„Warum ich blogge“ oder „Der heimliche Weltverbesserer“

Yannick Eckl hat auf seinem Blog zu einem Blog-Projekt eingeladen. Das Thema des Ganzen ist: „Ziele mit dem eigenem Blog!“ Ich habe mich kurzer Hand entschieden, mal bei einem solchen Projekt mitzumachen und hier ist mein Geistererguss zu dem Thema:

Yannick Eckl hat auf seinem Blog zu einem Blog-Projekt eingeladen. Das Thema des Ganzen ist: „Ziele mit dem eigenem Blog!“ Ich habe mich kurzer Hand entschieden, mal bei einem solchen Projekt mitzumachen und hier ist mein geistiger Erguss zu dem Thema:

Da jeder Text der von einem Menschen gelesen wird ihn auch verändert, möchte ich dazu beitragen den Menschen, bzw. seinen Geist zu verändern und zu erweitern. Das hört sich vielleicht wie ein Ziel eines Geistlichen oder eines Weltverbesseres an, aber so ist es nicht gemeint. Die Meinung die ich in meinem Blog äußere will ich keinem Leser aufzwängen, sondern ihn dadurch bewegen über bestimmte Themen nachzudenken und vielleicht seine gefestigte Meinung zu überdenken. Die Themen befassen sich mit dem Internet, Politik, persönlichen Erfahrungen, GNU/Linux, Weltanschauung und ganz wichtig: der Kombination der genannten Themenbereiche. Da die Welt keine Ansammlung von isolierten Themen ist, sondern eine Verknüpfung aller Themen und grundsätzlich dem Gesetz von Ursache und Wirkung folgt, ist es für mich wichtig die Ganzheitlichkeit zu betrachten und zum Thema zu erheben. Ob mir das immer gelingt, wage ich nicht zu beurteilen, dazu seid ihr da – die Leser.

Ein nicht zu kleiner Teil der mich zum bloggen treibt, ist das einfache Ausleben meiner Profilneurose, bzw. meines Narzissmus 😀 – welches ich übrigens bei (fast) jedem Blogger unterstelle. 😉

Schließt Gmail die Pforten für die Deutschen?

Ich selbst habe ja auch einen Gmail-Konto, nutze es aber eher selten. Es scheint eher ein „must-have“ zu sein, als ein wirklicher Mehrwert. Den Hype um Gmail habe ich auch noch nicht verstanden, aber der ist wahrscheinlich historisch gewachsen, da Gmail einer der ersten Anbieter war, der die 1GB-Speicherplatzgrenze durchbrach. Nun scheinen die Tage für Gmail in Deutschland aber gezählt… oder auch nicht… es liegt an der deutschen Regierung.

Google (der Anbieter von Gmail) hat sich mit der Bundesregierung von Deustchland in den Haaren, wie der GoogleWatchBlog berichtet.

Anbieter von E-Mail-Diensten sollen bald auch Nutzerinformationen speichern und bei Bedarf der Regierung, bzw. ihrer Exikutiven zur Verfügung stellen. Dieses Daten müssen überprüft worden und dürfen somit nicht gefälscht sein. Anonymität in Deutschland soll somit in Bezug auf E-Mail-Adressen gänzlich wegfallen. Das Briefgeheimnis scheint also für die elektronischen Briefe nicht zu gelten.

Google will bei diesem Schritt aber nicht mitmachen und hat gedroht seinen Dienst in Deutschland einzustellen, falls das Gesetz in Kraft tritt. Was das genau heißt ist noch nicht klar. Ob nur die deutsche Übersetzung entfernt wird oder gänzlich alle Kontos gesperrt werden die irgendwie mit Deutschland in Verbindung stehen, ist noch nicht kommuniziert worden.

