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	Kommentare zu: Wie trenne ich im Unterricht Lern- und Prüfungszeit?	</title>
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	<description>Bis auf Weiteres ohne Untertitel - aus Gründen.</description>
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		<title>
		Von: MAWSpitau		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MAWSpitau]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:02:54 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrspitau.de/2016/03/09/wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/#comment-327935&quot;&gt;Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs&lt;/a&gt;.

Ich vermute, wir sind in der Systemkritik nicht weit auseinander und wünschen uns mehr eine Schule als &lt;strong&gt;Lern&lt;/strong&gt;-Ort und nicht als &lt;strong&gt;Persönlichkeitsbewertungs&lt;/strong&gt;-Ort. Ich fühle mich aber nicht in der Lage in die Politik zu gehen, um diese Dinge so zu ändern, so dass die Schulen auf der Basis der verschiedensten wissenschaftlichen Erkenntnissen endlich so gestaltet wird, wie es die von ihnen genannte Entwicklungspsychologie, aber auch die Gehirnforschung sein längerer Zeit als Visionen formulieren. Mein pragmatischer Ansatz ist dann der im Unterricht die Situation für die Schülerinnen und Schüler möglichst transparent und fair zu gestalten. Durch diese Gestaltung kommt es immer häufiger dazu, dass die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass die Leistung bewertet wird und nicht sie als Person. 

Und natürlich geben ich Ihnen Recht, dass die Kinder (Mit denen ich in Schule sehr wenig Kontakt habe, da ich selbst in der beruflichen Bildung angesiedelt bin.) andere Denkmuster haben, nicht auf die strategische Ebene kommen und sich mit einem: „&lt;em&gt;Du kannst Dein Abi ja noch im Beruflichen Gymnasium machen, nun lerne ersteinmal ein bisschen...&lt;/em&gt;“ abzuspeisen sind. Und gerade hier fände ich ein Vorgehen, wie ich es hier schildere wichtig, um den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, dass ich als Lehrperson nicht sie als Person bewerte, sondern einzig die erbrachte Leistung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrspitau.de/2016/03/09/wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/#comment-327935">Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs</a>.</p>
<p>Ich vermute, wir sind in der Systemkritik nicht weit auseinander und wünschen uns mehr eine Schule als <strong>Lern</strong>-Ort und nicht als <strong>Persönlichkeitsbewertungs</strong>-Ort. Ich fühle mich aber nicht in der Lage in die Politik zu gehen, um diese Dinge so zu ändern, so dass die Schulen auf der Basis der verschiedensten wissenschaftlichen Erkenntnissen endlich so gestaltet wird, wie es die von ihnen genannte Entwicklungspsychologie, aber auch die Gehirnforschung sein längerer Zeit als Visionen formulieren. Mein pragmatischer Ansatz ist dann der im Unterricht die Situation für die Schülerinnen und Schüler möglichst transparent und fair zu gestalten. Durch diese Gestaltung kommt es immer häufiger dazu, dass die Schülerinnen und Schüler verstehen, dass die Leistung bewertet wird und nicht sie als Person. </p>
<p>Und natürlich geben ich Ihnen Recht, dass die Kinder (Mit denen ich in Schule sehr wenig Kontakt habe, da ich selbst in der beruflichen Bildung angesiedelt bin.) andere Denkmuster haben, nicht auf die strategische Ebene kommen und sich mit einem: „<em>Du kannst Dein Abi ja noch im Beruflichen Gymnasium machen, nun lerne ersteinmal ein bisschen&#8230;</em>“ abzuspeisen sind. Und gerade hier fände ich ein Vorgehen, wie ich es hier schildere wichtig, um den Schülerinnen und Schülern aufzuzeigen, dass ich als Lehrperson nicht sie als Person bewerte, sondern einzig die erbrachte Leistung.</p>
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		<title>
		Von: Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 16:20:57 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Beim Blick auf die Möglichkeit, auch außerhalb des zweiten Bildungsweges die höheren Schulabschlüsse zu erlangen, gilt es den Unterschied zwischen kindlichen und erwachsenen Erlebensweisen zu beachten. Kinder und Jugendliche leben in einem sehr ausgeprägten Gegenwartsbezug. Sie sind kaum in der Lage Zukunft zu antizipieren und in dieser Überlegung Trost und Hoffnung zu finden. In Bayern etwa mit einem Gedanken der folgenden Art: &quot;Dann wechsele ich halt in den M-Zweig der Mittelschule, gehe anschließend auf die BOS und finde so meinen Weg in die erhofften Ausbildung&quot;.  Für sie zählt allein, dass sie aus dem Klassenverband ausgeschlossen werden und in dem Moment in erheblichem Maße als Verlierer stigmatisiert sind.

