L’oreal Beauty School – Von nun an ging’s bergab…

L’oreal hat eine neue Idee. Sie bieten einen neuen Bildungsgang und somit eine Ausbildung fernab der Beruflichen Schule und des „Salons-um-die-Ecke“ an. In nur einem Jahr, kaufen sich die Kunden (aka Schülerinnen und Schüler) für ca: 10.000 € den „Master Of Professional Beauty“.

Das ganze Produkt scheint keine größere Weiterbildung von L’oreal zu sein, sondern ist tatsächlich ein anerkannter Abschluss, der unter Anderem auch mit Bafög gefördert werden kann.

Hier der Imagefilm von L’oreal, der die Idee so darstellt, dass man Mitglied in einer großen Familie werden kann – wenn man das nötige Kleingeld hat.

Das Friseurhandwerk „is not amused“

Dem Friseurhandwerk gefällt das natürlich nicht und hat dazu auch schon eine Stellungnahme veröffentlicht:

Es bleibt vor diesem Hintergrund fraglich, wie die umfassenden Anforderungen an einen modernen Friseurberufin lediglich nur drei Praxismonaten vermittelt werden sollen. Und auch die weiteren Karrierechancen nach einer derartigen Kurzausbildung bewertet der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks als stark eingeschränkt.1

Geht das überhaupt?

Mich verwundert viel mehr, dass das überhaupt geht: Ein Unternehmen bietet einen anerkannten Ausbildungsberuf an, der aber nur von deren Unternehmen angeboten werden kann und auch noch gefördert wird.

Gerade in Zeiten in den Zeiten, in denen das duale System exportiert werden soll, verstehe ich diesen Schritt nicht und bin wirklich darüber verwundert, dass so etwas genehmigt wird.

International wird Deutschland für seine duale Ausbildung bewundert. Frankreich will sogar dieses Erfolgsmodell für seine berufliche Ausbildung übernehmen.1

Hilde Knef und Samy Deluxe

Als ich die oben zusammengestellten Nachrichten gelesen hatte, muss ich unweigerlich an diese Lieder denken:

Und? Was ist mit Dir?
Wie siehst Du das? Muss die Ausbildung in einem Handwerksberuf in der Obhut der Verbände und dem damit verbundenen dualen System liegen oder ist die Welt schon soweit kapitalisiert, dass das obige Modell zukunftsträchtig ist?
  1. http://www.friseurhandwerk.de/newsseiten/news/article/beauty-karriere-nur-im-friseurhandwerk.html – Abruf: 2016-04-08 [] []

Ferien und Neuigkeiten per E-Mail bekommen

Ferien im Blog

Die ersten Ferien im Jahr 2016. Das heißt auch: Hier im Blog wird nichts erscheinen. Sicherlich werde ich auf twitter und den anderen sozialen Medien von mir hören lassen, aber einen Eintrag hier wird es nicht geben.

Nach den Ferien geht es aber spannend weiter, es gibt einen weiteren  Beitrag zur Klassenführung und Texte zu den von mir gelesenen Büchern.

Auf dem Laufenden bleiben

Ich habe hier im Blog bestimmt einige Leserinnen und Leser, die keinen RSS-Feed-Reader nutzen1, die nicht auf Twitter sind oder die mir auch nicht auf facebook folgen, aber immer wieder auf diese Seite kommen und gucken, was hier los ist – das ist ja auch irgendwie mit Arbeit verbunden. Das muss ab heute nicht mehr sein.

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  1. Vielleicht nicht einmal wissen, was das ist. 🙂 []

Gute Klassenführung – Besser als herumschreien!

Wenn ich nun von dem Begriff Klassenführung schreibe, dann meine ich nicht ausschließlich die Aufgaben eines Klassenlehrers oder einer Klassenlehrerin, sondern die Art und Weise, wie man Unterricht gestaltet und organisiert, um den Lernenden eine möglichst gute Atmosphäre zu schaffen, lernen zu können.

Das Thema Klassenführung ist in meinem Augen ganz eng mit dem Thema der Unterrichtsstörungen verbunden. Bei der sinnvollen Klassenführung wird darauf Wert gelegt, dass nicht erst dann von der Lehrperson reagiert wird, wenn die Störung akut ist, sondern bereits im Vorfeld agiert wird.

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Gelesen: Gefühlte Zeit – Marc Wittmann

Wenn man älter wird vergeht die Zeit schneller und wenn man etwas Spannendes tut, was einen leicht überfordert, auch. Sollte man aber etwas tun müssen, was einem keine Laune bringt, dann vergeht die Zeit langsamer.

Das ist die Quintessenz des Buches Gefühlte Zeit von Marc Wittmann. Also: Diese Alltagsweisheiten hauen mich nicht vom Hocker! Ich habe das Buch dennoch durchgelesen und tatsächlich nicht mehr Informationen gefunden. Sicherlich wird hin und wieder auf die Hintergründe eingegangen, warum diese Phänomene so sind wie sie sind, dass hilft mir in meinem Alltag nicht weiter und eine echte Erkenntnis stellte sich auch nicht ein.

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Lernen und Prüfen?! – Wann soll ich das noch alles machen…

Der Beruf des Lehrers ist kein Beruf, der ohne viel Belastung auskommt. Man hat viele intensive Sozialkontakte am Tag, wenig echte Pausen und nimmt sich Arbeit immer mit nach Hause. Wenn nun auch noch der Unterricht nach Lernen und Leisten / Prüfen unterteilt werden soll, dann fürchten viele Kolleginnen und Kollegen noch mehr Arbeit und noch mehr Vorbereitungs- und Korrekturzeit.

Ein Lügner bin ich nicht

Ich würde an dieser Stelle lügen, wenn ich schreiben würde, dass es nicht mehr Arbeit ist, mit dem Konzept der Lern- und Prüfungzeit zu arbeiten – jedenfalls am Anfang. Das ist doch ganz normal! Wenn ich Pfade, die ich im Moment betrete, verlassen möchte, dann muss ich neue Wege etablieren.

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