Wäre Anonymität als Blogger angebracht?

Hin und wieder spüre ich in mir einen Drang, anonym zu bloggen. Im Alltag der Schule und während der Arbeit als Studienleiter passieren hier und da unglaubliche Dinge, die unter meine Schweigepflicht fallen. Außerdem fände ich es in vielen Fällen nicht gut, wenn Rückschlüsse auf Personen gezogen werden könnten, nur weil man weiß wer ich bin, wo ich arbeite und mit wem ich wann gesprochen habe.

Unglaubliches

Schülerinnen und Schüler vertrauen mir immer wieder Dinge an, die in vielen Fällen unglaublich klingen. Selbst wenn man 50 % von den Geschichten als ausgeschmückt definiert, sind es noch immer Geschichten, die mich erschrecken, traurig stimmen, den Kopf schütteln lassen, Motivation zu helfen erwecken oder mich wütend werden lassen. Die Themen gehen von häuslicher Gewalt, Drogenkonsum, Vergewaltigung, Antisemitismus, Rechtsradikalität, bis hin zu Androhungen von Mord.

Man erlebt aber auch lustige und überraschende Themen, die mich lachen und schmunzeln lassen: Begebenheiten in der Schule, Medienkompetenz der Kolleginnen und Kollegen (oder Mangel dieser…), Bemerkungen von Schülerinnen und Schülern und eigene Unzulänglichkeiten.

Entscheidung nicht bereut

Auch wenn ich viele der Dinge gerne mit der Welt teilen würde, bin ich froh, dass ich mich damals entschieden habe, ein eigenes Blog zu führen, in dem meine Identität bekannt ist. So überlegt man sich immer wieder genau, was man tatsächlich schreibt und veröffentlicht und man kann auch direkt auf bestimmte Artikel angesprochen werden. Egal aus welcher Intention – ob man zurechtgewiesen oder gelobt wird.

Bloggt ihr anonym oder unter echtem Namen? Warum?

Forderungen an Lehrer!

Ein AudioBoo eines Schülers lässt sich auf dem Weg zur Schule über die Medienkompetenz von Lehrerinnen und Lehrern aus. Er bringt Beispiele aus seinem schulischen Leben und fordert von den Kollegen mehr Medienkompetenz. Er bezieht sich da ganz stark auf Basiskompetenzen.1

Weiterhin spricht er über die „neumodischen“ elektronischen Tafeln, deren Einsatz nicht immer sinnvoll ist 😉

Grundsätzlich unterstreicht der Beitrag meine These: „Nicht alles was technisch machbar ist, ist sinnvoll.

„Forderungen an Lehrer!“ weiterlesen

  1. Anschließen eines Beamers, Scrollen im Webbrowser etc. []

Youtube Videos saugen mal einfach…

Wer kennt das nicht, da ist ein nettes, schönes, krasses oder einfach sehenswertes Video auf Youtube und man möchte dieses Video aber auf der eigenen Festplatte haben. Gerade wenn man im Unterricht mal ein Video zeigen möchte, die Umstände in der Schule es aber nicht zulassen, dass man mit dem Laptop ins Internet kommt, wird es schwierig.

Auf der einen Seite gibt es klasse Plugins für den Firefox und auf der anderen Seite sind dort unzählige Seiten, wo man mal eben die URL kopieren muss und mit der rechten Maustaste dass Video dann speichern kann. Für mich und andere alles kein Problem, aber für diejenigen, die (noch) eine geringere Medienkompetenz aufweisen hier ein kleiner Trick, wie es relativ einfach und schnell geht.

  1. Geh‘ auf ein Youtube-Video. Z. B. http://www.youtube.com/watch?v=FjMuLQ7sKUI
  2. Ändere die Url in deiner Adresszeile auf http://www.kickyoutube.com/watch?v=FjMuLQ7sKUI
  3. Wähle das Dateinformat
  4. Klicke auf „GO“
  5. Fertig.

Wenn das mal nicht einfach ist…

Wer das Ganze mal visualisiert haben möchte, der guckt hier:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=N_F3kI3a-WE

Via: YouTube Videos sichern für Dummies | Trendpiraten Blog

Quelle: Internet – WTF?!

Jetzt mal ehrlich: Wenn ich meinen Schülern und Schülerinnen Medienkompetenz vermitteln möchte, dann achte ich wie ein wildgewordener Fuchs darauf, ob sie die Quellen halbwegs richtig angeben. Denn die Quelle einer Aussage, eines Zitats, eines Videos oder eines Bildes, sagt oftmals mehr aus, als die Aussage selbst. Die Intention der Aussage wird deutlich!

