Kategorie: Bildung

  • Freie Lehre für alle… nur nicht für Linux-User

    Ich komme gerade aus dem Kino und habe „Die Drei ???“ geguckt ((Dazu gibt es sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt mehr.)), als ich Daheim war, habe nochmal eben meinen netvibes-Account durchgeguckt und was sehen da meine alterschwachen Augen? Der Helfi hat seit Jahrenzehnten Jahren langer Zeit mal wieder was gebloggt und hat sich so richtig ausgekotzt. Und womit?!

    Mit Recht!

    Als ordentlicher Student versucht er seiner Pflicht und seinem Verlangen nachzukommen und will studieren. Leider gibt es da „technische Probleme“ von der Seite der Universität Hamburg. Weil er professionelles, freies und offenes Betriebssystem benutzt, ist es im verwehrt ein E-Book auszuleihen. Man ist also als Stundent der Volksschule Universität Hamburg gezwungen ein kostenpflichtiges und semiprofessionelles Betriebssystem zu nutzten, um in den Genuß von Bildung aus E-Books zu kommen.

    Egal wie ich dem einen oder dem anderen Betriebssystem gesonnen bin, ist es ein Unding, dass ich als freier Bürger und freier Stundent von der Universität der freien (lol) Hansestadt Hamburg genötigt werde ein spezielles, kostenpflichtiges Betriebssystem zu nutzen. PFUI!

    Aber seht selbst: Die Uni Hamburg

  • Preisabsprachen sind nicht verwunderlich

    Jetzt mal ehrlich: Wen wundert es denn, dass es Absprachen zwischen den vier großen Stromkonzernen in Deutschland gibt? Mich jedenfalls nicht und ich empfinde das auch nicht als verwerflich oder verwunderlich.

    Die Geister die gerufen wurden

    Wenn sämtliche staatlichen Systeme nach und nach privatisiert werden und dem Gesetz der freien Marktwirtschaft zum Opfer fallen, dann ist es die einzige logische Schlussfolgerung, dass sich raffgierige, profilierungsüchtige und narzisstische Mitbürger das Geld in die Tasche stopfen, bis nichts mehr hineinpasst. Und selbst dann die Kohle lieber weiter ansammeln oder sinnlos verprassen, als dass sie vielleicht mal für eine Millisekunde an das Wohl ihrer Mitmenschen denken.

    Die freie Marktwirtschaft

    So und nicht anders sieht die freie Marktwirtschaft aus! Das dieses System aber nicht funktionieren kann, dass beweist ja im Grunde schon die Existenz des Bundeskartellamts. Wenn die freie Marktwirtschaft, also der pure Kapitalismus, eine so gute Erfindung wäre, aus welchem Grund muss der Staat dann Kontrollmechanismen einführen, die eine Monopolstellung durch Zusammenschlüsse verhindern? Hat er etwa etwas zu befürchten? Hat er Angst vor der Wirtschaft?!

    Wir sehen ja, was mit den Energiekonzernen passiert und somit haben wir schon einen guten Vorgeschmack auf die Entwicklungen im Krankenkassensystem, der Rentenversicherung, der Bahnprivatisierung, des Postversands und der Bildung. Denn auch hier greift der Rotstift der Regierung so durch, dass man einfach die einzelnen Sparten immer weiter privatisiert und liberaler gestaltet. Die Folge sind höhere Preise! Natürlich wird anders argumentiert, denn durch den Wettbewerb sollen ja Preiskämpfe entstehen, die dem Bürger zu gute kommen. Diese Preiskämpfe sind ja mittlerweile auch alltäglich geworden, jedenfalls versucht man das uns weiß zu machen. Aber was ist dran an den Kämpfen in den Medien?! Wenn zum Beispiel Saturn und Mediamarkt sich in der Öffentlichkeit einen Preiskampf der aller feinsten couleur bieten, dann ist das nicht mehr und nicht weniger als eine Inszenierung. ((So ist jedenfalls meine Wahrnehmung.)) Mediamarkt und Saturn sind nämlich beides Unternehmen der Metro-Gruppe. Das zum Thema Preis(show)kampf.

