Linux in Kiel

Seit dem ich in Kiel bin und hier das Referendariat begonnen habe, sind meine privaten Aktivitäten gegen Null gesunken. Ich mache kaum noch Sport, jedenfalls nichts mehr im Verein/in einer Sportschule, ich bin nicht mehr in der GNU/Linux-Szene aktiv etc. Das Einzige, was ich weiterhin mache, ist das Auflegen bei mth.House. Ob das alles so gut und richtig ist, dass sehen viele sicherlich anders, aber ich habe mich entschieden im Referendariat mein Bestes zu geben und viel Energie zu investieren und bereue diese Entscheidung nicht.

Linuxtage

Hin uns wieder zieht es mich dann aber doch raus und so ist es heute morgen 😉 Ich habe gerade entdeckt, dass wieder die Kieler Linuxtage sind und spiele mit dem Gedanken mich mal dort sehen zu lassen. Mal gucken, was es Neues an der Front gibt, von dem ich Nichts erfahren haben.

Löblich ist immerhin, dass die lokale Presse dieses Event wahrnimmt und nicht, wie in Hamburg geschehen, ignoriert.

Geht jemand von Euch hin?!

Erweiterung zu „Bullshit-Bingo“

Ich habe das Spiel „Bullshit-Bingo“ leider erst in meinem Referendariat kennengelernt und fand es eine tolle Idee, sich auf einigen Modulen die Zeit zu vertreiben.

Jetzt kommt die Karrierebibel mit einer neuen (geklauten) Variante daher. Das „Ideen-Killer-Bingo“. Auch das ist eine großartige Idee, die sicherlich in der einen oder anderen Konferenz Anklang finden wird 😉

Via: „Ideen-Killer-Bingo – Das funktioniert sowieso nicht!“ auf karrierebibel.de

Und manchmal nervt es doch…

Um es gleich zu Beginn dieses Beitrages festzustellen:

Ich meckere nicht, ich stelle nur fest. Ich habe mir den Job selbst ausgesucht. Ich gehe den Weg gerne. Die Arbeit macht mir Spaß. Es nervt aber manchmal doch!

Ich sitze gerade an meiner zweiten Hausarbeit für das zweite Staatsexamen. Die erste ist „sehr gut“ geworden und erhöht somit den Leistungsdruck um so mehr. Es sind noch drei Wochen bis zur Abgabe und ich habe noch zwei Wochen reguläre Schulzeit. Die Arbeit soll in diesen zwei Wochen fertig werden, damit ich noch eine Woche habe, das Ganze Korrektur lesen zu lassen und u. U. zu korrigieren.

Damit dieses Ziel auch erreicht werden kann muss ich malochen. Ordentlich, diszipliniert und stetig an der Arbeit schreiben.

Die Hochzeit

Letztes Wochenende hat ein guter Freund von mir geheiratet. Ich kenne ihn schon seit Jahren und obwohl unsere Beziehung anfangs nicht so gut war, entwickelte sich eine gute Freundschaft. Seine Frau kenne ich auch schon sehr lange – nicht so gut wie ihn, aber immerhin. Dieses Pärchen ist so ein Pärchen, wo man ein gutes Gefühl hat. Die Beiden gehören einfach zusammen, da lässt sich nichts dran rütteln. Also freut man sich, wenn sich so ein Paar trauen lassen möchte. Gut, die standesamtliche Trauung war in der Woche, da hätte ich gar nicht hingekonnt, aber die kirchliche fand am Samstag statt, so dass man auch aus Kiel mal locker nach OWL fahren könnte. Meine Freundin tat das auch. (Sie kennt die Beiden auch gut.) Ich blieb aber in Kiel, um an meiner Hausarbeit zu schreiben. 🙁

Drei Tage lang bin ich nicht rausgegangen, sondern saß am Schreibtisch, schrieb, analysierte,  formulierte und aß Tiefkühlpizza aus dem Lidl, während besagtes Pärchen in den Hafen der Ehe einfuhr.

Glücklicherweise sind beide vom gleichen Berufsstand und reagierten auf die Botschaft, die ich per Telefon überbrachte, sehr angemessen. Das gab mir nicht noch ein schlechteres Gewissen, als ich es eh schon hatte.

In solchen Momenten nervt das Referendariat ungemein, da mein Beruf mein Privatleben (das was davon übrig ist) auffrisst. Das Schlimme ist ja, dass es gar nicht der Beruf ist, sondern die Ausbildung dazu.

Ich habe Abitur, eine Lehre gemacht, studiert, nebenbei in einem Verlag gearbeitet, war ein Jahr selbstständiger Medienberater und ich muss sagen, dass ich in keiner Zeit so viel gearbeitet habe, wie ich es im Moment mache. Ich kann mir nicht denken, für was dieser übertriebene Stressfaktor gut sein soll. Will da jemand die Spreu vom Weizen trennen? Dann macht das vorher in der Uni!

Das musste ich einfach mal loswerden, aber:

Ich meckere nicht, ich stelle nur fest. Ich habe mir den Job selbst ausgesucht. Ich gehe den Weg gerne. Die Arbeit macht mir Spaß. Es nervt aber manchmal doch!