Warum ich keine eBooks mehr kaufe

Ich mag es wirklich, auf meinem Handy Bücher zu lesen. Ich nutze entweder die App moonreader oder die Kindle App von Amazon. Egal ob es sich um Belletristik oder Fachliteratur handelt, es ist sehr praktisch, ein Buch nach Stichworten durchsuchen zu lassen.

Vorteile des elektronischen Buches

Die häufig beschworene Haptik eines Buches vermisse ich nur selten. Außerdem kann ich in meinem Handy nahezu unendlich viel Literatur in meiner Westentasche herumtragen. Egal wo ich mich befinde, ich kann immer vor Ort entscheiden, was ich lesen möchte. Somit haben die Bücher in der elektronischen Form fast nur Vorteile. Dennoch werde ich Zukunft weitgehend auf den Kauf elektronischer Bücher verzichten.

Die elektronischen Bücher sind in der Regel nie wesentlich günstiger als die Varianten aus Papier. Man spart vielleicht 2 oder 4 Euro, hat aber den Vorteil, dass man das Buch kurz nach dem Kauf bereits lesen kann. Das Problem an der Sache ist, dass ich mit dem Kauf eines E-Books kein Buch gekauft habe.

Ich kaufe nichts, ich darf es nur nutzen

Im Grunde habe ich gar nichts Fassbares gekauft – man kauf nur ein Nutzungsrecht auf digitale Inhalte.1 Was das im echten Leben bedeutet zeigt das Beispiel aus dem Jahre 2009:

Dies tat bspw. Amazon am 17. Juli 2009, indem Kindle-E-Books (darunter Animal Farm und Nineteen Eighty-Four von George Orwell) von den Geräten seiner Kunden gelöscht wurden, da dem Verleger die Rechte zur Veröffentlichung als E-Book fehlten.2

Auch wenn Amazon nach diesem Vorfall und der damit verbundenen Kritik verkündetet, dass so etwas nicht wieder vorkommen würde, zeigt es deutlich den Unterschied zwischen dem Buch in der Hand und dem elektronischem Pendant.

BergpredigtAusleihen, verkaufen…

Ein weiteres Problem ist, dass ich das E-Book nicht „mal eben“ ausleihen kann. Ich habe nur die privaten Nutzungsrechte erworben und diese darf ich nicht verleihen. Sicherlich könnte ich meinen E-Book-Reader ganz verleihen, aber dann leihe ich ja auch noch sämtliche andere Literatur… Skurrile Idee!

Fragen über Fragen?

  • Was ist, wenn mir ein Buch nicht gefällt? Kann ich es auch ebay für einen korrekten Preis wieder verkaufen, damit evtl. jemand anderes Freude daran hat? Nein. Die Rechte, die ich erworben habe, sind auf mich beschränkt.
  • Die nächsten Worte mag ich eigentlich gar nicht schreiben, aber was ist mit meiner „Bibliothek“, wenn ich mal sterbe? Wer darf sich meine Nutzungsrechte überschreiben lassen? Geht das?
  • Was ist, wenn ein Buch, das ich heute gekauft habe und dieses mit DRM versehen ist, auf dem Reader in 25 Jahren nicht mehr zu lesen ist? Habe ich dann mein Geld aus dem Fenster geworfen? Ja!
  • Was ist, wenn das Unternehmen, bei dem ich die Nutzungsrechte erworben habe, in den Konkurs geht oder die Geschäftsbeziehungen in meinem Land einstellt… Wahrscheinlich: „Pech gehabt!“

Papier ist geduldig

Für mich macht es keinen Sinn, nur ein Nutzungsrecht an einem Buch zu erlangen. Ich möchte der Besitzer des Buches sein und dieses verkaufen, vererben, verschenken, verbrennen und als Beamerunterlage nutzen können. Nur das Recht die Inhalte eines Buches über eine gewisse Zeit zu besitzen, macht in einer Welt, in der Information und der Umgang damit immer mehr Stellenwert erlangt keinen Sinn.

Mehr zum Thema

Wer sich ein bisschen in die Materie einlesen möchte, dem empfehle ich die FAQ zu dem Thema bei Heise.de.

Außerdem kam gerade etwas über meine Abonnements auf youtube herein, das die Problematik ein weiteres Mal auf den Punkt bring.

http://www.youtube.com/watch?v=tVePgQMWbtc

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  1. http://www.amazon.de/gp/help/customer/display.html?nodeId=201044980 – Abruf: 2013-05-29 []
  2. Seite „E-Book-Reader“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 9. Mai 2013, 13:55 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=E-Book-Reader&oldid=118338537 (Abgerufen: 29. Mai 2013, 20:04 UTC) []

Wie jetzt? Ins Meer?

