Yay! Das zweite Staatexamen liegt hinter mir

Jep, richtig gelesen. Das zweite Staatsexamen habe ich nun auch erfolgreich hinter mich gebracht. Und was soll ich sagen? Es hat gar nicht weh getan. Naja gut, ein bisschen, im Vorfeld… 🙂

Ich freue mich jetzt darauf, in erster Linie weiterhin guten Unterricht zumachen, Dinge auszuprobieren und vor allem, unabhängiger handeln zu können. Froh bin ich auch, dass ich nun wieder mehr Zeit für meine Frau, Familie und Freunde habe und nicht ständig ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich mal nicht am Schreibtisch sitze.

Auch hier werden nach und nach mehrere Artikel zu lesen sein. Die Blogosphäre hat mich also wieder!

Hausarbeit – sie nähert sich dem Ende

Meine Pflichtseitenzahl habe ich nun voll1 und die Arbeit liegt bei der ersten Ausbildungslehrkraft zum Korrektur lesen. Mal sehen, wie viele Hauer ich dieses Mal reingehauen habe. Wenn jemand wissen will, was ich für ein Gefühl habe, dann gibt’s meinen Standardspruch: „Ich gebe mein Bestes – benoten tun die Anderen.

Die letzten Tage vor den Ferien, sind sehr stark von gemeinsamen Frühstücksorgien geplagt, da ja im Prinzip jeden Tag eine Berufsschulklasse den letzten Tag hat. Ich glaube, nach dieser W0che werde ich mal wieder 10 Kilogramm zugenommen haben. 🙂 Mal sehen, vielleicht schaffe ich es in den Ferien ja mal, den Jog-Map-Zähler zu erhöhen 😉

  1. Über die Tatsache, dass die Stylesheet-Vorgaben keine Ränder definieren, sind die Pflichtseiten auch sehr anpassbar. []

Und manchmal nervt es doch…

Um es gleich zu Beginn dieses Beitrages festzustellen:

Ich meckere nicht, ich stelle nur fest. Ich habe mir den Job selbst ausgesucht. Ich gehe den Weg gerne. Die Arbeit macht mir Spaß. Es nervt aber manchmal doch!

Ich sitze gerade an meiner zweiten Hausarbeit für das zweite Staatsexamen. Die erste ist „sehr gut“ geworden und erhöht somit den Leistungsdruck um so mehr. Es sind noch drei Wochen bis zur Abgabe und ich habe noch zwei Wochen reguläre Schulzeit. Die Arbeit soll in diesen zwei Wochen fertig werden, damit ich noch eine Woche habe, das Ganze Korrektur lesen zu lassen und u. U. zu korrigieren.

Damit dieses Ziel auch erreicht werden kann muss ich malochen. Ordentlich, diszipliniert und stetig an der Arbeit schreiben.

Die Hochzeit

Letztes Wochenende hat ein guter Freund von mir geheiratet. Ich kenne ihn schon seit Jahren und obwohl unsere Beziehung anfangs nicht so gut war, entwickelte sich eine gute Freundschaft. Seine Frau kenne ich auch schon sehr lange – nicht so gut wie ihn, aber immerhin. Dieses Pärchen ist so ein Pärchen, wo man ein gutes Gefühl hat. Die Beiden gehören einfach zusammen, da lässt sich nichts dran rütteln. Also freut man sich, wenn sich so ein Paar trauen lassen möchte. Gut, die standesamtliche Trauung war in der Woche, da hätte ich gar nicht hingekonnt, aber die kirchliche fand am Samstag statt, so dass man auch aus Kiel mal locker nach OWL fahren könnte. Meine Freundin tat das auch. (Sie kennt die Beiden auch gut.) Ich blieb aber in Kiel, um an meiner Hausarbeit zu schreiben. 🙁

Drei Tage lang bin ich nicht rausgegangen, sondern saß am Schreibtisch, schrieb, analysierte,  formulierte und aß Tiefkühlpizza aus dem Lidl, während besagtes Pärchen in den Hafen der Ehe einfuhr.

