Gelesen: Idylle mit ertrinkendem Hund – Michel Köhlmeier

Dieses Buch war keine Empfehlung und ich hatte auch noch nichts vorher von ihm gehört. Bei einem Bummel durch den Buchladen fiel es mir in die Hände und der Klappentext ließ es mich kaufen.

Wenn man mich fragen würde, von was das Buche handelt, so könnte ich das nicht genau sagen. Geht es um die Beziehung eines Autors zu seinem Lektor? Geht es um den Tod? Geht es um eine Autobiografie? Geht es um den Verlust eines geliebten Menschen? Das Buch scheint alles gleichermaßen zu behandeln. Es liest sich trivial und tiefgehend zugleich.

Nachdem dem Lesen des Buches, habe ich erfahren, dass der Autor, genau wie der Protagonist, seine 21jährige Tochter verloren hat. Durch diese Information wird das Buch klarer.

Es scheint sich also um eine Verarbeitung dieses Verlustes handeln. In einem fiktiven Gespräch mit dem Lektor wird klar, dass der Verlust der Tochter noch nicht verarbeitet ist und gerne mit einem Werk für die Öffentlichkeit verarbeitet werden will.

Dieses Buch scheint genau das zu sein. Der Tod spielt nicht nur in den Erzählungen über die Tochter eine Rolle, sondern auch bei dem am Ende des Buches ertrinkenden Hund.

Auch zu diesem Buch werde ich ein weiters Mal greifen – sicherlich eröffnen sich mir noch weitere Blickwinkel und Tatsachen, die mir bisher verborgen blieben.

Subjektive Note: 2-

Yay! Die Schule geht wieder los…

Keine Ahnung, ob das normal ist oder nicht, aber ich freue mich schon wieder auf die Arbeit. Wenn ich andere Kolleginnen und Kollegen höre, dann ist das meistens nicht der Fall 😉 Aber vielleicht kommt das bei mir ja auch noch in den Jahren…

Andere freuen sich auf die Schule, damit sie dann wieder von zu Hause wegkommen, da die „Alte“ oder der „Olle“ nervt, aber so ist es bei mir nicht. Ich habe die sechs Wochen Renovierung und Umzug mit meiner Frau genossen – Aber ACHTUNG: Hier steht nichts von Erholung 😉

Insgesamt  werde ich fünf neue Klassen bekommen und eine alte als Klassenlehrer übernehmen. Auch das ist eine neue Herausforderung, die ich aber gerne annehme. Für dieses Schuljahr stehen dann noch der Umzug unserer Schulhomepage an, ein Workshop auf dem Landesfachtag Sozialpädagogik, ein Workshop zum Thema „Kooperatives Lernen“ an unserem Schulentwicklungstag und wahrscheinlich auch eine Schulung für eine Weiterbildung im Bereich „Kooperatives Lernen“.  Da habe ich mir ja schon wieder einiges vorgenommen. 🙂

Die letzten Tage der Ferien sind damit verplant, noch eine Kartons auszuräumen und Unterricht vorzubereiten. Also aufhören hier Blödsinn zu schreiben und ab an die Arbeit…

Zu-Erledigen-Listen

Dieser Artikel ist ein Beitrag der Serie: Selbstmanagement als Lehrer»

Zu-Erledigen-Listen sind mein täglicher Begleiter und verhelfen mir, das zu schaffen, was ich schaffen möchte. Es gibt viele Möglichkeiten, Zu-Erledigen-Listen zu führen. Die einen erstellen Prioritätslisten, die anderen Projektlisten und andere bevorzugen ein chaotisches System. Meine Zu-Erledigen-Listen, sind nach Projekten geordnet, werden aber auf bestimmte Daten gesetzt, wann die Dinge erledigt werden sollen.