    Preiskämpfe – ein non-plus-ultra für den Verbraucher

    Selbst wenn es einen echten und wirklichen Preiskampf gebe, dann wäre der Zustand nur ein vorübergehender. Kleine und mittelständige Unternehmen werden entweder nach und nach vom Markt verdrängt oder aber aufgekauft. Nach einer gewissen Zeit etabliert sich dann eine ähnliche Situation in der im Moment die Energiekonzerne stecken. Aus ehemaligen Konkurrenten wird ein riesiges machtbesessenes Monster! Wenn das passiert und vor allem an die Öffentlichkeit kommt, dann rennen die Politiker wieder wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend und kommen mit wahnwitzigen Ideen, wie zum Beispiel der Zwangsenteignung der Konzerne, damit mehr Konkurrenz entstehen kann! Klar, erst privatisieren, dann enteignen… was kommt dann?! Verstaatlichung?! Ein Teufelskreis.

    Eine wirkliche Lösung für dieses Problem ist aber in der jetzigen Situation kaum denkbar, außer einer wirklichen Reform, die aber sicher nicht funktionieren wird, da die Lobby doch zu groß ist. Somit müssen wir wohl oder übel weiterhin warten, bis sich die (Welt-)Wirtschaft selbst zerstört hat und der evolutionäre Prozess zur Bildung einer besseren und gerechteren Gesellschaft eintritt. 😉

  • Schlafentzug | Das Experiment

    Ja ich gebe es zu, ich habe gestern „Die große Show der Naturwunder“ geguckt. Naja, nicht die ganze Zeit – es dudelte so ein bisschen im Hintergrund und war in den meisten Fällen eher langweilige Fernsehunterhaltung die versuchte, dem Zuschauer etwas Bildung mitzugeben. Was ich aber sehr interessant fand war, dass Ranga Yogeshwar in einem Selbstversuch versucht hat, solange wach zu bleiben, wie es nur ging.

    50 Stunden ohne Schlaf

    Schlafentzug ist was schreckliches. Jeder der beim Bund war wird sich sicherlich die eine oder andere Nacht um die Ohren geschlagen haben (müssen). Herr Yogeschwar aber versuchte aus eigenem Willen wach zu bleiben. Natürlich hatte er Helfer, die ihm in der zweiten Nacht helfen mussten nicht die Augen zu schließen. Aber ich denke, er hätte dieses Experiment zu jeder Zeit abbrechen können, wollte es aber nicht. Um zu zeigen, wie der Körper und auch das Bewusstsein auf diesen Schlafentzug reagiert, ist Her Yogeschwar nach ~48 Stunden ohne Schlaf auf eine KFZ-Teststrecke gegangen und hat dort mehrere Male einen Parcours mit einem Auto fahren müssen. Man stellte fest, dass die Reaktiongeschwindigkeit und das Fahrverhalten von Hernn Yogeschwar ähnlich war, als hätte er 10 Gläser Rotwein getrunken.

    Ja ich weiß, Rotwein in Gläsern ist keine anerkannte wissenschaftliche Einheit, macht in dieser Sendung aber deutlich, mit welchen Einschränkungen der übermüdete Herr Yogeschwar zu kämpfen hatte.

    Der Beruf mit Schlafentzug

    Während Herr Yogeschwar nun die Pylone und Wasserwände überfuhr, brachte meinen Freundin einen Einwand, der eigentlich jeden zum Nachdenken bewegen sollte. Ärzte im Krankenhaus müssen in diesem Zustand arbeiten, lebenswichtige Entscheidungen treffen, operieren und zu guter Letzt auch noch Papierkram erledigen, dass dann immer wieder „Kunstfehler“ auftreten, falsche Entscheidungen getroffen werden und Patienten unter diesen Zuständen zu leiden haben ist eigentlich kein Wunder mehr.

    Wenn ich mit einem oder zwei Bierchen einen Unfall baue, dann bin ich sicherlich immer Teilschuld und werde für mein Verhalten zu Rechenschaft gezwungen. Ärzte müssen in einem ähnlichen und noch bedrohlicheren Zustand arbeiten. Ist das nicht ein Missstand sondergleichen?! Wer trät für soetwas die Verantwortung? Wer kann das ändern?

    Wissenschaft und das wahre Leben

    Da zeigt sich, dass Wissenschaft ((Okay, bei der Sendung vielleicht eher Pseudowissenschaft 😉 )) helfen kann, dass wirkliche Leben besser zu verstehen. Die Transferleistungen müssen aber von einem selbst getroffen werden.

    Aber was lernen wir daraus?! Nehme nicht übermüdet am Straßenverkehr teil, denn der Arzt, der Dich nach dem Unfall zusammenflicken will, ist selbst übermüdet und macht unweigerlich auch Fehler.

