Design angeboren oder erlernbar? Jetzt aber mal richtig!

Ist Design angeboren? Diese Frage stellt sich eltiburon aka Stenfan Linzner von ilimitado.de und lädt zur Diskussion ein. Mein Beitrag zur Diskussion soll zeigen, dass die Frage auf der einen Seite falsch gewählt ist und auf der anderen Seite nicht eindeutig beantwortet werden kann.

In dem Blog ilimitado.de widmet sich Stephan Linzner eltiburon der Frage „Design angeboren oder erlernbar?“ Und hüpft dann ein bisschen hin und her zwischen Design und Kunst und versucht zu erklären, dass man „Design“ durch den Umgang mit den richtigen Programmen erlernen kann. Da ich mich sowohl mit Kunst, Design, Werbung, Ästhetik und PR beschäftige, möchte ich auch (m)einen Beitrag zu dieser Diskussion beitragen.

Kunst vs. Design

Wo nun genau der Unterschied zwischen Kunst und Design liegt, mag ich nicht im Absoluten beurteilen. Aber die Extreme lassen sich doch Definieren. (Auch auf die Gefahr hin, dass es wie eine Verallgemeinerung klingt.)

Zur Kunst

Im Gegensatz zum Design, hat die Kunst keinen wirklichen Nutzen, bzw. Zweck. Sie sieht vielleicht schön aus, aber auch das liegt im Auge des Betrachters. Denn ein Gemälde von Monet, erscheint sicherlich vielen Betrachtern als ansehnlich, aber bei Werken von Picasso werden sich mehr Geister scheiden. Extremer wird das Ganze dann, wenn wir uns Kunst der modere zu Gemüte führen. Der Künstler Ai Weiwei (艾未未) hat unlängst auf der documenta 12, ein Kunstwerk von sich als „schöner als zuvor“ chrakterisert, nachdem es durch einen Regenfall zusammen gefallen war. Spätestens in diesem Fall sind viele „Otto-Normal-Verbraucher“ nicht mehr in der Lage der Kunst zu folgen. Die Kunst erhält ihre Daseinsberechtigung durch sich selbst und sucht auch keine Legitimation in der breiten Gesellschaft.

Zum Design

Ein Design hingegen, ist eher als ein Prozess zu verstehen – eine Gestaltung von etwas. In den meisten Fällen hat das Produkt eines Designs einen bestimmten Zweck zu erfüllen. Natürlich tritt auch hier der Ästhetik immer wieder in Erscheinung (gerade wenn es um Produktdesign im weitesten Sinne geht), spielt aber mindestens eine gleichgroße Rolle wie die Zeckmäßigkeit des Ganzen. Design hat also ein bestimmtes Ziel vor sich, dass es zu erfüllen gilt. Der Weg dahin ist das eigentliche designen.

Es gibt eine große Grauzone

Um nun deutlich zu machen, dass es eine scharfe Grenze nicht gibt und es auch nicht nötig ist diese zu ziehen, kann an Produkten eines wichtigen Zeitgenossen festgemacht werden. Sind die Stücke die Luigi Colani produziert hat nun Kunst – oder Design?! Auf der einen Seite sind die Objekte schön und polarisieren, auf der anderen Seite sind sie stormlinienförmig, bringen gute Eigenschaften in Windkanälen und sind im höchsten Maß ergonomisch. Eine Abgrenzung der Kunst zu Design, oder des Designs zu Kunst ist also weder möglich, noch in den meisten Fällen gewünscht.

Keine Fixierung… auf nichts

Weder Design noch Kunst sind auf ein bestimmtes Medium fixiert. Es gibt Kunst und Design in der Musik, in der Architektur, in der Lyrik, im Internet, auf Papier, aus Kunstoff etc. Design und Kunst sind auch nicht auf bestimmte Sinne beschränkt. Ich kann sie sehen, hören, fühlen, riechen und auch schmecken. Ganz wichtig ist auch, dass ich beides auch einfach erleben kann, also ganzheitliche Kunst oder Designs. Als Beispiel ist dort ein neues KFZ zu nennen, diese Werkzeuge, die uns im Eigentlichen nur von A nach B bringen sollen, sind -gerade in den oberen Klassen- von vorne bis hinten „durchdesignt„. Ob es die Karosserie ist, die Geräusche der Türen, das Material der Sitze und des Interieurs, nichts wird dem Zufall überlassen und alles ist bis ins Detail „designt„. Alle Sinne werden von einem solchen Gesamtkunstwerk angesprochen.

Geht es also um Design?

