Preisabsprachen sind nicht verwunderlich

Jetzt mal ehrlich: Wen wundert es denn, dass es Absprachen zwischen den vier großen Stromkonzernen in Deutschland gibt? Mich jedenfalls nicht und ich empfinde das auch nicht als verwerflich oder verwunderlich.

Die Geister die gerufen wurden

Wenn sämtliche staatlichen Systeme nach und nach privatisiert werden und dem Gesetz der freien Marktwirtschaft zum Opfer fallen, dann ist es die einzige logische Schlussfolgerung, dass sich raffgierige, profilierungsüchtige und narzisstische Mitbürger das Geld in die Tasche stopfen, bis nichts mehr hineinpasst. Und selbst dann die Kohle lieber weiter ansammeln oder sinnlos verprassen, als dass sie vielleicht mal für eine Millisekunde an das Wohl ihrer Mitmenschen denken.

Die freie Marktwirtschaft

So und nicht anders sieht die freie Marktwirtschaft aus! Das dieses System aber nicht funktionieren kann, dass beweist ja im Grunde schon die Existenz des Bundeskartellamts. Wenn die freie Marktwirtschaft, also der pure Kapitalismus, eine so gute Erfindung wäre, aus welchem Grund muss der Staat dann Kontrollmechanismen einführen, die eine Monopolstellung durch Zusammenschlüsse verhindern? Hat er etwa etwas zu befürchten? Hat er Angst vor der Wirtschaft?!

Wir sehen ja, was mit den Energiekonzernen passiert und somit haben wir schon einen guten Vorgeschmack auf die Entwicklungen im Krankenkassensystem, der Rentenversicherung, der Bahnprivatisierung, des Postversands und der Bildung. Denn auch hier greift der Rotstift der Regierung so durch, dass man einfach die einzelnen Sparten immer weiter privatisiert und liberaler gestaltet. Die Folge sind höhere Preise! Natürlich wird anders argumentiert, denn durch den Wettbewerb sollen ja Preiskämpfe entstehen, die dem Bürger zu gute kommen. Diese Preiskämpfe sind ja mittlerweile auch alltäglich geworden, jedenfalls versucht man das uns weiß zu machen. Aber was ist dran an den Kämpfen in den Medien?! Wenn zum Beispiel Saturn und Mediamarkt sich in der Öffentlichkeit einen Preiskampf der aller feinsten couleur bieten, dann ist das nicht mehr und nicht weniger als eine Inszenierung.1 Mediamarkt und Saturn sind nämlich beides Unternehmen der Metro-Gruppe. Das zum Thema Preis(show)kampf.

Preiskämpfe – ein non-plus-ultra für den Verbraucher

Selbst wenn es einen echten und wirklichen Preiskampf gebe, dann wäre der Zustand nur ein vorübergehender. Kleine und mittelständige Unternehmen werden entweder nach und nach vom Markt verdrängt oder aber aufgekauft. Nach einer gewissen Zeit etabliert sich dann eine ähnliche Situation in der im Moment die Energiekonzerne stecken. Aus ehemaligen Konkurrenten wird ein riesiges machtbesessenes Monster! Wenn das passiert und vor allem an die Öffentlichkeit kommt, dann rennen die Politiker wieder wie aufgescheuchte Hühner durch die Gegend und kommen mit wahnwitzigen Ideen, wie zum Beispiel der Zwangsenteignung der Konzerne, damit mehr Konkurrenz entstehen kann! Klar, erst privatisieren, dann enteignen… was kommt dann?! Verstaatlichung?! Ein Teufelskreis.

Eine wirkliche Lösung für dieses Problem ist aber in der jetzigen Situation kaum denkbar, außer einer wirklichen Reform, die aber sicher nicht funktionieren wird, da die Lobby doch zu groß ist. Somit müssen wir wohl oder übel weiterhin warten, bis sich die (Welt-)Wirtschaft selbst zerstört hat und der evolutionäre Prozess zur Bildung einer besseren und gerechteren Gesellschaft eintritt. 😉

  1. So ist jedenfalls meine Wahrnehmung. []

Schlafentzug | Das Experiment

Ja ich gebe es zu, ich habe gestern „Die große Show der Naturwunder“ geguckt. Naja, nicht die ganze Zeit – es dudelte so ein bisschen im Hintergrund und war in den meisten Fällen eher langweilige Fernsehunterhaltung die versuchte, dem Zuschauer etwas Bildung mitzugeben. Was ich aber sehr interessant fand war, dass Ranga Yogeshwar in einem Selbstversuch versucht hat, solange wach zu bleiben, wie es nur ging.

