Das kann doch wahr sein … Spracherkennung und GNU/Linux

Kann es eigentlich wahr sein, dass es keine Software für GNU/Linux gibt, die es mir erlaubt Texte zu diktieren? Ich meine, wir sind im 21. Jahrhundert, die Zukunft hat begonnen, aber ich muss mich immer noch der Maschine anpassen. Sollte sich die Maschine nicht meinen Bedürfnissen anpassen? Der Volksmund sagt:

Seit wann kommt der Knochen zum Hund?

Um der Sache mal auf den Grund zu gehen, habe ich in der Newsgroup de.comp.os.unix.linx.misc einen Thread gestartet, in dem ich Frage, ob es etwas in der Richtung gibt oder nicht. Hier gehts zum Thread.
Bisher ist nicht mehr rausgekommen, als dass es zur Jahrtausendwende einige Programme gab, die versuchten das Ziel zu erreichen, aber seit dem nicht mehr weiternentwickelt wurden.
Ich denke, dass dieses Feature eigentlich kein Feature mehr sein sollte, sondern vielmehr ein MUSS in einem modernen Betriessystem zu sein hat. Gerade im Hinblick auf die Usability, sollte es möglich sein, unter einem guten BS auch Texte diktieren zu können. Wie man weiß, arbeiten die Jungs und Mädels von Vista (dem XP-Nachfolger von Windows) auch an einer integrierten Spracheingabe, aber auch hier scheint es Probleme zu geben: Windows Vista Speech Recognition.
Also liebe Entwicklergemeinde von Open Source Software, wartet nicht bis der Zug abgefahren ist, sondern springt jetzt auf, um die Zukunft zu überleben und entwickelt eine Spracherkennung, die sich problemlos in die verschiedenen Desktoparchitekturen einbinden lässt.
(Die bitte auch funktioniert, nicht so wie der Vista-Kram 🙂 )

Die Geschichte von Linux

Was sehen meine alten Augen heute auf der Startseite von wikipedia.de?

Artikel des Tages
Vor 15 Jahren, am 25. August 1991, begann die Geschichte von Linux. Linus Torvalds kündigte in einem Usenet-Posting an die Gruppe comp.os.minix das Betriebssystem Linux an. Anfänglich war es eine Terminal-Emulation, die Torvalds zum Zugriff auf die großen UNIX-Server der Universität benutzte. Er schrieb das Programm hardwarenah und unabhängig von einem Betriebssystem, weil er die Funktionen seines neuen PCs mit einem Prozessor des Typs 80386 optimal nutzen wollte.

Weiterlesen auf wikipedia
Viel Spass bei der Lektüre 🙂

Daten sicher entfernen …

Wir kennen ja alle die Geschichten, die sich rund um bei ebay versteigerten Computer und Laptops rangen. Am bekanntesten scheint hier folgende zu sein: http://amirtofangsazan.blogspot.com/

Ich denke, dass jeder von uns Daten auf dem Rechner hat, die nicht für alle Augen bestimmt sind. Dabei meine ich nicht nur privaten Kontext, sondern auch Filme und/oder Musikstücke, den Weg auf nicht immer legalem Wege auf die Festplatte gefunden haben. Richtige Hax0r haben für den Fall des unbeliebten Besuchs der Ordnungshüter hier und da mal einen riesigen Magneten eines Lautsprechers über den Festplatten hängen, um bei Gefahr in Verzug diesen einfach auf der Platte landen zu lassen und alle Daten ins Nirvana zu schicken. Das Problem bei dieser Methode ist aber, dass sich der Datenträger nach einer solchen Behandlung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dazu entscheidet, unbrauchbar zu sein. Somit ist die Methodik nicht zu empfehlen, wenn man den Rechner verkaufen oder weitergeben will/muss (z. B. an die kleine Schwester)…

Ein vielversprechenden Tool scheint unter http://dban.sf.net zum Runterladen bereit zu stehen. Es handelt sich dabei quasi um eine mini-Linux-Distribution, die sich auf Diskette, USB-Stick, oder auch CD bzw. DVD brennen lässt. Man bootet einfach von dem besagten Datenträger, lässt sich durch das (englische) Bootmenü führen und schwupps sind die Daten in den ewigen Jagdgründen.

DBAN prevents or thoroughly hinders all known techniques of hard disk forensic analysis.

So „wirbt“ die Internetseite mir dem Tool. Hört sich also gut an, aber selbst ausprobiert habe ich dban (Darik’s Boot and Nuke) noch nicht – auf Grund von magelnden Versuchsrechnern. Sollte sich aber die Gelegeheit bieten, dann werde ich sicherlich meine Erfahrungen kund tun.

Filesharing vs. Copy-Shop

Irgendwie leben wir doch in einer verkehrten Welt, oder?! Auf der einen Seite wird in der Öffentlichkeit versucht das Bild aufrecht zuerhalten, dass das Anfertigen von Kopien urheberrchtlich geschützter Daten auf der Verbrechensskala gleich nach dem Tatbestand „Mord“ steht, aber auf der anderen Seite sind die Universitätsstädte übersäät mit Copyshops, die in erster Linie den armen Stundenten mit Kopien von Büchern versorgen.

