegen, sitzen, starren, dösen, denken, lesen, ausruhen oder aber einfach sein. Man kann also niemals Nichts tun.
Der Inhalt
Die Schülerinnen und Schüler einer siebten Klasse sind auf der Suche nach Dingen mit Bedeutung. Angeregt durch einen Klassenkameraden, der plötzlich aktiv den Eindruck vermittelt, in den 68ern hängen geblieben zu sein, versuchen sie, ihn durch einer Sammlung von bedeutsamen Dingen, wieder auf den rechten Weg zu führen.
Die Jugendlichen in diesem Alter sind in aller Regel auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und ihrer Position darin. Sicherlich sind sie sich dessen nur selten bewusst, aber die Rebellionen, die konträren Verhaltensweisen und die Festigung der unterschiedlichsten Charaktermerkmale machen dieses deutlich. Nicht alle Jugendliche suchen die Bedeutung glücklicherweise auf eine solch kontroverse und massive Art und Weise, wie die Kinder in dem Buch es tun.
Das Buch regt an, über die Bedeutung seiner wichtigen Dinge nachzudenken. Für mich auf jeden Fall ganz oben auf der Liste der potentiellen Bücher, die mit einer kommenden Deutschklasse gelesen werden können.
Subjektive Note: 1



Auch ich stehe hier und da vor der Herausforderung, Schülerinnen und Schüler mit Grammatik zu konfrontieren. Hin und wieder versuche ich, sie auch für die Grammatik zu begeistern. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es nur in Ausnahmefällen gelingt. 🙂
Was macht eigentlich die Werbung mit unseren Köpfen? Wir werden immer wieder mit Dingen zugeballert, die sich dann in unseren Hirnen festigen. Auch wenn wir genau wissen, dass Dinge, die uns vorgegaukelt werden, reine Fiktion sind, sind wir hier und da verwundert. Ein gutes Beispiel für diese Verknüpfung von Fiktion und Realität sind die Romane ((Und auch die Filme…)) von 