Aber einge „Nachrichten-Sendungen“ untergraben meine Autorität massiv. Diese Sendungen haben mittlerweile entdeckt, dass auch die Privatperson als „Journalist“ vor Ort herhalten kann, wenn diese Aufnahmen mit Ihren Mobiltelefonen machen und auf Internetseiten wie youtube, myvideo (oder wie diese Plattformen alle heißen…) hochladen. Die „Nachrichten-Sendungen“ zeigen dieses Video dann oftmals mit dem Hinweis:

Quelle: Internet

Wo waren die Redakteure, als in der Uni die Themen Medien, Quellenangabe und Gehirn-einschalten besprochen wurden?! Ich will damit sagen, dass das „Internet“ im Prinzip nur eine Medium ist und auf keinen Fall als Quellenangabe ausreicht. Ich will mal ein Beispiel bringen, dass den Sachverhalt vielleicht klarer darstellt:

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“

Quelle: Buch

Ist klar geworden, was ich meine 😀

Wie soll der Bürger, der zu Hause vor der Glotze sitzt und einen solchen Schwachsinn in einer vermeintlichen Nachrichtensendung gezeigt bekommt, denn ein Urteilsvermögen entwickeln oder einen kritischen Umgang mit den neuen Medien. Sollte diese Praxis der Nachrichtensendungen sich im Alltag wiederfinden, was hier nur als eine Zuspitzung und nicht als eine Prognose gedacht ist, werden wir bald solche Dialoge mitbekommen:

A: Ich soll Dich Grüßen!
B: Yo cool! Von wem?
A: E-Mail.

Rigerose Löschung der Kommentare

Also ich bin ja nun wirklich ein netter und offenherziger Mensch, aber wenn man meine Gutmütigkeit mit Dummheit verwechselt, dann sollte man sich mal fragen welchen Grad die eigene Menschenkenntnis erreicht hat.

Congstar will verkauft werden

Ich habe mich hier im Blog ja schon über die Erscheinung der Telekom Tochter congstar in der Werbung und somit der Öffentlichkeit auseinandergesetzt. Da augenscheinlich nicht viele diese vermeindliche LSD-Romantik im Stil des gelben U-Boots verstanden haben und wohl noch weniger dieses verlockende Angebot wahrgenommen haben, entschlossen sich die Werbenden einen Gang runter zu schalten.

Werbung auf nicht feine englische Art

Nun gut, ganz von dem für viel Euros entwickelten hippen Gesicht wollte man sich nicht trennen und somit schwächt man das Ganze nur ab, so dass der Eindruck entsteht, der oben beschriebene Rausch klingt allmählich ab. Nun ist congstar wieder in aller Munde1 und irgendwelche Schwachmaten findige Geschäftsleute Idioten Interessierte finden über Suchmaschinen meinen alten Blogeintrag und meinen nun, ihren Senf dazu geben zu müssen. Das ist ja nicht schlimm, kann man ja ruhig mal machen, alte Kammelle aufwärmen macht doch immer mal wieder Spaß, aber das Ganze als gewinnbringende Verlinkung auf seine eigene Seite zu veranstalten auf der dann auch noch congstar-Verträge abgeschlossen werden können, finde ich nicht nur frech, sondern in jeglicher Hinsicht grenzwertig!

Solche Postings werden demnächst immer so editiert, dass die Links raus fliegen und das kommentarlos.

Und täglich grüßt das Murmeltier

Einen ähnlichen Fall hatte ich ja schon mal mit Peter von Quoka2 der wollte augenscheinlich auch ein paar Links mit einem Uraltvideo abzocken… Aber nicht mit mir 😉 Nachdem ich Peter sagte, dass er3 gerne auf meinem Blog Werbung schalten könne, fragte er mich nach meiner E-Mail-Adresse.

Medienkompetenz in Verlagshäusern

Mhm, ich weiß nicht, wie ich das beurteilen soll. Ein Medien-Angestellter eines Verlagshauses will durch Kommentare in Blogs und den damit verbundenen Links Traffic erzeugen und/oder seinen Pagerank verbessern, hat aber so wenig Medienkompetenz, dass er nicht einmal selbstständig in der Lage ist Kontakt zu einem deutschen Blogbetreiber herzustellen, die ja bekanntlich verpflichtet sind, ein Impressum zu haben.

Wer will, der fragt

Also wer hier werben will kann das tun. Kontaktiert mich einfach und fragt freundlich nach. Dreiste Werbeversuche werden demnächst ins Datennirvana abgeschoben!

  1. Ich werde hier nicht auf die entsprechenden Seiten verlinken, da ich es für jugendgefährdent halte, wenn Drogenkosum und die folgende Beeinträchtigung der Wahrnehmung bagatellisiert und sogar verherrlicht werden. []
  2. Guckstu hier: http://blog.spitau.de/2007/10/19/warum-ich-keine-katzen-mag/ []
  3. Und auch viele andere … []