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  • Alphabetisches Star Wars

    Ich habe mal wieder etwas für die Rubrik: Menschen mit zu viel Zeit

    ALLE Wörter aus Starwars sind hier in der alphabetischen Reihenfolge zusammengeschnitten. Guckt sich das tatsächlich jemand in der Gänze an?

    (Via: Jedes Wort aus Star Wars – alphabetisch sortiert » GIZMODO DE)

  • Es ist kalt

    Es ist kalt

    friedhof

    Ich weiß, dass ich nicht mehr lange unter meinen Lieben verweilen werde. Die Tage im Krankenhaus haben mich geschwächt. Nach und nach entweicht die Lebenskraft aus meinem Körper. Jeder Atemzug wird schwerer und schwerer. Ich spüre, wie Annette meine Hand hält und ihre Tränen meine Finger hinunter fließen.

    Da war es wieder – das Drücken am ganzen Körper. Es ist stärker geworden. Die Frequenz scheint sich zu erhöhen. Das Pochen aus der Ferne beschleunigt. Ich warte auf das nächste Drücken. Die gefühlte Schwerelosigkeit der letzten Wochen nimmt ab. Die Schwerkraft übernimmt. Das Drücken ist nun noch heftiger. Zwei Kräfte wirken auf mich. Die Schwerkraft und der Druck aus allen Richtungen auf meinen gesamten Körper.

    Ich höre Annette weinen: »Leb wohl.« Es schmerzt, ihr nicht antworten zu können. Langsam schließe ich meine Augen. Sie erblicken das letzte mal Annette. Noch spüre ich ihre Hand und wie sie laut weinend ihren Kopf auf meine Brust legt.

    Volles Bewusstsein über das Sein, den Sinn des Lebens und alles darüber hinaus erschließt sich mir in Bruchteilen von Sekunden und ist so präsent als sei es nie vergessen gewesenen. Der Kosmos ist eins mit mir und bietet mir ungeahnte Möglichkeiten. Ich entscheide.

    Ich höre unbekannte Stimmen, fremde Sprachen. Ernste Worte. Ruhige Worte. Laute Worte. Der Druck erhöht sich wieder. Mein Kopf wird eingequetscht. Mein Schädel verformt sich. Ein Stirnband aus Druck legt sich um ihn. Ruhe. Stille. Nur Druck! Mein Körper wird vorwärts gedrückt. Das Band legt sich über Augen, Nase, Mund, Kinn. Nun schmiegt es sich um meinen Hals. Keine Beklemmung oder Atemnot. Es wird hell. Durch meine geschlossenen Augen nehme ich tausend Sonnen war. Ich verhalte mich ruhig. Die Augen geschlossen. Keine Atmung. Keine Panik. Ruhe in jedem Moment.

    Ich spüre einen anderen, kälteren Druck unter meinem Kinn. Mit den wiederkehrenden Pressungen meines Körpers, werde ich am Kinn gezogen. Mit einem Mal ist es kalt. Ich weiß, ich habe es so verdient und es mir ausgesucht. Das hier ist ein Anfang.

    Indem ich bewusst und ohne Zwang alle meine Kraft zusammennehme und ein weiteres Mal einen tiefen ersten Atemzug nehme, beginne ich mein neues Leben.

    Es ist kalt – zum Herunterladen als PDF

  • Gelesen: Anna, die Schule und der liebe Gott

    Gelesen: Anna, die Schule und der liebe Gott

    [aartikel]3442312612:right[/aartikel] Mich hätte schon das metaphysische Wesen im Titel  des Buches stutzig machen sollen – hat es aber nicht, also habe ich das Buch gekauft.

    Wenn ich Precht in Videos erleben durfte, hatte ich in der Regel ambivalente Gefühle. Auf der einen Seite nimmt man einen teilweise arroganten ((Wobei „arrogant“ nicht unbedingt als Negativum gewertet werden sollte, denn ich hörte mal den Satz: »Niveau sieht nur von unten aus wie Arroganz.«)) Zeitgenossen wahr und auf der anderen Seite einen Mann, der bei bestimmten Themen die Finger in die Wunde legt. Somit erwartete ich ein spannendes Buch. Vielleicht noch ein Kommentar: Dieses Buch ist das erste Buch von Richard David Precht, dass ich gelesen habe.

    Für mich war dieses Buch ein nicht-enden-wollendes Geseier über die vermeintlich prekäre Bildungssituation in Deutschland. Es wird die Historie des deutschen Bildungssystems dargelegt und immer wieder postuliert, dass sie zum Scheitern verurteilt sei und es unbedingt eine Bildungs-Revolution geben müsse!

    Bis es zu den Vorschlägen kommt, wie diese Revolution aussehen solle, kommt Precht erst spät (zu spät?) am Ende des Buches. Und diese sind, jedenfalls für meinen Hintergrund, nicht revolutionär, sondern höchstens: mal aufgeschrieben. Aber auch das muss mal sein.

    Im Endeffekt war das Buch wenig lesenswert. Für meine Person gab es wenig neue Einschätzungen der aktuellen Situation und keine wahrlich neuen und revolutionären Ansätze. Vielleicht bin ich nur noch nicht soweit, dass ich alles verstehe, was Herr Precht von sich gegeben hat.

    Subjektive Note: 3-