Google will etwas von Dir!

Ja, ich gebe es zu. Ich nutze auch google-Produkte neben der Suchmaschine. Ich lese meine RSS-Feeds via feedly, was wiederum auf den google-reader zurückgreift. Ich nutze Gmail zum abrufen bestimmter E-Mails. Hin und wieder erstelle ich Dokumente bei docs.google.com und Orte suche ich natürlich bei maps.google. Das Google ein Datensauger ist, das war mir zwar klar, aber ich finde es gut, dass man immer wieder darauf gestoßen wird. Vielen Dank an alle, die versuchen, mir die Augen zu öffnen. So wie die Macher dieses Videos:

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Screencasts unter GNU/Linux

Stiefmütterlich wurde das Thema gehandhabt. Es gab und gibt zwar recordmydesktop als Konsolenprogramm und dafür auch eine GTK-GUI, aber die Benutzbarkeit des Ganzen ließ schon zu wünschen übrig. Auf optische Rückmeldungen, welche Maustaste oder welche Taste auf der Tastatur gedrückt wurde, musste man gänzlich verzichten.

Diese Lücke scheint nun recorditnow zu schließen. Bisher mit Erfolg. Die stabile Veröffentlichung ist bereits in der Lage Klicks der Maus zu visualisieren. Die Entwicklerversion kann auch schon gedrückte Tasten darstellen. Mit diesen beiden Funktionen hängt es die Konkurrenz weit ab.

Recorditnow greift aber auch auf recordmydestop zrück, lässt die Funktionen für den Anwender aber einfacher erscheinen. Mit zwei Klicks bestimmt werden, welches Fenster aufgenommen werden soll oder ob der ganze Bildschirm herhalten muss.

Das Programm hat das Potential, eines meiner Lieblingsprogramme zu werden.

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Das neue uMag

Vor einigen Wochen bin ich angeschrieben worden, ob ich nicht eine Rezension für den Relaunch des neuen uMags schreiben wolle. Obwohl ich zwar grundsätzlich immer Lust, aber nicht immer die Zeit habe, habe ich dem Ganzen zugesagt. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich das Magazin gar nicht, habe die Gelegenheit aber ergriffen, es auf diesem Wege kennenzulernen.

Vor dem Relaunch

Als das Magazin im alten Titel ankam, mache es bei mir „klick„, denn das konnte nur ein Hochglanz-Magazin für die Generation iMac sein. Umschlag und Seiten sind im Hochglanz gedruckt. Die Seiten machen den „Mut-zur-freien-Fläche-und-großen-Bildern“-Kultur alle Ehre. Die klaren Linien und eine serifenlose Schrift für den Fließtext unterstreichen diesen Eindruck. Klare deutliche, aber auch langweilige Strukturen für eine uniformierte Zielgruppe: dem iPhone-Besitzer der hippen Generation, der versucht nicht oberflächlich zu sein.1 Also insgesamt kein Magazin für das ich Geld ausgeben würde, bzw. ausgegeben hätte.

Nach dem Relaunch

Nun kam das neue, verbesserte uMag ins Haus geflogen. Viel schlimmer konnte es aus meiner Sicht ja nicht werden. Das Format ist etwas kleiner  und macht so einen handlicheren, kompakteren Eindruck. Der Umschlag ist matt und das neue Logo hat eine Schrift mir Serifen – Wow! – Serifen im Logo und das in unserer klaren, schnörkellosen Gesellschaft, das ist mutig! Aber was soll denn das? Die Seiten sind aus braunem an Ökopapier erinnernden Papier. Die Farben im Druck sind dementsprechend matt und kontrastlos und der Fließtext ist in einer schmalen Serifenschrift gesetzt.

„Ist das jetzt ein Parteiblättchen der Grünen geworden?“ – So oder ähnlich waren meine ersten Gedanken. Beim zweiten Mal durchblättern gefiel mir die ganze Erscheinung  des Magazins richtig gut! Mal etwas anderes! Weg vom Hochglanz, hin zum Wesentlichen – dem Inhalt, der Nachricht, dem Wissen! Große, von oben einfliegende Blöcke mit runden Ecken dominieren das Bild der Überschriften und so werden noch immer klare Strukturen vermittelt, auch wenn die Schrift mit Schnörkeln spielt.

Es macht Spaß im dem Heft zu lesen und die „Hochglanz“-Anzeigen auf dem braunen Papier zu bestaunen. Ich könnte mir vorstellen, dass der eine oder andere Werbepartner es nicht mehr so lustig findet, wenn die „geilen Spiegelungen“ auf dem Papier nicht mehr so zu Geltung kommen. Aber an dieser Stelle muss sich der Verlag entscheiden, dem schnöden Mamon folgen oder seinen Stil durchhalten und die Leserschaft weiter begeistern…

Den Mamon erhält er aber auch durch den teureren Verkaufspreis, so dass man sich um den Verlag erst einmal keine Sorgen machen muss.

