Gelesen: Der Gotteswahn – Richard Dawkins

Ein interessantes Buch in dem erklärt wird, dass es keinen Gott geben kann.

Hauptaugenmerk wird auf monotheistischen Religionen gelegt und bezieht sich somit auf den Gott der Bibel, der Tora und des Korans. Dawkins betont in dem Buch immer wieder, dass man nicht von christlichen, muslimischen oder jüdischen Kindern sprechen sollte, sondern von Kindern christlicher, muslimischer oder jüdischer Eltern. Kinder können bis zu einem gewissen Alter nicht selbst entscheiden, welcher Religion sie angehören möchten, da der Weitblick für die verschiedenen Religionen fehlt.

Das Buch ist sicherlich nicht nur für Atheisten und Agnostiker spannend zu lesen, sondern auch für gläubige Menschen. Aber wahrscheinlich wird dieses Buch eher als Teufelswerk angesehen und somit als nicht-lesbar eingestuft. Er macht gleich im zweiten Kapitel deutlich, welche Eigenschaften der Gott hat, den die Menschen anbeten und der sieht anders aus als „der liebe Gott“ den wir zu kennen glauben.

Ein lesbares, teilweise witzig geschriebenes Buch über ein Thema was in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen ist: einem echten und offenem Diskurs mit Religion.

Religionsunterricht ist Betrug – Cognitiones Publicae

Ist es nicht schwierig etwas zu behaupten, für das es keine Beweise gibt?
Ich finde: Ja!

Aber macht das nicht eine Religion aus?
Ich finde: Ja!

Kann man somit behaupten Religionen seien Betrug?
Ich finde: Nein!

Immerhin geht es um Glauben und nicht um Wissen.

Religionen bestimmen das Leben vieler Menschen auf diesem Planeten. Und damit sind nicht nur die monotheistischen Religionen gemeint, die auf einem Schöpfergott beruhen, sondern auch Religionen, die mit einer Masse an Göttern (Hinduismus) und ganz ohne Götter (Buddhismus) auskommen. Sie sind zu sehr lebensbestimmend, als das sie von Schule vernachlässigt werden sollten. Auch wenn die Atheisten jetzt nicht nur in England, sondern auch in Deutschland antreten, einen Kreuzzug gegen die Religionen zu führen, kann und darf man den Einfluss der Religionen nicht leugnen. Gerade in Mitteleuropa, wo die Religionen durch Zu- und Auswanderer aufeinander treffen und die Kulturen durch die Religionen geprägt sind, ist ein Religionsunterricht unausweichlich für ein für friedliches Zusammenleben. Durch die Auseinandersetzung mit den „anderen“ Gepflogenheiten, Riten und Vorstellungen der Welt, kann Verständnis und Empathie erreicht werden.

Ich bitte aber darum, meine Definition von Religionsunterricht nicht als Glaubensvermittlung zu verstehen, sondern als einen interreligiösen Diskurs, der Platz für Diskussionen und alle Weltvorstellungen hat.

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