Kategorie: Bildung

  • Warum die Trennung von Lernen und Prüfen im Unterricht?

    Warum die Trennung von Lernen und Prüfen im Unterricht?

    Meine Schülerinnen und Schüler werden immer bewertet – irgendwie muss die mündliche Mitarbeit ja bewertet werden und ich kann schon entscheiden, ob auch eine ‚dumme Frage‘ als gute Antwort zählt.

    In den meisten Bereichen, in denen Menschen Dinge leisten und einer Art Prüfung unterzogen werden, wird zwischen dem Lernen oder Üben und dem Leisten oder Performen getrennt:

    • Im Theater sind es die Proben in denen gelernt wird und die Aufführungen in denen geleistet wird.
    • Beim Machen des Führerscheins darf ich solange lernen, bis der Prüfer hinten auf der Rückbank sitzt.
    • Beim Fußball laufe ich beim Training auf dem Feld um orangene Hütchen herum. Wenn es dann um den Pokal geht, sind diese nicht mehr da, sondern wurden durch menschliche Mitspieler ersetzt.

    Wenn man die Situationen charakterisiert, dann ist ganz deutlich zu sehen, dass in der Zeit in der gelernt wird, immer Fehler erlaubt sind und – wenn man einen guten Coach, Trainer oder Regisseur hat – auch wertvoll sind, um sich selbst weiterzuentwickeln. Man kann durch Fehler neue Einsichten von sich gewinnen, neue Methoden kennenlernen oder aber endlich eine Regel verstehen.

    In den Prüfungssituationen ist das nicht der Fall. Dort sind Fehler in der Regel nicht erwünscht. Ein vergessener Text, eine rote Ampel, die übersehen wurde oder das Stolpern über die eigenen Beine kann schwerwiegende Konsequenzen haben.

    Lernen scheint in unserem Leben also so gestaltet zu sein, dass wir wissen, wann wir etwas lernen und wann wir eine Leistung erbringen müssen. Und es scheint auch so genau richtig zu sein, denn das unter Stress Erlernte ist in der Regel nicht kreativ nutzbar, sondern bleibt – wenn überhaupt – nur abrufbares, aber nicht anwendbares Wissen.

    Die Profis…

    Einzig in den Institutionen, in denen das Lernen Programm ist, in denen alle Menschen in Deutschland gebildet werden sollen, ist diese Trennung (noch) nicht flächendeckend zu finden: In den Schulen.

    Der traditionelle Unterricht sieht doch so aus: Es gibt viele Prüfungszeiten, die nicht als solche gekennzeichnet sind und wenig reine Lernzeiten. Schülerinnen und Schüler sind somit nur selten in der Lage zu erklären, ob Sie gerade bewertet werden oder nicht. Trauen sich also unter Umständen nicht, einige Fragen zu stellen oder zuzugeben, dass sie es noch immer nicht verstanden haben. Performance und Leistung ist das was zählt.

    Eine klare Trennung von Lernzeit und Prüfungszeit, würde nicht nur den Schülerinnen und Schülern helfen, sondern auch der Lehrperson ein echtes Maß an Sicherheit an die Hand geben, möglichst neutral zu bewerten und nicht – im schlimmsten Fall – am Ende des Halbjahres den Würfel herauszuholen. Die Noten wären eine 100 %ige Sache und Diskussionen über Noten am Halbjahresende oder Jahresende gehörten (fast) der Vergangenheit an, da von Beginn an klar ist:

    Was – wird wann – nach welchen Kriterien – bewertet.

    Natürlich ist dieses Konzept schwerlich umsetzbar, wenn tradierter Unterricht mit einem fragend-entwickelten Unterricht angeboten wird. Hier gibt es eben viel zu wenige Möglichkeiten, die Schülerinnen und Schüler wirklichen lernen, also auch denken zu lassen. Der Unterricht muss dann selbstverständlich mit dem Fokus auf die Lernenden und nicht auf den Lehrenden vorbereitet werden.

    • Wie sieht es bei Dir im Unterricht oder in der Schule aus?
    • Wird zwischen Lernen und Prüfung durchgängig unterschieden?

    Trenne doch in einer der nächsten Unterrichtseinheit, die Du planst, Lern- und Prüfungszeit, teile das den Schülerinnen und Schüler mit und lasse mich an Deinen Erfahrungen teilhaben.

  • Geschäftsmodelle im Internet…

    Geschäftsmodelle im Internet…

    DATA… einfach mal sichtbar machen.