Mit welcher Intention sich Google gegen diesen Gesetzesentscheid stellt ist mir persönlich nicht klar, da Google doch eigentlich bekannt dafür ist Daten zu sammeln, zu horten und zu nutzen. 😉 Aber vielleicht soll auch nur niemand ein Stück vom Kuchen abbekommen. Eine andere Frage die sich stellt ist, warum die Bundesregierung auf einen solchen Erpressungsversuch eingehen sollte?!

Wie auch immer die Intention ist oder auch die Entscheidung ausfällt, auf einer Art ist der der Protest gut, denn durch diese Drohung geht auch die Gesetzesinitiative wiedereinmal durch die Presse und noch mehr Menschen werden über die Ungeheuerlichkeiten, die sich die Politik erlaubt, aufgeklärt. Um dem Ganzen (egal mit welchem Provider oder E-Mailanbieter) auf eine Art die Stirn zu bieten, sollte man versuchen nur noch GPG-verschlüsselte Mails zu versenden. Dadurch erreicht man zwar keine Anonymität in Bezug auf die E-Mail-Adresse, aber immerhin ist es nicht möglich die Nachricht in den einzelnen E-Mails zu lesen und der Inhalt der Nachricht bleibt zwischen Sender und Empfänger.

Um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu machen, die mittlerweile schon möglich sind, den Tagesablauf eines durchschnittlichen Bürgers zu rekonstruieren zeigt diese Flash-Animation auf simple, aber eindrucksvolle Weise.

Stille Taten – Hilf anderen und nicht Dir

Über einen Artikel auf Netzeitung.de bin ich auf Stille Taten aufmerksam geworden. Natürlich habe ich, ohne den Artikel zu Ende zu lesen, gleich mal auf den Link https://www.stille-taten.de/ geklickt und war verwundert, dass es tatsächlich einen Blog gibt, der dazu auffordert in jeglicher Hinsicht selbstlos zu handeln und dabei auch noch grafisch ansprechend ist. 🙂 Spaß bei Seite…

Der Blog fordert Dich auf, selbstlos etwas für andere zu tun, also keine Gegenleistung zu erwarten, sondern Menschen zu erfreuen, damit es der Welt besser geht. Wow, ein netter Gedanke, der dem Mahayana Buddhismus nahe kommt. Nicht Du bist der Wichtige, sondern die Andern, aber nur Du kannst die Welt verändern. Auf den ersten Blick verwirrend, aber ein sehr netter und logischer Ansatz. Gut, zurück zum Netzeitung.de-Artikel.

Tja, es sind also doch keine Weltverbesserer am Werk. Das Ganze ist eine ausgeklügelte Werbe-, bzw. PR-Idee von Bionade. Dem selbsternannten offiziellen Getränk einer besseren Welt„. (Mir kommt’s gleich hoch!) Durch diese Art der Öffentlichkeitsarbeit soll nicht in erster Linie ein Produkt, sondern ein Lebensgefühl vermittelt werden. Rette die Welt mit Bionade!

Nun wird doch noch mit dem Schicksal der Welt auf ihre letzten Tage Marketing betrieben. Und das es mehr nicht ist beweisen die Tatsachen, dass Bionade sogar teilweise schon von dem Global-Player der Coca-Cola-Company vertrieben wird und selbst Bionade nicht mit Pferdekarren angeliefert wird, sondern auch mit LKWs, die das ach so böse CO_2 produzieren.

Um es klarzustellen, ich habe nichts gegen Aktionen, wie sie von www.Stille-Taten.de proklamiert werden und ich habe auch nichts gegen Bionade! Aber die Kombination missfällt ein bisschen! Dennoch ich muss eingestehen, dass der PR-Wert, der mit der Aktion erreicht werden wird, sicherlich recht hoch ausfallen wird und somit geht hier ein Kompliment an die Agentur die sich das hat einfallen lassen.

