Das kommt davon…

… wenn man mal den lokalen Einzelhandel unterstützen möchte.

Da seit längerem schon die neuste Folge (Nr. 18 // Im Sog der Sirenen) von Point Whitmark auf dem Markt ist und sich diese noch nicht in meinem Besitz befindet, wollte ich die CD im Internet bestellen. Da ich im Moment aber keine anderen Medien benötige, müsste ich bei Buch.de drei Euro Versandgebühren bezahlen. Da mein Dukatenscheisser aber gerade in Kur ist, dachte ich, ich könne diese drei Euro sparen, wenn ich meinen süßen Hintern aufs Fahrrad schwinge und zu Karstadt Hertie radel und mir die CD dort kaufe.

Leider war diese nicht vorrätig, sodass ich einen Mitarbeiter ansprach, ob man eine nichtvorrätige CD auch bestellen könne. „Sicher“, sagte er und tippte sofort meine Angaben zu Titel und Interpret in den Computer. Und schon stand das Ersehnte auf dem Bildschirm. Point Whitmark – Im Sog der Sirenen . 6,99 EUR. Nun klickte der Mitarbeiter noch ein paar mal wild auf den Tasten und erklärte mir dann, dass ich drei Euro extra zahlen müsse, wenn er das nun bestellt.

„Hä?! Das verstehe ich nicht… „, erwiderte ich. Darauf wurde mir schroff erklärt, dass die drei Euro extra seien, weil man das Ganze ja nun bstellen müssen. Ich klärte den Herren darüber auf, dass ich die CD unter diesen Umständen nicht haben, bzw. nicht bei ihm bestellen wolle, sonder das Ganze im Internet bestellen werde, wo das Ganze für den selben Kurs frei Haus geliefert würde und bedankte mich für das Gespräch. Nun warte ich noch ein bisschen bis evtl. noch andere CDs auf meiner Wunschliste stehen, ich also über 20 Euro Bestellwert komme (da ab dann der Versand frei Haus ist) oder ich das nächste Mal in der Stadt bin und die CD zufällig irgendwo im Regal sehe. Aber das Kaufen von Tonträgern bei Hertie werde ich nun ersteinmal unterlassen… aus Protest.

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Wer keine Arbeit hat, der macht sich welche …


… und gibt dann auch noch 50.000 Euro aus, die man besser in Bildung gesteckt hätte. Aber es ist mal wieder anders gekommen.

Wie man ja weiß, komme ich ursprünglich aus NRW — genauer: OWL. Und was da nun mit dem Wappen gemacht wurde, darf eigentlich schon als Vergewaltigung kennzeichnen. Ob da nun Outlines um den Rhein und dem Pferd sind, dass mag evtl. noch Geschmacksache sein, aber die Lipp’sche Rose ist nicht mehr die Lipp’sche Rose. Die jetzige Blume sieht eher aus wie eine Pril-Blume die unsere Küchenmöbel zierten.

Aber wie auch immer… ich frage mich, WARUM das Land Geld für einen solchen UNFUG ausgibt. Das Wappen hat doch Jahre lang gereicht… Man erkannte es und wusste, was damit gemeint war/ist. Nun müssen sämtliche Briefbögen, Visitenkarten, Fahnen und Flaggen etc. geändert werden und das kostet nicht nur unnötig Geld, es hat nicht einmal einen Nutzen!

Aber vielleicht sehe ich den Nutzen bisher aber auch nur noch nicht.

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Inflation, Wertsteigerung oder Abzocke?!

Für die Bewerbungen zum Referendariat in verschiedenen Bundesländern braucht man eine Kopie, bzw. eine Abschrift der Geburtsurkunde. Da diese nur beim Standesamt erhältlich ist bei dem die Geburt damals gemeldet wurde, musste ich also zum Hörer greifen und meine Eltern um Hilfe bitten. Diese hatten aber noch Urkunden aus dem Jahre 1975, so dass nicht so viele neue vom Amt erstellt werden mussten (nur zwei neue). Was mich aber stutzig machte, waren die IMENSEN Preisunterschiede von gestern zu heute.

Gestern hat man für eine Abschrift der Urkunde 1,50 DM bezahlt. In Euro wären das ca. 0,77 Eur. Da heute ja eh alles teuer geworden ist, kann man getrost davon ausgehen, dass die Abschrift nun, laut der Faustregel „DM gleich Euro“ mind. 1,50 Eur kostet.

Tja, da haben wir uns aber getäuscht… Eine Abschrift kostet nun 5,25 Eur. Das ist eine Steigerung von 681,81%. WOW!

Nagut, wenn man bedenkt, dass mittlwerweile über 30 Jahre ins Land gezogen sind und ein Brot sicherlich auch nicht mehr so günstig zu haben ist, wie anno dazumal, kann man eine Preissteigerung schon verstehen. Aber sollten es über 680% sein?! Ein Arbeiter, der damals 1.000.– Euro in der Lohntüte hatte, verdient heute vielleicht auch mehr, aber sicherlich keine 680.000,– Euro im Monat!

Eine verkehrte Welt ist das und ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

P.S. Wenn ich irgendwo einen Denkfehler habe oder es eine gute Erklärung für diese Steigerung gibt, würde es mich freuen das in den Kommentaren lesen zu können.

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Gurus können einpacken…

Der G8-Gipfel lässt auf komische Art und Weise ein „Dagegen“ durchs Land gehen. Auch wenn man die Gewalttaten des „schwarzen Blocks“ ablehnt, ist es doch „irgendwie wichtig, dass man gegen G8 demonstriert“. Das Magazin Polylux zeigte gestern eindrucksvoll, dass nichteinmal die Veranstalter der Demos und Konzerte genau wußten, warum sie gegen G8 sind. Im Prinzip wurden ebenso unklare Aussagen gemacht, wie George W. Bush sie gerne nutzt, wenn er z. B. von der „Achse des Bösen“ oder von „Schurkenstaaten“ spricht. Aber das man gerne mit zweierlei Maß mißt, wenn es darum geht vielleich den ein oder anderen Euro zu verdienen ist ja doch schon länger bekannt.

Nun ist aber das Bild in den Medien so geprägt worden, als würde es auf dem Gipfel um nichts anderes als das arme Afrika, den Klimawandel und Georges neuem Spielzueg dem Schutzschild gehen. Kaum lassen die Damen und Herren der Weltelite verlauten, dass sie das Klima retten wollen, dass sie Kohle in Afrika versickern lassen und dass George und Wladimir wieder zusammen spielen, feiert der Pöbel einen Erfolg.

Aber auf dem Gipfel geht es leider um noch mehr… Zum Beispiel wurde ein strafereres Patensystem (auch für geistiges Eigentum) gefordert und geplant, sodass die Gurus wohl doch bald die Rechte an Yoga an einen wohlhabenden Amerikaner abgeben müssen. Aber auch zu diesen Planungen gab es sofort Proteste. Leider werfen die „fliegen Ärzte“ keine Steine, veranstalten keine Rockkonzerte gegen G8 oder versuchen mit Booten den G8-Teilnehmern eine Petition zukommen zulassen. Tja, selber Schuld, dann gibt es auch keine Beachtung in den Massenmedien.

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heise online – G8: Weiche Ziele beim Klima, aber starke Rechte fürs geistige Eigentum

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