Amarok oder der Untergang eines guten Players

Seit geraumer Zeit beobachte ich die Entwicklung von Amarok. Wahrscheinlich macht das jeder Musikliebhaber der KDE nutzt. Aber was dort fabriziert wird ist nicht schön. Auch die neueste Version 2.1 stellt mich nicht zufrieden und ist ein Rückschritt zur Version 1.4.

Natürlich bettet sich das Layout in die neue KDE4 Oberfläche ein, aber das ist nur Effekthascherei. Wenig Funktionen, die in der 1.4er Version implementiert waren sind übernommen worden. Man kann froh sein, dass man noch Musik hören kann.1 Jetzt aber mal konkret, was funktioniert nicht:

  • Man kann die Wiedergabeliste nicht sortieren. (nach verteilten Punkten oder nach Länge des Liedes)
  • Man kann aus der Wiedergabeliste heraus keine Dateioperationen vornehmen. Sprich: Ein Lied löschen – nicht von der Liste sondern von der Platte.
  • Es ist nicht ersichtlich, wie man Medienplayer (Hardware) nutzt.
  • Könnte man sie nutzen, dann kann man keine kompletten Playlisten auf die Hardware übertragen/synchronisieren.
  • Man kann keine Bewertung innerhalb der Wiedergabeliste vornehmen.
  • Die Markierungsoption mit einem kleinen Plus, die in KDE allgegenwärtig ist, wurde nicht implementiert.

Ich bin somit schon auf der Suche nach einer Alternative. Auf diesem Weg fand ich songbird. Aber auch hier hält mich die mangelnde Medienplayerunterstützung von der Nutzung ab.

Es ist jedenfalls Schade, dass ein so gutes Produkt wie Amarok1.4 durch Aktionismus zu einem drittklassigen Programm reduziert wurde.

  1. Okay, die Spitze war böse – aber musste sein 😉 []

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

5 Gedanken zu „Amarok oder der Untergang eines guten Players“

  1. Ich mag die 2er Reihe auch nicht wirklich. Beim Nutzen war da immer irgendwas, was mich gestört hat. Seien es nun die Podcasts, die nicht abonniert werden konnten, oder der Radiostream, der nicht abgespielt wurde. Auf jeden Fall nicht allzu gelungen…

  2. Ja, ja, es ist ein Jammer! Ich habe auch keinen blassen Schimmer, was das soll. Erst dieser merkwürdige KDE4-Start und nun dieser Kack. Nicht, dass ich KDE nutze, aber diverse Bibliotheken und Programme. Aber nicht nur Amarok2 lässt mich über einen baldigen Wechsel nachdenken. Bei mir zickt Kile rum wie blöd. Pfeiltasten, Shortcuts und diverse andere Dinge sind „tot“. Es passiert nichts. Texmaker ist eine fixe und schlanke Alternative… Buhää, Kile war aber toller 🙁

  3. Ja, das ist wahr. Ehemals hässlich, aber mächtig, der beste Player unter Tuxens weiter Sonne. Ich hätte ihn auch gerne auf dem Mac oder unter Windows genutzt – aber die 2er-Version hat wirklich den Vogel abgeschossen.

    KDE4 hingegen hat mir gut gefallen, muss ich zugeben…

  4. Klar, KDE4 ist schon lecker geworden. Und die anfänglichen Schwierigkeiten wurden in der Community ja auch kommuniziert. KDE4.0 war nicht für den alltäglichen Einsatz gemacht worden. Aber ein so gutes und durchdachtes Programm wie Amarok1.4 durch ein Amarok2.0 zu ersetzen ist echt nicht nachzuvollziehen. Klar gibt es anfänglich IMMER Schwierigkeiten, wenn etwas neu gemacht wird, aber das auf eine Vielzahl von Funktionen einfach verzichtet wird… Das ist nicht gut!

  5. … gerade erst gefunden, den Artikel…

    Ich selbst nutze Amarok 1 unter KDE4. Für Ubuntu sind die Quellen hier:

    ##Amarok 1.4
    deb http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main
    deb-src http://ppa.launchpad.net/bogdanb/ppa/ubuntu jaunty main

    Das Paket heißt amarok14.

    Neben der Bewertung fehlen mir u.a. die Tags. Obwohl dies nur rudimentär in Amarok 1 integriert wurde, habe ich irgendwann angefangen sie zu nutzen – und sie sind neben der Bewertung tatsächlich das Wertvollste an meiner Musiksammlung.

    Schön, dass der alte Amarok-Player noch funktioniert! 🙂

    Ich habe aber keine Angst, dass die gewünschten Feautres irgendwann in Amarok 2 Einzug halten werden… – Das wird wohl nur noch ein wenig dauern…

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