Toilettenpapierrollen mal sinnvoll nutzen

Meine Frau und ich in den letzten 6 Wochen :D

Ja, ja – die Menschen mit zu viel Zeit. Nun habe ich einen Künstler entdeckt, der Kunst aus Toilettenpapierrollen macht. Wenn die Kunstwerke in Szene gesetzt und dann abgelichtet werden, dann sieht das auch gar nicht mehr so schlecht aus. Es scheint eine wirkliche Fummel-Arbeit zu sein, für die man eine ruhige Hand braucht. Nichts für mich 🙂 Das Making-off gibt es hier: www.behance.netEin Anlger"Hau ihn um..."

Via: www.likecool.com

Der Computer als Prokrastinationshilfe

Dieser Artikel ist ein Beitrag der Serie: Selbstmanagement als Lehrer»

Eines der wichtigsten Werkzeuge in der heutigen Zeit ist gleichzeitig auch das Instrument, was einem am meisten Zeit klauen kann: Der Computer. Die Möglichkeiten sich abzulenken sind mannigfaltig und die Arbeit, die sich unerledigt stapelt, wird stetig mehr. Einige Regeln beim Umgang mit dem Computer haben mir geholfen, den Computer als Werkzeug zu sehen und nicht als Ablenkungsmaschine.

E-Mail

Wie schon beschrieben, ist mein E-Mail-Programm seit längerer Zeit so eingestellt, dass es die E-Mails nicht mehr automatisch nach einer bestimmten Zeit abruft, sondern nur noch, wenn ich das Abrufen der E-Mails per Hand initiiere. Der Grund liegt auf der Hand: Bei durchschnittlich 75 E-Mails am Tag, kommt quasi alle 20 Minuten eine neue Mail. Der Hinweis des Programms, dass eine neue E-Mail gekommen sei, macht mich neugierig und veranlasst mich die E-Mail zu lesen – und schon ist der eigentliche Arbeitsprozess unterbrochen. Man könnte auch das E-Mail-Programm einfach schließen, wenn man die E-Mails abgerufen hat. Diese Option ist für mich aber nicht akzeptabel, da ich hin und wieder Informationen aus E-Mails brauche. Das E-Mail-Programm muss also die ganze Zeit für mich verfügbar sein.

Web 2.0 und Co.

Um effektiv arbeiten zu können, sollten auch andere Ablenkungsmöglichkeiten abgestellt werden. Sämtliche Instant-Messanger dienen auch nur dazu, von anderen gestört zu werden. Also sollte man auch diese entweder ausstellen oder sich, falls es geht, unsichtbar anmelden.

Weitere Ablenkungsmaschinen sind die Seiten, auf denen soziale Netzwerke geschaffen werden. Die Tatsachen, ob einer der „Freunde“ etwas Wichtiges oder Unwichtiges gepostet hat, sind hervorragend dazu geeignet, sich vom Wesentlichen abzulenken. Aber man will doch auch auf dem Laufenden sein und auch an dieser Form der sozialen Netzwerkerei teilnehmen. Diese Seiten sind nicht zu verteufeln, ganz im Gegenteil, sie können wichtige Informationsquellen sein und bieten einen schnellen und guten Austausch mit Gleichgesinnten. Nicht nur ein Zeitpunkt zum Besuchen der Seiten sollte definiert sein, sondern auch eine Zeitspanne, die einem erlaubt, sich die neuen Meldungen anzugucken und darauf zu reagieren, aber nicht erlaubt, sich im Netz zu verlieren – weder gedanklich, noch zeitlich.

Auch „ältere“ Kommunikationswege können ausgeschaltet werden. Das Telefon klingelt zu meist in dem Moment, wenn man es gar nicht gebrauchen kann. Früher konnte mal einfach den Hörer daneben legen, aber das geht heute ja nur noch eher selten. Die modernen Telefone können aber in vielen Fällen stumm geschaltet werden. Ehrlich gesagt, mache ich das eher selten, zwar stört ein klingelndes Telefon schon bei der Arbeit, aber so häufig klingelt es dann bei mir doch nicht.

Mitteilen, dass man arbeitet

Schahatz!? Kannste mal eben…“ und schon ist man wieder raus aus seinen Gedanken. Eigentlich kann man solchen Störungen ganz einfach entgegentreten. Man muss seinen „Mitbewohnern“ mitteilen, dass man für die nächste Zeit nicht gestört werden möchte. Dabei ist die Formulierung „die nächste Zeit“ absolut ungeeignet. Wichtig ist hier ein definierter Zeitpunkt. Der hilft einem selbst bei der Sache zu bleiben und gibt den anderen die Möglichkeit Dinge einfach aufzuschieben.

Aber Hand auf Herz – manches Mal ist es einfach entspannend sich vor dem Computer treiben zu lassen, von seinen Lieben gestört zu werden oder einfach mal aus dem Fenster zu gucken. 😉

Gelesen: Idylle mit ertrinkendem Hund – Michel Köhlmeier

Dieses Buch war keine Empfehlung und ich hatte auch noch nichts vorher von ihm gehört. Bei einem Bummel durch den Buchladen fiel es mir in die Hände und der Klappentext ließ es mich kaufen.