  • Dove macht wieder mal ’super‘ Werbung

    {dove} Normale Frauen als Werbeträger | Screenshot: www.faw-ev.de/root/index.php?lang=de&page_id=270 | 11.10.2007Die Marke Dove ((Dove kommt aus dem Englischen und bedeutet weiße Taube. Und die weiße Taube ist ja bekanntlich ein Friedessymbol. Entsehtung der Symbolik ist hier nachzulesen: 1. Mose 8:11)) macht ja schon seit einigen Jahren Werbung, in der sie die Normalität der Weiblichkeit unterstreicht und sich gegen die dürren und aufgestylten Modells der ordinären Werbeindustrie ausspricht. Durch virale Werbefilme wie diesen „Dove Evolution“ wird den Menschen knallhart aufgezeigt, wie schnell man aus einem hässlichen Entlein einen schönen Werbe-Schwan machen kann.

    political correctness

    {dove}Dove Plakatwerbung | Screenshot: https://www.webseeings.org/mutternsen/ 11.10.2007

    Die Werbung von Dove ist immer ein Gegenpol zu der alltäglichen Werbung für Komsetikartikel und vermittelt ein politisch korrektes Bild der Frau. Die Frauen die in der Werbung und der PR dargestellt werden, sind normale, teils mollige Frauen, die strahlend und lachend die Produkte präsentieren. Wenn die typischen Modells abgebildet werden, dann nur als schlechtes Beispiel und zur Abschreckung.

    Auf die Kinder, fertig, los…

    Bisher sollten von den Werbungen entweder reife Frauen, ((So nennt man es wenn Frauen älter als 50 sind. 😉 )) normale Mittzwanziger oder Frauen mit Figurproblemen angesprochen werden. Ein neuer Trend spricht aber Mütter von jungen Töchtern an.

    In den Spotts werden entweder Teenanger gezeigt, die von sich selbst behaupten ein Problem mit ihrem Aussehen zu haben oder aber es wird aufmerksam darauf gemacht, dass die Werbung der Konkurrenz versucht ein Schönheitsideal zu vermitteln, welches ein nicht reales Bild der Weiblichkeit darstellt. In beiden Fällen sollen die Eltern (hier natürlich vorzugsweise die Mütter) versuchen Einfluss auf den jungen Menschen zu nehmen, um ihm (eigentlich ihr) ein relativ normales Bild der Schönheit und der Normalität der Körperlichkeit zu vermitteln. Und dabei kann Dove natürlich helfen. Gegründete Initiativen, wie z. B. die „Initiative für wahre Schönheit“ sollen Mütter und Kinder helfen ein gesundes Schönheitsideal aufzubauen.

    Schöne neue Werbewelt

    Somit ist Dove quasi der körnerfressende, politisch korrekte in der großen, ach so schrecklichen Medien- und Kosmetikwelt. Die weiße Taube ((Dove = weiße Taube / siehe oben)) fliegt um das Heil der Frauen zu bringen und eine Körperlichkeit zu entwickeln, die der Normalität entspricht. Sie ist eine Jeanne d’Arc in der von Männern dominierten sexistischen Welt in der die Prämisse „sex sells“ gilt und schamlos ausgenutzt wird. In Foren werden die Werte ((Darf man das Wort ‚Werte‘ im Zeitalter von Eva Herman eigentlich noch nutzen?! )) die von Dove proklamiert werden bejubelt und als besonders wertvoll eingestuft.

    In unserer Medien-Gesellschaft geht sicherlich einiges schief in Bezug auf Körperlichkeit und Schönheitsideale, dass ist kein Geheimnis und soll hier mit nicht einem Wort bestritten werden. Aber wenn eine Marke so offensiv, mit dieser Problematik umgeht, dann heißt das nichts Gutes. Schauen wir uns Dove doch mal nur ein klitzekleines bisschen genauer an:

    {dove}Das Impressum der dove.de Seite | Screenshot: www.dove.de | 11.10.2007 Guck an: Dove ist eine Marke von Unilever, einem der größten Hersteller für Konsumgüter!

    Mhm, was stellt Unilever denn noch so alles her oder welche Marken gehören noch zum Unilever-Universum?! Und passt das denn auch alles zu dem Image von Dove?

    • Rama
    • Magnum
    • Mazola
    • Pfanni
    • Lipton
    • Lätta
    • Lagnese
    • Knorr
    • Du Darfst
    • Bifi
    • Bertolli
    • etc

    Schon ein paar Dickmacher dabei. 😉

    Was will der Autor damit sagen?!