Nach den eben eingeführten Versuchen Design zu definieren, kann die Frage „Ist Design angeboren?“ also gar nicht gestellt werden. Es geht also viel mehr darum ob Kreativität und die Fähigkeit diese in Produkte umzusetzen, angeboren ist oder erlernt werden kann. Auch hier möchte ich wieder Extreme wählen, um die Strukturen sichtbar werden zu lassen. Wäre Kreativität nicht angeboren, hieße das im Umkehrschluß, dass JEDER in der Lage ist -nach langer Übung und viel Studium- Musikstücke zu komponieren, wie Beethoven, Mozart oder Schubert oder Bilder zu malen wie Dali, Rembrandt oder da Vinci. Das wage ich in aller höchstem Maße zu bezweifeln. Auf der anderen Seite glaube ich aber auch nicht, dass die Sozialisation keinen Einfluss auf die Entwicklung der Kreativität hat.

Aber es geht hier auch nicht nur um die Entwicklung der einsetzbaren Kreativität, sondern auch um die gesamten Charaktereigenschaften eines Menschen. Und in diesem Punkt streiten sich die Wissenschaftler schon Jahre Jahrzehnte ewig. Dass es sich bei der Entwicklung des menschlichen Charakters um ein Zusammenspiel der Gene und der Sozialisation handelt, ist in den meisten Fällen ein gemeinsamer Nenner. Die Gewichtung der Komponenten ist aber der Kernpunkt, um den gestritten wird. Somit möchte ich festhalten, dass nicht einmal die Wissenschaft als solches in der Lage ist, zu entscheiden welche Komponete, welchen Einfluss auf die Persönlichkeitsbildung hat!

Talent kann gefördert werden

Meine persönliche Meinung zu dem Thema ist,dass es sich wohl um eine gesunde Mischung dieser und wahrscheinlich auch noch anderer Komponenten und Faktoren handelt. Richtig ist sicherlich, dass es von Vorteil ist, wenn man sich ein gewisses theoretischen Wissen über die zu nutzenden Werkzeuge aneignet und sich auch theoretisch mit Wirkung von Farben und Formen auseinander setzt. Aber ein Garant für das erfolgreiche Designen ist das allerdings nicht! Auch kann sich im Laufe der Zeit ein Bauchgefühl einstellen, welches einen „instinktiv“ zu guten Ergebnissen leitet. Dieses Bauchgefühl, ist bei vielen „Talenten“ sicherlich schon von Natur aus vorhanden, kann aber auch hier durch intensive Bildung gefördert werden.

Ob man eine Fähigkeit besitzt die gefördert werden soll oder kann, kann man wahrscheinlich am besten selbst beurteilen, wenn man in der Lage ist, seine Taten reflektiv zu betrachten. Aber auch wenn man weiß, dass man in einer Tätigkeit nicht der Beste ist, kann man diese Tätigkeit weiterhin ausführen, wenn sie einem Erfüllung und Spaß bringt.

Fakt ist…

… das die Eigenschaft der Kreativität und das Umsetzten dieser, sicherlich ein Prozess ist, der sowohl in einem bestimmten Maße genetisch determiniert ist, aber auch erlernt und vom soziokulturellen Umfeld erweitert werden kann. Die Fähigkeit auf das Erlernen mit dem Umgang von Werkzeug zu reduzieren, halte ich persönlich für falsch!

Im Prinzip macht es keinen Unterschied, ob es sich um Begabung oder Erlerntes handelt, solange das Ergebnis befriedigt. Die Befriedigung ist beim Künstler eher in sich selbst zu suchen und bei einem Designer, ob das Designerstück die Aufgabe in einem hohen Maß erfüllt und Zielgruppen zufrieden gestellt werden, oder eben nicht. Solange der Künstler/Designer seine Nische gefunden hat und glücklich ist, ist diese Diskussion eigentlich überflüssig. Aber wenn ein junger Mensch einen dieser Wege einschlagen will, sollte er sich bewusst sein: Egal mit ob er mit Talent gesegnet ist oder nicht, es liegt ein hartes Stück Arbeit vor ihm.

Wahlen an der Universität nach dem Schema der DDR?!

Universität verteilt Wahlzettel wie es die DDR tat.

Wahlzettel wie aus der DDR ;-)Heute lag ein Umschlag auf meinem Schreibtisch, den mir meine Freundin hingelegt hatte. Dieser war mit den Worten:

„Sie haben die Wahl! :)“

von meiner Freundin beschriftet. „Was will die denn schon wieder?!„, dachte ich und holte die Unterlagen aus dem schon geöffneten Umschlag. Es waren Unterlagen der Universität Hamburg für eine Wahl, inkl. Wahlzettel.