Aber da sind wir beileibe wieder mitten in der von Ihnen erwähnten Systemkritik angelangt. Um die kommt man jedoch mit Blick auf das deutsche Bildungssystem und mit Wissen zur Entwicklungspsychologie kaum herum. Es ist mitunter nur schwer zu ertragen, was unsere Generation im Schulbereich wider besseren Wissens mit der nachfolgenden veranstaltet.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Beim Blick auf die Möglichkeit, auch außerhalb des zweiten Bildungsweges die höheren Schulabschlüsse zu erlangen, gilt es den Unterschied zwischen kindlichen und erwachsenen Erlebensweisen zu beachten. Kinder und Jugendliche leben in einem sehr ausgeprägten Gegenwartsbezug. Sie sind kaum in der Lage Zukunft zu antizipieren und in dieser Überlegung Trost und Hoffnung zu finden. In Bayern etwa mit einem Gedanken der folgenden Art: &#8222;Dann wechsele ich halt in den M-Zweig der Mittelschule, gehe anschließend auf die BOS und finde so meinen Weg in die erhofften Ausbildung&#8220;.  Für sie zählt allein, dass sie aus dem Klassenverband ausgeschlossen werden und in dem Moment in erheblichem Maße als Verlierer stigmatisiert sind.</p>
<p>Aber da sind wir beileibe wieder mitten in der von Ihnen erwähnten Systemkritik angelangt. Um die kommt man jedoch mit Blick auf das deutsche Bildungssystem und mit Wissen zur Entwicklungspsychologie kaum herum. Es ist mitunter nur schwer zu ertragen, was unsere Generation im Schulbereich wider besseren Wissens mit der nachfolgenden veranstaltet.</p>
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		<title>
		Von: MAWSpitau		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[MAWSpitau]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 06:12:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://herrspitau.de/2016/03/09/wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/#comment-327933&quot;&gt;Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs&lt;/a&gt;.

Vielen Dank für den Kommentar. Ich lese aus diesem Systemkritik und bei dieser Kritik in Bezug auf die Schulnoten &lt;strong&gt;grundsätzlich&lt;/strong&gt; bin ich voll dabei! Für Eltern gilt eben noch immer der Leistungsgedanke und das Streben nach guten Noten. Das ist nicht zu verurteilen, denn diese wollen für die Zöglinge eine gute Bildung und diese ist in den Schulsystemen, wie wir sie leben, nur durch gute Noten möglich. 

Solange wir in einem System arbeiten, in dem die Noten eine Rolle spielen, bin ich der festen Überzeugung, diese Benotung so transparent wie möglich zu machen. Jede Schülerin und jeder Schüler soll genau wissen, warum er oder sie eine bestimmte Note bekommt. Wenn diese streng Kriterien geleitet sind und ich als Lehrperson mich an diese Kriterien halte, dann kommt es zu weniger Verwechslungen zwischen Leistung und Person, wie Sie es geschrieben haben. 