    Es gibt immer wieder Projekte, die versuchen, das Unsichtbare im Internet für den normalen Bürger sichtbar zu machen. Vor einiger Zeit habe ich einen Wahrsager hier vorgestellt, der Einiges über seine Klienten wusste. Im Hintergrund haben ganz viele Helfer für ihn im Internet recherchiert, wer seine Klienten sind und was die so im Netz machen.
    Dieses Mal ist etwas anderes: mitten in Hamburg ist ein Container aufgestellt worden, in den (aus mir nicht bekannten Gründen) Passanten hineingehen. Innerhalb des Containers ist ein WLAN-Passwort erkennbar. Natürlich (Ich glaube auch ich würde so handeln.) gehen die neuen Bewohner des Containers sofort mit ihrem Mobiltelefon online. Die anschließende Aktion macht den Ausdruck des „Gläsener Bürger“ deutlich.

    Was hältst Du von solchen Aktionen?

    • Bringen die etwas?
    • Oder ist das alles nur Panikmache?

    Was ist mit unseren Schülerinnen und Schülern?

    • Müssen wir diese auf diese Gefahren aufmerksam machen?
    • Wenn ja wie und in welchem Fach?

    Schreib Deine Meinung doch in die Kommentare.

  • Das Buch vom Strauß

    Das Buch vom Strauß

    Die Seminar-Situation

    In einem Seminar hat ein Teilnehmer ein Buch empfohlen. Ich habe das Buch sofort notiert und zu Hause Recherchen angestellt. Es hörte sich nicht so schlecht an und so landete es auf meiner Amazon-Wunschliste.

    Die RSS-Feed-Situation

    Täglich lese ich meine RSS-Feeds. Gut in Wirklichkeit lese ich häufig nur die Überschriften und die ersten Sätze.  Wenn mich das dann nicht interessiert, dann wische ich eben weiter. Es gibt aber Namen und Seiten, die ich auf jeden Fall lese, auch wenn die Überschrift mich nicht anspricht. Und in einem dieser Beträge von Andy Strauß wird eine wilde und unhaltbare These aufgestellt:

    Außerdem ist er [Einmannjan] vermutlich der Einzige, der meine Seite RSS-abonniert hat, also zu den regelmäßigsten Lesern dieser Seite gehört.
    establishmensch.de – Abruf: 2015-11-21

    Diese unglaubliche Annahme konnte ich nicht einfach so im Raum stehen lassen und musste einen Kommentar los werden, in dem ich meinen Unmut äußerte, auf den der Autor des entsprechendes Blogs auch antwortete.

    Die Überraschungssituation eins

    Heute gab es ein kleines Päckchen/ eine kleine Briefsendung per Post von Amazon. Meine Frau und ich – wir schauten uns an und zuckten mit den Achseln, da keiner von uns etwas bestellt hatte. Ich machte das Teil auf, da es nur an mich adressiert war. Heraus kam ein Buch, das mir bekannt vorkam, aber ich in diesem Moment noch nicht wusste, wo ich es hinstecken sollte, ich aber wusste, dass ich es mir schon angesehen hatte und es auch haben wollte.

    Ich habe in meinem wirren Hirn sogar kurz gedacht, ich hätte das Buch irgendwann mitbestellt und es sei nun mit einer zweiten Lieferung nachgeschickt worden. So ist das mit den wirren Windungen… Die machen sich die Realität so, wie sie sie sehen wollen!

    Die Überraschungssituation zwei

    In einer ruhigen Minute, nahm ich mir das Buch nochmals zur Brust und kramte in meinen grauen Zellen, woher ich den Titel kenne. BÄM! Da war es… Das Seminar! Herr W. hatte es empfohlen! Aber hatte ich es mir tatsächlich bestellt? Also nochmal im Umschlag geguckt und da kam es zum Vorschein:

    Die Grußnachricht von Andy Strauß!

    UNFASSBAR! Wie geil ist das denn?

    Die Aufklärungssituation

    [aartikel]3462044184:right[/aartikel]Weil Andy Strauß – die Nase – mich in Bezug auf seinem RSS-Feed nicht auf dem Schirm hatte – und auch nicht haben können, ich kenne ihn, aber er mich eigentlich nicht –  und ich mich darüber beschwert habe, hat der sich an meinem Amazon Wunschzettel bedient und mir ein kleines Geschenk gemacht! Unfassbar!

    An dieser Stelle möchte ich mich für die Aufmerksamkeit bedanken: DANKE!ANDYSTRAUSZ

    [aartikel]394292000X:right[/aartikel]Wer keine Ahnung hat, wer dieser Andy Strauß eigentlich ist, der solle in diesem Moment das Gerät vor dem er sitzt aus machen, in den Keller gehen und sich schämen! Lange! Lange schämen! Gerne auch Selbstgeißeln! Wenn Du dann wieder hier sitzt, wenn Du bereit für die Wahrheit bist, wenn Du voller Wehmut und gebrochen erfahren willst, wer dieser Andy Strauß ist, dann gebe ich Dir einen kleinen Einblick.

