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	Kommentare zu: Noten in der Berufsschule sind überflüssig!	</title>
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	<description>Bis auf Weiteres ohne Untertitel - aus Gründen.</description>
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		<title>
		Von: MAWSpitau		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MAWSpitau]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 11:36:15 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrspitau.de/2016/05/25/brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/#comment-328481&quot;&gt;Stefanie Betz Haas&lt;/a&gt;.

Oha! Vielen Dank für die Blumen. In der Tat geht es während eines Weges immer um Noten - ist der Weg beschritten, geht es nur noch ob oder ob nicht. Und auch da haben wir ja Prominente, die es sogar ohne irgendwas zu etwas geschafft haben ;-) https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrspitau.de/2016/05/25/brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/#comment-328481">Stefanie Betz Haas</a>.</p>
<p>Oha! Vielen Dank für die Blumen. In der Tat geht es während eines Weges immer um Noten &#8211; ist der Weg beschritten, geht es nur noch ob oder ob nicht. Und auch da haben wir ja Prominente, die es sogar ohne irgendwas zu etwas geschafft haben 😉 <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel" rel="nofollow ugc"></a><a href='https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel'>https://de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel</a></p>
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		<title>
		Von: Stefanie Betz Haas		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefanie Betz Haas]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Mar 2018 09:59:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ich habe selten einen besseren Beitrag zum elenden Schul bzw. Notensystem in Deutschland gelesen. Dafür eine eins mit Sternchen  ⭐️ ! Ich wünschte es gäbe noch viel mehr Menschen an entsprechender Stelle, die diese Auffassung teilen. Dann wäre endlich Schluss damit, ein Kind allein auf eine Note zu reduzieren! Genau wie Sie sagen, wird kein Mensch fragen in welchem Alter man laufen konnte, oder wann man Fahrrad fahren gelernt hat, oder aber welche Note man in der Abschlussprüfung hatte....

Leider wird sich da meines Erachtens nie etwas ändern und das macht mich richtig traurig 

Liebe Grüße]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe selten einen besseren Beitrag zum elenden Schul bzw. Notensystem in Deutschland gelesen. Dafür eine eins mit Sternchen  ⭐️ ! Ich wünschte es gäbe noch viel mehr Menschen an entsprechender Stelle, die diese Auffassung teilen. Dann wäre endlich Schluss damit, ein Kind allein auf eine Note zu reduzieren! Genau wie Sie sagen, wird kein Mensch fragen in welchem Alter man laufen konnte, oder wann man Fahrrad fahren gelernt hat, oder aber welche Note man in der Abschlussprüfung hatte&#8230;.</p>
<p>Leider wird sich da meines Erachtens nie etwas ändern und das macht mich richtig traurig </p>
<p>Liebe Grüße</p>
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			</item>
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		<title>
		Von: Rike		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rike]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 May 2016 14:12:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ja, man fragt den Arzt nicht, nach seinen Krankheiten, Süchten, Ticks und Marotten. Aber wenn man sie kennt, dann beeinflusst dieses Wissen in der Regel doch die Entscheidung. Zurecht. Ich lasse mich nicht wissentlich von einem Kiffer operieren. Ich lasse den TÜV für mein Auto nicht wissentlich beim Alkoholiker abnehmen. Auch einen Flug mit einem suizidalen Ko-Piloten würde jeder gesunde Mensch ablehnen, wenn er die Chance dazu hätte. Und genauso setze ich meinen Kindern nicht vorsätzlich essgestörte Vorbilder vor die Nase. Mein Menschenverstand sagt mir, dass das falsch ist.

Dass (Berufs-)Tätigkeit Krankheitsverläufe und Entwicklungsprozesse positiv beeinflusst, ist mir bewusst. Ich bin auch überzeugt davon, dass es richtig ist, diesen Menschen den Berufseinstieg zu ermöglichen, sie zu unterstützen und zu begleiten. Das darf jedoch nicht zu Lasten der Kundschaft/Klientel gehen. Essgestörte Tierpfleger oder Gärtner sind völlig in Ordnung. Magersüchtige Tiere und bulimische Pflanzen kenne ich nicht. Ein suizidaler Verwaltungsfachmann oder eine depressive Finanzbeamtin stellen ebenfalls kein besonderes Risiko dar, zumindest nicht für den Bürger. Advokaten können von mir aus auch kiffen oder trinken, wenn sie damit bessere Prozesse führen.