Entweder scheint die Lobby der Professoren nicht daran interessiert zu sein, mit ihren Büchern und Veröffenltichungen Geld zu machen, oder sie handeln nach der Maxime: Wer im Glashaus sitzt sollte nicht mit Steinen werfen. (Reine Spekulation!) Wo auch immer der Grund für die Stummheit der geistigen Elite liegt, Fakt ist, dass kaum eine Student sich Bücher im Original kauft (Ausnahmen wie ich bestätigen die Regel. Zu empfehlen www.abebooks.de 😉 ) Was also in der Musik-Industrie strafrechtlich verfolgt wird, ist in der Bildung nicht nur erlaubt, sondern wird implizit (teilweise auch explizit) von den Professoren gefordert! (Ähnlich kurios die Empfehlung von Professoren sich Software auf dem „studentischen Wege“ zu beschaffen *würg* … aber dazu vielliecht auch mal mehr.)

Ich für meinen Teil finde, dass ein Universtitäts-Professor keine Veröffentlichungen verkaufen darf, sondern diese einzig und allein in digitaler Form unendgeldlich dem Volk zur Verfügung stellen sollte. Denn die Jungs und Mädels werden ja schon vom Steuerzahler bezahlt, um zu forschen und arbeiten in der Zeit in denen der Steuerzahler sie bezahlt an dem Buch, warum sollte dann der interessierte Bürger nochmals in die Tasche greifen, wenn ihn ein Thema interessiert?! Auf der anderen Seite ist die Speicherung der Daten auf dem digitalen Datenträger umweltschonender (Ob das im Endeffekt so ist, sollte mal einer der Herren untersuchen, denn schliesslich müssen die Datenträger auch betrieben werden und das in der Regel mit Strom, der widerum aus dem Kraftwerk kommt…). Jeder der doch ein Buch in gedruckter Form möchte, wendet sich an seinen Copy-Shop des Vertrauens und dieser druckt ihm das Buch auf handelsübliches Papier. Somit bezahle ich nicht den Prof. ein zweites Mal, dass er mir eines seiner Exemplare überlässt sondern „nur“ den Besitzer desCopy-Shops, der mir verhilft das Ganze in eine gewohnte Form zu bringen.

Es ist schon eigenartig, dass sich keiner über diese Tatsache, dass mein ein Teil quasi zweimal bezahlt aufregt. Aber diese Art des Geldausdertascheziehens funktioniert nicht nur dort, sondern auch beim Altglas und beim Altpapier. Wieso dann nicht auch bei der Bildung.

Da der Mensch sowieso in den meisten Fällen den Weg des geringsten Wiederstands geht, sich mit einem KLICK das neue Madonna-Album auf die Festplatte holt, sich einmal ein Buch ausgeleiht und dieses dann kopiert (ggf. nur partiell) sollte man (der Staat) doch versuchen aus der Not eine Tugend zu machen. Klar kann Deutschland nicht herkommen und sagen „Erhm, Frau Madonna, wir werden Ihr neues Album nun kostenlos im Internet anbieten und sie können nichts dagegen machen… “ (Wieso eigentlich nicht?! 🙂 ), aber in den Bereich in denen der Staat den Einfluß hat, kann sollte könnte man das evtl. erwarten. Ganz nach dem Motto: Freie Bildung für Freie Bürger! Aber leider habe ich in meinen 30 Jahren in diesem Leben noch keine Deutsche Regierung erlebt, die mal ansatzweise konsequent war/ist. Somit wird diese Vorstellung wohl ersteinmal noch eine „Wissenschaftliche Dichtung“ sein.

Aber schön wär’s doch…

Podcast … heiße Luft um alte Medien.

Der Begriff Podcast ist im Moment in aller Munde und ging auch an mir nicht spurlos vorbei. Ich dachte zuerst, dass es irgendein neuartiges Medium ist, welches ich ersteinmal ignorieren kann, da ich ja doch eher ein konservativer Linux-User bin. Nun bin ich durch eine Fernsehsendung auf die Podcasts aufmerksam geworden und war wirklich enttäuscht. Ein solcher Podcast ist ja nichts anderes als ein Download einer Audio- oder Videodatei. Mhm, da gibt man dem Kinde einen tollen Namen und schon gibt es einen neuen Hype. Okay, fairer Weise sollte man noch sagen, dass der Podcast an einem RSS-Feed gekoppelt ist und der dem Nutzer sagt, wann eine neue Sendung hochgeladen wurde.
Um ehrlich zu sein, ich finde die Idee Audio- und/oder Videosendungen so anzubieten, dass der Benutzer entscheidet, wann er sich das Ganze zu Gemühte führt hochgradig interessant, aber nicht neu oder revolutionär. Immerhin haben wir (alten Leute 😉 ) früher vor dem Radio gesessen und Radiosendung auf Kassette aufgenommen, die man sich später immer und immer wieder angehört hat (Auch gerne im Walkman unterwegs ;-)). Der Gedanke der neu ist, ist dass potentiell jeder der einen Computer und die passende Hardware hat eine Sendung ins Netz stellen kann. Der Programmchef ist also der Rezipient in einer Person. Weiterhin neu ist, dass man die Sendungen unterwegs genießen kann. Und das macht das Ganze dann interessant. ICH entscheide, was ich wann, wo und wie gucken oder hören möchte. (Im moment höre ich gerade den ersten PodCast von Ubunutu-Radio. Hier merkt man auch, dass das Ganze ein nicht-professionelles Medium ist. 😉
Ich für meinen Teil überlege gerade, ob ich nicht mal meine Hamburg House Tunez als Pod-Cast zu Verfügung stellen sollte… Ich denk mal drüber nach. Man muß ja mit der Zeit gehen…