Glücklicherweise sind beide vom gleichen Berufsstand und reagierten auf die Botschaft, die ich per Telefon überbrachte, sehr angemessen. Das gab mir nicht noch ein schlechteres Gewissen, als ich es eh schon hatte.

In solchen Momenten nervt das Referendariat ungemein, da mein Beruf mein Privatleben (das was davon übrig ist) auffrisst. Das Schlimme ist ja, dass es gar nicht der Beruf ist, sondern die Ausbildung dazu.

Ich habe Abitur, eine Lehre gemacht, studiert, nebenbei in einem Verlag gearbeitet, war ein Jahr selbstständiger Medienberater und ich muss sagen, dass ich in keiner Zeit so viel gearbeitet habe, wie ich es im Moment mache. Ich kann mir nicht denken, für was dieser übertriebene Stressfaktor gut sein soll. Will da jemand die Spreu vom Weizen trennen? Dann macht das vorher in der Uni!

Das musste ich einfach mal loswerden, aber:

Ich meckere nicht, ich stelle nur fest. Ich habe mir den Job selbst ausgesucht. Ich gehe den Weg gerne. Die Arbeit macht mir Spaß. Es nervt aber manchmal doch!

Es nähert sich dem Ende…

Meine Ausbildung nähert sich langsam aber sicher dem Ende. Gestern hatte ich mein letztes Pflichtmodul in Deutsch. Dieses Mal waren wir in der Beruflichen Schule in Niebüll. Von dort aus haben wir das Emil Nolde Museum in Seebüll besucht. Auf der Fahr dort hin viel mir besonders das flache Land auf. Friesland scheint keine Hügel zu kennen. Viele empfanden diesen Blick in die Weite als schön und beruhigend. Ich für meinen Teil kann aber noch kein endgültiges Urteil fällen. Bisher empfinde ich die Landschaft dort nur als „platt“, eine Wertung kann ich dem Ganzen noch nicht geben.

Ein lachendes und ein weinendes Auge

Auch wenn ich mich natürlich freue, dass ich mein letztes Pflichtmodul hinter mir habe, muss ich dennoch gestehen, dass mir diese Tage fehlen werden. Denn hier kam man immer wieder in einen pädagogischen Diskurs, der in Schule leider oft den strukturellen Diskussionen weicht. Man erhielt Anregungen, aus anderen Schulen und lernte diese auch mal kennen.

Ein schreckliches Wahlmodul

Da ich in diesem Semester auch noch Wahlmodule belegen musste, befand ich mich am Mittwoch auf einer Veranstaltung mit dem Namen „Tafelbilder im Deutschunterricht“. Ich komme nach diesem Modul zu dem Entschluss: Es war das schlechteste Wahlmodul, welches ich je belegt habe. Der Referent versuchte am Anfang die Atmosphäre durch Spielchen aufzulockern, aber diese Spiele passten hinten und vorne nicht zu seiner Person, so dass der nötige Ernst bei uns LiA verborgen blieb. Nach einem ellenlangen, redundanten und im höchsten Maß eintönig vorgetragenen Vortrag, gestalteten wir nachmittags ein Tafelbild! Gelernt habe ich nichts Neues und es machte den Eindruck, dass es den anderen Lia ähnlich erging. Solche Fehlgriffe gehören nun der Vergangenheit an 🙂

’ne drei ist doch gut

Nach der Rückgabe einer Klassenarbeit im AVJ1 spielte sich folgender Dialog ab:

Schüler: Herr Spitau, ich hab’ne drei – das ist doch gut, oder?!

Ich: Naja, gut wäre eine zwei. Eine drei ist befriedigend…

Schüler: Yo! Aber wenn ich eine Frau befriedige, dann ist das doch gut, oder?!

Ich:

Ich bin nicht häufig sprachlos, aber die Kausalkette leuchtet doch irgendwie ein 😉

  1. Ausbildungsvorbereitende Jahr []