    So ist mir Andy das erste Mal begegnet:

    Andy ist der großartige Schöpfer von „Der kleine Junkie Nimmerplatt“

    Andy ist der Akteur des sterbenden Schwanzes:

    Der Schöpfer des Gedichts eines Hamsters:

    Der Initiator des Denkmälerbeleidigens:

    Wer noch mehr Informationen braucht:

    So: Und nun Rechner ausmachen und leben gehen!

  • Liebe Bild,

    Liebe Bild,

    endlich mal jemand, der in der deutschen »Journalisten-Szene« durchgreift! Ich finde es richtig und gut Benutzer, die einen Anzeigenblocker benutzen, die Inhalte von bild.de zu verwehren!

    Bisweilen passierte es mir hin und wieder, dass ich auf einen Link in den sozialen Medien klickte und auf wundersame Weise auf die bild.de-Seite ((Mit Link, denn: Es passiert ja nichts Schlimmes!)) gelang. Dort wurde ich mit »Informationen« überhäuft, deren Wahrheitsgehalt ich hier und da für fragwürdig hielt und die Themen eine für meine Wahrnehmung unterirdische Banalität erreichten.

    Das passiert mir  jetzt nicht mehr!

    Wenn ich nun auf einen Link klicke, der zu bild.de führt, dann bekomme ich diese Hinweisseite, die mich darüber aufklärt, dass ich nun nicht mehr auf oben geschilderten »Journalismus« stoße. An dieser Stelle ein richtig dickes DANKE!

    Bitte macht weiter so und habt noch tolle weitere Ideen!

    bild

     

    µBlock
    µBlock
    Entwickler: uBlock, LLC
    Preis: Kostenlos

     

     

     

     

  • Werbung in Bildungseinrichtungen

    Ja, es kann sein, dass ich ein Spielverderber bin – das macht mir aber gar nichts aus. Ich möchte nur, dass man kurz über den das Vorgehen nachdenkt und sich dann selbst entscheidet, wie man das Ganze findet.

    Vor nicht allzu langer Zeit kam meine Tochter nach dem Kindergarten nach Hause und erzählte von zwei Männern die dort waren und mit den Kindern gezaubert hätten. Außerdem hatten Sie eine Schlange und auch ein Babykrokodil dabei. Die Schlange durfte gestreichelt werden. Diese Männer waren von einem Zirkus, der gerade in der größeren Stadt der Gegend gastiert. Natürlich bekamen die Kinder jeder eine Freikarte für ein Kind und einige Ermäßigungkarten in Anzahl der Familienmitglieder.

    Zunächst einmal muss ich sagen, dass ich einen Zirkus in der heutigen Zeit nicht mehr gut heißen kann, wenn dort Tiere gehalten werden. ((Gerade wenn es um Wildtiere geht, die dann unter Umständen nicht aus unseren Breitengraden stammen. Wer möchte, kann sich ja mal ein bisschen informieren: https://www.peta.de/themen/Zirkus.)) In der Regel werden diese unter den schrecklichsten Bedingungen gehalten und auch das Training innerhalb des Zirkus hat den Ruf, nicht besonders gut zu sein.

    Abgesehen von dieser – vielleicht für den einen oder anderen übertriebenen – politischen Korrektheit, habe ich auch das Geschäftsgebaren dieses Unternehmens hinterfragt. Wie würden Eltern und Erzieherinnen reagieren, wenn anstelle des Zirkus zum Beispiel Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von einer großen Kette von Spielzeugläden in den Kindergarten kämmen und dort die neuesten Spielzeuge vorstellen würden. Zum Ende der Spielzeugvorführung gäbe es noch Gutscheine, für die Kinder und die Geschwister.

    Um das Ganze noch deutlicher zu machen, wie wäre es, wenn jeden Monat ein anderes Fastfood-Unternehmen in den Kindergarten käme, vorstellt was gerade in den verschiedensten Aktionen für die Kinder als Spielzeug bereitgestellt wird und auch dort Gutscheine zur Verfügung gestellt würden…

    Ich bin mir sicher, dass an dieser Stelle Eltern, Erzieherinnen und Erzieher auf die Barrikaden gehen würden.

    Obwohl… Würden Sie das? – Oder würde sich die Masse bei Macces einen Burger reinziehen, um nachher neue Bausteine mit Elfen und Ninjas zu kaufen?