Der Wahlzettel selbst ist hier mit abgebildet. Ein Schmunzeln, konnte ich nicht verdrücken. 🙂

Die Kunst, Recht zu behalten. // Warum (viele) Diskussionen nichts bringen.

Diskussionen beherrschen den Alltag, wie man eine gute Diskussion führt, die auch was bringt, wird hier aufgezeigt.

Eines der letzten Bücher welches ist gelesen habe ist, Die Kunst, Recht zu behalten.“ von Arthur Schopenhauer. Ich gebe zu, zu den neuesten Büchern gehört es nicht (Die Entstehung wird um 1830 geschätzt.), aber der Titel versprach eine interessante Lektüre. Und das war es auch.

Meine Intention

Meine Intention dieses Buch zu kaufen -und dann auch zu lesen- war in erster Linie nicht, dass ich durch das Buch lernen wollte, in jeglichen Diskussion recht zu behalten. Die Intention war eine andere. Wenn sich jemand theoretisch mit einem solchen Thema befasst, dann kann man davon ausgehen, dass der Autor selbst an vielen Diskussionen teilgenommen hat, viele Diskussionen beobachtet hat oder sich ernsthaft mit der Thematik theoretisch auseinander setzte. Wie auch immer er zu den Ansätzen kommt die in dem Buch niedergeschrieben wurden, werden diese Kniffe und Tricks von jedem von uns genutzt, wenn wir uns in Diskussionen befinden. Nicht immer Eher selten ist man sich diesen Kunstgriffen bewusst und man nutzt sie vielmehr zufällig oder hat sich Muster angeeignet, die einem verhelfen in Diskussionen die Oberhand zu behalten. Exakt aus diese Grund habe ich dieses Buch gelesen. Welche Kniffe und Tricks gibt es, die meine Gesprächspartner (zu meist „instinktiv„) nutzen, um in einer Diskussion die Oberhand zu behalten und wie kann ich mich dagegen wehren?

Die Kernaussage

Eine der wichtigsten Kernaussagen des Buches ist, dass es in Diskussionen (gerade auch dort, wo sich Zuhörer befinden) nie darum geht die objektive Wahrheit zu finden, sondern einzig und allein darum, Recht zu behalten und die Diskussion „zu gewinnen„. Für dieses Ziel ist jedes Mittel recht. Ob ich den Diskussionspartner lächerlich mache oder Lügen verbreite, alles ist erlaubt, solange ich zu Ziel komme. Wenn man sich diese Grundthese anschaut, dann kann man dieses Verhalten immer und überall beobachten. Sei es in der Schule, in der Uni, bei Podiumsdiskusionen, bei privaten Diskussionen (gerade wenn ein bisschen Alkohol im Spiel ist 😀 ), Talk-Shows im Nachmittagsfernsehen, Talkshows auf den öffentlich rechtlichen etc. Es geht immer darum, dass die einzelnen Personen ihr Gesicht wahren, niemals zu geben dass man Unrecht hatte und in den seltensten Fällen um die Sache selbst.

Du bist nicht besser (ich auch nicht…)

Wenn wir ein solches Verhalten in unserem Umfeld beobachten uns selbst „erwischen„, dass wir nicht bei der Sache, sondern nur bei uns sind, kann man dann davon ausgehen, dass solche Verhaltensweisen nicht nur bei uns Pöbel, sondern auch bei der geistigen politischen Elite Führung Volksvertretern Verwaltung vorkommen? Da ich Politiker auf keine andere geistige Entwicklungsstufe stelle (auf jeden Fall auf keine höhere… 😉 ), als uns normalen Menschen, kann es ja eigentlich nicht anders sein, als dass auch diese eher sich selbst, bzw. ihr Ego vertreten, als gemeinsam versuchen eine objektive Wahrheit und den besten Weg für die gesamte Gesellschaft zu finden. Bei dieser Berufsgruppe, kommt ja noch erschwerend hinzu, dass sie in den meisten Fällen parteigebunden sind und im Kern den Aussagen ihrer Partei folgen müssen.

