Ehrlich währt am längsten

Ehrlichkeit ist eine wahre Tugend, die in der Gesellschaft, wie wir sie heute erleben, nicht immer einen hohen Stellenwert hat. Aber was wollen wir auch von den Menschen erwarten, die alle vier Jahre Wahlversprechen verlauten lassen, die dann doch nicht eingehalten werden. Im wilden Westen hätte man dafür um sein Leben bangen müssen. In der heutigen Zeit wird dieses Verhalten doch nur mit einem: „So ist das eben im Wahlkampf!“ kommentiert.

ehrlichkeit

Ich plädiere dafür, die Ehrlichkeit wieder als hohe Tugend im Alltag zu etablieren. Was aber nicht heißen soll, man soll seine Meinung immer und überall unverblümt kund tun. Denn nicht umsonst heißt es: „Reden ist Silber – schweigen ist Gold.

Fragen über Fragen…

Wie ist das mit unseren Schülerinnen und Schülern?

  • Sind wir zu denen immer ehrlich?
  • Was ist, wenn eine Frage gestellt wird, die wir nicht auf Anhieb beantworten können?

Was ist mit unseren Kolleginnen und Kollegen?

  • Haben wir für die ein offenes Ohr für ehrliche Gespräche?
  • Sagen wir denen, was uns stört?
  • Was aus unserer Sicht unprofessionell ist?

Was ist mit unseren Vorgesetzten?

  • Sind wir auch zu denen ehrlich?
  • Oder geht Ehrlichkeit nur zu den Menschen im Betrieb, die unter einem Arbeiten, aber  nicht „nach oben“?

Ist Ehrlichkeit im beruflichen Alltag eine Tugend die eine Rolle spielen sollte?

Vormittags RECHT und nachmittags FREI…

… so lautet der Spruch, den man immer wieder zu hören bekommt, wenn man sich außerhalb des Mikrokosmos Schule zu seinem Beruf äußert. Meine Standardantwort auf solche versuchten Sticheleien1 ist immer: „Augen auf bei der Berufswahl. – Wir leben in einem freien Land mit freier Berufswahl.2 In der Regel ist dann Ruhe im Karton.

Nun wollte Anja Reschke es mal genauer wissen und ist für 4 Wochen in Hamburg in die Schule gegangen – als (Hilfs-)Lehrerin. Sie hat natürlich ein Kamerateam mitgenommen und präsentiert uns nun ein Video, wie es in den deutschen Klassenzimmern abgeht. Man sieht freche Schülerinnen und Schüler, überforderte Lehrkräfte, Umsetzungen von Schulkonzepten und und und… eben den Alltag in unserem kleinen Mikrokosmos.

Eines Kommentars zu dem Film enthalte ich mich – jeder darf sich seine eigene Meinung bilden.

http://www.ndr.de/regional/hamburg/lehrer281.html

  1. Dazu gehören auch die gefühlten 100 Wochen Urlaub im Jahr… []
  2. Auch wenn man an dieser Stelle an vielen Punkten diskutieren kann, ist die polemische Ebene ähnlich wie die des Gesprächspartners und macht meine Einstellung zu den Dingen deutlich. []

Keine Schreibrechte mehr auf meinem Samsung Galaxy S2

Es lebt!Was eine Freude, endlich ein Update auf die Androidversion 4.1.2. Dann mal los… Nachdem ich meinem Galaxy S2 mitgeteilte habe, dass es updaten darf, wartete ich gespannt. Zack und schon bootete das Gerät und … MIST! Meine „wichtigsten“ Apps starteten nicht mehr: waze  blieb hängen, Evernote faselte was von zerschossener SQL-Datenbank und meine Gallery meinte, das Telefon sei voll und könne so nicht arbeiten. Außerdem konnte ich nichts mehr aus dem Netz oder von WhatsApp herunterladen.

Das Netz, Dein Freund und Helfer

Also ab ins Netz und ein bisschen recherchiert. Erste google-Treffer: Keine Lese/Schreibrechte mehr auf interne SD nach 4.1.2 Update. Bingo! Ein bekanntes und sicherlich behebbares Problem. Aber leider wurde ich enttäuscht. Im dem Thread schreibt ein Moderator:

Willkommen im Forum.
[4.1.2 LSD DBT ][Probleme][Diskussionen][Fragen] nach Update der LSD
Dort wird ausgiebig über die Version diskutiert.
Also schau da mal rein und wenn du nichts finden kannst, stelle deine Frage dort einfach noch einmal. Wenn ich deinen Beitrag einfach verschieben würde, wird er dort untergehen.

Foren sind auch nicht mehr das, was sie mal waren

Mein Gedanke: Hey Super! Mir wird da sicherlich geholfen. Dann musste ich aber feststellen, dass der verlinkte Thread aus 118 Seite mit jeweils 10 Beträgen besteht. Also mal eben 1180 Beiträge in einem komplett unstrukturierten, gewachsenen Text, bei dem jeder gefühlte 2. Beitrag den Vorschreiber darauf hinweist, doch die SuFu1 zu nutzen. Wie auch immer – angepestet von der Tatsache, dass in EINEM Thread alle möglichen Probleme und Problemchen bearbeitet werden und so eine strukturierte Suche unmöglich ist, habe ich mal auf Englisch weiter geforscht.

