Welche Welt wollen wir…

Gerade las ich die Leserbriefe der neuen Psychologie heute und bin an einer Stelle echt ins Überlegen gekommen.

Der Deutsche ist ein Narzisst, ich eben so, da bereits in Kindertagen ein ,,gesunder Grundstein“ dazu gelegt wird. Erfolg ist vor allem der Erfolg des Einzelnen, dieses ganze ,,Gruppen—Team—Arbeit“—Zeug und der sozialpädagogische Schwachsinn bringen nicht den Erfolg, den man sich erhofft.

Boris M., Mainz

Aus: Psychologie heute, Ausgabe März 2011, Seite 7

Als Lehrkraft, die auf dieses „Gruppen-Team-Arbeit“-Zeug steht, es bei Schülerinnen und Schüler fördert und für höchst wichtig erachtet, wenn es um die Bildung einer neuen Generation geht, bekomme ich ein beklemmendes Gefühl bei solchen Aussagen. Welches antiquierte, eingeschränkte und egoistisches Weltbild wird von Personen getragen, die solche Aussagen machen?

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Ursache für den Plötzlichen Kindstod gefunden

Die Überschrift hört sich fast an, als käme sie aus der BILD-Zeitung, aber die haben sicherlich Wichtigeres zu berichten. Sowohl britische, als auch neuseeländische Forscher haben unabhägig von einander entdeckt, dass ein sonst harmloser Pilz (Scopulariopsis brevicaulis) für den Kindstod verantwortlich ist.

Die Erklärung für die Ursachen des plötzlichen Kindstodes wurde von dem britischen Chemiker BA Richardson und dem neuseeländischen Chemiker TJ Sprott unabhängig voneinander vermutet und sowohl experimentell im Labor als auch epidemiologisch in der praktischen Anwendung zweifelsfrei nachgewiesen.
Quelle:  http://www.ploetzlicher-kindstod.org/index.php?ursache | Abruf 23.01.2011

Die Studien stammen aus den 80ern und sind in weiteren Abhandlungen in der nahen Vergangenheit wieder bestätigt worden.

„Höheres Risiko durch Bauchlage“
Babys, die auf dem Bauch schlafen, sind häufiger vom plötzlichen Kindstod betroffen, weil die drei Gase schwerer sind als Luft – das aus Antimon gebildete Stibin viermal schwerer –  und die Kinder mit der Nase nach unten daher tiefer in die giftigen Gase eintauchen.

„Höheres Risiko für Geschwisterkinder“
Zweite und dritte Kinder in der gleichen Familie sind häufiger betroffen als Erstgeborene, weil für das zweite und dritte Kind häufig die Matratze des ersten Kindes wiederverwendet wird in sich der Pilz schon weiter ausgebreitet hat. Aus demselben Grund sind Babys von jungen und allein erziehenden Müttern häufiger betroffen, weil diese Mütter im Durchschnitt weniger Geld haben und daher häufiger schon gebrauchte Matratzen verwenden.

„Höheres Risiko nach Impfungen oder Infektionen“
Babys, die zu warm liegen, sind häufiger betroffen, weil sie die Matratze wärmer halten, auch mehr in die Matratze hinein schwitzen und der Pilz in Wärme und Feuchtigkeit viel aktiver ist. Auch nach Impfungen und Infektionen erhöht sich die Körpertemperatur des Babys und das Baby schwitzt mehr. Durch eine Erhöhung der Temperatur um nur 3 Grad steigt die Menge an giftigen Gasen, die der Pilz produziert auf das 10 bis 20-fache an. Entsprechend steigt die Gefahr, dass die Babys am plötzlichen Kindstod sterben.
Quelle: ebd

Auch wenn die Logik hinter den Aussagen für mich schlüssig ist, gibt es auch Stimmen, die behaupten, diese Ergebnisse wären falsch und nicht nachvollziehbar. Dieses geschieht aber meist in den Foren, in denen Eltern miteinander kommunizieren und wenig Fachleute anwesend sind.  Die Gegenargumente sind gut auf der Diskussionsseite zu SIDS in der Wikipedia nachzulesen.

Ein weiteres Detail soll nicht verschwiegen werden: Der Autor der Webseite, die diese Informationen freigibt, unterhält auch einen Webshop, in dem man Material kaufen kann, die den plötzlichen Kindstod verhindern. Ein Schelm, der böses dabei denkt.

Auf der einen Seite kann es sein, dass Herr Kapuste wirklich von der Theorie überzeugt ist und einfach Produkte veräußert, die Leben retten sollen, weil es sonst keiner macht – denn welche Alternative hätte er? Die Überzüge und Matratzen verschenken? Und auf der der anderen Seite kann es sich auch um eine Geschäftsidee auf dem Rücken der ängstlichen und geplagten Eltern handeln – das würde für denkbar schlechtes Karma sorgen!