Erkenne Dich selbst

Ein riesen Vorteil ist es, wenn man weiß, dass es bei Diskussion in den wenigsten Fällen darauf ankommt zu einer Lösung zu kommen, sondern nur darum geht sich selbst und seine subjektive Meinung aufs aller schärfste zu verteidigen. Aber wird die Existenz der Diskussion dann nicht ad absurdum geführt? Sollte eine Diskussion nicht beitragen, Probleme aus der Welt zu schaffen, Lösungen zu finden und Menschen zusammenführen? Man selbst kann, sobald man sich dieser Tatsache bewusst ist, gegen die Diskussion als Frontenverhärter angehen, in dem man zum Einen selbstkritisch seine eigenen Argumente betrachtet, dem Gegenüber wirklich zuhört, ihn wieder auf eine sachliche Ebene holt, sollte er versuchen diese zu verlassen und zum Anderen selbst versucht rein sachlich zu bleiben und soviel Stärke zeigt, dass man seine Meinung auch ändern kann, wenn man bemerkt, dass man objektiv falsch liegt.

Findung der objektiven Wahrheit

Natürlich ist die Wahrheit gerade bei Menschen mit geringen Reflexionsvermögen immer abhänging vom eigenen Standpunkt. Durch Empathiefähigkeit ist man in der Lage Standpunkte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und somit für sich selbst zu einem anderen Entwurf der objektiven Wahrheit zu kommen, der natürlich von den eigenen Vorlieben abweichen kann. Um diese Empathie, wenigstens temporär einsetzen und zu einem guten Diskussionsende führen zu können, sind Mediatoren die Menschen, die helfen eine Diskussion wirklich zu führen, rein auf der sachlichen Ebene eine Lösung zu finden und der objektiven Wahrheit einen Schritt näher zu kommen. Hier soll aber festgehalten werden, dass die objektive, einzige Wahrheit ein philosphisches Problem ist, welches es hier weder zu diskutieren, noch zu erklären gilt.

Unnötige Diskussionen

Es gibt Gesprächsthemen, die keiner Diskussion bedürfen. Dazu gehören zum Beispiel Glaubensfragen. (Wobei man sicherlich über die Auslegung des Glaubens diskutieren kann und muss.) Schwierig wird es auch bei nicht begründbaren Vorlieben:

  • PS vs. Mac (btw: da freut sich der Dritte: GNU/Linux) 😀
  • IE vs. Firefox
  • VW vs. Audi
  • BMW vs. Mercedes
  • Astra vs. Becks

In der Computerszene, arten solche Diskussionen immer wieder gerne zu so genannten flamewars aus.

Effektive Diskussionen

Um effektive Diskussionen zu schaffen, müssen die Gesprächspartner bereit sein, ihre Meinung zu revidieren. Daher sagt man ja auch, dass man nur mit Menschen diskutieren kann, die nicht glauben, im Besitz der einzigen Wahrheit zu sein. Auch wenn man in einer Diskussionsrunde vielleicht der Einzige ist, der sich diesen Maßstäben nähert, kann dadurch die Qualität der Diskussion gesteigert werden.

Yanicks Blogprojekt ist beendet!

Das Projekt von Yanick ist heute zu Ende gegangen und es haben doch so einige aus der Blogosphäre mitgemacht. Mir hat es Spass gebracht! Und ich halte die Augen offen, wenn mal wieder eine solche Aktion ansteht.

Ziel des Blogs, Elektroschaf
Ziele des Blogs, prinzess.biz
My Goals with SEO Expert
Ziele
mit meinem Blog, blogspan.net

