Kategorie: Hard- und Software

  • Mach Dich unabhängig!

    Wer hat deine Daten?

    • Wie liest du deine E-Mails? Über Gmail?
    • Wie bestellst du deine Bücher? Über Amazon?
    • Wie nutzt du das Internet? Mit Google Chrome?
    • Wie chattest du mit deinen Freunden? Über WhatsApp?

    Das sind alles Dienste, die in einem Schurkenstaat beheimatet sind. Es handelt sich um Firmen aus den USA, die deine Daten speichern, auswerten und weiterverwerten.

    Das ist ein Problem, denn dadurch verlierst du die Datensouveränität. Das bedeutet, du hast keinen Einfluss darauf, wer deine Daten erhält, was mit ihnen geschieht und wie sie genutzt werden.

    Natürlich stellt sich immer wieder die Frage: Ist das wirklich schlimm? Schließlich hast du doch keine Geheimnisse. Das mag sogar richtig sein. Aber hier mal ein kleines Beispiel, dass du vielleicht doch ein bisschen etwas zu verbergen hast:

    Dein Mobiltelefon weiß genau, wann und wo du zu schnell gefahren bist und wie stark du die Geschwindigkeitsbegrenzung überschritten hast. Sollten Sicherheitsbehörden oder die Betreiber dieser Daten irgendwann auf die Idee kommen, genau diese Informationen anzufordern oder für eigene Zwecke zu nutzen, könnten sie dich damit unter Umständen erpressen oder anzeigen. Aber wir wissen alle, dass die das nicht machen werden.

    Diese Daten zeigen zudem, wann und wo du einkaufst, was du kaufst und wie viel du durchschnittlich pro Woche ausgibst. Das Ganze wird zum Problem, wenn wir uns ausschließlich auf Großkonzerne verlassen – besonders, wenn diese den Zugang zu bestimmten Bereichen verwehren. Ein aktuelles Beispiel ist die Sperrung europäischer Politiker durch die Regierung der USA.

    Um eine höhere Datensouveränität zu erreichen – also selbst zu bestimmen, wer deine Daten nutzt und wie –, gibt es seit dem letzten Chaos Communication Congress (39C3) eine Initiative, die Mark-Uwe Kling vorgestellt hat: di.day.

    Ziel ist es, die Kontrolle über die eigene digitale Identität zurückzugewinnen. Jeden Sonntag kannst du einen Dienst, den du nutzt, durch einen souveränen Dienst ersetzen. Die Initiative ist auf der Webseite di.day zu finden und bietet einfache Anleitungen, wie du beispielsweise von Gmail zu einem unabhängigen E-Mail-Anbieter wechseln kannst.

    Ich halte dies für ein sehr gutes Projekt. Unterstütze es. Deshalb verlinke ich es dir hier.

    Fediverse-Reaktionen
  • ActivityPub läuft wieder

    So, jetzt habe ich bestimmt gesamt zwei Stunden benötigt um zu debuggen, warum mein WordPress keine Beiträge mehr ins Fediverse geliefert hat. Es lag an einem anderen Plugin, dass das Ganze blockiert hat. Der Schuldige war:

    Das sieht man schon die Problematik :)

    Jetzt bin ich nur auf der Suche nach einer Alternative. Ideen jemand? Oder braucht man das nicht mehr?

    Fediverse-Reaktionen
  • So viele Gedanken im Kopf …

    Im Moment habe ich so viele Gedanken im Kopf und ich sie gar nicht losgeworden, weil es in den letzten Monaten gar keine Sendung vom Bildungstaxi gegeben hat. Ich habe da schon wieder Schmankerl in meinem 3G-Portfolio. Aber ein Teil, will ich Euch hier nicht vorenthalten. Das Teil ist der Banger, wenn es um Videos sehen und Lauschen auf dem Androidgerät geht.

    New Pipe

    New Pipe ist ein Klient, der u. a. YouTube-Videos streamen kann. Warum ich das Moped empfehle? Hier:

    • Man kann aus der normalen YouTube-App über den Teilen-Knopf direkt ein Video an NewPipe teilen.
      • Das geht zumeist so flugs, dass man die Werbung gar nicht zu Ende sieht und schon läuft das Video in NewPipe.
    • Wenn NewPipe dann startet, kann ich auch andere Apps nutzen und das Video spielt im Hintergrund weiter.
    • Außerdem kann ich das Handy aus machen und es bleibt nur die Tonspur im Hintergrund laufen. Perfekt für Vorträge oder Interviews auf Spaziergängen oder der Hunderunde.
    • Wenn mir dann etwas, was ich konsumiert habe, super gut gefällt, dann bietet mir NewPipe auch die Möglichkeit, das Ganze herunterzuladen. Als Audio- oder als Filmspur. Halt das, was Du gerade brauchst.