Einen Hinweis möchte ich hier noch geben: In Deutschland haben wir ein großartiges System der Beruflichen Bildung, in dem auch unabhängig von Ausbildung zu einem Beruf &lt;strong&gt;alle&lt;/strong&gt; Bildungsabschlüsse erreicht werden können. Wenn man als Kind also nicht so der Überflieger ist und die Noten nicht die besten sind, gibt es immer noch die Möglichkeit auf gute Bildung und gute Noten im Berufsbildenden System. Hier eine Übersicht über die Bildungsgänge im der Beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein: http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IQSH/Arbeitsfelder/LSBB/Lehrplan/Material/BBinSH.pdf?__blob=publicationFile&amp;v=3]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://herrspitau.de/2016/03/09/wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/?pk_campaign=feed&#038;pk_kwd=wie-trenne-ich-im-unterricht-lern-und-pruefungszeit/#comment-327933">Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs</a>.</p>
<p>Vielen Dank für den Kommentar. Ich lese aus diesem Systemkritik und bei dieser Kritik in Bezug auf die Schulnoten <strong>grundsätzlich</strong> bin ich voll dabei! Für Eltern gilt eben noch immer der Leistungsgedanke und das Streben nach guten Noten. Das ist nicht zu verurteilen, denn diese wollen für die Zöglinge eine gute Bildung und diese ist in den Schulsystemen, wie wir sie leben, nur durch gute Noten möglich. </p>
<p>Solange wir in einem System arbeiten, in dem die Noten eine Rolle spielen, bin ich der festen Überzeugung, diese Benotung so transparent wie möglich zu machen. Jede Schülerin und jeder Schüler soll genau wissen, warum er oder sie eine bestimmte Note bekommt. Wenn diese streng Kriterien geleitet sind und ich als Lehrperson mich an diese Kriterien halte, dann kommt es zu weniger Verwechslungen zwischen Leistung und Person, wie Sie es geschrieben haben. </p>
<p>Einen Hinweis möchte ich hier noch geben: In Deutschland haben wir ein großartiges System der Beruflichen Bildung, in dem auch unabhängig von Ausbildung zu einem Beruf <strong>alle</strong> Bildungsabschlüsse erreicht werden können. Wenn man als Kind also nicht so der Überflieger ist und die Noten nicht die besten sind, gibt es immer noch die Möglichkeit auf gute Bildung und gute Noten im Berufsbildenden System. Hier eine Übersicht über die Bildungsgänge im der Beruflichen Bildung in Schleswig-Holstein: <a href="http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IQSH/Arbeitsfelder/LSBB/Lehrplan/Material/BBinSH.pdf?__blob=publicationFile&#038;v=3" rel="nofollow ugc"></a><a href='http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IQSH/Arbeitsfelder/LSBB/Lehrplan/Material/BBinSH.pdf?__blob=publicationFile&#038;v=3'>http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/IQSH/Arbeitsfelder/LSBB/Lehrplan/Material/BBinSH.pdf?__blob=publicationFile&#038;v=3</a></p>
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		<title>
		Von: Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs		</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Dipl.-Psych. Thorsten Kerbs]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2016 22:19:11 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.spitau.de/?p=10012#comment-327933</guid>

					<description><![CDATA[Hilft das wirklich? Mein düsterer Eindruck ist der, dass die heutigen (bayerischen) Schüler schon in der Grundschule die Bewertung ihrer Schulleistung mit einer Bewertung ihrer Person verknüpft haben. Ein schlechtes Übertrittszeugnis hatte schicksalshafte Auswirkungen, machte ihre Eltern unglücklich (was für Kinder einer Katastrophe gleichkommt), trennte sie von ihren Freunden und schrieb ihre Bildungskarriere (zumindest gefühlt) auf Jahre hinaus fest. Von da an bibbern die jungen Leute zu Recht, wenn Noten drohen. Sie sind süchtig nach guten Noten und stürzen in Depressionen, wenn sie schlechte bekommen, und das gilt selbst für viele derjenigen, die aufs Gymnasium übergetreten sind. Droht doch statistisch einem Drittel von ihnen, dass sie die Schulform ohne das Abi in der Tasche verlassen. - Wer soll da in der Lernzeit nach getaner Arbeit noch in Ruhe einen Soll-Ist-Vergleich durchführen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hilft das wirklich? Mein düsterer Eindruck ist der, dass die heutigen (bayerischen) Schüler schon in der Grundschule die Bewertung ihrer Schulleistung mit einer Bewertung ihrer Person verknüpft haben. Ein schlechtes Übertrittszeugnis hatte schicksalshafte Auswirkungen, machte ihre Eltern unglücklich (was für Kinder einer Katastrophe gleichkommt), trennte sie von ihren Freunden und schrieb ihre Bildungskarriere (zumindest gefühlt) auf Jahre hinaus fest. Von da an bibbern die jungen Leute zu Recht, wenn Noten drohen. Sie sind süchtig nach guten Noten und stürzen in Depressionen, wenn sie schlechte bekommen, und das gilt selbst für viele derjenigen, die aufs Gymnasium übergetreten sind. Droht doch statistisch einem Drittel von ihnen, dass sie die Schulform ohne das Abi in der Tasche verlassen. &#8211; Wer soll da in der Lernzeit nach getaner Arbeit noch in Ruhe einen Soll-Ist-Vergleich durchführen?</p>
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