Waschsalon und Kommunikationskultur

Waschsalon

In den letzten Tagen war ich mal wieder des Öfteren im Waschsalon, um dort Wäschen zu trocknen. Bei diesen Temperaturen in der Wohnung trocknen, heißt auch, Schimmel zu produzieren. Bei einem Baby fällt einiges an Wäsche an, so dass sich der Gang mit einer großen blauen IKEA-Tüte lohnt.

Die Klientel

Irgendwie ist die Klientel eines Waschsalons schon sehr speziell. Von älteren Ehepaaren, die die Bettwäsche waschen, trocknen und mangeln, über coole (vermeindliche) Singles (Männer und Frauen), die ihre komplette Wäsche waschen und trocken, bis hin zu Obdachlosen, die sich in den Räumen mit einem guten Tropfen Wein aus dem Tetrapack aufwärmen.

Die Kommunikation

Gesprochen wird in einem solchen Etablissement augenscheinlich gar nicht. NIEMAND, der in den Salon kommt, grüßt. Paare, die hereinkommen, unterhalten sich nur in einem Flüsterton. Die Kommunikationskultur lässt wahrlich zu wünschen übrig. Ich habe meine Augen weit geöffnet, aber kein Schild gesehen, das lautes Sprechen oder die Nennung der Tageszeit verbietet. Man befindet sich ja nicht in einer Bibliothek.

Da ich bisher nicht so häufig in Waschsalons mein Unwesen trieb oder getrieben habe, kann ich nicht aus Erfahrung sprechen. Ist es eigentlich normal, dass die Kommunikationskultur in Waschsalons so rudimentär ist? Warum ist das so? Ich weiß es nicht…

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

3 Gedanken zu „Waschsalon und Kommunikationskultur“

  1. Ist das wirklich so? Wie schrecklich!

    Ich war noch nie in einem Waschsalon, fahre aber immer an einem vorbei, wenn ich aus der Stadt nach Hause fahre. Bisher dachte ich immer, dass Waschsalons ein Ort wären, an dem man Leute, vor allem Studenten, Singles, ältere Leute, Obdachlose, kennen lernen kann und wenn ich mal in die Verlegenheit gekommen wäre, einen Waschsalon zu betreten, hätte ich als erstes laut und vernehmlich „Moin“ gesagt … wenn ich mal einen betrete, mache ich das auch, ob üblich oder nicht.

  2. Jo, ich finde es auch eigenartige. Nachdem ich das erste Mal nach „meinem“ Moin angeschwiegen wurde, verdrücke ich es mir regelmäßig. Seit dem habe ich auch immer ein Buch und meinen Walkman dabei. Aber wie gesagt, ich weiß nicht ob das überall so ist. Ich könnte mir vorstellen, dass das im Pott oder im Rheinland anders aussieht 😉

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