    Dove ist keine Organisation die aus der christlichen Nächstenliebe gewachsen ist. Es ist eine Marke, die nur aus einem einzigen Grund besteht: nämlich Geld zu verdienen. Das ist nicht falsch, aber es ist nicht jedem bewusst! Wenn ich hier unterstelle, dass den Machern von Dove die jungen Mädels wohl total egal sind, so wäre dieses eine Unterstellung, die nicht haltbar wäre. Die Tatsache, die ich unterstellen möchte ist aber, dass nicht in erster Linie das Wohl der Frauen auf der Agenda steht, sondern die Umsätze und Gewinne. Dove hat sich einer Nische betätigt die bisher von der Industrie nicht oder nur unzureichend genutzt wurde und schlachtet diese nun für ihre Bedürfnisse aus.

    Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, ich prangere Dove und Unilever nicht an, sondern halte sie sogar für sehr geschickt im Umgang mit potentiellen Kunden und dem Verfahren, eine Marke mit einem Lebensgefühl zu verbinden. Ich möchte hier nur klarstellen, dass es sich um ein profitorientiertes Unternehmen handelt, welches in erster Linie nur das Beste von seinen Kunden will, nämlich das Geld.

    Die von Dove produzierten Spotts spiegeln leider die Realität wieder und treffen viele Frauen und Mädchen in die Herzen. Auch Männer sind bei der Werbung quasi gezwungen, die Freundin in den Arm zu nehmen und ihr ins Ohr zu flüstern, dass sie nicht fett ist und man sie so liebt wie sie ist. Würde man sich realistisch dazu äußern: „Man, dass ist Werbung! Die wollen doch nur Ihre Produkte verhökern!„, würde man wieder als Macho-Schwein dastehen, das doch lieber ein Modell in der Kiste hätte, obwohl man nichts mehr macht, als die pure Wahrheit auszusprechen.

    Die Kampagnen sind immer sehr emotional und schaffen dadurch sicherlich eine sehr starke Bindung zu den Produkten. Eine Art der Propaganda, die sicherlich zum Ziel des Unternehmens führt, aber fraglich ist für den Konsumenten.

    Der Blick in die Kristallkugel

    Die Idee den Kunden durch Emotionalität an ein Produkt oder eine Marke zu binden ist nicht neu, wird aber sicherlich nicht weniger und es ist eine gewisse Medienkompetenz notwendig, um diesen Sachverhalten auf die Schliche zu kommen. Aber wenn auch schon Politiker PR-Preise gewinnen, somit also viel Wert darauf legen sich zu verkaufen und das eigentliche politische Geschehen in den Hintergrund gerät, ist es kein Wunder das keine Gelder in die Bildung und die Wissenschaft fließen und das Volk somit dumm gehalten werden soll. Ein Schelm, der Böses dabei denkt.

    Habt Ihr eine Meinung zu dem Thema!?

  • TV-Eklat: Eva Herman und die braune Suppe

    Eines möchte ich vorweg schicken. Ich habe nicht eines der Bücher von Frau Herman gelesen, noch habe ich mich mit ihrer Theorie hinreichend befasst, um ein Urteil darüber zu fällen. Ich bin weder ein Gegner, noch ein Befürworter der Thesen von Frau Herman. Ich habe zu dem Thesen einfach keine Meinung, weil ich deren Inhalt nicht kenne.

    Ich habe lange überlegt, ob und wenn wie, ich einen Beitrag über diese famose Sendung schreiben sollte. Ich lasse es aber, mich darüber auszukotzen, sondern verweise hier auf einen ausgezeichneten Artikel vom Poltiblog.de „Nazikeule auf der Autobahn“. Dieser Artikel spiegelt so ziemlich genau mein empfinden wieder. Und macht klar, dass man sich für nichts entschuldigen braucht, was man nicht gesagt hat.

    Das Vorgehen des Gastgebers erinnerte mich immer an die Präsupposition: „Haben Sie aufgehört ihre Frau zu schlagen?„. Es wird ein Sachverhalt als evident vorausgesetzt, der aber weder haltbar noch wahr ist und der Antwortende kommt in eine logische Zwickmühle, einem Paradoxon der rhetorischen Art.

    Eigentlich habe ich Kerner immer gerne geguckt und auch gemocht und Eva Herman eher nicht. Das hat sich aber geändert… Vielleicht sollte ich mir doch mal eines ihrer Bücher zu Gemüte führen.