50 Stunden ohne Schlaf

Schlafentzug ist was schreckliches. Jeder der beim Bund war wird sich sicherlich die eine oder andere Nacht um die Ohren geschlagen haben (müssen). Herr Yogeschwar aber versuchte aus eigenem Willen wach zu bleiben. Natürlich hatte er Helfer, die ihm in der zweiten Nacht helfen mussten nicht die Augen zu schließen. Aber ich denke, er hätte dieses Experiment zu jeder Zeit abbrechen können, wollte es aber nicht. Um zu zeigen, wie der Körper und auch das Bewusstsein auf diesen Schlafentzug reagiert, ist Her Yogeschwar nach ~48 Stunden ohne Schlaf auf eine KFZ-Teststrecke gegangen und hat dort mehrere Male einen Parcours mit einem Auto fahren müssen. Man stellte fest, dass die Reaktiongeschwindigkeit und das Fahrverhalten von Hernn Yogeschwar ähnlich war, als hätte er 10 Gläser Rotwein getrunken.

Ja ich weiß, Rotwein in Gläsern ist keine anerkannte wissenschaftliche Einheit, macht in dieser Sendung aber deutlich, mit welchen Einschränkungen der übermüdete Herr Yogeschwar zu kämpfen hatte.

Der Beruf mit Schlafentzug

Während Herr Yogeschwar nun die Pylone und Wasserwände überfuhr, brachte meinen Freundin einen Einwand, der eigentlich jeden zum Nachdenken bewegen sollte. Ärzte im Krankenhaus müssen in diesem Zustand arbeiten, lebenswichtige Entscheidungen treffen, operieren und zu guter Letzt auch noch Papierkram erledigen, dass dann immer wieder „Kunstfehler“ auftreten, falsche Entscheidungen getroffen werden und Patienten unter diesen Zuständen zu leiden haben ist eigentlich kein Wunder mehr.

Wenn ich mit einem oder zwei Bierchen einen Unfall baue, dann bin ich sicherlich immer Teilschuld und werde für mein Verhalten zu Rechenschaft gezwungen. Ärzte müssen in einem ähnlichen und noch bedrohlicheren Zustand arbeiten. Ist das nicht ein Missstand sondergleichen?! Wer trät für soetwas die Verantwortung? Wer kann das ändern?

Wissenschaft und das wahre Leben

Da zeigt sich, dass Wissenschaft1 helfen kann, dass wirkliche Leben besser zu verstehen. Die Transferleistungen müssen aber von einem selbst getroffen werden.

Aber was lernen wir daraus?! Nehme nicht übermüdet am Straßenverkehr teil, denn der Arzt, der Dich nach dem Unfall zusammenflicken will, ist selbst übermüdet und macht unweigerlich auch Fehler.

  1. Okay, bei der Sendung vielleicht eher Pseudowissenschaft 😉 []

Sonntags ist Bügeltag

Sonntags stehe ich immer für ca. eine Stunde am Bügelbrett und bereite die sauberen, aber zerknitterten Sachen für den Kleiderschrank auf. Diesen Sonntag musste ich aber auf diesen Spaß verzichten, da das Bügeleisen das zeitliche gesegnet hatte. Es wurde nicht mehr richtig heiß und der Dampf der herauskommen sollte, kondensierte schnell wieder zu Wasser, so dass es auf dem Bügelbrett und der darüber ausgebreiteten Bügelware zu Pfützenbildung kam. Was im Grunde nicht das Schlimmste gewesen wäre, wenn die Temperatur des Eisens diese Pfütze wenigstens hätte verdampfen können. Leider war das nicht so.

Heile oder kaputt, dazwischen gibt es nichts

{rowenta} Die unmögliche Schraube…{rowenta} Gleich zwei der unmöglichen SchraubenDa ich es von klein auf kennen gelernt habe, dass ein Zustand des „halbkaputt-seins“ weder akzeptiert noch toleriert wird, wollte ich das Bügeleisen1 öffnen um wenigstens zu versuchen es zu reparieren oder aber es durch diesen Versuch gänzlich zu zerstören. Dieser Versuch blieb mir aber verwehrt, weil die Hersteller-Firma2 solch urige Schrauben verarbeitet hat, die es mir nicht erlaubten diese zu öffnen.

