Kategorie: Bildung

  • Schuster bleib‘ bei Deinen Leisten

    Ich war mal wieder bei der Post und musste dort zum Schalter, weil ich keine passenden Postwertzeichen hatte. Kaum hatte ich bezahlt, wollte mir der Post-Angestellte irgendwas von einer Versicherung erzählen. Ich bin in solchen Fällen mittlerweile sehr direkt und machte dem jungen Mann klar, dass ich mich in der Post befinde und nicht in einer Bank oder einem Versicherungsbüro und man das nicht nur am Ambiente merken würde, sondern auch der Art und Weise des Umgangs mit den Kunden. Ich habe den Herren noch in der Hinsicht beraten, dass „der Schuster doch bei seinen Leisten bleiben solle“, wobei ich mir nicht sicher war, dass der Post-Angestellte verstanden hat, was ich meinte und ich im Nachhinein auch merkte, dass er für diesen Spruch der Falsche gewesen ist.

    Screenshot von quoka.com vom 4.10.2007

    Dass aber nicht nur ich mich von der Post-Bank irgendwie verarscht vorkomme zeigt betonblog.de » Wenn man seine Kunden für doof hält… Aber die Frage ist ja: Sind die so doof, von der Post oder tun die nur so? Ich denke die tun nur so… Jedenfalls die Chefetage …

    Ich für meinen Teil würde gerne in der Post Briefe versenden, bei der Bank Geld anlegen und beim BMW-Händler ein Auto kaufen und nicht Zahnersatz in der Post, Computezubehör in der Bank und Brötchen beim BMW-Händler. Aber diese Entwicklung scheint nicht aufhaltbar zu sein. Schade eigentlich.

    Aber dass es doch noch Gründe gibt, ein Postbank-Konto in Erwägung zu ziehen zeigt der obige Scrrenshot 😀

  • Verfassungsbeschwerde gegen Vorratsdatenspeicherung

    Da mich heute bereits der Zweite nach dem Verfahren zur Sammelklage gegen die Vorratsdatenspeicherung angesprochen hat, hier noch mal die Fakten im Überblick:

    Also los: Eintragen, ausdrucken und mitmachen!

  • Freie Lehre für alle… nur nicht für Linux-User

    Ich komme gerade aus dem Kino und habe „Die Drei ???“ geguckt ((Dazu gibt es sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt mehr.)), als ich Daheim war, habe nochmal eben meinen netvibes-Account durchgeguckt und was sehen da meine alterschwachen Augen? Der Helfi hat seit Jahrenzehnten Jahren langer Zeit mal wieder was gebloggt und hat sich so richtig ausgekotzt. Und womit?!

    Mit Recht!

    Als ordentlicher Student versucht er seiner Pflicht und seinem Verlangen nachzukommen und will studieren. Leider gibt es da „technische Probleme“ von der Seite der Universität Hamburg. Weil er professionelles, freies und offenes Betriebssystem benutzt, ist es im verwehrt ein E-Book auszuleihen. Man ist also als Stundent der Volksschule Universität Hamburg gezwungen ein kostenpflichtiges und semiprofessionelles Betriebssystem zu nutzten, um in den Genuß von Bildung aus E-Books zu kommen.

    Egal wie ich dem einen oder dem anderen Betriebssystem gesonnen bin, ist es ein Unding, dass ich als freier Bürger und freier Stundent von der Universität der freien (lol) Hansestadt Hamburg genötigt werde ein spezielles, kostenpflichtiges Betriebssystem zu nutzen. PFUI!

    Aber seht selbst: Die Uni Hamburg

  • Preisabsprachen sind nicht verwunderlich

    Jetzt mal ehrlich: Wen wundert es denn, dass es Absprachen zwischen den vier großen Stromkonzernen in Deutschland gibt? Mich jedenfalls nicht und ich empfinde das auch nicht als verwerflich oder verwunderlich.

    Die Geister die gerufen wurden

    Wenn sämtliche staatlichen Systeme nach und nach privatisiert werden und dem Gesetz der freien Marktwirtschaft zum Opfer fallen, dann ist es die einzige logische Schlussfolgerung, dass sich raffgierige, profilierungsüchtige und narzisstische Mitbürger das Geld in die Tasche stopfen, bis nichts mehr hineinpasst. Und selbst dann die Kohle lieber weiter ansammeln oder sinnlos verprassen, als dass sie vielleicht mal für eine Millisekunde an das Wohl ihrer Mitmenschen denken.

    Die freie Marktwirtschaft

    So und nicht anders sieht die freie Marktwirtschaft aus! Das dieses System aber nicht funktionieren kann, dass beweist ja im Grunde schon die Existenz des Bundeskartellamts. Wenn die freie Marktwirtschaft, also der pure Kapitalismus, eine so gute Erfindung wäre, aus welchem Grund muss der Staat dann Kontrollmechanismen einführen, die eine Monopolstellung durch Zusammenschlüsse verhindern? Hat er etwa etwas zu befürchten? Hat er Angst vor der Wirtschaft?!