Ich sehe einfach in Abhängigkeit vom Ausbildungs-/Berufsfeld eine besondere Verantwortung bei der Auswahl von Auszubildenden. Wenn der essgestörte Tierpfleger seine Erkrankung überwunden oder zumindest im Griff hat, kann er von mir aus gerne Erzieher werden. Die Selektion soll keine endgültige Entscheidung für den Rest des Lebens sein. Sie bezieht sich auf die aktuelle Situation und gilt für diesen Ausbildungsjahrgang.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, man fragt den Arzt nicht, nach seinen Krankheiten, Süchten, Ticks und Marotten. Aber wenn man sie kennt, dann beeinflusst dieses Wissen in der Regel doch die Entscheidung. Zurecht. Ich lasse mich nicht wissentlich von einem Kiffer operieren. Ich lasse den TÜV für mein Auto nicht wissentlich beim Alkoholiker abnehmen. Auch einen Flug mit einem suizidalen Ko-Piloten würde jeder gesunde Mensch ablehnen, wenn er die Chance dazu hätte. Und genauso setze ich meinen Kindern nicht vorsätzlich essgestörte Vorbilder vor die Nase. Mein Menschenverstand sagt mir, dass das falsch ist.</p>
<p>Dass (Berufs-)Tätigkeit Krankheitsverläufe und Entwicklungsprozesse positiv beeinflusst, ist mir bewusst. Ich bin auch überzeugt davon, dass es richtig ist, diesen Menschen den Berufseinstieg zu ermöglichen, sie zu unterstützen und zu begleiten. Das darf jedoch nicht zu Lasten der Kundschaft/Klientel gehen. Essgestörte Tierpfleger oder Gärtner sind völlig in Ordnung. Magersüchtige Tiere und bulimische Pflanzen kenne ich nicht. Ein suizidaler Verwaltungsfachmann oder eine depressive Finanzbeamtin stellen ebenfalls kein besonderes Risiko dar, zumindest nicht für den Bürger. Advokaten können von mir aus auch kiffen oder trinken, wenn sie damit bessere Prozesse führen.</p>
<p>Ich sehe einfach in Abhängigkeit vom Ausbildungs-/Berufsfeld eine besondere Verantwortung bei der Auswahl von Auszubildenden. Wenn der essgestörte Tierpfleger seine Erkrankung überwunden oder zumindest im Griff hat, kann er von mir aus gerne Erzieher werden. Die Selektion soll keine endgültige Entscheidung für den Rest des Lebens sein. Sie bezieht sich auf die aktuelle Situation und gilt für diesen Ausbildungsjahrgang.</p>
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		<title>
		Von: MAWSpitau		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MAWSpitau]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 May 2016 06:15:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrspitau.de/2016/05/25/brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/#comment-327962&quot;&gt;Rike&lt;/a&gt;.

Ich halte den Selektionsgedanken immer für schwierig. Ich habe das für  noch nicht in Gänze durchdacht. Aus biografischer Sicht, kann ich wahrlich behaupten, dass man in seinem Leben Entwicklungen durchmachen kann, die zunächst nicht sichtbar oder denkbar wären.

Dennoch weiß ich tatsächlich auch nicht, ob ich meine Kinder in die Hände der Erzieherinnen und Erzieher geben möchte, die bereits in der Ausbildung Krankheitsbilder aufweisen, die in meiner Welt nur schwierig mit dem Beruf vereinbar sind. Mit den Störungen verhält es sich aber ähnlich wie mit den Noten: Ich frage meinen Arzt, der mich morgen operieren wird (rein fiktiv - nicht das Gerüchte aufkommen), wann er das letzte mal gekifft hat, die letzte Line Koks gezogen hat oder ob er Mitglied einer bestimmten Partei ist.

