Gelesen: Unterm Rad – Hesse

Hesse zeigt in dieser Erzählung, wie ein junger Mann systematisch seines Lebenswillens beraubt wird. Der Junge Hans ist ein begabter Schüler, der von seinem Vater von Gleichaltrigen fern gehalten wird, damit er sich zu einem guten Erwachsenen entwickeln kann.

Hans kann durch seine überdurchschnittliche Intelligenz und Auffassungsgabe das Seminar einer Klosterschule besuchen. Auch hier halten die Erwachsenen ihn für einen Überflieger und erwarten ein erwachsenes Verhalten, vergessen aber, dass er ein Jugendlicher ist, dem nicht in allen Lebenslagen die Ernsthaftigkeit des Lebens bewusst ist.

Nach und nach verändert sich das Bild der Erwachsenen auf den Heranwachsenden und dieser gerät immer mehr unters Rad, bis er die Klosterschule verlassen und zurück in sein Dorf muss. Hier nimmt er wahr, dass er kein Kind mehr ist und beginnt eine Lehre als Schlosser. Seine alten Schulkameraden machen sich nach seiner Rückkehr über ihn lustig.

Die Erzählung zeigt eine offensichtliche Kritik an dem Schulsystem und daran, dass die Erwartungen die an Jugendliche gestellt werden, bei weitem nicht so hoch sein dürfen, wie die, die an Erwachsene gestellt werden. Das ist sogar dann der Fall, wenn ein Jugendlicher sehr begabt ist. Auch dieser muss durch die Pubertät und seine Grenzen austesten. Die Strenge von Eltern und Lehrer scheint kontraproduktiv zu sein. Jugendliche brauchen ihre Freiräume und müssen lernen ihren Weg selbst zu beschreiten.

Subjektive Meinung: 2-

Langsam kommen wir an…

Die alte Wohnung ist restlos leer und die neue noch ordentlich voll gestellt. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und auch so werden wir sicherlich bald unser neues Domizil als fertig betrachten.

Wichtig ist, dass die Küche und das Arbeitszimmer nutzbar sind und diese Meilensteine sind schon ganz passabel. Wann ich wieder regelmäßig zum Verfassen von  Texten komme, dass weiß ich noch nicht, aber ein bisschen etwas ist schon wieder in der Pipeline.

Styropor in Kiel los werden

Durch einige neue Elektrogeräte und Möbel ist ziemlich viel Altpapier und Styropor zusammengekommen. Dieses wollten wir auch richtig entsorgen. Auf dem Wertstoffhof in der Daimlerstraßer hieß es dann aber: Pappe ginge, aber Styropor ginge nicht, da alle Container voll seien. Wir könnten aber direkt zu Remondis fahren und das Styropor dort los werden. Gesagt getan. Wieder in den BMW und ab nach Remondis.

Die Damen am Empfang waren sehr unfreundlich und teilten mir schroff mit, dass ich 7,50 Euro pro Kubikmeter zahlen solle. Mhm… Styropor ist Verpackungsmaterial und wird von den ABK kostenlos entgegengenommen (wenn dann die Container leer sind), da es sich um Müll handelt, der eigentlich in den gelben Sack gehört. Also sind wir wieder zurück zum Wertstoffhof und haben zwei Rollen gelbe Säcke mitgenommen, den ganzen Kram zerkleinert und auf die Säcke verteilt. Das wird nun über den normalen Hausmüll mitgenommen.

Wenn mir das eher bewusst gewesen wäre, dann hätte ich einige Nerven und einiges an Sprit gespart.

Ein Schritt zur Struktur

Dieser Artikel ist ein Beitrag der Serie: Selbstmanagement als Lehrer»

Durch den konsequenten -teilweise auch sicherlich fast übertrieben-lächerlichen- Einsatz meine Notizbücher und dem Eingangskorb auf meinem Schreibtisch entstand umgehend mehr Struktur in meinem Arbeitsleben.

Als ich begonnen habe, dieses System einzusetzen, sah mein Schreibtisch aus, als hätte dort eine Bombe eingeschlagen.