    Wenn Du mehr Infos zu der App benötigst, dann guck doch mal auf youtube herum, was das Teil kann:

    Nun solltest Du den Kollegen nicht über den Play-Store von Google installieren. Aus meiner Sicht gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. APK von der offiziellen Webseite herunterladen.
    2. Repository zu F-Droid hinzufügen und über den F-Droid-Store aktuell halten. (Meine Präferenz.)

    Hol dir das Teil:

  • KI wird unseren Unterricht nachhaltig verändern

    In aller Munde ist gerade das Thema KI. Alles wird sich verändern. Der Unterricht, der Alltag, die Arbeit. Einfach alles!!111!eins elf!!

    Was sich aus vielerlei Mund wie Panikmache anhört ist nun einmal der Lauf der Dinge. Die Welt verändert sich. Der historische Buddha soll gesagt haben: „Leben ist Wandel“. Recht hat er …

    Wir müssen nur gucken, wie wir mit dem Wandel umgehen. Wir haben es geschafft, digitale Medien in den Unterricht zu etablieren und nun müssen wir es nur noch schaffen, den Schülerinnen und Schülern die Kompetenzen zu verleihen, sich in der Welt sicher zu bewegen.

    Angst und Unsicherheiten mit den neuen Dingen sind normal und gehören ebenso zu Leben dazu. Außerdem können diese KI-Dinger echt nützlich sein. Hier ein Beispiel, wie man das Ganze gut nutzen kann, anhand von chat.openai.com

    E-Mailerinnerungen versenden

    Verfasse eine E-Mail in der ich freundlich darauf hinweise, meine letzte Mail zu beantworten. Nutze das förmliche Sie.


    Betreff: Bitte um Antwort auf meine letzte E-Mail

    Sehr geehrte/r [Name des Empfängers],

    ich hoffe, dass diese E-Mail Sie bei bester Gesundheit erreicht. Ich wollte mich kurz bei Ihnen erkundigen, ob Sie meine letzte E-Mail erhalten haben. Ich habe bisher noch keine Antwort erhalten und wollte sicherstellen, dass sie nicht in Ihrem Spam-Ordner gelandet ist.

    Ich würde mich sehr freuen, bald von Ihnen zu hören und stehe Ihnen für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

    Mit freundlichen Grüßen, [Ihr Name]


    Super. Das Ganze bitte auch noch einmal mit Du in der Ansprache.


    Betreff: Bitte um Antwort auf meine letzte E-Mail

    Hallo [Name des Empfängers],

    ich hoffe, es geht dir gut. Ich wollte dich nur kurz fragen, ob du meine letzte E-Mail erhalten hast und ob du mir dazu eine Antwort geben kannst. Ich habe bisher noch nichts von dir gehört und wollte sicherstellen, dass meine E-Mail nicht im Spam-Ordner gelandet ist.

    Ich würde mich sehr freuen, bald von dir zu hören und stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung.

    Liebe Grüße, [Ihr Name]


    Und nun einmal in Reimform.


    Betreff: Antwort auf E-Mail, ich flehe
    Hallo [Name des Empfängers], mein Freund
    Mir liegt am Herzen, dass du mir bald antwortest, das ist kein Freud‘
    Hast du meine letzte Mail empfangen?
    Oder ist sie in deinem Spam-Ordner verschwunden?
    Bitte lass es mich wissen, ich bin in Sorge gebunden
    Ich hoffe, dass du bald antwortest, das wäre wundervoll
    Und dann ist alles wieder im Lot, das wäre wirklich toll
    Ich stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung
    Bis dahin, liebe Grüße, das ist meine Mission
    [Ihr Name] ist mein Name, ich freue mich auf deine Replik
    Und hoffe, dass ich bald wieder von dir höre, das ist kein Trick

    Nun als Elfchen.


    E-Mail
    Antwort erwünscht
    Bitte um Rückmeldung
    Danke im Voraus
    Freue mich auf Antwort.


    Und als Haiku?


    E-Mail gesendet,
    Antwort harrt ungeduldig,
    Stille in der Luft.


    Und nun aus der Sicht eines Mafia-Bosses, der mit dem Schlimmsten droht, es aber nicht ausspricht.


    Betreff: Antwort auf meine E-Mail – Ultimatum

    Mein lieber [Name des Empfängers],

    Ich hoffe, du hast die Dringlichkeit meiner letzten E-Mail verstanden. Es wäre äußerst unklug, mich warten zu lassen, denn ich habe Möglichkeiten, die dir nicht gefallen würden.

    Ich erwarte daher eine sofortige Antwort auf meine E-Mail. Es wäre für dich und deine Familie von Vorteil, wenn du das ernst nimmst und meine Bitte erfüllst.

