Die beste Satire schreibt das Leben – Sonneborn

Satire, gerade wenn es sich um politische Satire handelt, ist dann gut, wenn man als Zuschauer oder Zuhörer nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wenn aber ein Satiriker die Satire mal ausnahmsweise nicht selbstgefällig zum Stilmittel erhebt, sich einfach auf den Boden der Tatsachen begibt, einem als Zuschauer kein einziges Lächeln über die Lippen kommt und man sich die Tränen bedächtig aus dem Augenwinkel streicht, dann weiß man, es ist Zeit zu handeln.

Es ist unglaublich! Mir fehlen tatsächlich alle Worte, dieses Geschehen würdigend zu kommentieren.

ad astra – und ich spreche nicht von Bier

perarduraadastra

Immer, wenn wir uns verändern wollen, müssen oder sollen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Das ist immer mit Anstrengung und Disziplin verbunden. Das gilt auch für Dinge, die wir lernen wollen.

Wenn wir Neues lernen möchte, dann müssen wir alten Pfade verlassen und Kraft aufwenden. Sicherlich: Das Ganze kann und darf auch Spaß1 bringen. Es ist aber nicht verkehrt, wenn es für die Schülerinnen und Schüler anstrengend ist – unhappy learning. Und damit meine ich nicht, einen lauten unorganisierten Unterricht, der auf Grund dessen anstrengend ist, sondern einen, der Energie bei den Schülerinnen und Schüler verbraucht, weil sie lernen.

Es geht in aller Regel im Unterricht nicht darum, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß haben. Es geht darum, dass sie die Gelegenheit bekommen, etwas zu lernen, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, neue Sichtweisen oder neue Erklärungen kennenlernen und sich dieser unter Umständen annehmen.

Was nicht heißen soll, dass Unterricht keinen Spaß machen darf. Ganz im Gegenteil, wenn der Unterricht Freude macht und man sich im flow befindet, die Zeit nicht mehr wahrnimmt und denkt: „Ui, hat das schon geklingelt„, dann merkt man erst später, dass man von dem Unterricht geschafft oder groggy ist.  Es geht nicht darum, Schülerinnen und Schüler zu ärgern, sie vorzuführen und unsinnige2 Aufgaben bewältigen zu lassen!

Wie sieht das meine Leserschaft? Muss Unterricht Spaß machen? Muss Unterricht anstrengend sein? Sind das Widersprüche in sich?

P.S. „per ardura ad astra“ ist lateinisch und bedeutet: „Durch Schwierigkeiten3 zu den Sternen.

 

  1. Ich bevorzuge in der Regel den Begriff Freude. []
  2. Im Sinne von nicht-lernförderlich. []
  3. besser Härte oder Strebsamkeit []

Ich bleibe, wer ich bin…

 

Stillstand ist Rückschritt. Wenn man nicht einsieht, dass man auf dieser Welt immer wieder neue spannende Dinge entdecken kann, wird man irgendwann in seiner Vergangenheit gefangen sein und nur noch in dieser schwelgen. Die Entwicklung sollte das Einzige sein, was als fester Bezugspunkt gilt.

Das Problem ist nur, dass man gerne genau das macht, was man kann, weil man es eben kann. Sollte ich etwas Neues probieren, dann kann es auch schiefgehen – und wie stehe ich dann da? Was denken die anderen? Bekommt mein perfektes Bild Kratzer? Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.

Wir brauchen den Mut zur Veränderung, zu Fehlern, zum Scheitern, um uns zu entwickeln. Dem Einzigen, dem wir bei all diesen Dingen Rechtsschaft ablegen müssen, sind im Kern wir selbst. Wenn das Schülerinnen und Schülern klar wird, dass wir Fehler machen dürfen, dass wir dumme Fragen stellen dürfen, dass wir uns an unseren und den Fehlern anderer weiterentwickeln können, dann kann es zu echtem, verständnis- und erkenntnisförderndem Lernen kommen.

Tun die Schülerinnen und Schüler nur das was sie schon können, dann bleiben sie die, die sie sind.

  1. Wollen wir das wirklich?
  2. Was kann ich als Lehrperson tun, dass die Schülerinnen und Schüler Fehler bei sich und anderen positiv zulassen?

 

Die Partei – Sonneborn – Danke an die Demokratie

Immer wieder hört und liest man von der Politikverdrossenheit der Bevölkerung der westlichen Welt. Es wird das Gefühl von „die da oben machen, was Sie wollen“ und eine gewisse Machtlosigkeit des Bürgertums beschrieben. Aber ist es wirklich so? Macht die Politik was sie will? Ich persönlich maße mir nicht an, darüber zu urteilen, da mir das Geflecht der Politik, der Lobbyisten, der Konzerne zu komplex erscheint, als dass ich es wahrlich durchschauen kann. Ich bin nur ein Freund davon, wenn Menschen dem System einen Spiegel vor die Nase halten und das macht kein Politiker besser, als Martin Sonneborn.

P.S. Der Mitgliedsantrag der Partei Die Partei liegt schon in meiner Vorlage. Ich muss nur noch in mich gehen und mich fragen, ob ich mich tatsächlich politisch binden möchte. Die Slogans sind jedenfalls überzeugend: „Ja zu Europa, Nein zu Europa!“ oder „Inhalte überwinden“

Du schlägst ja, wie ein Mädchen

LIKEAGIRLDu rennst, wie ein Mädchen.“ – „Du säufst, wie ein Mädchen.„- „Du wirfst, wie ein Mädchen.“ – „Du bist ein Mädchen!“ – „Zieh Dir mal einen Rock an…

Ist es nicht traurig, dass „wie ein Mädchen“ eine Beleidigung ist? Sollten wir die Zeit, in der das weibliche Geschlecht als schwaches Geschlecht wahrgenommen wurde, nicht überwunden haben? Sind Männer nicht gleichwertig mit den Frauen?

Natürlich gibt es Stereotypen und diese haben sicherlich im Kern immer eine Wahrheit. Diese Stereotypie darf aber doch nicht in gut oder schlecht eingeteilt werden, sondern in: is’so! Die Fähigkeiten, die ein Mensch hat, muss er lernen zu nutzen. Darauf zu schielen, was man nicht kann, die anderen aber schon, kann nicht helfen, sich mit seinem Potential zu entwickeln.

So zeigen in diesem Video verschiedene Menschen, wie man Dinge als ein Mädchen macht. Erst aus der Sicht einer Beleidigung, dann aus der Sicht der Realität. Wunderprächtiges Augenöffnen!

Was mich an der Ganzen Sache aber wieder mal wurmt ist: Es handelt sich um Werbung! Die Macher wollen in erster Linie kein anderes Bild der Frau oder der Mädchen in der Gesellschaft etablieren, sondern ihre Produkte verkaufen und an die Frau bringen! Ähnlich, wie es Dove ja auch immer wieder macht.

Wie seht ihr das? Kommt Euch auch hin und wieder ein oben genannter Spruch über die Lippen oder seid ihr schon auf der gleichberechtigten Seite angekommen?