Ich werde auch weiterhin hin und wieder Bionade trinken, aber nicht weil ich damit die Welt verbessere, sondern weil’s schmeckt!

flickr-Alternative: ipernity.com

Ein paar Tage sind ins Land gegangen und ich denke, dass die deutsche Flickr-Community eine gute Alternative gefunden hat, bzw. der Service auf einem guten Wege ist dieses zu werden. Die Rede ist von ipernity.com — eine französische Applikation die nicht nur Möglichkeiten zum Upload von Fotos ermöglicht, sondern seinen Usern noch einiges mehr bietet. Ein Defizit bisher wa/ist das Fehlen von Gruppen. Heute reagieren die Entwickler von ipernity.com mit folgendem Hinweis:

ipernity: Groups, Gruppen, Groupes, Grupos, Gruppi… by Team Ipernity

Wenn diese Funktion implementiert ist, dann hat man schon eine sehr gute Alternative zu flickr. Was leider immer noch fehlt, ist das bequeme Hochladen per E-Mail, aber auch hier werden die Programmierer in den nächsten Tagen/Wochen ein paar Briketts nachlegen.

Ipernity.com bietet, wie oben schon beschrieben, aber noch mehr Fähigkeiten. Man kann seinen eigenen Blog einrichten, Video- und Audiodateien hochladen und alle anderen Arten von Daten in das System laden (habe ich noch nicht probiert 😉 ), taggen und seinen Freunden zu Verfügung stellen.

vielenDankeAuch wenn die Entwickler aus Frankreich kommen, ist die Seite multilingual angelegt und schon auf Englisch übersetzt. Eine deutsche Übersetzung ist in Arbeit, da liegt aber auch noch einiges im Argen. Aber: gut Ding will Weile haben.

Wer noch immer nach Alternativen sucht, der kann diesen Blog mal besuchen, da sind die Für und Wider der einzelnen Applikationen aufgezeigt:

https://don.antville.org/topics/Fotos

Ich für meinen Teil habe (so glaube ich) meine Alternative gefunden.

https://www.ipernity.com/home/mawspitau

Edit 21.06.2007:

So, das Thema ist endgültig durch für mich. Nachdem flickr nun „einlenkt“, fühle ich mich mal richtig verarscht.

Nachdem wir die für uns verfügbaren Optionen in den letzten Tagen geprüft haben, haben wir uns entschlossen, ab heute für unsere Nutzer in Deutschland auch als „Mittel“ eingestufte Fotos anzuzeigen. Diese Entscheidung basiert unter anderem auf dem Feedback, das wir in den letzten Tagen bekommen haben und daher stellen wir Euch nun auch in Deutschland eine zusätzliche Suchfunktion zur Verfügung, die dennoch die gesetzlichen Bestimmungen für den Jugendschutz erfüllt.

Quelle: https://www.flickr.com/help/forum/de-de/43624/

Hier in diesem Blog werdet Ihr nichts mehr lesen, was mit Thema flickr und Zensur zu tun hat. Denn im Grunde ist dieser Aufruhr nichts anderes als PR für flickr.

Google will mich nun auch nicht mehr?!

Gestern erreichten mich diverse Mails von Kunden, Bekannten und Freunden, die alle eine ähnliche Mail erhalten haben. Fazit der Mail: „Google will mich nicht mehr„. Da ich diese Mail auch für meine Domains (mehrmals) erhalten habe, habe ich sie mir mal genauer angeguckt.

Für alle Eiligen: „Entwarnung, bei der Mail handelt es sich um Spam!

Sehr geehrter Seiteninhaber oder Webmaster der Domain www.spitau.de,

bei der Indexierung Ihrer Webseiten mussten wir feststellen, dass auf Ihrer Seite Techniken angewendet werden, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Sie finden diese Richtlinien unter folgender Webadresse:

https://www.google.de/webmasters/guidelines.html

Um die Qualitaet unserer Suchmaschine sicherzustellen, haben wir bestimmte Webseiten zeitlich befristet aus unseren Suchergebnissen entfernt. Zurzeit sind Seiten von www.spitau.de fuer eine Entfernung ueber einen Zeitraum von wenigstens 30 Tagen vorgesehen.