    Ich möchte nicht weiter darauf eingehen, was passieren könnte, wenn du mich nicht zufriedenstellst. Doch lass mich dir versichern, dass ich keine Zurückhaltung üben werde, wenn es darum geht, meine Interessen zu schützen.

    Ich hoffe, du verstehst mich deutlich.

    Hochachtungsvoll, [Name des Mafia-Bosses]


    Gut, am Ende bin ich dann doch ein bisschen eskaliert.

    Fakt ist, es sind brauchbare Ergebnisse, die dabei herauskommen. Aber was hat das nun mit Unterricht zu tun?

    So kann es gehen.

    Hier nur ein paar Ideen, die man direkt umsetzten kann: (Ein bisschen deutschlastig… )

    1. Überprüfe, ob die von der KI erstellte Inhaltsangabe den von uns aufgestellten Kriterien entspricht.
    2. Markiere in dem Text der KI die Stellen, bei denen du vermutest, dass sie inhaltlich falsch liegt. Überprüfe anschließend die Stellen mit dem Buch.
    3. Schreibe die Hausaufgaben zunächst alleine. Lasse Sie dann von einer KI machen und vergleiche die beiden Texte.
      • Wo sind die Unterschiede zu finden?
      • Wie lassen sich die Unterschiede erklären?
      • Was habt ihr gleich?
    4. Lasse Dir von der KI einen Vortrag zu einem Thema erstellen. Diesen musst du vor der Klasse halten und auf Fragen von Deinen Mitschülern antworten.
    5. Lies den Text. Lasse dir Begriffe, die du nicht kennst oder verstehst, von der KI erklären.
    6. Schreibe ein Gedicht zum Thema XXX. Lasse die KI ein Gedicht zum Thema XXX schreiben. Schreibe das Gedicht der KI ab. Lasse Deinen Tischnachbarn raten, welches Gedicht von dir und welches von der KI ist. Die Vermutungen sollen begründet werden. Sammelt die Hinweise, dass ein Text von einer KI stammt.

    Welche Ideen hast du noch? Lasse es mich wissen!

  • vim und wordpress

    Für meine täglichen Aufgaben und Notizen nutze ich im Moment ausschließlich vim.. Zum Bloggen muss ich dann aber wieder den Editor von WordPress benutzen. Dass mich dieser hier und da nervt, vor allem seitdem das Ganze nur noch mit dem Gutenberg-Editor möglich ist, habe ich ja schon einmal geäußert.

    Nun habe ich nach einer Möglichkeit gesucht mit oder aus vim heraus zu bloggen. Da gibt es wohl schon plugins für und auch einige Forks, aber so richtig funktionieren wollte das alles nicht. Die Versionen, die ich mir angeschaut habe, waren auch schon 4 oder 5 Jahre alt und seit dem nicht mehr weiterentwickelt worden.

    Nun habe ich mir ein kleines Workaround gebastelt, mit dem ich das alles recht gut und relativ unkompliziert hinbekomme – nicht automatisiert, aber wenigstens brauche ich diesen sperrigen Editor von WordPress nur noch für Kleinigkeiten nutzen.

    Der Arbeitsablauf

    1. Ich schreibe in vim einen Artikel in markdown.
    2. Diesen speichere ich ab.
    3. Starte mein Mini-Skript
      1. Das wandelt die Markdowndatei in html um
      2. und schubst das Ganze in die Zwischenablage.
    4. Dann füge ich das die Zwischenablage in Gutenberg ein und feddich ist die Laube.
    5. Tags und WordPress-Dinge werden dann in WordPress erledigt und der Artikel kann raus.

    Sicherlich ist das kein bloggen direkt aus vim heraus, aber immerhin ein Workaround, das mir hilft, in einem ordentlichen Editor zu schreiben und dann dennoch relativ einfach in WordPress zu bloggen.

    Das Script(chen)

    #!/bin/sh
    
    FILE=${1}
    
    pandoc -i "${FILE}" --self-contained | xclip -sel clip

    Was passiert den hier?

    Das Wichtige ist die letzte Zeile. Die Datei, die beim Aufrufen des Scripts angegeben wird, wird durch pandoc geschickt. Im Normalfall schreibt dieses dann die erstellte HTML-Datei in die Standardausgabe. Damit ich auch Bilder mit nutzen kann, brauche ich die Option –self-contained. Hier werden die Bilder, die per Markdown eingebettet werden, quasi hardcodiert in der HTML-Datei eingebettet. So klappt’s auch mit den Bildern. 😉

    Dieser Test in vim

    Die Standardausgabe wird in xclip gepiped. Aber mit der Option clip, damit die richtige Zwischenablage genutzt wird und nicht die mittlere Maustaste.

    Das war es auch schon. Schnell. Einfach. Simpel.