Es macht den Eindruck, als hätte man verstanden…

Der Bund will schrittweise seine Kommunikation auf das offenen Dateiformat ODF umstellen. Ab Anfang 2010 soll es dann möglich sein, dass der Bund ODF-Dokumente von Bürgerinnen und Bürgern lesen und verarbeiten kann. Ich glaube, dass das die richtige Entscheidung ist und auf lange Sicht ein wirklicher Dokumentenaustausch nur auf der Basis eines freien Formats erfolgen kann.

Irgendwann werden wohl auch doc-Dokumente im Schulalltag der Vergangenheit angehören. So wie es aussieht spielt auch hier die Zeit für eine bessere offenere Welt.

Via: heise online – 02.12.08 – Bund setzt auf offenes Dokumentenformat ODF

Poetry Slam und die Kommerzialisierung

Ich war ja nun am 11.12.2008 das erste Mal in der Schaubude und habe mir da einen Poetry Slam angeguckt. Mich begleiteten ein Kollege und eine Kollegin und zu meiner Überraschung, tauchten dort auch einige Schülerinnen und Schüler auf, die die Dichter genossen.  Leider sind nicht alle bis zum Schluss geblieben, da das Spektakel doch bis ca. 0030 ging. Wir waren zwar schon um 1930 da, sind aber noch zu McDonalds und haben etwas schnabbuliert, die Pforten öffneten sich erst recht spät und wir standen schön im Nieselregen und spürten unsere Jacken schwerer werden.

Kommerz beim Slamen

Als wir vor der Schaubude standen, lasen wir eine Schild, dass der Slam dieses Mal vom Fernsehen aufgezeichnet wurde. Wer jetzt meint, der WDR oder ein anderer „seriöser“ Sender wäre an dem Kieler Slam interessiert, der irrt. Es handelte sich um eine Team von Sat1Comedy und der Moderatorin Sarah Kuttner.

Schade war,  dass wegen der Kameramänner, der ganzen Technik und den V.I.Ps -die nicht auf dem Boden, sondern auf Stühlen sitzen durften/mussten/wollten- einige Gäste draußen bleiben mussten. Aber dennoch hat Björn (der MC des Abends) sich nicht ganz dem Joch der Fernsehleute untergeordnet und hat rebellisch die Jurorenkarten teilweise außer Reichweite der Kameras platziert. Auch nach dem Hinweis, dass das Ganze nicht so gut für die Kameras wäre, meinte er nur „Ich bin jetzt mal Arschloch, die Karten bleiben wo sie sind.“ Damit erntete er Applaus und eine glatte 10 😉

Ich persönlich habe ja nichts gegen die Kommerzialisierung von Dingen. Egal ob es sich um Lifestyle, Klamotten und/oder Musik handelt. Schlimm für die Szene wird es erst dann, wenn es kommerziell ausgeschlachtet wird. So werte ich auch das Interesse an Poetry Slam von Sat1, denn die machen sicherlich keine Sendung aus Nächstenliebe oder kulturellem Interesse, sondern nur wegen einem… Kohle. Klingt komisch… ist aber so! Aber ich will mal nicht vorschnell urteilen, da man ja noch nicht weiß, wie die Spezies vom TV das Ganze schnippeln und was die daraus machen.

Lustig ist der Slam, hei lustig soll er sein

Leider sind noch immer viele der Meinung, Slam-Texte müssen komisch sein. Müssen sie nicht! Klar – durch einen komischen Text erreicht man vielleicht das Publikum recht schnell und holt es auf seine Seite, aber gute Texte sind nicht unbedingt lustig und erst recht nicht trivial. Für alle die, die Poetry Slam (noch) gar nicht kennen, ergibt sich das Bild des lustigen Slamers durch Auftritte in den Unterhaltungssendungen. Hier ist zum Beispiel der Star der Szene genannt, Sebastian 23. Klar, er schreibt großartige Texte, performt wie ein Großer1 und ist ein klasse Slamer, aber er ist nicht der Einzige und auch nicht der Vertreter einen ganzen Spezies. Das wäre, als wolle ich einem Außerirdischen erklären, was ein Vogel ist und ihm einen Strauß zeigen — der käme sicherlich nicht auf die Idee, dass es so etwas wie einen Kolibri gibt.

Auf der anderen Seite kann ich ich Sebastian gut verstehen und würde diese Gelegenheit sicherlich selbst nicht auslassen, mich auf diese Art zu verkaufen. Schade ist nur, dass es dadurch ein falsches Bild über Poetry Slam in der Öffentlichkeit gibt.2 Wollen wir hoffen, dass die Poeten ihrem Stil treu bleiben und nicht dem öden Mammon hinterher rennen, auch wenn die neue Sendung von Sarah Kuttner auf Sat1Comedy ausgestrahlt wird.

