Gelesen: Deutsch für Profis – Wege zum guten Stil

Das von Wolf Schneider geschriebene Buch lässt vom Titel vermuten, es handele sich um eine Lektüre, die aufzeigt, wie man gute deutsche Texte verfasst. Wenn man das Buch aber liest, geht es vielmehr darum, dass Spiegelredakteure kein gutes Deutsch beherrschen. Diese Meinung ist nicht verwunderlich, denn dass Buch ist im Stern-Verlag (Gruner + Jahr) erschienen.

Persönlich fand ich das Buch enttäuschend. Es sind zwar einige Tipps aufgezeigt, diese könnten aber problemlos auf wenigen Seiten zusammengefasst werden. Schneider scheinen die Fehler der Anderen wichtiger zu sein, als gute Beispiele aufzuzeigen, aus denen ersichtlich wäre, wie gutes Deutsch auszusehen hat.

Wenn man sich für gutes Schriftdeutsch interessiert, dann empfehle ich die Stilfibel von Reimers. Das Buch ist zwar schon angestaubt, gibt aber einen kurzen und guten Einblick in die Grammatik1, so dass man die beschriebenen Tipps auch tatsächlich versteht, auch wenn man kein Germanistikstudium hinter sich hat.

  1. Die für ein gutes Deutsch unvermeintlich scheint. []

Gelesen: Der Gotteswahn – Richard Dawkins

Ein interessantes Buch in dem erklärt wird, dass es keinen Gott geben kann.

Hauptaugenmerk wird auf monotheistischen Religionen gelegt und bezieht sich somit auf den Gott der Bibel, der Tora und des Korans. Dawkins betont in dem Buch immer wieder, dass man nicht von christlichen, muslimischen oder jüdischen Kindern sprechen sollte, sondern von Kindern christlicher, muslimischer oder jüdischer Eltern. Kinder können bis zu einem gewissen Alter nicht selbst entscheiden, welcher Religion sie angehören möchten, da der Weitblick für die verschiedenen Religionen fehlt.

Das Buch ist sicherlich nicht nur für Atheisten und Agnostiker spannend zu lesen, sondern auch für gläubige Menschen. Aber wahrscheinlich wird dieses Buch eher als Teufelswerk angesehen und somit als nicht-lesbar eingestuft. Er macht gleich im zweiten Kapitel deutlich, welche Eigenschaften der Gott hat, den die Menschen anbeten und der sieht anders aus als „der liebe Gott“ den wir zu kennen glauben.

Ein lesbares, teilweise witzig geschriebenes Buch über ein Thema was in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen ist: einem echten und offenem Diskurs mit Religion.