Full-Wipe, ich komme

Dort fand ich dann auch den Hinweis einen full-wipe zu machen. Das schien bei vielen Usern auch funktioniert zu haben. Also los: FULL-WIPE, ich komme! Ja klar… ohne Backup! Das ist was für Luschen! Die wichtigsten Sachen liegen in der Cloud und von den ganz wichtigen Sachen2 habe ich sowieso immer Sicherungen auf dem heimischen Rechner! Somit kann es nicht so schlimm werden und mal ein bisschen etwas neu einrichten, ist auch nebenbei schnell gemacht.

Nach dem nächtlichen full-wipe erwartete mich ein jungfräuliches System. Als erstes waze und evernote installiert und… Die gleiche Fehlermeldung! ARGH!!! Alle Daten, alles futsch – alles neu einrichten. Und? Für was? Für N I X!3 Wenn nun wenigstens alles wieder wie gewohnt gestartet hätte, aber nein.. Schlaflose Nacht ich komme.

Die helfenden Hände

In der Schule habe ich einige Schülerinnen und Schüler nach der Problematik gefragt, aber ich hatte das Gefühl, dass die noch weniger von der Materie wissen als ich. Ein Kollege vom Training empfahl mir das Teil zu rooten4 und einen mod5 draufzuziehen. Da ich zwar experimentierfreudig bin, was meine Gadgets angeht, wäre ich im Alltag doch schon aufgeschmissen, wenn ich ohne mein Mobiltelefon unterwegs sein müsste. Also habe ich da ein bisschen Bammel, dass etwas schiefläuft und das Gerät nicht mehr funktionstüchtig ist.

Ich würde gerne mal selbst so einen Mod aufspielen, bräuchte dann aber die Muße, mich in das Ganze Procedere einzulesen – die habe ich im Moment aber nicht.

Das Ende von Lied

Da ich aber nicht kampflos aufgebe, habe ich mich heute auf meine eigenen Fähigkeiten verlassen und mal eben mein Telefon repariert. Ich habe die interne SD Karte des Handy mit fsck mehrmals überprüfen und fixen lassen. Einige Daten habe ich per Hand gelöscht, wenn fsck das nicht wollte.

Ein weiteres Problem, dass fsck erkannt hatte habe ich nicht angefasst. Es meinte, es gäbe einen Unterschied zwischen dem Bootsektor und seinem Backup. Da habe ich mal besser die Finger von gelassen, weil ich nicht genau weiß, wann adnroid wo ein Backup anlegt und welches nun die aktuelle Version sein sollte.

Die Apps, die Probleme gemacht haben, habe ich deinstalliert und die Verzeichnisse im /Android/data/-Verzeichnis gelöscht oder geleert und dann die Apps wieder installiert. Was soll ich sagen, hat alles funktioniert! Mein Galaxy SII rennt wieder wie eine Eins.

Mit vollen Schreibrechten einbinden

Damit ich auch alle Daten löschen und bearbeiten konnte, habe ich das Galaxy SII mit folgendem Befehl eingebunden:

mount /dev/sdb /media/ -o rw,umask=0000

Ich hoffe, dass ich mit diesem Beitrag der einen oder anderen verlorenen Android-Seele helfen kann, das eigene Handy wieder nutzbar zu machen 😉

Im Artikel genannte Apps

Waze: GPS, Navigation, Karten & Verkehr
Waze: GPS, Navigation, Karten & Verkehr
Entwickler: Waze
Preis: Kostenlos
Evernote
Evernote
Preis: Kostenlos+
TAPUCATE - Phone only
TAPUCATE - Phone only
Entwickler: Apenschi Software
Preis: 19,99 €
WhatsApp Messenger
WhatsApp Messenger
Entwickler: WhatsApp Inc.
Preis: Kostenlos

 

 

  1. Suchfunktion für alle Newbies []
  2. AndroClass []
  3. Liebe Schülerinnen und Schüler, die ihr hier mitlest: Es heißt NICHTS und nicht NIX! Es handelt sich hier um den Gebrauch der Umgangssprache, um den Text dramatischer wirken zu lassen. In einer Klassenarbeit ist das in der Regel nicht gewünscht. []
  4. Eine Möglichkeit Administrationsrechte auf dem Telefon zu erlangen. []
  5. Ein modifiziertes Betriebssystem, das in der Regel auf der neuesten Android Version basiert. []

1 – 3 – 5 / Dinge planen und tun

Dieser Artikel ist ein Beitrag der Serie: Selbstmanagement als Lehrer»

chk-1-3-5.jpgDoch, doch ich kann schon noch zählen. Und ich bin auch kein Primzahlenfetischist.1 Es geht darum, Dinge erledigt zu bekommen. Die Zahlen symbolisieren die Aufgaben, die ich an einem Tag machen möchte, gestaffelt nach der Größe und dem Umfang.

