Auf dem Weg zum Vegetarier?

Ich esse am liebsten, was vier Beine und eine Mutter hatte.
Tofu schmeckt am besten, wenn man es kurz vor dem Verzehr durch ein saftiges Steak austauscht.
Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.1

So oder so ähnlich klingen die Aussagen, wenn überzeugte Fleischesser mal auf eine vegetarische Ernährung angesprochen werden. Auch aus meinem Mund kamen und kommen solche Sprüche. Gerade wenn man im Sommer von dem Grill steht, eine Flasche Bier in der Hand hat und mit den „Kerlen“ Fleisch auf das Feuer schmeißt.

Die Körnerfresser

Aber wie so häufig gibt es immer Menschen im Leben, die einem die eigene Lebenseinstellung madig machen wollen. Früher waren es eben die „Körnerfresser“ und „Rentierpulliträger“ im Freundeskreis, die versucht haben, einen zu überzeugen, keine Lebewesen mehr zu essen. Aber richtig ernst hat man diese Weltverbesserer nicht genommen. Zack – nächste Pulle Bier auf und damit das Steak runterspülen…

Die Körnerfresser im Internet

Mittlerweile nehmen die Versuche der „Weltverbesserer“ ungeahnte Ausmaße an.  Es gibt ganze Dokumentationen, die dann auch noch frei im Internet zugänglich sind, die dem gemeinen Fleischesser zeigen, was er da isst und wie die Ware produziert wird. Eine Dokumentation ist der Film earthlings. Es handelt sich um eine Dokumentation in Spielfilmlänge, die nicht nur anregt, sich vegetarisch zu ernähren, sondern vegan zu leben und dieses mit eindrucksvollen, blutigen und gewalttätigen Bildern untermalt.

Die Weltveränderung

Können diese Filme Menschen zu besseren Menschen machen? Oder sind sie nur Wasser auf die Mühlen der Vegetarier und Veganer? Hat sich irgendjemand auf Grund eines solchen Filmes dazu entschieden, kein Fleisch mehr zu essen oder keine Lederschuhe mehr zu tragen? Sind Menschen, die kein Fleisch essen, die besseren Menschen? Ist vielleicht nicht das Fleisch, sondern der übertriebene Konsum das Problem?

Mich haben diese Filme zum Nachdenken gebracht! Sie haben mich noch nicht überzeugt, aber ich fühle, dass ein Weg geebnet ist und mein Konsum bezogen auf Fleischprodukte überdacht wird. Vielleicht werde ich eine Person, die durch diese Filme zu einem besseren anderen Menschen wird.

Die Filme

Die Filme sind nicht schön! Es werden Tötungen von Tieren, Produktionsbedingungen und der allgemeine Umgang von Menschen mit Tieren gezeigt. Ich empfehle dennoch jedem, sich anzusehen, wie wir mit den anderen Bewohnern dieses Planeten umgehen. Wie wir sie behandeln, wie wir sie produzieren, wie wir sie schlachten, wie wir sie essen.

Earthlings in einer deutschen Version

http://www.youtube.com/watch?v=gT3KdBOmKKo

Gelöschte Szenen aus earthlings

Kurzfilm zur Tierproduktion

http://vimeo.com/57126054

 

  1. 1. Mose 1,28 []

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

4 Gedanken zu „Auf dem Weg zum Vegetarier?“

  1. Ich kann dir rückmelden, dass ich mich auf einem ähnlichen Weg befinde. Ob’s dir was bringt ;)…?

    Bei mir hats aber mit dem Buch „Anständig essen“ von Karen Duve angefangen. Vertieft wurde es durch „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer. Habe zudem in letzter Zeit Veganer und Vegetarier kennengelernt.
    Den Film Earthlings konnte ich nicht am Stück im Ganzen sehen – dafür bin wahrscheinlich zu zart besaitet. Aber die Ausschnitte im Schnelldurchlauf waren schon eindrucksvoll genug.

    Ich setze mich bei der Umstellung nicht unter Druck. Daheim habe ich angefangen auf Wurst, Schinken, Eier, Butter und Milch zu verzichten, ebenso auf Fleisch. Fisch erlauben wir uns. Daneben suche ich einfach nach Alternativen, mache einiges selbst. Im Netz gibts viele Vegan-Blogs, die Rezepte anbieten.
    Wenn ich unterwegs bin, bin ich unentschiedener. Da kanns auch mal ein Schnitzel werden – aber ich suche schon nach Veggie-Alternativen.

    Weniger dogmatisch ist für den Anfänger wohl am besten :). Wenn du was lesen möchtest, dann schau mal nach Karen Duve – die kommt am Ende zu einem undogmatischen Schluss.

  2. Das Buch „Tiere essen“ habe ich auch schon auf meiner Amazon-Liste. Mal gucken, wann ich mich traue, es zu bestellen und zu lesen. Karen Duve werde ich mal recherchieren – meinst Du „Anständig Essen“?

  3. Ja, genau. Hatte wohl den Titel vergessen. Zum Foer kann ich das horbuch empfehlen, wenn du auf so etwas stehst. Die Kombination der nüchternen stimme zum Inhalt vertieft das bucherlebnis ungemein.

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