Bei einem solchen Projekt hat man anfänglich ja viel Energie und Motivation, alles zu verändern und besser zu machen. Nimmt man diese ganze Energie und geht mit ihr nicht vorsichtig um, dann verpufft sie ganz schnell in der Anfangszeit. Um diesem Verpuffen vorzubeugen, habe ich alles, was auf meinem Schreibtisch lag, einfach in eine große Kiste geschmissen und jeden Abend einen kleinen Stapel für den nächsten Tag in den Eingangskorb gelegt. So konnte ich Schritt für Schritt das System einführen, habe meine Energie nicht ins Aufräumen gesteckt und hatte in den ersten Tagen immer etwas im Eingangskorb, so dass ich mich an das System gewöhnen konnte. Diese Gewöhnungsphase ist in meinen Augen für das Gelingen des Vorhabens von aller höchster Wichtigkeit. Von großem Vorteil ist es dann noch, wenn diese Phase von Erfolgserlebnissen geprägt ist, also der Schreibtisch abends immer leer und aufgeräumt ist. Dadurch setzt sich das Ritual, die Gewohnheit, schneller im Gehirn fest, da sie mit einem positiven Gefühl verbunden ist.

Kiel und seine Umzugsunternehmen

Eigentlich wollte ich diesen Monat noch umziehen, aber auf Grund der höchst eigenartigen Arbeitseinstellungen der Kieler Umzugsunternehmen, hat sich das Ganze verschoben.

Ausgangssituation

Meine Frau und ich möchten innerhalb Kiels aus einem Mehrfamilienhaus aus dem vierten Stock in ein anderes Mehrfamilienhaus in eine Wohnung im vierten Stock ziehen. Da mehrere Schallplatten und Bücher das Gros unserer Habe ausmachen, soll das Ganze über ein Umzugsunternehmen laufen.

Unternehmen 1

Am Telefon sagten der Herr, dass der Wunschtermin noch frei sei und ein Kollege am Freitag vorbei käme und sich den Haushalt man ansehe, um einen Kostenvoranschlag zu machen. Am Freitag warteten wir vergebens. Kein Mitarbeiter erschien und guckte sich unserer Wohnung an. Auf Nachfrage am Telefon, wo der Mitarbeiter denn sei, hieß es nur, dass schien wohl durcheinander gelaufen zu sein und am Wunschtermin sei eh alles voll!

Unternehmen 2

Der Umzugstermin bei diesem Unternehmen sollte einen Tag später sein, als gewünscht, aber für uns alles im grünen Bereich. Ein älteren Mann begutachtete die Wohnung und nahm mit geschultem Auge Maß: 38m³, die aus dem vierten in den vierten Stock transportiert werden müssen. Als er aber sah, dass wir unsere 54m²-Wohnung platzmäßig äußerst optimal genutzt haben, fing er schon an zu weinen. „Oh, meine armen Jungs…“. Erhm – sorry: Augen auf bei der Berufswahl! Als er dann noch den Dachboden sah, wurden seine Augen immer größer, aber er wollte uns am Montag ein Angebot zuschicken. Soweit kam es aber nicht. Abends klingelte das Telefon und der Mann sagte ab! Weil er das seinen Jungs nicht zutrauen könnte und man bei uns ja keinen Aufzug am Fenster anbringen könnte.

Unternehmen 3

Hier kam ein junger Mann zum vereinbarten Termin und schaute sich in der Wohnung und dem Dachboden um. Er kam zu dem Entschluss: 30 Kartons würden reichen. Ui – als ich mit meinem Kram von HH nach KI gezogen bin, hatte ich schon knapp 70 Kartons, ob der Junge sich da nicht leicht verschätzt. Im Flur stand er vor einem Sekretär und fragte, was das sei. Meine Frau antwortete ihm und er erwiderte, dass er so etwas nicht kenne, da er normalerweise auf dem Büro arbeitete. Oha! Das macht ja schon einen guten Eindruck, aber immerhin ist dieses Unternehmen noch immer einen Kostenvoranschlag schuldig. Aber ob der Junge auch weitergeleitet hat, dass hier mehrere tausend Schallplatten und Bücher auf seine Kollegen warten, dass wage ich zu bezweifeln.

Preise

Nachdem wir kein vernünftiges Angebot von den oben geschilderten Besichtigungen bekamen, hat sich meine Frau ans Telefon gesetzt und weitere acht Unternehmen zur Besichtigung eingeladen. Dieses Mal kamen alle und haben auch, soweit ich das überblicken konnte, Angebote abgeliefert. Wer davon ausgeht, dass man ein Angebot auch per E-Mail bekommen kann, um möglichst schnell die unterschiedlichen Preise zu vergleichen, der ist bei einigen Unternehmen schlecht bedient. Fax und der althergebrachte Brief sind das modernste Kommunikationsmittel der Wahl. Kaum zu glauben, aber wahr!

Namen der Unternehmen

Ich will hier kein Unternehmen in Misskredit bringen und daher bringe ich die Namen der Unternehmen nicht in Verbindung mit den obigen Erlebnissen.

Die Wahl unseres Unternehmens geht an eines im mittleren Preissegment. Immerhin gingen die Endpreise von unter tausend. bis über zweitausend Euro.