    Wir sehen ja, was mit den Energiekonzernen passiert und somit haben wir schon einen guten Vorgeschmack auf die Entwicklungen im Krankenkassensystem, der Rentenversicherung, der Bahnprivatisierung, des Postversands und der Bildung. Denn auch hier greift der Rotstift der Regierung so durch, dass man einfach die einzelnen Sparten immer weiter privatisiert und liberaler gestaltet. Die Folge sind höhere Preise! Natürlich wird anders argumentiert, denn durch den Wettbewerb sollen ja Preiskämpfe entstehen, die dem Bürger zu gute kommen. Diese Preiskämpfe sind ja mittlerweile auch alltäglich geworden, jedenfalls versucht man das uns weiß zu machen. Aber was ist dran an den Kämpfen in den Medien?! Wenn zum Beispiel Saturn und Mediamarkt sich in der Öffentlichkeit einen Preiskampf der aller feinsten couleur bieten, dann ist das nicht mehr und nicht weniger als eine Inszenierung. ((So ist jedenfalls meine Wahrnehmung.)) Mediamarkt und Saturn sind nämlich beides Unternehmen der Metro-Gruppe. Das zum Thema Preis(show)kampf.

    Preiskämpfe – ein non-plus-ultra für den Verbraucher

    Selbst wenn es einen echten und wirklichen Preiskampf gebe, dann wäre der Zustand nur ein vorübergehender. Kleine und mittelständige Unternehmen werden entweder nach und nach vom Markt verdrängt oder aber aufgekauft. Nach einer gewissen Zeit etabliert sich dann eine ähnliche Situation in der im Moment die Energiekonzerne stecken. Aus ehemaligen Konkurrenten wird ein riesiges machtbesessenes Monster! Wenn das passiert und vor allem an die Öffentlichkeit kommt, dann rennen die Politiker wieder wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend und kommen mit wahnwitzigen Ideen, wie zum Beispiel der Zwangsenteignung der Konzerne, damit mehr Konkurrenz entstehen kann! Klar, erst privatisieren, dann enteignen… was kommt dann?! Verstaatlichung?! Ein Teufelskreis.

    Eine wirkliche Lösung für dieses Problem ist aber in der jetzigen Situation kaum denkbar, außer einer wirklichen Reform, die aber sicher nicht funktionieren wird, da die Lobby doch zu groß ist. Somit müssen wir wohl oder übel weiterhin warten, bis sich die (Welt-)Wirtschaft selbst zerstört hat und der evolutionäre Prozess zur Bildung einer besseren und gerechteren Gesellschaft eintritt. 😉

  • Schlafentzug | Das Experiment

    Ja ich gebe es zu, ich habe gestern „Die große Show der Naturwunder“ geguckt. Naja, nicht die ganze Zeit – es dudelte so ein bisschen im Hintergrund und war in den meisten Fällen eher langweilige Fernsehunterhaltung die versuchte, dem Zuschauer etwas Bildung mitzugeben. Was ich aber sehr interessant fand war, dass Ranga Yogeshwar in einem Selbstversuch versucht hat, solange wach zu bleiben, wie es nur ging.

    50 Stunden ohne Schlaf

    Schlafentzug ist was schreckliches. Jeder der beim Bund war wird sich sicherlich die eine oder andere Nacht um die Ohren geschlagen haben (müssen). Herr Yogeschwar aber versuchte aus eigenem Willen wach zu bleiben. Natürlich hatte er Helfer, die ihm in der zweiten Nacht helfen mussten nicht die Augen zu schließen. Aber ich denke, er hätte dieses Experiment zu jeder Zeit abbrechen können, wollte es aber nicht. Um zu zeigen, wie der Körper und auch das Bewusstsein auf diesen Schlafentzug reagiert, ist Her Yogeschwar nach ~48 Stunden ohne Schlaf auf eine KFZ-Teststrecke gegangen und hat dort mehrere Male einen Parcours mit einem Auto fahren müssen. Man stellte fest, dass die Reaktiongeschwindigkeit und das Fahrverhalten von Hernn Yogeschwar ähnlich war, als hätte er 10 Gläser Rotwein getrunken.

    Ja ich weiß, Rotwein in Gläsern ist keine anerkannte wissenschaftliche Einheit, macht in dieser Sendung aber deutlich, mit welchen Einschränkungen der übermüdete Herr Yogeschwar zu kämpfen hatte.

    Der Beruf mit Schlafentzug

    Während Herr Yogeschwar nun die Pylone und Wasserwände überfuhr, brachte meinen Freundin einen Einwand, der eigentlich jeden zum Nachdenken bewegen sollte. Ärzte im Krankenhaus müssen in diesem Zustand arbeiten, lebenswichtige Entscheidungen treffen, operieren und zu guter Letzt auch noch Papierkram erledigen, dass dann immer wieder „Kunstfehler“ auftreten, falsche Entscheidungen getroffen werden und Patienten unter diesen Zuständen zu leiden haben ist eigentlich kein Wunder mehr.

    Wenn ich mit einem oder zwei Bierchen einen Unfall baue, dann bin ich sicherlich immer Teilschuld und werde für mein Verhalten zu Rechenschaft gezwungen. Ärzte müssen in einem ähnlichen und noch bedrohlicheren Zustand arbeiten. Ist das nicht ein Missstand sondergleichen?! Wer trät für soetwas die Verantwortung? Wer kann das ändern?

    Wissenschaft und das wahre Leben

    Da zeigt sich, dass Wissenschaft ((Okay, bei der Sendung vielleicht eher Pseudowissenschaft 😉 )) helfen kann, dass wirkliche Leben besser zu verstehen. Die Transferleistungen müssen aber von einem selbst getroffen werden.

    Aber was lernen wir daraus?! Nehme nicht übermüdet am Straßenverkehr teil, denn der Arzt, der Dich nach dem Unfall zusammenflicken will, ist selbst übermüdet und macht unweigerlich auch Fehler.