Was bleibt?

Die Studie ist mit ein wenige fahlem Beigeschmack versehen. Die Theorie ist aber interessant und klingt logisch. Aber ist eben eine Theorie…

Links

Gorillapod-Verschnitt bei Aldi

Seit einiger Zeit haderte ich mit mir, mir ein Gorillapod zu kaufen. Nachdem der Fotoladen in meiner Nähe über 40 Euro für das oben verlinkte Stativ haben wollte, habe ich ein Gorillapod in meinen Einkaufswagen bei Amazon gelegt, um ihn bei der nächsten Bestellung mit zu bestellen.

Als ich nun einen Einkauf bei Aldi tätigte, sah ich dort einen Nachbau dieses Stativs in der Auslage liegen. Kostenpunkt:  keine 7 Euro. Zack – schon war das Teil im Einkaufswagen. Bei dem Preis kann man nichts falsch machen.

Das Stativ funktioniert genauso, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich kann es überall fixieren und aufstellen, es ist extrem beweglich und hält auch meine Dynax 7D. Hier muss ich aber bei der Stellung der Beine aufpassen, da die Kamera schon recht schwer ist und je nach Winkel der Beine Übergewicht bekommen kann.

Unter dem Strich ein Schnapper für 7 Euro. Ob es ebenso gut ist, wie das Gorillapod, das kann ich nicht beurteilen, da ich das Original noch nicht in den Händen halten durfte. Aus meinem Amazon Warenkorb ist das Original jedenfalls wieder herausgeflogen.

Waschsalon und Kommunikationskultur

Waschsalon

In den letzten Tagen war ich mal wieder des Öfteren im Waschsalon, um dort Wäschen zu trocknen. Bei diesen Temperaturen in der Wohnung trocknen, heißt auch, Schimmel zu produzieren. Bei einem Baby fällt einiges an Wäsche an, so dass sich der Gang mit einer großen blauen IKEA-Tüte lohnt.

Die Klientel

Irgendwie ist die Klientel eines Waschsalons schon sehr speziell. Von älteren Ehepaaren, die die Bettwäsche waschen, trocknen und mangeln, über coole (vermeindliche) Singles (Männer und Frauen), die ihre komplette Wäsche waschen und trocken, bis hin zu Obdachlosen, die sich in den Räumen mit einem guten Tropfen Wein aus dem Tetrapack aufwärmen.

Die Kommunikation

Gesprochen wird in einem solchen Etablissement augenscheinlich gar nicht. NIEMAND, der in den Salon kommt, grüßt. Paare, die hereinkommen, unterhalten sich nur in einem Flüsterton. Die Kommunikationskultur lässt wahrlich zu wünschen übrig. Ich habe meine Augen weit geöffnet, aber kein Schild gesehen, das lautes Sprechen oder die Nennung der Tageszeit verbietet. Man befindet sich ja nicht in einer Bibliothek.

Da ich bisher nicht so häufig in Waschsalons mein Unwesen trieb oder getrieben habe, kann ich nicht aus Erfahrung sprechen. Ist es eigentlich normal, dass die Kommunikationskultur in Waschsalons so rudimentär ist? Warum ist das so? Ich weiß es nicht…

Adios 2010 – Hallo 2011

Mein letzter Beitrag in diesem Jahr. Kein emotionales Blah-Blah oder so…

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs, meinen Followern auf twitter, meinen Freunden bei Facebook und allen anderen Menschen auf diesem Planeten und in dessen Umlaufbahn ein wunderprächtiges neues Jahr. Immer daran denken, dass es das letzte normale Jahr sein wird, denn im übernächsten Jahr geht der Maya-Kalender zu Ende und dann war’s das mit Schicki-Micki. Aber Moment, habe ich nicht letztens noch gelesen, dass unsere Zeitrechnung eigentlich falsch ist? Jesus sei im Jahre -7 geboren. Somit sind wir eigentlich im Jahr 2003 und der Maya-Kalender geht noch ein paar Jährchen. Außerdem: Was kann ich dafür, dass diese Hochkultur der Maya nur bis 2012 zählen kann… Oder habe ich da wieder etwas falsch verstanden? Ich glaube schon. 😉

Wie auch immer. Vielleicht geht die Welt unter, vielleicht ändert sich auch nur das Bild der Welt und der Wirklichkeit oder es passiert 2012 einfach nichts. Das sollte aber keinen Einfluss auf Euer 2011 haben. Lebt das Leben, genießt das Leben, bildet Euch, guckt links und rechts von Euch, erweitert den Geist1, sprecht mit den Mitmenschen, respektiert Euch und nehmt Euch so an, wir ihr seid. Achtet auf Euch und denkt daran:

Alles kann – Nicht muss.

  1. Ohne Drogen! []