Das System schnell erklärt

Eins

Nimm Dir einen großen Brocken am Tag vor. Als Beispiel könnte es das Korrigieren einer Klassenarbeit oder das Planen einer Unterrichtseinheit sein. Natürlich muss das Ganze realistisch sein. Du kann nicht an einem Tag das Dach Deines Hauses alleine decken.

Drei

Nimm Dir drei mittlere Brocken am Tag vor. Diese Aufgaben sollten nicht zu groß sein. Als Beispiel könnte man hier das Arbeitszimmer wischen, ein Systemupdate machen, neue Software ausprobieren, an einem Blogartikel schreiben etc.

Fünf

Nimm Dir fünf kleine Aufgaben am Tag vor. Kleine Aufgaben sollten schnell erledigt sein: Müll herausbringen, Altpapier in die Tonne werfen, Staubwischen, Klassenlisten auf Vordermann bringen etc.

Meine Erfahrung

Ich habe das Prinzip einige Tage ausprobiert und ich muss sagen, es mach nicht nur Laune, sondern es funktioniert richtig gut. Leider ist es für meine Bedürfnisse nicht ausreichend, da ich ja nicht nur Schreibtischtäter bin oder meine Arbeit nur an einem Ort verrichte. Da ich in Schule unterwegs bin, meinen Schreibtisch als Arbeitsplatz habe und noch Seminare für das IQSH gebe, muss ich mein Vorgehen anders strukturieren, als es dieses System vorgibt.

Wenn ich aber mal einen Schreibtischtag habe, fülle ich zu Beginn dieses Formular aus und arbeite es ab. Man erhält dadurch einen Überblick über das, was man macht und machen will oder soll.

Was mich an dem System ein bisschen gestört hat, war die Tatsache, dass man in der Regel nicht nur die Dinge erledigt, die auf dem Zettel stehen, sondern auch noch Dinge macht, die nebenbei anfallen.2 Dazu habe ich auf meiner Vorlage einen Bereich eingerichtet, auf der diese Arbeiten verzeichnet werden können. So behält man nicht nur den Überblick was noch zu tun ist, sondern auch eine Liste der Tätigkeiten, die eben mal so nebenbei angefallen sind.

OER?

Während ich diese Zeilen schreibe, kommt mir die Idee, das Ganze als OER zu taggen. Man kann ja auch Schülerinnen und Schüler darin schulen, sich ihren Aufgaben zu stellen und ihnen Methoden und Instrumente an die Hand geben, mit der Sie den Alltag bewältigen können. Ich bin heute mal ganz verrückt… Ich mache das einfach mal.

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Via: www.thedailymuse.com

 

  1. Auch wenn die 1 keine echte Primzahl ist… []
  2. Telefonate, E-Mails beantworten etc. []

Wäre Anonymität als Blogger angebracht?

Hin und wieder spüre ich in mir einen Drang, anonym zu bloggen. Im Alltag der Schule und während der Arbeit als Studienleiter passieren hier und da unglaubliche Dinge, die unter meine Schweigepflicht fallen. Außerdem fände ich es in vielen Fällen nicht gut, wenn Rückschlüsse auf Personen gezogen werden könnten, nur weil man weiß wer ich bin, wo ich arbeite und mit wem ich wann gesprochen habe.

Unglaubliches

Schülerinnen und Schüler vertrauen mir immer wieder Dinge an, die in vielen Fällen unglaublich klingen. Selbst wenn man 50 % von den Geschichten als ausgeschmückt definiert, sind es noch immer Geschichten, die mich erschrecken, traurig stimmen, den Kopf schütteln lassen, Motivation zu helfen erwecken oder mich wütend werden lassen. Die Themen gehen von häuslicher Gewalt, Drogenkonsum, Vergewaltigung, Antisemitismus, Rechtsradikalität, bis hin zu Androhungen von Mord.

Man erlebt aber auch lustige und überraschende Themen, die mich lachen und schmunzeln lassen: Begebenheiten in der Schule, Medienkompetenz der Kolleginnen und Kollegen (oder Mangel dieser…), Bemerkungen von Schülerinnen und Schülern und eigene Unzulänglichkeiten.

Entscheidung nicht bereut

Auch wenn ich viele der Dinge gerne mit der Welt teilen würde, bin ich froh, dass ich mich damals entschieden habe, ein eigenes Blog zu führen, in dem meine Identität bekannt ist. So überlegt man sich immer wieder genau, was man tatsächlich schreibt und veröffentlicht und man kann auch direkt auf bestimmte Artikel angesprochen werden. Egal aus welcher Intention – ob man zurechtgewiesen oder gelobt wird.

Bloggt ihr anonym oder unter echtem Namen? Warum?