Ein Grund warum ich Notizbuch nutze

Kollegen und Freunde finden es immer wieder unverständlich, dass ich, als internet- und technikaffiner Mensch, mit Notizbüchern durch die Gegend laufe. Mein Standardspruch ist dann zumeist: „Papier ist geduldig.“ Auch wenn keiner weiß, wie diesem Schwatz zwischendurch gemeint ist, bekommt man anerkennende, nickende Blicke. 😉

Nun habe ich im Notzibuchblog ein Video gefunden, das auf eindrucksvolle Weise demonstriert, warum ein Moleskine einfach sinnvoller ist. Das Beispiel zeigt, das Eintragen eines Termins. Das Resultat kann aber auch auf andere Anwendungen eines Moleskines übertragen werden.

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Zeichen und Wunder bei KDE

Vor knapp 4 Jahren habe ich begonnen, dieses Blog zu führen. Mein zweiter Eintrag1 machte auf eine fehlende Funktion in der Editor-Komponente von kate aufmerksam. So zeigte kate während des Schreibens keine Rechtschreibfehler an.

Vor einigen Tagen habe ich den zweiten Release Candidate von KDE 4.4 installiert und durch Zufall bin ich auf die funktionierende Rechtschreibungsüberprüfung gestoßen. Wow, das war ein bisschen wie Weihnachten, Ostern und Geburtstag in einer Sekunde. Aber die Freude hielt nicht lange an, da mir gleichzeitig bewusst wurde, dass ich mit allen Examen durch bin und in naher Zukunft erst einmal keine weitere wissenschaftliche Arbeit verfassen muss und kile, das die kate-Bibliotheken nutzt, nun eher brach liegen wird.

KDE4.4 macht einen befriedigenden2 Eindruck. Es sieht schicker aus und hat einige nützliche Funktionen, wie das Gruppieren von Fenstern, aber leider scheinen die 3D-Effekte langsamer zu sein und der Aufbau der Fenster ist nicht ganz flüssig. Ich hoffe, dass sich das zur finalen Version noch ändern wird.

  1. Auch wenn dieser „Der erste Eintrag“ heißt, ist es der zweite. Ich weiß, das verwirrt, ist aber so. []
  2. Na super, jetzt schreibe ich schon in den Notenabstufungen… #fail []

Ich mag keine Clowns…

… und ich mochte Sie noch nie. Ich habe keine Ahnung warum das so war und ist. Vielleicht weil sich erwachsene Menschen hinter einer Maske verstecken und sich albern präsentieren. Aber dieser Vertreter seiner Zunft brachte mich gerade zum Lachen. Es handelt sich um eine Werbung einer großen Discounterkette aus den USA.

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Ich glaube ich werde LdL mal testen

Durch twitter und andere web2.0-Dienste bin ich auf die Methode1Lernen durch Lehren“ (Kurz: LdL) von Jean-Paul Martin aufmerksam geworden. Bisher habe ich Sie noch nicht im Unterricht eingesetzt. Ich überlege nun das erste Mal einen Unterricht mit Lernen durch Lehren zu gestalten.

Bücher lesen

In meiner BFS-Klasse2 lasse ich wieder simultan zum Unterricht ein Buch lesen. Dieses Buch wählen sich die Schülerinnen und Schüler selbst aus, indem einzelne Bücher vorgestellt werden und dann eines ausgewählt wird. Dieses muss zu einem bestimmten Zeitpunkt gelesen sein – dann wird eine Stunde darüber gesprochen.

Während des Lesens haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit Fragen und Diskussionsthemen in meinem Blog zu notieren, damit diese dann besprochen werden können.

Das letzte Mal gab es nur eine Hand voll Fragen, die ich durch ein stummes Schreibgespräch auf Packpapier habe beantworten lassen. Diese Methode kam nur mäßig bei den Schülerinnen und Schülern an. Dieses Mal können die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden, wie sie das Buch besprechen wollen. Diejenigen, die die Sitzung gestalten wollen, können das, natürlich mit meiner Hilfe machen. Ich werde aber versuchen nur beratend zur Seite zu stehen. Ich bin gespannt, was passiert und ob etwas passiert.

  1. Ist es eine Methode oder eher ein Unterrichtskonzept? []
  2. Berufsfachschule []

Durch Zufall Verbindlichkeit schaffen

Ein wichtiger Punkt in meinem Unterricht ist das Schaffen von Verbindlichkeit. Die Schülerinnen und Schüler müssen wissen, dass die Aufgaben, die sie von mir erhalten, verbindlich eingehalten und auch durchgeführt werden müssen. Aber wie schafft man es, dass 25 oder mehr Schülerinnen und Schüler in einer Einzel- oder Gruppenarbeit wirklich ihre Arbeit machen, auch wenn den Einen oder die Andere das Thema gar nicht so stark interessiert?

Man kommuniziert, dass irgendwer am Ende der Bearbeitung die Ergebnisse vortragen wird. Wer das sein wird, dass entscheidet der Zufall.

Der Zufall hat mehrere Vorteile

  • Dadurch, dass niemand weiß wer die Ergebnisse vorträgt, müssen sich die Schülerinnen und Schüler gleichermaßen auf die Präsentation vorbereiten.
  • Die Verantwortung, wer präsentiert liegt weder beim Lehrer, noch bei den Schülerinnen und Schülern. Läge sie bei den Schülerinnen und Schülern, dann würden immer die Gleichen präsentieren. Läge sie bei der Lehrkraft, dann würden auch, denn sicherlich steuert der Lehrer seine Wahl, auch wenn er sich noch so anstrengt, dieses nicht zu tun.
  • Der Lehrer wählt nicht nach  Sympathie oder Antipathie aus.

Die Sache mit dem Würfel

Wie aber kommt der Lehrer an eine Zahl mit genügend hohem Wert und reagiert auf auch Fluktuationen innerhalb der Klassengröße? Es gibt zwar mehrseitige Würfel, aber diese sind nicht so flexibel, wenn mal Schülerinnen und Schüler krank sind.

Der ambitionierte Lehrer tippt eben ein kleines Skript – so habe ich es getan 😉

Man braucht

Figlet, bash und die Schriftart doh für figlet. So installiert man den Kram unter Ubuntu Karmic:

sudo aptitude install figlet
sudo wget http://www.figlet.org/fonts/doh.flf -O /usr/share/figlet/doh.flf

Das kleine Skript sieht dann so aus:

#!/bin/bash
for i in `seq 1 15`
do
  let "zahl = $RANDOM % ${1} + 1"
  clear
  figlet -w 140 -c -f doh $zahl
  sleep 0.05
done
exit 0

Die for-Schleife ist natürlich nicht notwendig, aber dadurch sieht das Ganze etwas netter aus und es erzeugt ein bisschen Spannung. In der ersten Zeit habe ich die Zahlen über einen Beamer projiziert, aber mittlerweile vertrauen mir die Schülerinnen und Schüler, dass ich beim Nennen der Zahlen nicht schummle.

Feedback

Die Schülerinnen und Schüler finden die Prozedur am Anfang etwas befremdlich, wenn man plötzlich nur noch eine Nummer ist. Aber nach kurzer Zeit finden sie es ein faires Verfahren, um Ergebnisse zu präsentieren und fordern es auch ein, wenn man selber mal nicht daran denkt.

Ergebnis