allinkl.com

Seit Jahren bin ich glücklicher Kunde bei allinkl.com. Mehrere Domains sind dort gehostet und auch Kunden von mir habe ich diesen Provider empfohlen. Gründe dafür waren immer:

  • gutes Preis-/Leistungsverhältnis
  • super Support
  • flexible Servergestaltung (php-Version wählbar)

Nun machen mich die neuen „Sicherheitseinstellungen“ von all-inkl.com aber richtig stinkig.

E-Mail umleiten

Seit Jahren nutze ich liebend gerne die Funktion der „direkten Weiterleitung“ bzw. der „Umleitung“ von E-Mails. Diese Funktion versendet eine empfangene E-Mail direkt an einen anderen Empfänger.1 Der Unterschied zur „Weiterleitung“ liegt darin: Die E-Mail Adresse des Absenders und der Nachrichteninhalt bleiben gleich. Außerdem werden weitere Tags im Header aufgenommen. Diese kennzeichnen die Mail als Weiterleitung und nicht als Spam.

Da diese E-Mails eine andere Domain in ihrem Absender tragen als die Domain über die es geschickt wurde2, gehen die Admins von allinkl.com nun davon aus, es handelt sich bei den versendeten Mails um Spam.

Verschärfung der Sicherheitsrichtlinien

Damit über die Mailserver der einzelnen Domains nicht soviel Spam verschickt wird, wird es in naher Zukunft nur noch möglich sein Mails per SMTP-Authentifizierung zu versenden. Das finde ich richtig gut! Durch diese Art der Authentifizierung werde ich eindeutig als Benutzer identifiziert und der Server „weiß“, dass ich es bin und berechtigt bin, E-Mails über den Server zu versenden. Somit dürfte dem direkten Weiterleiten von E-Mails nichts mehr im Wege stehen, denn es dürfen ja nur Personen versenden, die das auch dürfen – denkste! Allinkl.com konfiguriert nun seine Mail-Server so, dass ein wichtiger E-Mail-Standard nicht mehr möglich sein wird: Das direkte Weiterleiten wird unterbunden!!!

Der Ton des Supports wird schärfer

Natürlich bin ich als Verbraucher auf Harmonie bedacht und habe den Support über diese Unstimmigkeiten in Bezug auf E-Mail-Standards in Kenntnis gesetzt. Leider kommen von dort ungewohnt scharfe Töne: Ich müsse das umsetzen, was sie mir vorgeben. Mhm, da hat wohl jemand die freie Marktwirtschaft (noch) nicht verstanden!

Mangelndes Fachwissen?

Kann man dem Provider nun mangelndes Fachwissen nachsagen, weil er augenscheinlich nicht in der Lage ist, zwischen Spam und umgeleiteten E-Mails zu unterscheiden? Soweit will ich nicht gehen – bei dem Provider arbeiten sicherlich einige, die den Unterschied nicht nur kennen, sondern die Umleitungen selbst nutzen. Der Support hat dieses Fachwissen jedoch nicht.3

Wozu braucht man solche Weiterleitungen eigentlich?

  • Ich nutze als erweiterte ToDo-Liste rememberthemilk.com (rtm). Um Aufgaben, die ich per E-Mail erhalten habe, direkt als Aufgabe hinzuzufügen, leite ich diese E-Mails direk tan meine geheime E-Mailadresse bei rtm weiter. Der Aufgabentitel ist dann gleich dem Betreff.
  • Wenn Anfragen von Käufern oder Interessenten meines Vaters an mich geschickt werden, dann leite ich diese direkt weiter.
  • Wenn Einladungen zu Parties, Ausstellungen oder Ähnlichem eintreffen, dann leite ich diese direkt an meine Freundin weiter.

Die E-Mails kommen bei dem Empfänger so an, dass nicht ich als Absender stehe, sondern der Sender der Originalnachricht! Das alles geht nun (bald) nicht mehr!!!

  • Wer von Euch ist auch bei allinkl.com als Provider und nutzt(e) die Weiterleitung von E-Mails ebenso? Wie werdet Ihr verfahren?
  • Welche guten Provider gibt es sonst noch, um der freien Marktwirtschaft zu folgen?
  • Dürfen die überhaupt einfach die Einstellungen so ändern, dass ich die Leitsungen, die ich Jahre lang nutzte, nicht mehr habe? (Stichwort: Gewohnsheitsrecht)
  1. Zu weiteren Informationen bitte rfc2076 angucken. []
  2. Beispiel: Ich bekomme eine Mail von 12345@ro.fl, diese leite ich an eine x-beliebige Adresse weiter, somit wird die Adresse 12345@ro.fl als Absenderadresse gesetzt. Mein Mailserver liegt aber auf der Domain spitau.de. []
  3. Jedenfalls nicht diejenigen, die mit mir in Kontakt traten. []

Athen ist das Lenovo-Stichwort

Das Callcenter, welches die Supportabwicklung für Lenovo abwickelt sitzt also in Athen. Dieses will sich bis Ende der Woche bei mir melden, ob die Reparatur vor der Zahlung des Geldes geleistet werden kann oder nicht. Sollte das nicht der Fall sein, werde ich mir ein neues kleines Notebook kaufen und die können meines behalten! (Geht das rein rechtlich überhaupt?!) Ob es dann wieder eine Ideapad sein wird, das wage ich zu bezweifeln.

