Das ist mein Buch!

Mein StempelEin ehemaliger Deutschlehrer von mir sagte einmal, man solle in jedes Buch auf der ersten Seite nicht nur seinen Namen, sondern auch das Datum, wann das Buch in seinen Besitz übergegangen ist, schreiben. Diesem Rat bin ich bisher auch immer gefolgt und schon einige Male habe ich mich über das Datum in dem Buch gefreut oder gewundert. Ab und zu habe ich mich aber auch geärgert, dass ich mit meiner Sauklaue das Buch verschandelt habe. Aus diesem Grund – und natürlich auch wegen des Coolnessfaktors – habe ich mir einen Stempel machen lassen. Da ich ja schon seit Jahren einen Joker als Emblem  habe, durfte der nicht fehlen. So sehen nun meine Bücher aus.

Der Stempel ist ein hochauflösender Colop EOS 40. Das Druckbild ist großartig, aber leider trocknet die Tinte nicht sooo schnell, so dass ich schon das eine oder andere Buch verschmiert habe. Irgendwas ist ja immer… 😀

Urlaub in Paris

Wir haben zwar noch keine Buchungsbestätigung, aber ich gehe davon aus, dass alles nach Plan verläuft. Wir werden am 10. August für eine Woche nach Paris fliegen.

Sieben Tage Städteurlaub in einer Stadt, deren Sprache ich nicht im Ansatz spreche. Das wird ein Spaß 😉 In der Schule wählte ich Latein und habe auch mein großes Latinum geschafft, das verhilft mir einige französische Begriffe während des Lesens zu verstehen, wenn die Worte gesprochen werden, dann bin ich aber hilflos. 😉

Da ich noch nie in Paris war, würde ich mich über Ausflugtipps von Euch freuen. Wer war schon da? Was kann man da so machen? Was ist ein absolutes Muss? Gibt es Ecken, die nicht im Reiseführer stehen, aber dennoch unbedingt besucht werden müssen? Über Eure Tipps freue ich mich!

Ich mag sie einfach nicht – Katzen

Ich weiß, dass den Katzenliebhabern bei folgendem Video das Herz aufgehen wird. „Genau wie mein Morle…„, aber ich persönlich verstehe nicht, wieso man das Vieh dann nicht in einen Schuppen sperrt oder wenigstens ankettet.

Nicht das ich falsch verstanden werde, Katzen sind zu respektierende Tiere und sicherlich auch schmusig und kuschelig. Ich kraule auch gerne mal eine, wenn ich irgendwo zu Besuch bin, die diese Mitbewohner dulden. Aber immer wieder kommt in mir ein Unverständnis auf, wenn sie über Möbel stolzieren, an Möbel kratzen oder sich eben wie in folgendem Video benehmen.

Ich habe doch wohl keine Katzenliebhaber unter meinen Lesern, oder?

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Die Macintosh-Verschwörung

In einigen Fußnoten dieses Blogs habe ich meine Theorie schon angedeutet und jetzt ist es an der Zeit, die Öffentlichkeit darüber zu informieren.

Meine Beobachtungen

Wer heute am öffentlichen Leben teilnimmt, stellt fest, dass Mobiltelefone, tragbare Medienabspielgeräte und mobile Computer aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Fast jeder besitzt ein Mobiltelefon. Es wird in den meisten Fällen aber nicht als solches bezeichnet. Im Deutschen hat sich der Begriff Handy für das tragbare, fast überall einsetzbare Telefon etabliert.1 Das tragbare Medienabspielgerät ist nicht mehr der Walkman, wie vor ca. einem Jahrzehnt, sondern der MP3-Player. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Gerät auch oggs, wmvs oder andere Formate abspielen kann. Der kleine mobile Computer wird zu einem Laptop, Notebook oder – wenn es noch kleiner ist – zu einem Netbook2 .

Ausnahmen bestätigen die Regel

Es gibt  immer mehr Benutzer solchen Schnickschnacks, die nicht die genannten Begriffe nutzen! Sie  benutzen immer die Produktbezeichnung, wenn sie von ihrem Gerät sprechen. Sprich: Sie sagen nicht „Gib mir mal mein Handy.“, sondern „Gib mir mal mein iPhone„. Diese Personen kaufen sich auch keinen Laptop, sondern ein MacBook. Wenn sie einen neuen Desktop PC kaufen, dann gibt es einen iMac.

Aber Achtung: Die Begriffe sind nicht als allgemeingültiger Gattungsname zu verstehen, wie zum Beispiel Tempo für Papiertaschentücher oder tesa für Klebestreifen. Es sind einzig Begriffe für die Produkte einer Firma – der Firma Apple.

Nun stellt sich die Frage, warum die Benutzer dieser Produkte ihren Sprachgebrauch so ändern, dass sie alltägliche Geräte nur noch mit dem Produktnamen bezeichnen.

