Studieren nur noch mit IQ >130

Na herzlichen Glückwunsch, die Universität Freiburg geht neue Wege im Umgang mit den Studiengebühren. Wer nachweisen kann, dass er einen IQ von über 130 hat, wird in den ersten drei Semestern von der Studiengebühr befreit. Das hört sich ja erst einmal gut an, denn Universität ist ja Kopfarbeit, aber leider glücklicherweise nicht nur.

Nun scheint es so, als will man nicht nur eine Elite auf Grundlage des Einkommens der Eltern schaffen, sondern auch noch beginnen, Fachidioten auszubilden. Ich will damit nicht sagen, dass jeder Mensch der einen IQ von <130 hat automatisch über soziale Inkompetenz verfügt – aber die Fähigkeit Bildung kostenlos zu erhalten vom IQ abhängig zu machen, halte ich falsch. Auf der einen Seite aus reiner Menschlichkeit und auf der anderen Seite weil die IQ-Tests nichts anderes sind, als willkürlich festgelegte Richtlinien und Werte, die im Grunde nichts anderes über den Menschen aussagen, als der Test von ihm verlangt. Teamfähigkeit oder Sozialkompentenzen werden weder getestet, noch spielen sie für den IQ eine Rolle und augenscheinlich sind es auch Kriterien, die für einen Studenten als sekundär bewertet werden.

So wird es dem wissensdurstigen, armen, nicht-überdurchschnittlich intelligenten Menschen noch schwerer gemacht in unserer Gesellschaft ein bisschen vom Bildungskuchen abzubekommen. Wie war das noch mit Artikel 3 des Grundgesetztes?

(3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

Papier ist geduldig…

Um es nochmal in aller Deutlichkeit zu sagen: Studiengebühren sind falsch! Egal in welcher Form! Die Bildung, das Wissen und das Lehren sollten gänzlich vom Staat finanziert werden und so eine freie Bildung und Forschung ermöglichen. Die angehenden Studenten sollten nicht von der Universität bewertet werden, sondern durch breitgefächerte Bildung (angefangen im Kindergarten und der Grundschule) soviel Reflektionsvermögen aufbauen, dass sie dadurch selbst entscheiden können, welchen Weg sie gehen wollen und ggf. einen eingeschlagenen revidieren. Weder der Intellekt noch ein zu schmales Portmonee, darf in einer zivilisierten Gesellschaft zwischen dem Menschen und der Bildung stehen.

Autor: MAWSpitau

Das wichtigste im Leben ist die Zeit. Leben heißt, mit der Zeit richtig umgehen.

3 Gedanken zu „Studieren nur noch mit IQ >130“

  1. Hallo
    les dir doch mal das grundgesetz richtig durch.darin steht das keiner wegen seiner abstammung, rasse, behinderung,sprache, geschlecht usw benachteiligt werden darf-da steht nix von intelligenz

    die bedeutet das die auswahl der unis nicht gegen das gesetz verstösst.
    ich finde es auch richtig das nur solche leute an die unis kommen die eine gewisse intelligenz besitzen(mein iq beträgt 129) denn man versucht an den unis die elite zu formen.
    teamfähigkeit und sozialkompetenz sind da nur zweitrangig da hochintelligente leute selten im team arbeiten da es einzelgänger sind(ich sprech da aus erfahrung)

    man kann net hohintelligente menschen in ein team stecken und dann hoffen das diese person das team weiter bringt-es bringt auch nix wenn das team aus hochintelligenten besteht-da würden zu viele verschieden meinungen aufeinander treffen, deswegen würde ein team das auch hochintelligenten besteht länger brauchen bis sie ein gescheites ergebniss erziehlen wie ein team das normalen leuten besteht.

    hochintelligente leute arbeiten später in der arbeitswelt so wie so net in einem team. sie arbeiten höchsten in einer gruppe wo jeder seinen bereich hat und am ende die ergebnisse nur zusammen gefühgt werden.

    als die uni von freiburg das eingeführt hat, hatten grad mal 24 stundenten einen iq der höher als 130 war.es geht hier um ca 1,3% der bevölkerung und es geht hier um die zukunft deutschlands-und die muss gesichert werden und wenn die wirtschaft auch erstmal darauf kommt dann wird es für leute die nicht begabt sind noch viel schwieriger denn dann kömmen noch viel härtere bestimmungen um die schlauen leute zu isolieren und da werden dann auch neue gesetze erlassen-des hört sich jetzt vielleicht etwas blöd an aber glaub mir das ist so.deutschland wird nicht von der politik regiert sondern von der wirtschaft

  2. Vielen Dank für Deinen Kommentar.
    Wenn wir davon ausgehen, dass der IQ eines Menschen abhängig von den Genen und der Sozialisation ist (Da genaueres in der Wissenschaft (noch) nicht feststeht, ist die These wohl am nächsten an der Wirklichkeit.), dann ist dieses Abhängig von der Herkunft, seiner Abstammung und seiner Heimat.

    Das Teamfähigkeit und Sozialkompetenz nur zweitrangig sind, halte ich für alle Bereiche des Lebens und somit auch in der Wissenschaft für falsch. Nichts ist wichtiger als der Umgang mit Menschen.

    Dass die Wirtschaft immer mehr Einfluss in der Politik hat, ist leider eine Tatsache, die ich anprangere und aufs höchste verurteile.

    Deiner weiteren Argumentation kann ich leider auf Grund von fehlender Interpunktion und Orthografie nicht folgen, sodass es mit verwehrt bleibt darauf zu antworten.

  3. Geil auch der Artikel, weil Deine Spamschutzmaßnahme aus einer Rechenaufgabe besteht 😀
    Hab ich geschafft *puuh*
    Also ich habe einen IQ über 130 und studiere auch, daher verfolge ich die Diskussion sehr angeregt. Bisher habe ich noch niemanden gefunden, der von dieser Regelung profitieren würde, der sich dagegen ausspricht. Alle Nörgler und GG-Argumentierer liegen unter 130, warum? Neid?
    Emotionale Intelligenz kann man übrigens auch messen, ist aber etwas aufwendiger und es gibt keine einheitlichen Skalen. McKinsey und Lufthanse machen sowas in sgn. Camps. Das der EQ wesentlich wichtiger als der IQ ist und sich im Gegensatz zum IQ deutlich (!) steigern lässt ist unbestritten aber darum geht es bei der Studiengebührenregelung ja auch nicht. 3 Monate sind ja auch in den meisten Fällen höchstens 1500€ und das ist allenfalls ein netter Anreiz, aber kein Grund, an einer Uni zu studieren, schließlich bekommt man ja kein Geld, man muss es nur nicht zahlen (ein Unterschied, den Frauen beim shoppen oft und gerne übersehen) 😉
    Wollte ich nur mal gesagt haben. Grüße!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.