Neues Notizbuch

Gestern ist in meinem großen Moleskine die letzte Seite beschrieben worden. Da ich in weiser Voraussicht schon Erstatz auf Lager habe, kann ich zwar direkt weiterarbeiten, aber die Vorfreude war ernüchternd.

Ich habe nun ein Leuchtturm1917 A4+ Buch. Die ersten Schritte waren enttäuschend. Das Papier auf das ich meinen Namen und meine Adresse eintragen soll, verträgt sich eher schlecht mit normaler Tinte aus einem Füllfederhalter. Die Tinte fließt in das Papier und lässt die Schrift, die bei mir eh schon immer krakelig aussieht, unschön erscheinen. Man kann zwar alles lesen, aber schade ist dieser Mangel schon. Mal sehen, wie sich die „normalen“ Seiten verhalten, wenn man mit Tinte auf ihnen schreibt.

Einmal Wien und laaaaangsam zurück

Ja, auch ich war von dem Vulkan, dessen Namen ich hier nicht schreiben werde, seiner Asche und den Auswirkungen auf den Flugverkehr betroffen. Letzte Woche war ich mit meiner Frau in Wien, um die Seele ein bisschen baumeln zu lassen.

Aus dem Hinflug, der auf Grund guter Wetterverhältnisse nur 1:10h1 gedauert hat, wurden aus dem Rückweg über 12h im ICE! Wir hätten am Samstag zurück fliegen sollen, da es aber keine Sitzplatzreservierungen mehr für die Züge am Samstag gab, haben wir uns entschieden, eine Nacht länger zu bleiben und einen Zug am Sonntag zu nehmen. In den Zügen haben wir nette Menschen kennen gelernt, mit denen man sich Zeit vertrieben hat. Wir waren nach jedem Umstieg froh, dass wir Sitzplatzreservierungen hatte, denn die Züge waren sehr voll und wir mussten jedes Mal unseren Sitzplatz einfordern.

Literatur und Hilfsmittel

Auch dieses Mal haben wir die Stadt wieder mit einer Mischung aus dem NATIONAL GEOGRAPHIC Spirallo Reiseführer Wien und dem Moleskine City Notebook Wien erkundet. Beides zusammen ist ein wahres Dream-Team bei Städtereisen. Der Reiseführer schlägt für mehrere Tage Routen vor und liefert immer nur Kartenauschnitte zur Orientierung. Das Moleskine hat eine übersichtliche Straßenkarte und einen U-Bahn-Plan, so dass man mit dem kleinen immer gegen das Verlaufen gewappnet ist. Besuchte Örtlichkeiten notiert man dann im Moleskine, damit man diese auch wiederfindet, sollte man mal zurückkehren.

Wien als Stadt

Man hat den Eindruck, den Touristen wird immer nur das ewig gestrige Wien geboten und die Stadt versucht alles Mögliche, dieses angestaubte Image loszuwerden. An jeder Ecke gibt es einen McDonald’s, Burger King oder Starbucks und in geschichtsträchtigen Gebäuden werden Swingerclubs untergebracht.2

Die Stadt hat einige Prachtbauten zu bieten, die es sich lohnt zu besuchen. Typisch für diese Gebäude scheint es zu sein, dass die Wiener jedes Gebäude zu erst nicht mögen und gegen den Bau protestieren, nach einigen Jahren diese dann aber zu schätzen lernen und sie als Teile der Stadt akzeptierten.

Eine weitere Besonderheit ist, dass die Wiener zu jeder erdenklichen Thematik ein Museum auf die Beine stellen. So viele Museen an einer Stelle geballt, kann man selten betrachten. Das eigenartigste Museum, welches wir auf unseren Streifzügen sahen, war das Gulasch-Museum, welches sich bei genauerem Hinsehen, aber als Café herausstellte. Wir haben uns lange im Haus der Musik aufgehalten und dort nicht nur das Silvesterkonzert der Philharmonie in Teilen genossen, sondern auch Experimente zum Schall mitgemacht und uns über die klassischen Komponisten informiert, die in Wien gelebt haben.

Google in Wien

Durch einen Zufall haben wir die Fahrzeuge in Wien gesehen, die allem Anschein nach dafür sorgen, dass Wien demnächst auch in maps.google als streetview auftaucht.  Die Fahrzeuge haben dort nur geparkt, weil wahrscheinlich das Wetter zu schlecht für gute Aufnahmen gewesen wäre.

