Eine Flagge für die Erdbevölkerung

FLAGEARTHLändergrenzen gibt es von Natur aus nicht. Die Grenzen sind einzig von uns Menschen definiert. Wir schaffen uns Symbole, mit denen wir die Abgrenzung zu anderen deutlich machen. Zu einem gewissen Grat ist das ein guter Prozess. Ein: „Wir sind hier, ihr seid da.“ Hilft, ein Gefühl der Gemeinsamkeit schaffen. Wenn dieses Gefühl aber übersteigert wird, dann gibt es Probleme mit den Menschen um uns herum. Man will sie nicht in seinem Territorium haben, man denkt nicht als Gleichgesinnte von ihnen, manchmal glaubt man sogar, es seien keine Menschen.

Eine Gegenbewegung ist die Konstruktion der Internationalen Flagge des Planeten Erde. Eine tolle Idee auf dem Weg zur kollektive Erkenntnis, dass wir alle auf die eine oder andere Art verbunden sind.

Ich frage mich, ob ich es irgendwann erleben darf, dass es eine offizielle Symbolik für die Gemeinschaft aller lebenden Wesen in unserem Kosmos gibt. Ich befürchte nicht, denn da braucht es noch so einige Rucke durch die Gesellschaften der Erde. Aber ein Anfang ist gemacht…

Unsichtbares sichtbar machen…

JUNGE
Kinder leben in der Regel noch in einer Welt voller Dinge, die für uns unglaublich erscheinen: Einhörner, fühlende Kuscheltiere, Feen, Zauberer, Hexen, unsichtbare Freunde. Was wirklich passiert, wenn diese älter werden und diese Welt verlassen, wissen wir nicht.

Im folgenden Video hat ein Vater mal seinen Sohn bei einem Spaziergang analysiert und das sichtbar gemacht, was uns Erwachsenen in der Regel verborgen bleibt – leider.

Ob wir jemals wieder in den Zustand der Kinder kommen bleibt fraglich…

 

Die beste Satire schreibt das Leben – Sonneborn

Satire, gerade wenn es sich um politische Satire handelt, ist dann gut, wenn man als Zuschauer oder Zuhörer nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Wenn aber ein Satiriker die Satire mal ausnahmsweise nicht selbstgefällig zum Stilmittel erhebt, sich einfach auf den Boden der Tatsachen begibt, einem als Zuschauer kein einziges Lächeln über die Lippen kommt und man sich die Tränen bedächtig aus dem Augenwinkel streicht, dann weiß man, es ist Zeit zu handeln.

Es ist unglaublich! Mir fehlen tatsächlich alle Worte, dieses Geschehen würdigend zu kommentieren.

ad astra – und ich spreche nicht von Bier

perarduraadastra

Immer, wenn wir uns verändern wollen, müssen oder sollen, müssen wir unsere Komfortzone verlassen. Das ist immer mit Anstrengung und Disziplin verbunden. Das gilt auch für Dinge, die wir lernen wollen.

Wenn wir Neues lernen möchte, dann müssen wir alten Pfade verlassen und Kraft aufwenden. Sicherlich: Das Ganze kann und darf auch Spaß1 bringen. Es ist aber nicht verkehrt, wenn es für die Schülerinnen und Schüler anstrengend ist – unhappy learning. Und damit meine ich nicht, einen lauten unorganisierten Unterricht, der auf Grund dessen anstrengend ist, sondern einen, der Energie bei den Schülerinnen und Schüler verbraucht, weil sie lernen.

Es geht in aller Regel im Unterricht nicht darum, dass die Schülerinnen und Schüler Spaß haben. Es geht darum, dass sie die Gelegenheit bekommen, etwas zu lernen, sich mit Dingen auseinanderzusetzen, neue Sichtweisen oder neue Erklärungen kennenlernen und sich dieser unter Umständen annehmen.

Was nicht heißen soll, dass Unterricht keinen Spaß machen darf. Ganz im Gegenteil, wenn der Unterricht Freude macht und man sich im flow befindet, die Zeit nicht mehr wahrnimmt und denkt: „Ui, hat das schon geklingelt„, dann merkt man erst später, dass man von dem Unterricht geschafft oder groggy ist.  Es geht nicht darum, Schülerinnen und Schüler zu ärgern, sie vorzuführen und unsinnige2 Aufgaben bewältigen zu lassen!

Wie sieht das meine Leserschaft? Muss Unterricht Spaß machen? Muss Unterricht anstrengend sein? Sind das Widersprüche in sich?

P.S. „per ardura ad astra“ ist lateinisch und bedeutet: „Durch Schwierigkeiten3 zu den Sternen.

 

  1. Ich bevorzuge in der Regel den Begriff Freude. []
  2. Im Sinne von nicht-lernförderlich. []
  3. besser Härte oder Strebsamkeit []

Ich bleibe, wer ich bin…

 

Stillstand ist Rückschritt. Wenn man nicht einsieht, dass man auf dieser Welt immer wieder neue spannende Dinge entdecken kann, wird man irgendwann in seiner Vergangenheit gefangen sein und nur noch in dieser schwelgen. Die Entwicklung sollte das Einzige sein, was als fester Bezugspunkt gilt.

Das Problem ist nur, dass man gerne genau das macht, was man kann, weil man es eben kann. Sollte ich etwas Neues probieren, dann kann es auch schiefgehen – und wie stehe ich dann da? Was denken die anderen? Bekommt mein perfektes Bild Kratzer? Fehler sind dazu da, um gemacht zu werden.

Wir brauchen den Mut zur Veränderung, zu Fehlern, zum Scheitern, um uns zu entwickeln. Dem Einzigen, dem wir bei all diesen Dingen Rechtsschaft ablegen müssen, sind im Kern wir selbst. Wenn das Schülerinnen und Schülern klar wird, dass wir Fehler machen dürfen, dass wir dumme Fragen stellen dürfen, dass wir uns an unseren und den Fehlern anderer weiterentwickeln können, dann kann es zu echtem, verständnis- und erkenntnisförderndem Lernen kommen.

Tun die Schülerinnen und Schüler nur das was sie schon können, dann bleiben sie die, die sie sind.

  1. Wollen wir das wirklich?
  2. Was kann ich als Lehrperson tun, dass die Schülerinnen und Schüler Fehler bei sich und anderen positiv zulassen?