Die geheimen Verträge

Meine Theorie ist, dass man beim Kauf eines Gerätes der Firma Apple einen Vertrag unterzeichnet, über den man nicht sprechen darf. In diesem Vertrag wird man verpflichtet, nur noch den Produktnamen zu nennen, wenn man über das neu erworbene Gerät spricht. In unserer Gesellschaft sind ähnliche Verträge und Abkommen ja nicht unüblich. Gerade die Modeindustrie produziert für horrende Verkaufspreise Kleidung, auf denen in großen Lettern der Firmenname gestickt oder gedruckt ist. Man bezahlt also einen hohen Preis dafür, dass man für die Firma Werbung macht.  Man verpflichtet sich für das Unternehmen ständig zu werben, obwohl man dafür bezahlt hat. Ein weiteres Beispiel sind KFZ-Vertragswerkstätten, die gerne mal die Fahrzeuge mit Aufklebern der Werkstatt verzieren oder den Nummernschildhalter austauschen.

Aber in den geschilderten Fällen muss man seine Gewohnheiten nicht aufgeben, wie es beim Kauf eines Apple-Produktes der Fall ist. Die Menschen, die sich also ein Gerät von Apple zulegen, sind wahrscheinlich Gefangene dieses Knebelvertrages. Da die meisten Geräte von Apple über ein eingebautes Mikrofon verfügen, ist die Kontrolle für Apple ein Leichtes. Restriktionen können dann beim Einspielen von Updates schnell vollzogen werden.

Solidarität

Diese Verträge sind in meinen Augen unmenschlich. Aus Solidarität zu den armen, an Verträgen gebundenen Benutzern bin ich dazu übergegangen, die meisten meiner Gebrauchsgegenstände auch beim Produktnamen zu nennen. Ich suche somit nicht mein Notitzbuch mit Stift, sondern mein Moleskine mit dem Pilot G2. Auch meine Laptops sind mein Thinkpad und mein Ideapad. Wenn ich frage wo das Auto geparkt ist, frage ich nach dem BMW oder dem 535.

Ich fordere alle auf, auf den Missstand beim Verkauf von Apple-Produkten aufmerksam zu machen und ebenso alle Gebrauchsgegenstände beim Produktnamen zu nennen und auf Nachfrage zu erklären, warum man dieses tut. Nur wenn wir gemeinsam gegen diese Verträge kämpfen, können die Benutzer der Apple Produkte auch wieder einen normalen, deutschen Sprachgebrauch annehmen.

Wahrscheinlichkeit

Die Theorie der geheimen Verträge scheint für den einen oder die andere an den Haaren herbeigezogen, aber es gibt sonst keine logische Begründung, warum erwachsene Menschen ihr Verhalten sonst so dermaßen ändern würden. In der von Wirtschaft geprägten Welt, in der wir leben, kann ein solches Vorgehen nicht ausgeschlossen werden.

Die Entmündigung, die wir vom Staat befürchten, vollziehen wir schon in großen Teilen ganz alleine durch die Entwicklung unserer Wirtschaft. Also: Seid solidarisch mit den Tölpeln, die sich in den Fängen eines Großkonzerns befinden und nennt auch ihr Eure Dinge beim Namen!

  1. Zu der Unsinnigkeit dieses Begriffes, empfehle ich folgendes, englisches Video: http://www.youtube.com/watch?v=px7Q5rGbmTg []
  2. Obwohl Netbook ein eingetragenes Warenzeichen ist und nicht alle kleinen Computer Netbooks sind. []

Gelesen: Der Gotteswahn – Richard Dawkins

Ein interessantes Buch in dem erklärt wird, dass es keinen Gott geben kann.

Hauptaugenmerk wird auf monotheistischen Religionen gelegt und bezieht sich somit auf den Gott der Bibel, der Tora und des Korans. Dawkins betont in dem Buch immer wieder, dass man nicht von christlichen, muslimischen oder jüdischen Kindern sprechen sollte, sondern von Kindern christlicher, muslimischer oder jüdischer Eltern. Kinder können bis zu einem gewissen Alter nicht selbst entscheiden, welcher Religion sie angehören möchten, da der Weitblick für die verschiedenen Religionen fehlt.

Das Buch ist sicherlich nicht nur für Atheisten und Agnostiker spannend zu lesen, sondern auch für gläubige Menschen. Aber wahrscheinlich wird dieses Buch eher als Teufelswerk angesehen und somit als nicht-lesbar eingestuft. Er macht gleich im zweiten Kapitel deutlich, welche Eigenschaften der Gott hat, den die Menschen anbeten und der sieht anders aus als „der liebe Gott“ den wir zu kennen glauben.

Ein lesbares, teilweise witzig geschriebenes Buch über ein Thema was in der Öffentlichkeit noch nicht angekommen ist: einem echten und offenem Diskurs mit Religion.