  1. Geplant waren 1:30h. []
  2. Das sagte jedenfalls der Reiseleiter auf unserer Stadtrundfahrt. []

Ein Grund warum ich Notizbuch nutze

Kollegen und Freunde finden es immer wieder unverständlich, dass ich, als internet- und technikaffiner Mensch, mit Notizbüchern durch die Gegend laufe. Mein Standardspruch ist dann zumeist: „Papier ist geduldig.“ Auch wenn keiner weiß, wie diesem Schwatz zwischendurch gemeint ist, bekommt man anerkennende, nickende Blicke. 😉

Nun habe ich im Notzibuchblog ein Video gefunden, das auf eindrucksvolle Weise demonstriert, warum ein Moleskine einfach sinnvoller ist. Das Beispiel zeigt, das Eintragen eines Termins. Das Resultat kann aber auch auf andere Anwendungen eines Moleskines übertragen werden.

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Stifthalter für Molskine oder andere Notizbücher

Seit einiger Zeit schleppe ich immer ein Notizbuch mit mir herum. Das hat mir sehr geholfen, die täglichen Herausforderungen zu meistern. Aber was nützt einem ein Notizbuch, wenn man keinen Stift zur Hand hat? Daher habe ich nach Stiftehaltern Ausschau gehalten.

Versuch eins

In der Mitte des Bildes ist Versuch eins – Marke: Eigenbau zu sehen. Mit Gaffer-Tape habe ich einen Schlauch gebastelt, in den von oben ein Stift geführt werden konnte. Die Konstruktion hat sehr gut gehalten, sieht aber eher bescheiden aus.

Versuch zwei

Ich habe mir den auf dem Bild ganz rechts sichtbaren Halter zugelegt und fand ihn am Anfang richtig gut. Nach einiger Zeit beginnt er aber den Rücken des Buches aufzureißen. Das sieht nicht nur unschön aus, man hat auch noch Angst über kurz oder lang sein Notizbuch zu zerlegen.1

Versuch drei

Im Moment bin ich bei einer Gummikonstruktion aus dem Hause Leuchtturm 1917. Diese klebt man mit einer Platikebene in das Buch und heraus ragt nur noch ein Gummi, in das ein Stift geführt werden kann. Das Gummi hält auch auch Bleistifte fest. Bisher habe ich nur einen Nachteil gefunden: Es verträgt sich nicht besonders mit den Stiften G2 von Pilot, da das Gummi die Gummierung des G2s nur mit Gewalt frei lässt. Da ich aber einen schönen LAMY geschenkt bekommen habe, hat sich das Problem erledigt 😉

Bezogen habe ich den Leuchtturm-Stifthalter von R.S.V.P. – das ging schnell und unkompliziert!

Und Ihr?

Wie transportiert Ihr Euren Stift am Notizbuch? Welche Varianten gibt es noch?

  1. Das Buch auf dem Bild ist noch ganz neu, daher ist ein Ausreißen noch nicht zu erkennen. []

Intelligente Lesezeichen für Bücher

Seit einiger Zeit nutze ich „BOOK DARTS“ als Lesezeichen und finde die Teile mehr als gut! Sie können sowohl als einziges Lesezeichen genutzt werden oder aber auch, um bestimmte Bereiche in einem (Fach-)Buch zu markieren und dann schnell wieder zu finden.

Die Darts bestehen aus Metall (Federbronce) und lassen sich auf eine Seite schieben, um eine exakte Stelle zu markieren. Man beklebt die Buchseiten nicht und man kann die Darts ohne Rückstände wieder entfernen.  Mir gefällt sehr gut, dass nichts mehr aus dem Buch heraus ragt, ich aber dennoch Seiten markiert habe. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich die Darts so oft ich möchte wiederverwenden kann  und so weniger Müll produziere.

In meinem kleinen Moleskine habe ich auch einen Dart. Dieser kennzeichnet die Stelle der ersten noch nicht erfüllten Aufgabe. Somit kann ich mit dem Bändchen schnell die Stelle finden, an der ich etwas notieren kann und mit dem Dart die Stelle, an der ich gucken muss, was alles noch erledigt werden muss.

Die Darts habe ich bei R.S.V.P. bestellt – das ging schnell und unproblematisch.