Veränderungen sichtbar machen mit der ABC-Liste

Der Mensch ist nicht dazu gemacht, Veränderung wahrzunehmen. Ganz im Gegenteil: „Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“, sagt der Volksmund. Aber gerade die Veränderungen sind es, die das Lernen sichtbar machen können.

In der Regel bekommt man morgens nicht mit, dass man älter geworden ist, dass wieder eine Falte hinzugekommen ist oder schon wieder mehr Haare die Farbe verloren haben und man langsam aber sicher grau1 wird. Erst wenn man mit der Nase darauf gestoßen wird, erkennen wir unser Abbild als gealtert.

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  1. Auch wenn es die Haarfarbe grau gar nicht gibt. Die Haare werden weiß und erscheinen nur grau durch die anderen Haare, die noch im Naturton verweilen 😉 []

Ich bleibe, wer ich bin…

 

Stillstand ist Rückschritt. Wenn man nicht einsieht, dass man auf dieser Welt immer wieder neue spannende Dinge entdecken kann, wird man irgendwann in seiner Vergangenheit gefangen sein und nur noch in dieser schwelgen. Die Entwicklung sollte das Einzige sein, was als fester Bezugspunkt gilt.

Das Problem ist nur, dass man gerne genau das macht, was man kann, weil man es eben kann. Sollte ich etwas Neues probieren, dann kann es auch schiefgehen – und wie stehe ich dann da? Was denken die anderen? Bekommt mein perfektes Bild Kratzer? Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.

Wir brauchen den Mut zur Veränderung, zu Fehlern, zum Scheitern, um uns zu entwickeln. Dem Einzigen, dem wir bei all diesen Dingen Rechtsschaft ablegen müssen, sind im Kern wir selbst. Wenn das Schülerinnen und Schülern klar wird, dass wir Fehler machen dürfen, dass wir dumme Fragen stellen dürfen, dass wir uns an unseren und den Fehlern anderer weiterentwickeln können, dann kann es zu echtem, verständnis- und erkenntnisförderndem Lernen kommen.

Tun die Schülerinnen und Schüler nur das was sie schon können, dann bleiben sie die, die sie sind.

  1. Wollen wir das wirklich?
  2. Was kann ich als Lehrperson tun, dass die Schülerinnen und Schüler Fehler bei sich und anderen positiv zulassen?