In der beruflichen Situation verlassen wir uns auf die Expertise des Gegenübers - egal welche Neigungen und Interessen oder Krankheiten dieser in seinem privaten Leben hat. Hillmar Grundmann hat mal die Romane von Martin Walser untersucht und kam zu dem Entschluss: „Berufliche Arbeit macht krank“. In dem von ihm gewählten Kontext mag das richtig sein, ich sehe in der beruflichen Arbeit aber auch eine Chance gerade für die Menschen, die schon das eine oder andere Päckchen mit sich herumtragen. Durch die Regelmäßigkeit des beruflichen Arbeitsumfelds können sie  Strukturen in ihrem Alltag entwickeln, lernen Perspektiven sehen und es kann so ein Weg aus der einen oder anderen Störung entstehen. 

Auf dem Symposium der Beruflichen Bildung in diesem Jahr hat ein Herr von Airbus gesprochen, der aufgezeigt hat, wie die Bewerber für bestimmte Stellen suchen und finden. Die Noten spielen da nur eine untergeordnete Rolle.  

Wie man sieht, nicht zu Ende gedacht ;)]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrspitau.de/2016/05/25/brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/#comment-327962">Rike</a>.</p>
<p>Ich halte den Selektionsgedanken immer für schwierig. Ich habe das für  noch nicht in Gänze durchdacht. Aus biografischer Sicht, kann ich wahrlich behaupten, dass man in seinem Leben Entwicklungen durchmachen kann, die zunächst nicht sichtbar oder denkbar wären.</p>
<p>Dennoch weiß ich tatsächlich auch nicht, ob ich meine Kinder in die Hände der Erzieherinnen und Erzieher geben möchte, die bereits in der Ausbildung Krankheitsbilder aufweisen, die in meiner Welt nur schwierig mit dem Beruf vereinbar sind. Mit den Störungen verhält es sich aber ähnlich wie mit den Noten: Ich frage meinen Arzt, der mich morgen operieren wird (rein fiktiv &#8211; nicht das Gerüchte aufkommen), wann er das letzte mal gekifft hat, die letzte Line Koks gezogen hat oder ob er Mitglied einer bestimmten Partei ist.</p>
<p>In der beruflichen Situation verlassen wir uns auf die Expertise des Gegenübers &#8211; egal welche Neigungen und Interessen oder Krankheiten dieser in seinem privaten Leben hat. Hillmar Grundmann hat mal die Romane von Martin Walser untersucht und kam zu dem Entschluss: „Berufliche Arbeit macht krank“. In dem von ihm gewählten Kontext mag das richtig sein, ich sehe in der beruflichen Arbeit aber auch eine Chance gerade für die Menschen, die schon das eine oder andere Päckchen mit sich herumtragen. Durch die Regelmäßigkeit des beruflichen Arbeitsumfelds können sie  Strukturen in ihrem Alltag entwickeln, lernen Perspektiven sehen und es kann so ein Weg aus der einen oder anderen Störung entstehen. </p>
<p>Auf dem Symposium der Beruflichen Bildung in diesem Jahr hat ein Herr von Airbus gesprochen, der aufgezeigt hat, wie die Bewerber für bestimmte Stellen suchen und finden. Die Noten spielen da nur eine untergeordnete Rolle.  </p>
<p>Wie man sieht, nicht zu Ende gedacht 😉</p>
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		<title>
		Von: Rike		</title>
		<link>https://herrspitau.de/2016/05/25/brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=brauchen-wir-in-der-berufsschule-ueberhaupt-noten/#comment-327962</link>

		<dc:creator><![CDATA[Rike]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 May 2016 18:08:20 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Idee der Lernfeldprüfungen gefällt mir sehr gut! Entweder man kann frisieren, assistieren in verschiedenen Berufsfeldern, erziehen usw. oder nicht. Die Idee gefällt mir auch deshalb besonders gut, weil die Motivation, allein für die Note zu lernen, wegfällt. Die Schüler lernen dann, weil sie sich entwickeln wollen, weil sie ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen vermindern möchten. Am Ende geht es nämlich darum eine fähige Fachkraft zu werden, belegt durch die Lernfeldprüfungen. Eine beschreibende Rückmeldung zu erbrachten Lernleistungen wird weniger ängstlich erwartet und kann von den SchülerInnen besser auf- und angenommen werden. Die Beschreibung bezieht sich auf die nahe Vergangenheit und bildet die Grundlage, für die Ableitung von Zielen für die Zukunft. Die Perspektive geht also nach vorn. 
Die Note dagegen ist eine Bewertung der Vergangenheit, die nicht mehr verändert werden kann, denn Vergangenes ist nicht mehr veränderbar. Die Note, die Bewertung ist somit dauerhaft. Die Perspektive in die Zukunft kann nur schwer hergestellt werden.  