Wir haben auf Ihren Seiten insbesondere die Verwendung folgender Techniken festgestellt:

*Seiten wie z. B. spitau.de, die zu Seiten wie z. B. https://www.spitau.de/index.htm mit Hilfe eines Redirects
weiterleiten, der nicht mit unseren Richtlinien konform ist.

Gerne wollen wir Ihre Seiten in unserem Index behalten. Wenn Sie wollen, dass Ihre Seiten wieder von uns akzeptiert werden, korrigieren oder entfernen Sie bitte alle Seiten, die gegen unsere Richtlinien verstossen. Wenn dies erfolgt ist, besuchen Sie bitte die folgende Webadresse, um weitere Informationen zu erhalten und einen Antrag auf Wiederaufnahme in unseren Suchindex zu stellen:

https://www.google.com/webmasters/sitemaps/reinclusion?hl=de

Mit freundlichen Gruessen

Google Search Quality Team

Bis hierhin sieht alles ganz gut aus. Keine Links die auf „böse“ Seiten zeigen, keine Phishing-Versuche… sieht recht echt aus.

Return-Path: <DONOTREPLY@gmail.com>
X-Original-To: info xxx spitau.de
Delivered-To: xxxxxx@xxxxxx.com
Received: from gmail.com (unknown [202.108.12.194])
by dd1026.kasserver.com (Postfix) with SMTP id 8FFA5196281
for <info@spitau.de>; Tue, 19 Jun 2007 18:18:48 +0200 (CEST)
Date: Tue, 19 Jun 2007 21:56:29 +0500
From: „Google Search Quality DO NOT REPLY“ <DONOTREPLY@gmail.com>
X-Accept-Language: en-us
MIME-Version: 1.0
To: <info xxx spitau.de>
Subject: Entfernung Ihrer Webseite www.spitau.de aus dem Google Index
Content-Type: text/plain;
charset=“windows-1252″
Content-Transfer-Encoding: 7bit
Message-Id: <20070619161849.8FFA5196281@xxxx.com>
X-Bogosity: Unsure, tests=bogofilter, spamicity=0.500000, version=1.1.3
X-UID:
Status: R
X-Status: NC
X-KMail-EncryptionState:
X-KMail-SignatureState:
X-KMail-MDN-Sent:

Auch der Header sieht ersteinmal ganz gut aus… (Die „xxx“ habe ich eingefügt — ein bisschen Privatsphäre brauche selbst ich 😉 ) Wenn man sich nun aber die IP anguckt, von der die Mail versendet wurde, stellt man fest, dass die Domain (gmail.com) und IP (202.108.12.194) nicht zueinander passen.

$ ping gmail.com ~
PING gmail.com (64.233.161.83) 56(84) bytes of data.
64 bytes from gmail.com (64.233.161.83): icmp_seq=1 ttl=245 time=122 ms

Die IP der Mail ist aber 202.108.12.194 und diese gehört:

whois 202.108.12.194 ~
% [whois.apnic.net node-2]
% Whois data copyright terms https://www.apnic.net/db/dbcopyright.html

inetnum: 202.108.0.0 – 202.108.255.255
netname: CNCGROUP-BJ
descr: CNCGROUP Beijing province network
descr: China Network Communications Group Corporation
descr: No.156,Fu-Xing-Men-Nei Street,
descr: Beijing 100031
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fax-no: +86-10-82993102
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Somit steht schoneinmal fest, dass google selbst die Mail nicht versendet hat und diese damit an Wert und Bedeutung verliert. Warum diese Mail verschickt wird und was damit bezweckt wird, entzieht sich meiner Kenntnis. Wichtig ist an dieser Stelle: Als SPAM markieren und beim nächsten Mal, wenn wieder etwas zwielichtiges auf dem Rechner landet, immer her damit. 🙂

Edit:

Gerade via heise eingeflogen:

https://www.heise.de/newsticker/meldung/91429/from/atom10