Herr Schmieeeed… Was ist denn Mobbing?

Lange nichts mehr über Poetry-Slams gepostet, mhm… schon lange gar nichts mehr gepostet. Nun aber! Ein schöner Text über meinen Berufsstand. Ich habe zwar nicht so kleine Schülerinnen und Schüler vor mir sitzen, aber einige Problemchen sind schon übertragbar 😉

Via: www.jochenenglish.de

Dienstfreie Zeit

So wie sich das gehört, wird der Beamte in seiner dienstfreien Zeit (aka Ferien) krank. Gleich am Montag wachte ich mit Halsweh auf und startete mit erhöhter Temperatur in den Tag. Dennoch muss einiges an Arbeit geschafft werden, was die letzten Wochen liegen geblieben ist. Damit ich nichts vergesse, habe ich alles fein säuberlich bei rememberthemilk notiert und kann mich nun durch den Wust graben.

Unterrichte müssen reflektiert, Mappen aufgeräumt und neue Einheiten geplant werden. Dabei ist nicht nur der „normale“ Unterricht im Blick, sondern auch die anstehende zweite Hausarbeit in Körperpflege. Fachliches Thema wird hier ganz grob „Bärte“ sein, welches durch kooperative und selbstorganisierte Lernformen unterrichtet werden soll.1

Die letzte Hausarbeit zum Thema „Poetry Slam“ war ein voller Erfolg und herhöht weiter den Leistungsdruck.

Ich gebe nach wie vor mein Bestes und lasse die Anderen benoten.

  1. Wobei das Wort unterrichten im Fall vom SOL (Selbst Organisiertes Lernen) aus der Sicht der Lehrkraft nicht den Nagel auf den Kopf trifft. []

Einfach mal die Fre*** halten!

Gestern war ich wieder auf DEM Poetry Slam in Kiel. Die Schaubude war mal wieder gerammelt voll und die Poeten gaben ihr Bestes. Unter anderem war, wie bereits geschrieben, Andy Strauß mit von der Partie. Der macht im TV und auf Youtube irgendwie einen größeren Eindruck. Aber seine Texte waren nach meinem Geschmack – der Hammer. Teilweise klangen sie surreal, nahmen -obwohl angekündigt- unerwartete Brüche und holten den Zuhörer doch wieder auf den Boden der Realität zurück.

„Team und Struppi“, das Poesie-Team bestehend aus Jasper Diedrichsen und Moritz Neumeier, rockten mit neuen Texten die Schaubude und gewannen auch verdient den Slam.

Ein weiteres Highlight, welches aber nicht auf der Bühne stattfand, war es, dem Besitzer der Schaubude Hatto, der übrigens die Schaubude abgeben will, bei der Bedienung der Gäste zuzuschauen. Dialoge wie: „Ich hätt‘ gern‘ ’nen Jever vom Fass!“ – „Das dauert eine halbe Stunde!“ – „Jo, dann eins aus’er Flasche.“ oder „Was ist den das für eine Zitronenlimo?“ – „Na Hella – Zitronenlimo!“ – „Oh ja prima, das nehm‘ ich.„, begleitet von einem neutralen Gesichtsausdruck, der mit leichten Spuren einer herzlichen Genervtheit durchzogen war, bargen eine Komik in sich, die teilweise die dargebotenen Texte übertraf.

Was mich dieses Mal richtig nervte waren die Gäste, die augenscheinlich nicht zum Hören der Texte kamen. Während der Vorträge schnackten diese, lachten und prosteten sich zu. Es war nicht immer sehr laut, aber ein ständiges Gemurmel stört einfach, wenn man den Texten folgen möchte. Ohne Scheu und erkennbares schlechtes Gewissen unterhielt man sich über Belanglosigkeiten, während die Slammer auf der Bühne versuchten ihre Texte zu präsentieren. Nach der Pause mahnte Björn (der MC) charmant zur Ruhe. Hat aber nichts gebracht…  Wahrscheinlich lesen die Besucher, die ich hier anspreche, diesen Blog nicht, aber falls doch:

Bitte bleibt das nächste Mal daheim oder seid einfach ruhig. Wenn Euch die Texte zu langweilig sind, dann geht! Aber bitte stört nicht die Besucher, die wegen der Poeten und der Texte gekommen sind und zeigt gefälligst Respekt vor den Slammern!

Wenn Ihr einen Pilz habt, dann geht doch zum Arzt

Wer einen Überwachungsstaat will, der macht sich einen… Sehr schöner Slam-Text zum verhalten hier in unserem wunderschönen Web 2.0

Was aber nicht vergessen werden darf ist, dass ich in meinen „Socialnetworks“ entscheide, wann ich was und wo schreibe. Und wenn die Welt erfahren soll, dass ich einen Pilz zwischen meinen Beinen habe, dann ist das mein Bier (Pils 😉 *SCNR*) Aber wenn der Staat meine Daten sammelt und auswertet und ich davon nichts mitbekomme, dann handelt es sich um eine ganz  andere Qualität der Datenflut. Außerdem sind die Daten im Netz in den meisten Fällen dezentral gespeichert und müssen so mühsam zusammengesucht werden, die Sammelwut des Staates verläuft aber zentral und die Daten können so viel genauer ausgewertet werden.

Slam in der Schaubude

Gestern war ich wieder beim Slam in der Schaubude. Um ehrlich zu sagen, die erste Runde war etwas mau, nur wenige Slamer überzeugten und zogen das Publikum auf ihre Seite. Die zweite Runde dagegen war richtig gut. Das lag aber auch an den Profis, die mehr in der zweiten Runde vertreten waren: Sarah Hakenberg, Dorian Spindler und das Debüt des Teams „Team und Struppi“.1

Die Slams werden für mich auf jeden Fall zu einer Art Dauerveranstaltung, da es eine klasse Abwechslung zum Alltag ist, die Texte unterschiedlicher nicht sein können und das Publikum schön ungezwungen ist. Und 3 Euro sind nicht zuviel für!

  1. Leider habe ich die Namen der beiden Künstler nicht mehr parat… Wenn das hier einer liest, der das weiß bitte ab in die Kommentare damit! []