Die Notwendigkeit der Selektion ist meiner Ansicht nach gegeben. Das bezieht sich sowohl auf die Zulassung zu einem Bildungsgang als auch auf den Abschluss eines Bildungsganges. In der Ausbildung der Sozial(pädagogischen) Assisenten und Erzieher wünsche ich mir eine sorgfältigere, kriteriengeleitete Auswahl der Schülerinnen. Dafür braucht es meiner Ansicht nach keine Noten, sondern die persönliche Eignung in Bezug auf Sozial- und Selbstkompetenzen, die mit einem auf Noten basierenden Zeugnis kaum oder gar nicht abgebildet werden. 

Die reine Auswahl nach Noten führt dazu, dass ich bspw. magersüchtige, stark adipöse, psychisch labile usw. SchülerInnen im Unterricht habe, die aufgrund guter und sehr guter Noten zur Ausbildung zugelassen wurden. Diese sind auch in der beruflichen Bildung in Bezug auf ihre fachlichen Leistungen so gut, dass die Noten zum Bestehen in der Regel bequem ausreichen. Das sehe ich sehr kritisch. Sicher sind das liebenswerte und talentierte Menschen. Aber eignen sie sich als professionelle Vorbilder für Kinder- und Jugendliche? Ich denke nicht. 

Für das Bestehen einer Prüfung sollte meiner Meinung die 50% Regelung verschärft werden. Fifty-fifty ist mir für eine kompetente Fachkraft zu wenig. Nehme ich mal den Erzieherberuf als Beispiel: Eltern geben morgens ihr Kind in der Kita ab und die Chancen stehen fifty-fifty, dass das Kind am Ende des Tages lebt, gesund ist und im Idealfall auch noch etwas dazu gelernt hat. Als Mutter (ich bin noch keine) wäre mir das viel zu wenig. Ob eine Handlung einer sogenannten Fachkraft professionell und kompetent wird damit zur Glückssache. Ist das Sinn einer Berufsausbildung? Ich denke nicht. 

Somit sollte bei der Eingangsselektion sorgfältig vorgegangen werden. Ich habe jedoch den Eindruck, dass mit möglichst wenig Aufwand die Schulbänke gefüllt werden. 