Hat jemand Vorschläge, welche Gerät noch gut mit Linux laufen und sich im Kostenrahmen von 350-400 Euro bewegen?

Mein Ideapad kommt nicht wieder…

… jedenfalls dauert es unheimlich lange.

Am 11.03.2009 schickte ich mein Ideapad auf Anraten des telefonischen Supports weg, um es als Garantiefall reparieren zu lassen. Das Gerät hatte einen mir nicht erklärlichen Schaden am Display. (Bild bei TwitPic)  Weder  die Rück-  noch die Vorderseite des Displays wiesen Schäden oder Spuren einer Gewalteinwirkung auf. Transportiert habe ich das Gerät immer in meinem Laptop-Rucksack der Firma Wenger, in dem ich zuvor auch mein thinkpad monatelang erfolgreich transportierte.

Nach einigen Tagen rief der Support bei mir an und sagte, dass der Techniker festgestellt hat, dass das LCD gebrochen ist. Hä? Wie gebrochen? Was kaputt? Ich bat darum, den Techniker oder wenigsten einen Techniker sprechen zu dürfen. Leider ist aber nicht Lenovo selbst für die Begutachtung und Reparatur der Geräte zuständig, sondern ein anderes Unternehmen, somit war es der Dame am Telefon nicht möglich, mich mit einem Techniker zu verbinden. Sie sagte selbst, dass nicht einmal sie mit dem Techniker in Kontakt treten könne, außer über ihr „System“. Was auch immer das heißen mag… Netterweise sagte sie mir aber, wie diese Firma heißt und dass ich es dort mal versuchen solle.

Gesagt getan. Nach ein paar Minuten wusste ich den Namen des Technikers, der meinen Rechner auf seinem Tisch liegen hatte. Leider war dieser gerade nicht am Platz. Die Mitarbeiterin am Telefon wollte sich aber darum kümmern, dass dieser mich zurückrufen würde. Es kam kein Rückruf bei mir an. Ich will nicht in allen Einzelheiten meine Odyssee hier breittreten, aber Fakt ist, dass ich mehrere Male (im zweistelligen Bereich) bei der Firma anrief, ich nie den Techniker ans Rohr bekam, mir jedes Mal versprochen wurde, er würde sich bei mir melden und aber nie etwas passiert ist.

Zwischendurch rief mal wieder der Support von Lenovo an und teilte mir mit, dass die Reparatur 308 Euro und ein paar Zerquetschte kosten solle. Mhm, ich habe 365€ für das Gerät bezahlt und soll nun über 300€ für eine Reparatur bezahlen, von der ich nicht einmal überzeugt bin, dass ich sie zahlen muss, weil ich bis heute noch nicht weiß, was mit den Gerät nicht in Ordnung ist und ich davon ausgehe, dass es ein Garantiefall ist?!

Wie auch immer. Mittlerweile ist ein Monat verstrichen in dem NICHTS passiert ist. Da ich mir ein bisschen wie Don Quichotte vor komme, kommt mein Pragmatismus wieder durch: 1. Mein Ideapad ist im Eimer. 2. Ein neues kostet 65€ ohne Versand mehr als die Reparatur. 3. Lenovo stellt sich sturr. Fazit: Bezahlen und das Ideapad wieder nutzen können ist günstiger als neu kaufen.

Meine Bedingungen lauteten: Ich lasse das Gerät reparieren, bekomme aber die Altteile mitgesandt und werde nach Erhalt der Ware das Geld überweisen, um sicher zu gehen, dass ich auch die Altteile bekomme! Diese kann ich dann, wenn ich dann noch die Muße habe, einem Sachverständigen vorlegen, der mir dann Auskunft darüber geben kann, ob und wenn wie das LCD gebrochen sein soll.

Jetzt bekam ich eine Zahlungsaufforderung des beauftragten Unternehmens von Lenovo, die besagte: erst die Kohle, dann die Ware! Die Hotline war natürlich nicht mehr besetzt, als die E-Mail kam und somit kann ich erst wieder Dienstag mit jemandem in Kontakt treten. Wie es dann weitergehen soll, habe ich schon im Kopfe skizziert, aber mal gucken, was die Mitarbeiter von Lenovo dazu sagen. 😀