Inhalte

Inhaltlich kann ich nicht viel zu den Veränderungen schreiben, da ich nur diese beiden Ausgaben kenne und zu einer inhaltlichen Analyse sicherlich mehr als zwei Ausgaben notwendig wären.

Fazit

Im Fazit ist zu sagen, dass ich das neue uMag richtig gelungen finde. Trotz des neuen Papiers und des Muts zu Serifen, kommt das Magazin frisch, aber dennoch sachlich daher. Diese neue Sachlichkeit macht es in meinen Augen zu einem ernsthaften Magazin, welches sich mit Kultur und Lebensstil befasst, aber keinen Trends hinterherläuft, sondern eher welche setzt.

  1. Wem der Schuh passt, der soll ihn sich anziehen 😉 []

Wenn ihr mal einen Dachdecker braucht…

… und nicht in Kiel wohnt, dann möchte ich Euch das dachdecker-portal.de ans Herz legen. Wir hatten am Wochenende einen Wasserschaden – wahrscheinlich durch eine zugefrorene Dachrinne hervorgerufen. Das Wasser tropfte in Strömen von der Decke und lief auf gleiche Weise die Wand runter. Da wederwir, noch der Vermieter Ahnung von diesem Baukram haben, wollten wir am Wochenende einen Dachdecker-Notdienst, der sich den Schaden mal anguckt und die Gefahr einschätzt.

Leider konnte in Kiel kein 24-Stunden-Service gefunden werden, der sich das Ganze mal anguckt.  Ich habe dann mal bei oben genanntem Portal angerufen. Die Dame am Telefon konnte mir zwar auch nicht weiterhelfen, versprach aber sich darum zu kümmern, einen Ansprechpartner in meiner Gegend zu finden. Nach 1,5 Stunden rief sie wieder an und musste mir mitteilen, dass sie keinen Notdienst in Kiel ausfindig machen konnte. Sie wollte sich aber darum kümmern, dass das Portal bald auch einen Notdienst aus Kiel auf der Seite hat! Sie war sehr nett und sehr zuvorkommend. Ein Beispiel, wie Dienstleistung aussehen kann.

Warum „Dream Machine“?

Vor kurzem ging mein Wecker kaputt. Eigentlich schade, denn das gute Stücke begleitete mich schon mehrere Jahre – wenn nicht sogar Jahrzehnte. Leider war der Knopf zum ausschalten des Alarms defekt und das hat nicht nur meine, sondern auch die Laune meiner Frau allmorgendlich getrübt. Es musste also ein neuer her.

Wecker, so sollte man denken, gibt es ja wie Sand am mehr und man bekommt sie sicherlich quasi hinterher geschmissen. Weit gefehlt! Es wird schwierig, einen Wecker zu finden, der nicht einen MP3-Player von einer bestimmten Marke unterstützt, die Zeit an die Decke projiziert oder einen mit Tier- und Naturgeräuschen weckt. Ich wollte einen Wecker, der zu einer bestimmten Zeit einfach „Mööp Mööp Mööp“ macht und das solange, bis ich meinen Astralkörper zum Wecker bewegt und diesen ausgeschaltet habe.

Ha! Diesen gab es dann auch. Die Dream Machine von Sony. Nach dem Kauf habe ich wieder zwei Dinge gelernt:

  1. Funktionen, die man bei einem Wecker dieser Bauart für obligatorisch hält, sind es nicht! In meinem beschränktem Geiste habe ich erwartet, der Wecker würde im Display durch einen kleinen Punkt anzeigen, dass der Alarm eingeschaltet ist. Tut er aber nicht. Ob der Alarm eingeschaltet ist oder nicht erkennt man nur am Schieberegler, dass heißt: Wenn man im Bettchen liegt, dann muss man nochmal aufstehen, wenn man wissen will, ob der der Wecker tatsächlich eingeschaltet ist.
  2. Geräte können genau die Aufgabe im Namen tragen, die sie nicht erfüllen, denn immerhin will ich von der Kiste aus den Träumen gerissen werden und somit ist es eher eine „Anti-Dream-Machine„. Mein Staubsauger heißt auch nicht: „Dust Blow Machine“ oder mein Sofa: „Sitting on the floor“ oder mein Backofen: „Freeze your Meal„…

Wie auch immer. Wichtig ist, meine Dream Machine weckt mich seit einiger Zeit sehr zuverlässig und ich hoffe, dass wird auch noch ein paar Jahre so sein 😉