Analog könnte man das Ganze über 43 Ordner lösen. Ich bin an dieser Stelle aber viel lieber und auch mehr in der digitalen Welt unterwegs, da ich so die Aufgaben flexibler handhaben kann. Eine Zeit lang habe ich RTM genutzt, bin aber vor einigen Monaten zu gqueues umgezogen. Auch wenn diese Applikation hin und wieder Performanceprobleme hat, ist sie für mich schöner und in den meisten Fällen besser zu bedienen. Einige Features fehlen mir noch, aber die Software ist ja noch in der Entwicklung und daher bin ich guter Dinge, dass das noch kommen wird. Meine Listen sind in „Privat„, „Schule“ und „Gewerbe“ unterteilt und splitten sich dann in die einzelnen Arbeitsbereiche oder Projekte auf. Jede Aufgabe bekommt schon beim Erstellen ein Fälligkeitsdatum, so dass mir keine Aufgabe durchflutschen kann. Sowohl RTM als auch gqeues erlauben es, per E-Mail Aufgaben anzunehmen. In der Praxis heißt das: Beim Durcharbeiten der E-Mails werden alle E-Mails weitergeleitet, die es zu erledigen gilt. Schon beim Versenden bekommen die Aufgaben ein Fälligkeitsdatum mit und können Kategorien zugeordnet werden. Außerdem habe ich eine Liste, die sich „Fristen“ nennt. Dort sind alle wiederkehrende Aufgaben untergebracht, die nach einer bestimmten Zeit durchgeführt werden sollten. Darunter fallen Sachen wie: „Nichtterminierte Aufgaben terminieren„, „Private Finanzen aufbereiten„, „E-Mails beantworten“ etc. So vermeide ich, dass sich irgendwo Stapel -wenn auch nur virtuell- bilden.

Gelesen: Unterm Rad – Hesse

Hesse zeigt in dieser Erzählung, wie ein junger Mann systematisch seines Lebenswillens beraubt wird. Der Junge Hans ist ein begabter Schüler, der von seinem Vater von Gleichaltrigen fern gehalten wird, damit er sich zu einem guten Erwachsenen entwickeln kann.

Hans kann durch seine überdurchschnittliche Intelligenz und Auffassungsgabe das Seminar einer Klosterschule besuchen. Auch hier halten die Erwachsenen ihn für einen Überflieger und erwarten ein erwachsenes Verhalten, vergessen aber, dass er ein Jugendlicher ist, dem nicht in allen Lebenslagen die Ernsthaftigkeit des Lebens bewusst ist.

Nach und nach verändert sich das Bild der Erwachsenen auf den Heranwachsenden und dieser gerät immer mehr unters Rad, bis er die Klosterschule verlassen und zurück in sein Dorf muss. Hier nimmt er wahr, dass er kein Kind mehr ist und beginnt eine Lehre als Schlosser. Seine alten Schulkameraden machen sich nach seiner Rückkehr über ihn lustig.

Die Erzählung zeigt eine offensichtliche Kritik an dem Schulsystem und daran, dass die Erwartungen die an Jugendliche gestellt werden, bei weitem nicht so hoch sein dürfen, wie die, die an Erwachsene gestellt werden. Das ist sogar dann der Fall, wenn ein Jugendlicher sehr begabt ist. Auch dieser muss durch die Pubertät und seine Grenzen austesten. Die Strenge von Eltern und Lehrer scheint kontraproduktiv zu sein. Jugendliche brauchen ihre Freiräume und müssen lernen ihren Weg selbst zu beschreiten.

Subjektive Meinung: 2-

Langsam kommen wir an…

Die alte Wohnung ist restlos leer und die neue noch ordentlich voll gestellt. Aber mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und auch so werden wir sicherlich bald unser neues Domizil als fertig betrachten.

Wichtig ist, dass die Küche und das Arbeitszimmer nutzbar sind und diese Meilensteine sind schon ganz passabel. Wann ich wieder regelmäßig zum Verfassen von  Texten komme, dass weiß ich noch nicht, aber ein bisschen etwas ist schon wieder in der Pipeline.