Full-scale mock-ups of different ISS modules. This building is amazingly huge. The ISS looks like a giant HabitrailDie Raumstation ISS soll demnächst ja nicht mehr genutzt werden. Da das Teil aber so groß ist, dass man es nicht einfach – wie andere Satelliten und Weltraumkram – als Schrott in der Umlaufbahn der Erde lassen kann, muss man es auf eine andere Art und Weise entsorgen. Die Russen haben auch schon eine klasse Idee…

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Gestern war wieder schneefrei

Um ehrlich zu sein weiß ich nicht, welche Begründung hinter dem Schließen der Schule bei starkem Schnee und Glatteis ist. Natürlich ist es schwierig für die Schülerinnen und Schüler morgens zur Schule zu kommen und auch die Lehrer haben es nicht einfach. Aber was ist mit den ganzen anderen Arbeitnehmern?! Die müssen doch auch zur Arbeit. Okay, ich gehe davon aus das die meisten Kolleginnen und Kollegen den Tag ebenso wie ich genutzt haben und am Schreibtisch saßen und somit auch gearbeitet haben.

Haben aber nicht die Schülerinnen und Schüler ein Recht auf Unterricht? Was ist, wenn Prüfungen anstehen? Könnte man es den Schülerinnen und Schülern nicht freistellen, ob sie zur Schule kommen oder nicht? Gut, dann hätte man das Problem, dass die Schülerinnen und Schüler, die in der Schule waren im Stoff weiter sind, als die daheim gebliebenen. Das wäre wohl nicht fair, denn die niemand bleibt ja freiwillig zu Hause.1 Somit müssten, die einen alles nacharbeiten oder die anderen alles zwei mal bearbeiten. Beides wäre nicht sinnvoll. Vielleicht ist das der Beweggrund des Ministeriums. Wenn damit zu rechnen ist, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler nicht oder nicht pünktlich zum Unterricht erscheinen wird, dann wird der Unterricht im Vorfeld abgesagt. Es trägt eine gewisse Logik in sich, oder?!

Ob wir jetzt bald wieder regelmäßig zur Schule dürfen oder nicht, ich hoffe nur, dass der Schnee bald mal weg ist!

  1. Jaha, realitätsfern, aber wir gehen mal vom Optimum aus. []

Geheimes EDV-Schulungsvideo aufgetaucht

Ich kenne das noch aus dem Job, in dem ich während des Studiums gearbeitet habe. Hin und wieder funktioniert etwas nicht mit dem Computer und man verlangt NICHT nach Hilfe, aber dennoch erscheint plötzlich ein EDV-Mitarbeiter und will dir bei dem Problem helfen. Dieses beim Schockwellenreiter aufgetauchte Schulungsvideo zeigt, wie sich die EDVler in einem solchen Fall zu verhalten haben.

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Sind die Piraten angekommen?

Ich verfolge nun schon seit einigen Monaten die Entwicklung der Piratenpartei und freue mich, dass eine neue kleine Partei aufsteigt und an Relevanz gewinnt. Aber die Frage, die sich stellt ist, ob sie wirklich an Relevanz gewinnt und auch in der Bevölkerung ankommt.

Ich lebe zum großen Teil im Netz. Ich blogge, ich twitter, ich lese und beantworte E-Mails, ich erstelle Webseiten, ich habe verschiedene IM-Accounts, ich betreibe ein wiki, ich lese RSS-Feeds etc. Auf diesem Wege bekomme ich viele Informationen rund um die Piraten mit. Ich stelle mir aber die Frage: Wie kommen die Piraten in der Nicht-Internet-Welt an? Kommen Sie dort an?

Ältere Damen tragen folgendes dazu bei: „Die Piraten sind ja ganz nette junge Leute. Aber was sie da in Somalia treiben, ist nicht so in Ordnung. Eine Stichprobe im Kollegium ergab ähnlich Halbgares: „Klar kenne ich die Piraten – ist doch ein komischer Haufen – da ist doch der eine Politiker, der aus der SPD rausgeflogen ist, weil er Kinderpornos auf dem Rechner hatte hin und will jetzt, das Kinderpornos im Netz bleiben…1 Ein Versuch einige Sachverhalte klarzustellen, wurde mit dem Argument, es stünde aber so auf Spiegel-online, nicht akzeptiert.

Wenn ich dann erfahre, dass die Parteien ordentlich in den Tasche greifen müssen, um auf den Privatsendern Werbung zu machen, dann frage ich mich: Wie will man die Bevölkerung ordentlich aufklären, wenn man keiner Lobby angehört, die einem solch einen „Spaß“ finanziert?

  • Sind die Piraten in der realen Welt angekommen?
  • Wenn ja welches Bild haben sie da?
  • Sind sie mehr als nur eine Spaßpartei?
  • Wird vernünftig und fair über sie berichtet?

Ich bin zwar kein Pirat und was ich wähle, dass fällt unter das Wahlgeheimnis – die Piraten sind für mich im Moment eine Erscheinung, die ich so noch nicht erlebt habe. Daher frage ich mich, ob meine Wahrnehmung mit der der Öffentlichkeit gleichgesetzt werden kann oder ob wir als internetaffine Bürger ein verklärtes Bild der Parteienlandschaft haben…

Ich habe keine Antwort auf diese Problematik, vielleicht könnt ihr mir helfen eine Antwort zu finden.

  1. Gedächtnisprotokoll!!! []