Wenn man mich fragen würde, von was das Buche handelt, so könnte ich das nicht genau sagen. Geht es um die Beziehung eines Autors zu seinem Lektor? Geht es um den Tod? Geht es um eine Autobiografie? Geht es um den Verlust eines geliebten Menschen? Das Buch scheint alles gleichermaßen zu behandeln. Es liest sich trivial und tiefgehend zugleich.

Nachdem dem Lesen des Buches, habe ich erfahren, dass der Autor, genau wie der Protagonist, seine 21jährige Tochter verloren hat. Durch diese Information wird das Buch klarer.

Es scheint sich also um eine Verarbeitung dieses Verlustes handeln. In einem fiktiven Gespräch mit dem Lektor wird klar, dass der Verlust der Tochter noch nicht verarbeitet ist und gerne mit einem Werk für die Öffentlichkeit verarbeitet werden will.

Dieses Buch scheint genau das zu sein. Der Tod spielt nicht nur in den Erzählungen über die Tochter eine Rolle, sondern auch bei dem am Ende des Buches ertrinkenden Hund.

Auch zu diesem Buch werde ich ein weiters Mal greifen – sicherlich eröffnen sich mir noch weitere Blickwinkel und Tatsachen, die mir bisher verborgen blieben.

Subjektive Note: 2-

Yay! Die Schule geht wieder los…

Keine Ahnung, ob das normal ist oder nicht, aber ich freue mich schon wieder auf die Arbeit. Wenn ich andere Kolleginnen und Kollegen höre, dann ist das meistens nicht der Fall 😉 Aber vielleicht kommt das bei mir ja auch noch in den Jahren…

Andere freuen sich auf die Schule, damit sie dann wieder von zu Hause wegkommen, da die „Alte“ oder der „Olle“ nervt, aber so ist es bei mir nicht. Ich habe die sechs Wochen Renovierung und Umzug mit meiner Frau genossen – Aber ACHTUNG: Hier steht nichts von Erholung 😉

Insgesamt  werde ich fünf neue Klassen bekommen und eine alte als Klassenlehrer übernehmen. Auch das ist eine neue Herausforderung, die ich aber gerne annehme. Für dieses Schuljahr stehen dann noch der Umzug unserer Schulhomepage an, ein Workshop auf dem Landesfachtag Sozialpädagogik, ein Workshop zum Thema „Kooperatives Lernen“ an unserem Schulentwicklungstag und wahrscheinlich auch eine Schulung für eine Weiterbildung im Bereich „Kooperatives Lernen“.  Da habe ich mir ja schon wieder einiges vorgenommen. 🙂

Die letzten Tage der Ferien sind damit verplant, noch eine Kartons auszuräumen und Unterricht vorzubereiten. Also aufhören hier Blödsinn zu schreiben und ab an die Arbeit…

Zu-Erledigen-Listen

Dieser Artikel ist ein Beitrag der Serie: Selbstmanagement als Lehrer»

Zu-Erledigen-Listen sind mein täglicher Begleiter und verhelfen mir, das zu schaffen, was ich schaffen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten, Zu-Erledigen-Listen zu führen. Die einen erstellen Prioritätslisten, die anderen Projektlisten und andere bevorzugen ein chaotisches System. Meine Zu-Erledigen-Listen, sind nach Projekten geordnet, werden aber auf bestimmte Daten gesetzt, wann die Dinge erledigt werden sollen.

Analog könnte man das Ganze über 43 Ordner lösen. Ich bin an dieser Stelle aber viel lieber und auch mehr in der digitalen Welt unterwegs, da ich so die Aufgaben flexibler handhaben kann. Eine Zeit lang habe ich RTM genutzt, bin aber vor einigen Monaten zu gqueues umgezogen. Auch wenn diese Applikation hin und wieder Performanceprobleme hat, ist sie für mich schöner und in den meisten Fällen besser zu bedienen. Einige Features fehlen mir noch, aber die Software ist ja noch in der Entwicklung und daher bin ich guter Dinge, dass das noch kommen wird. Meine Listen sind in „Privat„, „Schule“ und „Gewerbe“ unterteilt und splitten sich dann in die einzelnen Arbeitsbereiche oder Projekte auf. Jede Aufgabe bekommt schon beim Erstellen ein Fälligkeitsdatum, so dass mir keine Aufgabe durchflutschen kann. Sowohl RTM als auch gqeues erlauben es, per E-Mail Aufgaben anzunehmen. In der Praxis heißt das: Beim Durcharbeiten der E-Mails werden alle E-Mails weitergeleitet, die es zu erledigen gilt. Schon beim Versenden bekommen die Aufgaben ein Fälligkeitsdatum mit und können Kategorien zugeordnet werden. Außerdem habe ich eine Liste, die sich „Fristen“ nennt. Dort sind alle wiederkehrende Aufgaben untergebracht, die nach einer bestimmten Zeit durchgeführt werden sollten. Darunter fallen Sachen wie: „Nichtterminierte Aufgaben terminieren„, „Private Finanzen aufbereiten„, „E-Mails beantworten“ etc. So vermeide ich, dass sich irgendwo Stapel -wenn auch nur virtuell- bilden.