Ich vermute mal, dass der Herstellers versucht so die Kunden an sich zu binden, denn mit einer üblichen Ausstattung von Werkzeug und ohne brachiale Gewalt bekommt man das Teil nicht auf.

Die Zeiten, in denen man mal ein Gerät aufmachen und ggf. reparieren konnte scheinen nun wohl endgültig der Vergangenheit anzugehören.  Schade eigentlich, denn ressourceschonend ist das Vorgehen sicherlich nicht, wenn man sich jedes Mal ein neues Gerät kaufen muss, wenn die Funktion des alten beeinträchtigt ist. Leider sind sich die Firmen dieser Verantwortung noch nicht bewusst – wie auch, wenn das einzige Ziel  Geld verdienen ist.

  1. Was ehrlich gesagt eine Bügelstation ist, die einen externen Wasserbehälter inne hat und somit ordentlich Dampf erzeugen kann, der die Kleidung quasi im Fluge glättet. []
  2. Dessen Namen ich hier nicht nennen werde, denn ich habe keine Lust auf Abmahnungen oder ähnliches. []

Google ändert die Spielregeln…

Im Moment regt sich die Blogosphäre im großen Stil über die Machenschaften von Google auf, denn Google korrigiert gerade die PageRanks der verschiedensten Seiten – nach unten.

PageRank oder die Willkür der Wirtschaft

Der PageRank ist eine Einheit die den Stellenwert einer Internetseite beschreibt. Diese Einheit ist aber keine unabhängige Einheit, sondern ist von dem Unternehmen google ins Leben gerufen worden. Da Google im Suchmaschinengeschäft quasi eine Monopolstellung hat, ist dieser Wert von vielen Internetspezialisten1 von hoher Bedeutung.

Da Google nicht veröffentlicht, wie sie die Suchmaschinenergebnisse im Detail zustande kommen, beruhen die Tipps und Tricks der Spezialisten einzig und allein auf Beobachtungen. Google ist sicherlich nicht in erster Linie daran interessiert, jedem einzelnen noch so kleinen Blog und/oder Profilneurotiker gerecht zu behandeln, sondern will als wirtschaftliches Unternehmen Geld verdienen. Den Vorteil den Google bei diesem Ziel hat ist, dass das Unternehmen, wie oben schon erwähnt, eine mächtige Stellung inne hat und somit die Regeln bestimmen kann, nach denen die „Kunden2 mitspielen müssen. Will man als kleiner Anbieter eine Chance haben beim Globalplayer Google gefunden zu werden muss man das Spiel mitspielen.

Die Jammerlappen

F!XMBR schreibt in seinem Blog von den Jammerlappen, die sich mit dem Teufel eingelassen haben und nun die Rechnung dafür bekommen. Im Prinzip hat er damit Recht und wenn wir mal ehrlich sind, dann sind die Konsequenzen nicht wirklich schlimm, sondern eher ein mütterliches auf die Finger klatschen.

Naja, um es auf den Punkt zu bringen, Google macht seine eigenen Regeln. Wer mit Google Spielen will, muss mit und nach den Regeln spielen. Wenn Google die während des Spielens ändert, dann kann man nichts anderes tun, als das zu schlucken oder aus dem System auszusteigen, bzw. zu boykottieren.

Ich habe keine Ahnung

Ich bin ehrlich, ich habe keine große Ahnung von diesem ganzen  Kram wieso da nun wer „abgestraft“ wurde. Als Anwender muss ich sagen, dass es mich manches Mal schon ein bisschen nervt, wenn man etwas über Google sucht und dann nur zu Informationen auf dritt- oder viertklassigen Blogs landet oder in irgendwelchen Foren, in denen dann nicht das Problem behandelt wird, sondern die Stichworte „nur“ in offensichtlich bezahlten Links erscheinen.

Wenn diese Art der „Abstrafung“  im Endeffekt dazu führen sollte, dass ich mal wieder richtig gute Ergebnisse bei Google erlange, dann ist es doch der richtige Weg. Was bringen dem Anwender suchmaschinenoptimierte Seiten, die super mit anderen Seiten verlinkt sind und Meta-Tags der spitzenklasse aufweisen, der eigentliche Inhalt der Seite aber a) zu wünschen übrig lässt oder b) so schlecht gemacht ist, dass man die Gefahr läuft Augenkrebs zu bekommen?! Nichts! Der Anwender will Informationen und diese sollten relevant und erkennbar sein.

Weitere Suchmaschinen

  1. Und auch solchen, die es sein wollen. []
  2. In diesem Falle die Betreiber von Internetseiten []