Gelesen: Den Weg der Meister gehen – Wolfgang Poeplau

Eine liebe Kollegin hat mir vor den Ferien einen Amazon Gutschein geschenkt und diesen habe ich bei der letzten Bestellung eingelöst. Zum einen habe ich mir das neuste Album von Too Strong (Rap Music Is Life Music) gegönnt und zum Auffüllen des Preises dann oben genanntes Buch.

Der Autor versucht zwischen den Religionsgründern Jesus und Buddha Parallelen zu ziehen. In den meisten Fällen gelingt ihm das auch ganz gut, obwohl dieses Unterfangen ja nicht so einfach ist. Die Christen haben als Glaubensbasis die Bibel zur Hand. Es ist das Buch der Bücher, das die einzige Wahrheit enthält. Der Autor unterscheidet mit spitzer Feder zwischen dem alten Testament, in dem Gott eher der rachsüchtige und eifersüchtige Allmächtige ist, und dem neuen Testament, in dem Gott durch seinen Sohn zu Worte kommt und die Nächstenliebe predigt.

Auf der buddhistischen Seite wählte Poeplau den Zen-Buddhismus und einige seiner Koans, um einen Vergleich der Lehren und Personen zu starten. Da es im Buddhismus keine „Bibel“ gibt, die von allen Schulen als das Basiswerk verstanden wird, ist ein Vergleich der Religionen ebenso schwierig wie einfach. Schwierig, weil man keine gemeinsame Basis findet, um mit den Argumenten aller Schulen zu diskutieren und einfach, weil man aus den unzähligen Massen von Sutren, Koans und anderen Überlieferungen sicherlich immer etwas findet, was zu einem Gleichnis Jesu passt.

Auch wenn diese Widrigkeiten das Buch in einem differenzierten Lichte erstrahlen lassen, ist es auf jeden Fall lesenswert. Durch die Lektüre habe ich den Jesus der Bibel mal wieder aus einem anderen Blickwinkel wahrnehmen können und ihn mehr als Denker und weisen Mann gesehen und weniger als Sohn Gottes, also einem metaphysischen Mischwesen. Ein Mensch, der sich gegen die damaligen Gepflogenheiten gestellt hat, wenn er es für richtig hielt und jemand der den pazifistischen Weg bis zur letzten Konsequenz gegangen ist. Mein Bild Siddarthas hat sich durch das Buch weniger verändert, sondern eher gefestigt.

Für nur 5,99 Euro sicherlich ein super Preisleitungsverhältnis, denn zum Nachdenken haben mich die Ausführungen Poeplaus auf jeden Fall angeregt.

Subjektive Note: 2

Das Leben des Buddha

Wer oder was ist oder war eigentlich dieser Buddha? Ein Mensch oder doch ein Gott? Ein Anbetungswürdiger oder nur ein Mensch? Ist der Buddhismus eine Philosophie oder eine Religion?

Diese Reportage bringt für Einsteiger in den Buddhismus einige Informationen, konzentriert sich aber doch auf den tibetanischen Buddhismus. Die Grundlagen sind in den meisten Schulen aber nicht viel anders.

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Was ist eigentlich Karma…

Letztens versuchte ich einer Kollegin zu erklären, was Karma eigentlich ist. Das ist nicht so einfach, aber ich glaube sie hat die Grundzüge verstanden – was sicherlich auch an meinen großartigen Erklärungen liegt *hust*. Damals kannte ich dieses Video noch nicht. Es zeigt auf eine eindrucksvolle Weise, wie Karma funktioniert. Zwar tritt das Prinzip „Ursache – Wirkung“ nicht immer so schnell ein und die Wirkung manifestiert sich u. U. erst im nächsten Leben, aber das Prinzip wird deutlich.

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Religionsunterricht ist Betrug – Cognitiones Publicae

Ist es nicht schwierig etwas zu behaupten, für das es keine Beweise gibt?
Ich finde: Ja!

Aber macht das nicht eine Religion aus?
Ich finde: Ja!

Kann man somit behaupten Religionen seien Betrug?
Ich finde: Nein!

Immerhin geht es um Glauben und nicht um Wissen.

Religionen bestimmen das Leben vieler Menschen auf diesem Planeten. Und damit sind nicht nur die monotheistischen Religionen gemeint, die auf einem Schöpfergott beruhen, sondern auch Religionen, die mit einer Masse an Göttern (Hinduismus) und ganz ohne Götter (Buddhismus) auskommen. Sie sind zu sehr lebensbestimmend, als das sie von Schule vernachlässigt werden sollten. Auch wenn die Atheisten jetzt nicht nur in England, sondern auch in Deutschland antreten, einen Kreuzzug gegen die Religionen zu führen, kann und darf man den Einfluss der Religionen nicht leugnen. Gerade in Mitteleuropa, wo die Religionen durch Zu- und Auswanderer aufeinander treffen und die Kulturen durch die Religionen geprägt sind, ist ein Religionsunterricht unausweichlich für ein für friedliches Zusammenleben. Durch die Auseinandersetzung mit den „anderen“ Gepflogenheiten, Riten und Vorstellungen der Welt, kann Verständnis und Empathie erreicht werden.

Ich bitte aber darum, meine Definition von Religionsunterricht nicht als Glaubensvermittlung zu verstehen, sondern als einen interreligiösen Diskurs, der Platz für Diskussionen und alle Weltvorstellungen hat.

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