Bei der Ausgangsselektion sollte das Abgangszeugnis nur attestieren, was zu attestieren ist. Das Erzieher-Zeugnis soll also attestieren, dass der Absolvent professionell erziehen kann. Ob er auch studierfähig ist, darf gerne in einem geeigneten Eingangstest festgestellt werden. 
Damit dient dann die Qualifikationsphase des Abiturs als Vorbereitung auf eben diesen Eingangstest. Aus dem Abitur zu schließen, ob Studierende nach fünfjährigem Studium auch die Abschlussprüfung bestehen werden oder nicht, halte ich für vermessen. Wer studierfähig ist, sollte also auch einen neigungsorientierten Studienplatz erhalten. Bei einer Überzahl der Bewerber ist es meiner Ansicht nach legitim, wenn Universität in einem weiteren fachbezogenen Eingangstest die Talentierten und/oder Fleißigen selektieren. Den Nummerus Clausus halte ich für ungeeignet. Besondere Leistung soll sich meiner Ansicht nach auch besonders auszahlen. Beliebigkeit darf nicht das Ergebnis der &quot;neuen Pädagogik&quot; sein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Idee der Lernfeldprüfungen gefällt mir sehr gut! Entweder man kann frisieren, assistieren in verschiedenen Berufsfeldern, erziehen usw. oder nicht. Die Idee gefällt mir auch deshalb besonders gut, weil die Motivation, allein für die Note zu lernen, wegfällt. Die Schüler lernen dann, weil sie sich entwickeln wollen, weil sie ihre Stärken ausbauen und ihre Schwächen vermindern möchten. Am Ende geht es nämlich darum eine fähige Fachkraft zu werden, belegt durch die Lernfeldprüfungen. Eine beschreibende Rückmeldung zu erbrachten Lernleistungen wird weniger ängstlich erwartet und kann von den SchülerInnen besser auf- und angenommen werden. Die Beschreibung bezieht sich auf die nahe Vergangenheit und bildet die Grundlage, für die Ableitung von Zielen für die Zukunft. Die Perspektive geht also nach vorn.<br />
Die Note dagegen ist eine Bewertung der Vergangenheit, die nicht mehr verändert werden kann, denn Vergangenes ist nicht mehr veränderbar. Die Note, die Bewertung ist somit dauerhaft. Die Perspektive in die Zukunft kann nur schwer hergestellt werden.  </p>
<p>Die Notwendigkeit der Selektion ist meiner Ansicht nach gegeben. Das bezieht sich sowohl auf die Zulassung zu einem Bildungsgang als auch auf den Abschluss eines Bildungsganges. In der Ausbildung der Sozial(pädagogischen) Assisenten und Erzieher wünsche ich mir eine sorgfältigere, kriteriengeleitete Auswahl der Schülerinnen. Dafür braucht es meiner Ansicht nach keine Noten, sondern die persönliche Eignung in Bezug auf Sozial- und Selbstkompetenzen, die mit einem auf Noten basierenden Zeugnis kaum oder gar nicht abgebildet werden. </p>
<p>Die reine Auswahl nach Noten führt dazu, dass ich bspw. magersüchtige, stark adipöse, psychisch labile usw. SchülerInnen im Unterricht habe, die aufgrund guter und sehr guter Noten zur Ausbildung zugelassen wurden. Diese sind auch in der beruflichen Bildung in Bezug auf ihre fachlichen Leistungen so gut, dass die Noten zum Bestehen in der Regel bequem ausreichen. Das sehe ich sehr kritisch. Sicher sind das liebenswerte und talentierte Menschen. Aber eignen sie sich als professionelle Vorbilder für Kinder- und Jugendliche? Ich denke nicht. </p>
<p>Für das Bestehen einer Prüfung sollte meiner Meinung die 50% Regelung verschärft werden. Fifty-fifty ist mir für eine kompetente Fachkraft zu wenig. Nehme ich mal den Erzieherberuf als Beispiel: Eltern geben morgens ihr Kind in der Kita ab und die Chancen stehen fifty-fifty, dass das Kind am Ende des Tages lebt, gesund ist und im Idealfall auch noch etwas dazu gelernt hat. Als Mutter (ich bin noch keine) wäre mir das viel zu wenig. Ob eine Handlung einer sogenannten Fachkraft professionell und kompetent wird damit zur Glückssache. Ist das Sinn einer Berufsausbildung? Ich denke nicht. </p>
<p>Somit sollte bei der Eingangsselektion sorgfältig vorgegangen werden. Ich habe jedoch den Eindruck, dass mit möglichst wenig Aufwand die Schulbänke gefüllt werden. </p>
<p>Bei der Ausgangsselektion sollte das Abgangszeugnis nur attestieren, was zu attestieren ist. Das Erzieher-Zeugnis soll also attestieren, dass der Absolvent professionell erziehen kann. Ob er auch studierfähig ist, darf gerne in einem geeigneten Eingangstest festgestellt werden.<br />
Damit dient dann die Qualifikationsphase des Abiturs als Vorbereitung auf eben diesen Eingangstest. Aus dem Abitur zu schließen, ob Studierende nach fünfjährigem Studium auch die Abschlussprüfung bestehen werden oder nicht, halte ich für vermessen. Wer studierfähig ist, sollte also auch einen neigungsorientierten Studienplatz erhalten. Bei einer Überzahl der Bewerber ist es meiner Ansicht nach legitim, wenn Universität in einem weiteren fachbezogenen Eingangstest die Talentierten und/oder Fleißigen selektieren. Den Nummerus Clausus halte ich für ungeeignet. Besondere Leistung soll sich meiner Ansicht nach auch besonders auszahlen. Beliebigkeit darf nicht das Ergebnis der &#8222;neuen Pädagogik&#8220; sein.</p>
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