Eine Schule ohne Klingel

Heute war der erste Tag nach den Osterferien, an dem ich meine Arbeit wieder in der Schule verrichten durfte. Aus einem mir noch unbekannten Grund ertönte in den ersten Stunden weder am Anfang noch am Ende der Stunde ein Gong. Was mich erst verwirrte, erstaunte mich dann. Denn obwohl es kein hörbares Signal gab, wurde der Unterricht pünktlich begonnen und auch pünktlich beendet. Im Grunde fand ich diese Erfahrung klasse und denke gerade darüber nach, ob man einen Gong nicht grundsätzlich abschaffen sollte.

Vor einigen Monaten haben wir erst auf einer Lehrerinnen- und Lehrerkonferenz den nach 45 Minuten ertönenden Gong abgeschafft.

Habt Ihr an Eurer Schule einen Gong? Sollte man Ihn abschaffen? Braucht man überhaupt einen Gong?

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

10 Gedanken zu „Eine Schule ohne Klingel“

  1. Bei uns gibt es nur einen Gong, der drei Minuten vor Schulbeginn und drei Minuten vor Stundenbeginn nach den großen Pausen gongt. Ein Segen, wie ich finde!

  2. Wir haben einen Gong, der unerbittlich nach 45 Minuten schellt. Auf die Idee, ihn abzuschaffen, ist noch keiner gekommen – ich denke, das wäre hoffnungslos. Aber vorschlagen kann ich es mal. Denn wir hatten wegen technischen Problemen schon mehrfach einige Tage hintereinander keinen Gong, und das das war wunderbar erholsam.

  3. Na ja… ich denk mal, dass es sicherlich drauf ankommt, an was für einer Schule man ist. Sprich ob die Schüler überhaupt Bock haben. Wenn das nicht der Fall ist, denke ich mal, dass es eher nicht funktioniert.

  4. Lange Kommentare sind schon in Ordnung, finde ich. Obwohl meiner Erfahrung nach eher umgekehrt ein Schuh draus wird: Die Stunden werden eher mal ein Minütchen überzogen, weil die Lehrkraft (z.B. meine Person) nicht auf die Uhr schaut oder ein Schüler noch etwas Wichtiges sagen möchte, das dan zum Glück nicht im Gong untergehen muss.

  5. Wenn die SuS keinen Bock haben, dann bleiben sie auch mit Gong dem Unterricht fern. Ich denke eher das der fehlende Gong die SuS mehr zur Selbstverantwortlichkeit erziehen kann, denn zu spät, kann man ja immer noch kommen, aber es macht nichts darauf aufmerksam, dass man zu spät kommt 😉

  6. Wir haben den Gong vor langer, langer Zeit abgeführt (bestimmt ein, zwei Jahre her) – anfangs waren alle geteilter Meinung, Änderungen, die dazu führen, dass man sich umgewöhnen muss, kommen eben selten gut an. Ich finds schade, dass es einfach beschlossen wurde, wir Schüler wurden nicht nach der Meinung gefragt, ob die Lehrer das mitreden durften weiß ich nicht.

    Ich vermisse die Klingel kein bisschen. Quasi als Abtausch wurden im jedem Raum Funk-Uhren angebracht, man macht also immer recht pünkltich Schluss, ein „ich darf euch erst nach dem Schellen gehen lassen“ hört man mittlerweile genauso selten wie ein „ah, wir überziehen schon wieder!!!“.

    Das einzige Problem liegt für mich darin, dass Schüler subjektiv betrachtet öfter zu spät kommen und seit neustem dafür auch immer öfter eingetragen werden (könnte eine Folge/Maßnahme) davon sein.

    Grüße, Keba.

    PS: Ja, ich weiß, ich sollte mich in Kommentaren vllt. mal kürzer fassen.

  7. Also für mich gehört ein Gong zur Schule, wie das sprichwörtliche Amen in die Kirche. Der sich wiederholende Rhythmus hat meiner Meinung nach eine beruhigende Wirkung. Natürlich könnte man sich wie bei den heutigen Handys einen individuellen Klingelton für jede Schule aussuchen… 😉

  8. Wir haben aus genau den von dir angeführten Gründen die lästigen stundenunterbrechenden und pausenanzeigende Gongs abgeschafft.

    Bei uns klingelt / gongt es nur noch 4x am Tag und zwar zur ersten Stunde, am Ender der beiden großen Pausen und am Ende der Mittagspause bzw. zum Beginn des Nachmittagsunterrichts.

    Die Stunden beginnen bei uns deswegen auch nicht unpünktlich und auf das Ende der Stunde zu achten übernehmen häufig die Schüler. In manchen Stunden überzieht man sogar ungewollt etwas – aber da ist hinterher kaum jemand böse, denn wenn niemand bemerkt hat, dass eigentlich Pause ist – dann war es wohl gerade besonders spannend / wichtig, ein bis zwei Minuten länger zu machen.

    Auch die kritischen Kollegen empfinden, soweit ich das mitbekommen habe, den fehlenden Gong mittlerweile nicht mehr als störend.

    Und schließlich brauchts an der Uni ja auch keine beruhigenden / ritualiesiernden Klangzeichen 😉

    Apropos – auf meine persönliches Klangzeichen in meiner 5. (Klangstab) wollte ich aber nicht verzichten. Das schont nämlich Stimme und Nerven!

    🙂

  9. Bitte korrigiere für mich die fehlenden Satzzeichen (bei „soweit ich das mitbekommen habe) sowie die großgeschriebenen Adjektive am Anfang des Kommentars, *upps*

  10. 😀 Wird Zeit, dass Du Dir einen Account hier holst, dann kannst Du das schön selber machen 😉
    Aber ich fände es auch interessanter und entspannter ohne Gong zu arbeiten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.