Ehrlich währt am längsten

Ehrlichkeit ist eine wahre Tugend, die in der Gesellschaft, wie wir sie heute erleben, nicht immer einen hohen Stellenwert hat. Aber was wollen wir auch von den Menschen erwarten, die alle vier Jahre Wahlversprechen verlauten lassen, die dann doch nicht eingehalten werden. Im wilden Westen hätte man dafür um sein Leben bangen müssen. In der heutigen Zeit wird dieses Verhalten doch nur mit einem: „So ist das eben im Wahlkampf!“ kommentiert.

ehrlichkeit

Ich plädiere dafür, die Ehrlichkeit wieder als hohe Tugend im Alltag zu etablieren. Was aber nicht heißen soll, man soll seine Meinung immer und überall unverblümt kund tun. Denn nicht umsonst heißt es: „Reden ist Silber – schweigen ist Gold.

Fragen über Fragen…

Wie ist das mit unseren Schülerinnen und Schülern?

  • Sind wir zu denen immer ehrlich?
  • Was ist, wenn eine Frage gestellt wird, die wir nicht auf Anhieb beantworten können?

Was ist mit unseren Kolleginnen und Kollegen?

  • Haben wir für die ein offenes Ohr für ehrliche Gespräche?
  • Sagen wir denen, was uns stört?
  • Was aus unserer Sicht unprofessionell ist?

Was ist mit unseren Vorgesetzten?

  • Sind wir auch zu denen ehrlich?
  • Oder geht Ehrlichkeit nur zu den Menschen im Betrieb, die unter einem Arbeiten, aber  nicht „nach oben“?

Ist Ehrlichkeit im beruflichen Alltag eine Tugend die eine Rolle spielen sollte?

Schuster bleib‘ bei Deinen Leisten

Ich war mal wieder bei der Post und musste dort zum Schalter, weil ich keine passenden Postwertzeichen hatte. Kaum hatte ich bezahlt, wollte mir der Post-Angestellte irgendwas von einer Versicherung erzählen. Ich bin in solchen Fällen mittlerweile sehr direkt und machte dem jungen Mann klar, dass ich mich in der Post befinde und nicht in einer Bank oder einem Versicherungsbüro und man das nicht nur am Ambiente merken würde, sondern auch der Art und Weise des Umgangs mit den Kunden. Ich habe den Herren noch in der Hinsicht beraten, dass „der Schuster doch bei seinen Leisten bleiben solle“, wobei ich mir nicht sicher war, dass der Post-Angestellte verstanden hat, was ich meinte und ich im Nachhinein auch merkte, dass er für diesen Spruch der Falsche gewesen ist.

Screenshot von quoka.com vom 4.10.2007

Dass aber nicht nur ich mich von der Post-Bank irgendwie verarscht vorkomme zeigt betonblog.de » Wenn man seine Kunden für doof hält… Aber die Frage ist ja: Sind die so doof, von der Post oder tun die nur so? Ich denke die tun nur so… Jedenfalls die Chefetage …

Ich für meinen Teil würde gerne in der Post Briefe versenden, bei der Bank Geld anlegen und beim BMW-Händler ein Auto kaufen und nicht Zahnersatz in der Post, Computezubehör in der Bank und Brötchen beim BMW-Händler. Aber diese Entwicklung scheint nicht aufhaltbar zu sein. Schade eigentlich.

Aber dass es doch noch Gründe gibt, ein Postbank-Konto in Erwägung zu ziehen zeigt der obige Scrrenshot 😀