Texte und Stimmung

Die Texte und die Poeten in der Schaubude waren Klasse. Die Stimmung war super und der Abend kurzweilig. Einer meiner Schüler hat angemeldet, dass er am 8. Januar, wenn der nächste Slam in der Schaubude stattfindet, auch auf die Bühne will. Wenn er dort auftreten wird, bin ich sicherlich dabei, sollte er nicht dabei sein, was ich aber hoffe, dann werde ich wahrscheinlich dabei sein, denn ein bisschen Kultur hat noch niemandem geschadet.

Was haltet Ihr von Poetry Slam und der beginnenden,  vermeintlichen Ausschlachtung des Ganzen?

Links zum Thema

  1. Er ist sicherlich auch einer, im Gegensatz zu Kuttner, die mir bis kurz über die Nase ging! 😀 []
  2. Und ich will hier auch betonen, dass ich die Texte von Sebastian23 in keiner Weise nur lustig finde, sondern dass diese auch zum Nachdenken anregen und sicherlich auch sozialkritisch sind. Ich wage aber zu bezweifeln, dass dieses Eigenschaft die ist, die ihm die Tür in die große Öffentlichkeit öffnete. []

Dropbox auf der Autobahn

Hier nun der erste Podcast auf dem Weg zu einem Modul. Es ging nach Rendsburg und somit gleich ein Podcast von der Autobahn. Thema ist die Synchronisation meines Desktoprechners mit meinem Laptop unter Linux. Sicherlich spannend für den Einen oder die Andere.

Links zum Podcast

Für Ubuntu-User eine Zeile Code für unison:

# sudo apt-get install unison unison-gtk

Bitte nicht anhören,…

… ihr verschenkt sonst sieben kostbare Minuten Eures Lebens! ECHT!

Ich habe mal einen Test gestartet und einen Podcast im Auto aufgenommen. Ich wollte wissen, ob man das machen kann oder ob die Qualität soooo unterirdisch ist, dass man gar nicht lauschen kann. Aber, ich finde es geht. Mal sehen, ob das nur eine Schnapsidee bleibt oder ob ich mal wirklich die Fahrten im Auto nutze, um zu sinnieren und Euch an meinen wirren Gedanken teilhaben lasse.

Die Netzwerkkarte die nun bei mir unter Linux 100% im 64bit Modus und mit WPA2 läuft ist die NETGEAR WPN311. Nur so zur Info falls das mal einer suchen sollte 😉

Und der Laden wo ich alles gekauft habe: www.kiel-computer.de.

[audio:001-ersteAufnahmeimAuto.mp3]

Oldenburg in Holstein

Heute hatte ich eine Seminar in Oldenburg in Holstein. Die Strecke von Kiel dorthin war nur durch eine Landstraße zu erreichen. Ich habe ja nichts gegen Landstraßen, da kann man hier und da mal die Landschaft genießen und die Seele baumeln lassen.((Ich habe auf dem Weg hin Sun Tzu und auf dem Rückweg Der Sandmann gehört.)) Aber das Baumeln wurde regelmäßig von Traktoren und LKW unterbrochen, die man auf den engen, kurvigen Straßen nicht überholen konnte. Die am Straßenrand aufgebauten Kreuze zeigten dem passionierten Autofahrer, dass der Versuch das Ziel schneller zu erreichen nicht immer von Erfolg gekrönt sein muss. Da ich meine Liebste auch am Abend noch in die Arme schließen wollte, schien mir das seichte Fahren hinter den schweren Maschinen eine gute Alternative – außerdem war das Ganze auch noch Sprit sparend. Obwohl – der ist ja mal so günstig wie lange nicht mehr. Ich habe 1,14€ für den Liter bezahlt. Das ist doch mal ein fairer Preis.

Das Modul in Oldenburg war wirklich gut! Wir haben einen schönen Unterricht gesehen und eine gute Reflexion im Anschluss erlebt. Klar, in unserer kleinen Gruppe die wir jetzt haben, ist das Ganze auch wirklich angenehm.

Der anschließende Theorieteil hat mir persönlich viel gebracht. Es ging zum einen zu den Formulierungen für die Kompetenzen, die die SuS erreichen sollen und zum anderen über das Thema „Gruppenarbeit“ und „Arbeit in Gruppen„. Ich freue mich schon einige Anregungen im Unterricht umsetzen zu können. Sicherlich nicht immer einfach, aber wer sagt, dass das Leben einfach sei?

Resüme

Vieles gelernt und 120 km mehr auf dem Tacho.