Ziele des Globalisierungsblog
Ziele mit dem eigenen Blog, ampuria.de
Ziele mit dem eigenen Blog, woschod.de
Die Ziele meines Blogs, fi-ausbilden
Warum blogge ich eigentlich? Welche Ziele? athriel
Ziele mit dem eigenen Blog, dimido.de
Bloggen, um mich zu erinnern, cjoes-blog.de
Ziele von Liebepur
Die Ziele meines Blogs, lust-und-mehr
Die Ziele von randpop.de
Ziele mit dem Blog, dmay.net
Welches Ziel verfolgt modersohn?
Ziele von Teddykrieger
6 Ziele des Bloggen, tamagothi.de
Ziele des Blogs, softanarcho.de
Ziele mit digitalvivi
Ich will die Weltherrschaft, rtauchnitz
Welches Ziel hab ich mit meinem Blog? patje.de
Ziele mit meinem Blog, selbständig-im-netz
Der Blog und ich, simsi.ch
10 Ziele vom denhartenweg-Blog
Blogziele, glühweinjunkies
Blogziele, zuerst der Untergrund, dann die Welt- burnttonque
Ziele von Famlog
Ziele mit dem eigenen Blog, wirbelwebber
Die Ziele eines Blogs, cacophonie
Warum ich blogge, spitau
Ziele mit dem Blog, kaennchen.de
Blogprojekt: Warum ich blogge, phpaws
Spass, Kontakte, Diskussionen, Wissen – tommyholiday
Ziele mit dem Blog, Yoda (Möge die Macht mit Dir sein!)
Meine Blogziele, falki-design.ch
Ziele mit meinem Blog, mitra.ch
Ziele von nachhaltigbeobachtet
Ziele mit meinem Blog, thomas-matterne.de
Die Ziele meines Blogs, urban-community
blogziel erreicht, energynet.de
ziele, randpop.de
wortgefecht.net, Ziele des Blogs
uschilange.de, Ziele des Blogs
Ziele mit vvallo.com
Ziele des Ameisen Blogs
Ziele von nighttiger
Projekt von Yannick, guxx.de
Ziele mit meinem blog, albersmann.net
Also: zentrale der Macht
Ziele, stadtneurotiker
Ziele mit meinem Blog, webtagebu.ch
Von den eigenen Zielen erzählen, datenschmutz
Ein Monat und weiter, sociowatch
Ziele mit meinem Blog, document-dot-write
Ziele mit dem eigenen Blog, cio-weblog.de
Blogosphere, vernetzt euch! Stereophone
Meine kleine Resell Pages, skuub.de
Ziele mit dem eigenen Blog
Überlegungen zu meinen Zielen, journalist-und-optimist
Warum bloggen und podcasten wir? z-pod.de
Ziele mit Probloggerworld
Zieldefinition, birgitonline.de
Techdivision – Ziele unseres Blogs
Der Festivalhopper Blog

Telemarketing // Das Gegenskript funktioniert!

Unerwünschte Werbeanrufe sind in der heutigen Zeit keine Seltenheit mehr, aber recht daran gewöhnen kann man sich nicht. Aus Gründen des Anstands ist man in den meisten Fällen auch nicht gewillt kommentarlos aufzulegen, obwohl man das gute Recht dazu hat. Bisher habe ich, wenn ich die Zeit und Muße dazu hatte, die Call-Center-Agents immer erzählen lassen und sie im Glauben gelassen, ein Abschluss wäre mit mir möglich, habe dann aber zum Ende doch das Gespräch abrupt abgebrochen. Dabei fühlte ich mich immer sehr unhöflich, wusste aber keinen besseren Ausweg.

Als ich letztens meiner Schwester zum Abwimmeln von vermeindlichen Verehrern frank-geht-ran.de, bzw. den dort vorgestellten Service empfahl, fand ich auf der Seite das so genannte Gegenskript. Die Idee fand ich richtig lustig und habe mir den DINA4 Zettel direkt ausgedruckt. Es handelt sich dabei um ein Gesprächsführungsleitfaden, der den Anrufenden vom Fragenden zum Antwortenden werden lässt. Und was soll ich sagen, es funktioniert. 😀

Ich habe ca. ein Jahr lang den Stern abonniert gehabt, fand aber nach mehreren Ausgaben, dass die Artikel in der Regel nicht in die Tiefe der Materie einsteigen, sondern nur die Oberfläche ankratzen. Daher habe ich beschlossen, das Geld anderweitig zu nutzen (z. B. unregelmäßiges Kaufen der Zeit) und das Abo zu beenden. Dieses war der Aufhänger des Anrufes den ich bekam. Da die Nummer des Anrufers unterdrückt war, holte ich vorsorglich das Gegenskript aus der Schublade 😉 Und Bingo! Ein Outbound-Call.

Da der Herr sich mit Gruner + Jahr Hamburg meldete, habe ich das Skript nicht sofort eingeleitet, sondern gewartet, bis raushörte, was der Anrufende wollte: „(…) möchten wir Sie zu einer Reise einladen (…)„. Es hätte ja auch sein können, dass Gruner + Jahr aus geschäftlichen Gründen auf mich zu kommt. Unwahrscheinlich, aber möglich . 8)

Ohne das ich nun ein Gesprächsprotokoll niederschreiben möchte kann ich nur sagen, dass das Gegenskript wirklich funktioniert hat. Ich habe durch meine Fragen den Anrufer in ein Gespräch verwickelt. Ich war der Gesprächsführende. Und ich habe das Gespräch mit einem: „Danke und einen schönen Tag noch. Tschüß.“ beendet. Ein gutes, erhabenes, friedvolles Gefühl, das Gespräch höflich beendet zu haben.

Natürlich ist die einfachste Methode mit diesen unerwünschten Werbeanrufen umzugehen, einfach aufzulegen. Aber das Gegenskript macht einfach mehr Spaß 🙂 Probiert es aus und lasst mich an Euren Erfahrungen teilhaben.